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Zeit nach der Geburt übertrieben schwer dargestellt?

3. Dezember 2008 um 22:55 Letzte Antwort: 4. Dezember 2008 um 14:45

Ich frage mich derzeit, was so dramatisch an der Zeit nach der Geburt sein soll, dass viele es immer als schrecklich schwierig und wie die Vorhölle darstellen. Gut, man hat wohl oft Schlafmangel; wenn das Kind viel schreit, ist es wahrscheinlich anstrengend, aber das ist doch zu schaffen. Es gibt auch Zeiten, in denen man Ruhe findet, und ich hoffe eigentlich, dass ich mit der nötigen Gelassenheit dann auch gut mit der Situation klarkomme. He entspannter man als Mutter ist, ist vielleicht auch das Kind entspannter... Was meint ihr - wird heißer gekocht als gegessen?

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3. Dezember 2008 um 23:06


Die Vorhölle ist es vielleicht nicht... aber je nachdem, wie du drauf bist, und wie dein Kind drauf ist - ist es schon ziemlich anstrengend.

Bei mir waren die ersten Tage echt ok - dann wollte mein Kleiner nachts nicht mehr trinken. Also: tierische Brustschmerzen, Milchstau, hohes Fieber. Supi

Das ging dann immer ein bisschen hin und her... ich war nach der Geburt (Spontangeburt, lief gut und problemlos) eh ziemlich dünn und daher schwach. Frag mich nicht wieso - ich hatte ein paar Tage nach der Geburt 10 kg (!) weniger als vor der Schwangerschaft!
Aber die Kilos hab ich mir dann in der Stillzeit wieder angefressen

Na, was ich eigentlich schreiben wollte: ich war anfangs nur mit Stillen - Brust kühlen (Quarkpackung oder Retterspitz draufschmieren) - kurz vorm Stillen wieder Brust abwaschen - Kind wickeln - bisschen Schlaf kriegen - mal n Joghurt essen etc. beschäftigt.
Anfangs dauert das Stillen ja noch länger, später pendelt sich das ein. Aber in den ersten Wochen war ich echt dauerbeschäftigt.

Meine Mutter sagte immer - ach, kleine Babies schlafen doch viel... naja, bei *ihren* Kindern war das vielleicht so, bei meinem nicht

Aber du hast recht - je entspannter du bist, desto besser fürs Kind (und für dich natürlich!)
Es kann immer irgendwas Unvorhergesehenes kommen. Das kann man eh nicht ändern... also geh einfach davon aus, dass es bei dir prima klappen wird

Die ersten 2 Wochen wird ja eh der Papa Urlaub haben, oder? Das find ich schon wichtig, dass das Wochenbett auch zumindest anfangs im Bett verbracht wird ist jedenfalls besser für den Beckenboden, und für die generelle Erholung.

LG Flocke

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3. Dezember 2008 um 23:07

Ja klar gibt es das Superbaby
Schläft von Anfang an durch , keine bauchweh, schreit nie und auch sonst ist alles super!
Aber meistens kommt es doch anders. Klar kann man das alles irgendwie schaffen. Aber ich kann nicht behaupten das es nicht mega anstrengend war.
Es kommt wirklich auf die umstände und auf die Hilfe an die man bekommt in der 1. Zeit.
Ich kann von mir nur sagen ohne meinen Mann hätte ich die ersten 2 Monate kaum überstanden.
Aber Du weißt ja: Ein Lächeln Deines Kindes läßt Dich alle Strapazen vergessen

LG Josi

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3. Dezember 2008 um 23:09


das ist immer unterschiedlich!
die einen kommen gut zurecht die anderen weniger!

mit deiner aussage hast du recht das je entspannter du bist dann auch das baby!

das ist halt das problem hatte vorher auch so ein denken aber ohne dich angreifen zu wollen und es ist wirklich nicht böse gemeint aber man muss selbst in der rolle drin sein!

man wächst da rein und es gibt babys die sind rundum glücklich dann wieder babys die lassen der mama noch nicht mal zeit zum duschen!

ich habe jetzt meine erfahrung gemacht: mein sohn war ein bilderbuchbaby meine tochter hat bis vor 4 wochen nur geschrien( im kiwa,im maxicosi,im bett,aufn boden wirklich überall ) ich sach dir das war die hölle bin richtig am stock gegangen deswegen bin ich froh das ich in der zeit eine freundin hatte wo ich die kleine mal hingeben konnte klar klingt nach dem motto das kind wird ein zuviel also wird es abgeschoben aber so war es nicht! (muste ja schließlich auch mal duschen oder den haushalt machen sonst war sie immer bei mir)

