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Wo muss ich zuerst hin und wie lange dauert es

11. März um 1:50

Hallo! 

Ich bin ungewollt schwanger geworden, ich habe es Freitag Abend (ca 22 uhr) erfahren (2 positive SST und Übelkeit). 
Für mich war von vorne rein klar, dass ich dieses Kind nicht will. 
Habe mich dann mit meinem Freund drüber unterhalten, er sagte zu mir egal welche Entscheidung ich treffe er ist für mich da. 
(Zu dem Thema komme ich später noch mal)

Nun ja, ich habe viele Foren durchforscht zu wem ich gehen soll und alles mögliche, trotzdem für mich nie eine Antwort bekommen. 

Muss ich zuerst zu meiner FA, mich beraten lassen und dann zu einem FA der Abtreibungen durchführt? Oder wie läuft das ab? 

Mir geht es sehr sehr schlecht, ich bin psychisch total instabil und will das alles so schnell wie möglich „weg haben“. Zudem ist mir „kotz übel“ und hab ziehen im Unterleib. Auf deutsch: mir geht’s dreckig! 

Zum anderen Thema mit meinem Freund, obwohl er sagt er wird mich danach immer noch lieben, habe ich ein schlechtes Gewissen, weil er sich es wünscht. Im Prinzip wünsche ich mir auch Kinder aber nicht ungeplant, ich habe kaum was erreicht in meinem Leben, ich fange praktisch erst an auf eigenen Beinen zu laufen da vieles in meinem Leben Chaotisch gelaufen ist (was sich jetzt langsam regelt). Er hingegen hat mit 30
jahren mehr erreicht als andere mit 50. 

Ich bin wirklich seit dem am Dauer weinen, er kann nicht verstehen wie sich das für mich anfühlt. Er sagt, ob jetzt oder in 2 Jahren mache doch kein Unterschied. Aber ich weiß zu 100% das wenn ich nachgebe, ich tot traurig bin. 
Habt ihr damit auch Erfahrungen?  

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11. März um 7:59

Wow, du hast einen tollen Freund! Darüber solltest du dich echt freuen!

Zu deinem "Problem": Ich hab nie abgetrieben und kann daher nur das sagen, was ich gehört habe. Ich meine du musst erst zum FA und die Schwangerschaft bestätigen lassen. Dann machst du nen Termin bei ner Beratungsstelle z.B. Profamilia. Die beraten dich und stellen dir am Ende was aus mit dem du einen Termin zur Abtreibung machen darfst. 

So der grobe Ablauf. Andere mögen ergänzen.

Ich hoffe, dass du deine nächsten Schritte gut überlegst und die Beratung nicht nur in eine Richtung nutzt. Auch wenn der Himmel gerade für dich ziemlich düster aussieht. Vielleicht trägst du in dir deine persönliche Sonne! Egal, wie du dich entscheidest, ich drücke dir für die Zukunft alle Daumen! 😊

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11. März um 8:21

Leider gibts im Netz kaum Infos dank diverser "Aktivisten", die systematisch Ärzte und Beratungsstellen anzeigen, wenn sie über Abtreibungen informieren. Der grobe Ablauf ist so: Erst Frauenarzt, dann Beratungsstelle (profamilia, Diakonie, etc), von denen bekommst du 3 Tage Bedenkzeit, dann die Bescheinigung, dass du abtreiben darfst. Danahc musst du einen Termin ausmachen. Wahrscheinlich in einer Klinik, ambulant wird das kaum noch gemacht. Je nach BL musst du dich auch auf länheres Fahren einstellen (leider).
Vor den Beratungsstellen musst dundich auch auf nervige Demonstranten gefasst machen. Am besten nimmst du dir eine Begleitung deines Vertrauens mit.

Deine Entscheidung solltest du auch alleine und nur für dich treffen. Denn am Ende musst auch nur du damit klarkommen.

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11. März um 8:37

Hi,

du musst nicht zwingend zuerst zu deinem FA, weil auch der Arzt, der den Schwangerschaftsbbruch vornimmt die Schwangerschaft erstmal bestätigen muss, das muss er auch trotz der vorherigen Bestätigung deines Arztes.

D.H. du kannst direkt zu einer Beratungsstelle gehen und ein s.g. Schwangerschaftskonfliktgespräch führen (ggf. nimmst du deinen Freund mit). Vereinbare vorab telefonisch einen Termin. In größeren Städten gibt es neben Pro Famila auch andere Beratungsstellen wie eva, caritas etc. Google mal nach Schwangerschaftskonfliktberatung.
Dort bekommst du einen Beratungsschein und auch entsprechende Kontakte mit Ärzten, die Abbrüche vornehmen. Bei einem Arzt kannst du danach einen Termin vereinbaren, musst aber die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von 3 Tagen einhalten. Der Abbruch kann nur bis zur 12 SSW durchgeführt werden. Dieser kann medikamentös oder chirurgisch gemacht werden.
Wenn du dich VORHER an deine Krankenkasse wendest, kann  unter Berücksichtigung deiner Einkommensverhältnisse gerpüft werden ob der Abbruch von der Krankenkasse übernommen wird. Sofern die Übernahme erfolgt, nimmst du die Kostenübernahmeerklärung mit zum Arzt sowie den Blutgruppennachweis und deine Krankekassekarte und den Beratungsschein.
Hab keine Angst vor Aktivisten. Die sind nicht in allen Städten und vor allen Praxen. Soweit ich weiß nur in 3 dt Städten.

Viele Grüße und alles Gute

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11. März um 17:20

Hallo liebe user3731,
ist viel auf einmal gewesen dieses Wochenende!
Mich wundert gar nicht, dass du erstmal nur weinen kannst. Einfach auch deshalb, weil du den großen Unterschied zwischen dir und deinem Freund spürst:
Du kannst dir das Kind nicht vorstellen – er würde sich freuen.

Du möchtest auch erst noch etwas erreichen, bevor du Mama wirst.
Ihm ist es so recht. Und er sagt: was ist denn dann in ein paar Jahren anders?
Er teilt also gern seinen „Vorsprung“ mit dir und hat keine Erwartungen an dich, die du erst erfüllen müsstest hinsichtlich Berufsplanung. Das ist eigentlich auch sehr schön von ihm.
Aber für dich selbst ist es wichtig, eine Perspektive zu haben. