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Zervixschleim-ab wann fruchtbar?

24. Mai 2003 um 13:48 Letzte Antwort: 27. Mai 2003 um 8:22

Ich (26) versuche seit einem halben Jahr schwanger zu werden. Dabei beobache ich meinen Zervixschleim. ( Auszählen der fruchtbaren Tage ist wegen einem unregelmäßigen Zyklus nicht möglich, sowie die Temperaturmessung kommt wegen Schichtdienst nicht in Frage).
Was ich gerne wissen möchte ab wann das Ei eigentlich springt nachdem sich die Schleimstruktur geändert hat.
Desweiteren kann ich auch nicht so genau unterscheiden welcher Schleim nun der "fruchtbare" Schleim ist.
Zuerst ist er so gelblich Gelee-Gummiartig und läßt sich auch in die Länge ziehen. So ist er aber meist nur einen Tag im Zyklus.
Ansonsten kann ich klarsichtigen spinnbaren Schleim nur nach dem Sex feststellen den ich zur fruchtbaren Zeit auch regelmäßig habe.
Also ist das nun der "fruchtbare" oder der durch Erregung entstandene Schleim?

Wer weiß etwas darüber? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruß iniwini3000

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26. Mai 2003 um 9:02

Hier...http://9monate.qualimedic.de...
Der Gebärmutterhals (Zervix uteri) ist durch einen zähen Schleimpfropf, den Zervixschleim, verschlossen, so dass die Bakterien der Scheide nicht in die höheren Genitalabschnitte gelangen. Der Zervixschleim (das Zervikalsekret) verändert sich zyklisch.

Diese Veränderungen kann jede Frau selbst feststellen und mit ein wenig Erfahrung daraus ableiten, in welchem Stadium des Zyklus sie sich befindet.

Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es tritt wenig Zervixschleim aus.

Zur Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet; er ist deutlich dünnflüssiger. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchtbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben.

Der Schleim in der Mitte des Zyklus ist dünnflüssig, glasklar und zieht Fäden, wenn er zwischen zwei Fingern getestet wird - er ist spinnbar. Jetzt ist eine Befruchtung möglich.

Gegen Ende des Zyklus wird der Schleim weißlich und klumpig, die Menge des Schleims nimmt wieder ab.

Mittel der Empfängnisplanung
Das genaue Beobachten der Veränderungen des Zervixschleims im Zyklusverlauf eignet sich zur natürlichen Empfängnisplanung und kann die Temperaturmessmethode sinnvoll ergänzen. Bei der sogenannten Billingsmethode wird das Verfahren genau beschrieben. Allgemeine Regeln, wie die Beschaffenheit des Zervixschleims an den einzelnen Stationen des Monatszyklus ist, lassen sich aber nicht aufstellen. Jede Frau muss hierzu über mehrere Monate ihren Zervixschleim selbst kontrollieren, um die individuelle Rhythmik festzustellen.

Zervixschleim in der Schwangerschaft
Die Beobachtung des Zervixschleims eignet sich nur, um die fruchtbaren Tage besser zu erkennen. Die Beschaffenheit des Zervixschleims weist keine typische Veränderung auf, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Deshalb ist es nicht möglich eine Schwangerschaft durch eine Veränderung des Zervixschleims zu erkennen.

Die Veränderungen im Hormonspiegel sind die Ursache dafür, dass der Schleim im Verlauf des Zyklus unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt. Je näher die fruchtbare Phase kommt, um so höher steigt der Östrogenspiegel, im Zervixschleim wird mehr Salz produziert. Kurz vor dem Eisprung kristallisiert dieses Salz. Dies sieht unter dem Mikroskop aus wie ein Farnblättermuster. Mit Hilfe der Geräte Cycle View oder Bio-tester, die in Apotheken angeboten werden, können diese Veränderungen des Zervixschleims durch eine Vergrößerung besser sichtbar gemacht und analysiert werden.

Durch die Anwendung chemischer Verhütungsmittel wie Vaginalzäpfchen und durch einen Samenerguss in der Scheide kann die natürliche Beschaffenheit des Zervixschleims verändert werden. Dies sollte bei der Interpretation der Selbstkontrolle beachtet werden.