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3. Dezember 2008 um 23:27


@ kokosflocke07

Ich werde keinen Vater dabei haben, der sich kümmert. Er hat sich für den Freigang entschieden. Ich werde diese erste Zeit alleine schaukeln müssen. Aber ich bin ein recht entspannter, ruhiger Mensch, weshalb ich hoffe, dass ich diese Ruhe auch auf das Kind ausstrahlen kann und es etwas entspannter ist. Ich weiß auch noch nicht, wie sehr ich den Vater um das Kind am Anfang haben will, weil ich mir sicher bin, dass er bei mir Stress erzeugt und ich dadurch bei dem Kind Stress erzeuge.

@ chicka82

Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich will ja wirklich wissen, wie es ist, womit ich realistisch rechnen muss. Ich hatte im Grunde nur als Babysitter bisher mit kleinen Kindern zu tun, auch mit wirklich schweren Kindern, die um sich geschlagen haben. Aber wie es mit einem Baby wird - in dem Punkt werde ich jetzt klar ins kalte Wasser geworfen. Aber es bringt mir dann auch nichts, wenn man mir etwas vormacht, darum der Thread.

Eure Geschichten finde ich sehr gut und hilfreich.

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3. Dezember 2008 um 23:48
In Antwort auf an0N_1270087499z


@ kokosflocke07

Ich werde keinen Vater dabei haben, der sich kümmert. Er hat sich für den Freigang entschieden. Ich werde diese erste Zeit alleine schaukeln müssen. Aber ich bin ein recht entspannter, ruhiger Mensch, weshalb ich hoffe, dass ich diese Ruhe auch auf das Kind ausstrahlen kann und es etwas entspannter ist. Ich weiß auch noch nicht, wie sehr ich den Vater um das Kind am Anfang haben will, weil ich mir sicher bin, dass er bei mir Stress erzeugt und ich dadurch bei dem Kind Stress erzeuge.

@ chicka82

Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich will ja wirklich wissen, wie es ist, womit ich realistisch rechnen muss. Ich hatte im Grunde nur als Babysitter bisher mit kleinen Kindern zu tun, auch mit wirklich schweren Kindern, die um sich geschlagen haben. Aber wie es mit einem Baby wird - in dem Punkt werde ich jetzt klar ins kalte Wasser geworfen. Aber es bringt mir dann auch nichts, wenn man mir etwas vormacht, darum der Thread.

Eure Geschichten finde ich sehr gut und hilfreich.

Oh -
kein Vater... das tut mir leid. Hast du vielleicht sonst jemanden, deine Mam, oder eine Freundin, die in den ersten Tagen zumindest mal nach dir schaut? Ne Nudelsoße vorbeibringt, oder deine Wäsche in die Maschine schmeißt?

Ich würd dir auch auf jeden Fall eine Nachsorgehebamme empfehlen. In der wievielten Woche bist du denn? Die Hebamme kann dir auch vor der Geburt schon helfen, bei Problemen wie Wassereinlagerungen oder so. Meine hat Akupunktur gemacht, Blutdruck gemessen... Herztöne mitm Hörrohr abgehört
Wenn man die Hebamme schon ein bisschen kennt (und umgekehrt natürlich), ist das von Vorteil. Und nach der Geburt kommt sie erstmal jeden Tag, schaut nach dir, evtl. nach dem Dammriss, wie sich die Gebärmutter zurückbildet... macht Nabelpflege bei deinem Kleinen, wiegt es, etc.pp
Ich fand das klasse und wenn man das nicht mehr will, sagt man es ihr einfach. Für mich war's jedenfalls eine Hilfe, denn ich hatte auch öfters mal so "pipifax-Fragen", wegen denen man einfach nicht beim Arzt anruft. Da ist die Hebamme echt klasse.

Sorry, falls ich dir grad lauter Sachen erzähle, die du schon weißt
LG

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4. Dezember 2008 um 7:41

Vorhölle?!
nein so arg ist es wohl nicht, bei mir war es zumindest nicht so schlimm. Ich ging auch gleich wieder nach Hause und habe mich da erholt nicht im Krankenhaus, aber!!! es war wirklich anstrengend, daher würde ich wenn ich dich wäre wirklich jemand als Unterstützung holen, bei mir kam auch meine Hebi hie und da vorbei da ich ja gleich nach Hause ging, aber du brauchst auch unbedingt jemand der dir mal die Wäsche wäscht oder was kocht ect... denn du darfst ja auch länger nichts schweres heben und dein Körper wird fix und fertig sein nach der Geburt.... ich konnte kaum ne Treppe hochgehen oder jedesmal vom Bett aufstehen war auch arg... dazu halt die Nächte. Falls du im Krankenhaus bleibst bist du ja da schon mal gut versorgt falls du aber gleich nach Hause gehst wäre es schon ratsam wenn dir jemand helfen würde auch in der Nacht....

es ist kein Zuckerschlecken auch wenn du ruhig und entspannt bist wird dein Baby zwischendurch weinen und in der Nacht nicht gleich durchschlafen. Meine Hebi meinte ich sei ein Mustermodell ich habe mich so schnell erholt wie es sehr sehr selten der Fall sei, doch wie gesagt es war auch für mich anstrengend auch wenn ich mich schon am 2. Tag viel besser gefühlt habe.... aber war auch noch länger nicht wirklich fit.

Man sagt eine Geburt sei anstrengender als ein Marathon und da kann ich mich nur anschliessen, die Erholung dauert daher lange...

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4. Dezember 2008 um 8:05

Entspannt schön und gut
Hallo,

also gleich vorweg: Nein die Vorhölle ists nicht, aber halt superanstrengend.
Man ist ja eh noch kaputt von der Geburt, dann schläft das baby anfangs nicht durch und man hat das Gefühl nix andres zu tun als zu füttern und zu wickeln.
Dann kommt evtl. noch der Babyblues dazu, so dass es auch emotional anstrengend wird.

So und jetzt kommt die gute Nachricht: Es wird besser, es pendelt sich alles ein und irgendwann schläft man bestimmt mal wieder ne ganze Nacht.
Und man bekommt ja auch was dafür, das erste bewusste Lächeln ist der Hammer

LG Steffi

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4. Dezember 2008 um 11:48

Bei mir war es so:
Ich hatte es mir schon sehr anstrengend vorgestellt, klar.
Keiner ist so naiv und denkt dass es eine rosige Zeit nur voller Freude ist.

Aber: Ich war überrascht, wie völlig anders sich alles entwickelt hatte als ich es mir gedacht hatte.
Es war für mich Mega-Mega-Mega-anstrengend.
Der Schlafmangel ist nur ein geringer Teil. Darauf war ich gefasst und kam sehr gut damit klar.

Für mich war die Umstellung von Nichtmutter= nur für mich selbst verantwortlich, selbstbestimmt, spontan
zu Mutter= urplötzlich einem kleinen Leben verbunden und dafür verantwortlich, fremdbestimmt da die Bedürfnisse des Babys immer vorgehen, und absolut nicht mehr spontan sein können weil selbst der Gang zum Bäcker zum logistischen Hochleistungsakt wird.

Ein Baby schlägt ins Leben und in die Beziehung eines Paares ein wie eine Bombe. Nach dem Einschlag muss man sich neu sortieren.
Zugegebenermaßen die allersüßeste Bombe die man sich vorstellen kann, aber ich habe es mir nicht so schwer vorgestellt.
Und ich war beim 1. Kind auch nicht mehr jung (28) und bestimmt nicht naiv.
Nach dem Einschlag muss man sich neu sortieren.

Ich wünsche Dir dass du eine andere Erfahrung machst und es vielleicht leichter haben wirst.
Schliesslich sind alle Babys unterschiedlich.

Alles Liebe,
Anke

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4. Dezember 2008 um 14:45

Schon anstrengend...
... aber machbar!
Hängt natürlich auch immer vom Baby ab. Ich glaube und habe auch die Erfahrung gemacht, dass es viel bringt, wenn man selbst nicht so hektisch ist.

Was ich dir empfehlen würde, gerade wenn man wenig Unterstützung hat, ist, im Vorfeld alle wichtigen Dinge zu besorgen. Auch Windeln, Pflegezubehör, Stilleinlagen usw. Außerdem auf Vorrat was Kochen und Einfrieren bzw. genügend Nudeln, Reis usw. als Vorrat anlegen. (auch WC-Papier, Waschmittel usw.). Wenn das alles da ist, kannst du deinen Tagesrhythmus aufs Baby einstellen. Wenns Baby schläft, schläfst du eben auch oder isst in Ruhe bzw. machst die Wäsche. Alles andere findet sich!
Falls du noch keine Hebi hast, die würde ich auch empfehlen!

Alles Gute!
Sunny

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