Autor: Gabriele Grünebaum

Letzte Änderung: 22.01.2003 11:19:35

Copyright 2003 Qualimedic AG

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26. Mai 2003 um 21:59
In Antwort auf lillie_12376334

Hier...http://9monate.qualimedic.de...
Der Gebärmutterhals (Zervix uteri) ist durch einen zähen Schleimpfropf, den Zervixschleim, verschlossen, so dass die Bakterien der Scheide nicht in die höheren Genitalabschnitte gelangen. Der Zervixschleim (das Zervikalsekret) verändert sich zyklisch.

Diese Veränderungen kann jede Frau selbst feststellen und mit ein wenig Erfahrung daraus ableiten, in welchem Stadium des Zyklus sie sich befindet.

Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es tritt wenig Zervixschleim aus.

Zur Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet; er ist deutlich dünnflüssiger. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchtbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben.

Der Schleim in der Mitte des Zyklus ist dünnflüssig, glasklar und zieht Fäden, wenn er zwischen zwei Fingern getestet wird - er ist spinnbar. Jetzt ist eine Befruchtung möglich.

Gegen Ende des Zyklus wird der Schleim weißlich und klumpig, die Menge des Schleims nimmt wieder ab.

Mittel der Empfängnisplanung
Das genaue Beobachten der Veränderungen des Zervixschleims im Zyklusverlauf eignet sich zur natürlichen Empfängnisplanung und kann die Temperaturmessmethode sinnvoll ergänzen. Bei der sogenannten Billingsmethode wird das Verfahren genau beschrieben. Allgemeine Regeln, wie die Beschaffenheit des Zervixschleims an den einzelnen Stationen des Monatszyklus ist, lassen sich aber nicht aufstellen. Jede Frau muss hierzu über mehrere Monate ihren Zervixschleim selbst kontrollieren, um die individuelle Rhythmik festzustellen.

Zervixschleim in der Schwangerschaft
Die Beobachtung des Zervixschleims eignet sich nur, um die fruchtbaren Tage besser zu erkennen. Die Beschaffenheit des Zervixschleims weist keine typische Veränderung auf, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Deshalb ist es nicht möglich eine Schwangerschaft durch eine Veränderung des Zervixschleims zu erkennen.

Die Veränderungen im Hormonspiegel sind die Ursache dafür, dass der Schleim im Verlauf des Zyklus unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt. Je näher die fruchtbare Phase kommt, um so höher steigt der Östrogenspiegel, im Zervixschleim wird mehr Salz produziert. Kurz vor dem Eisprung kristallisiert dieses Salz. Dies sieht unter dem Mikroskop aus wie ein Farnblättermuster. Mit Hilfe der Geräte Cycle View oder Bio-tester, die in Apotheken angeboten werden, können diese Veränderungen des Zervixschleims durch eine Vergrößerung besser sichtbar gemacht und analysiert werden.

Durch die Anwendung chemischer Verhütungsmittel wie Vaginalzäpfchen und durch einen Samenerguss in der Scheide kann die natürliche Beschaffenheit des Zervixschleims verändert werden. Dies sollte bei der Interpretation der Selbstkontrolle beachtet werden.

Autor: Gabriele Grünebaum

Letzte Änderung: 22.01.2003 11:19:35

Copyright 2003 Qualimedic AG

Danke Kathi28!!!
Hallo!
Ich danke Dir für diesen ausführlichen Bericht! Wenn es bei mir geklappt hat, werde ich noch mal schreiben.
Alles Gute für Dich und das Kindchen.
Gruß Iniwini3000

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27. Mai 2003 um 8:22
In Antwort auf river_12257387

Danke Kathi28!!!
Hallo!
Ich danke Dir für diesen ausführlichen Bericht! Wenn es bei mir geklappt hat, werde ich noch mal schreiben.
Alles Gute für Dich und das Kindchen.
Gruß Iniwini3000

Frohes Schaffen...
und viel Glück beim üben!

LG
Kathi
15.SSW

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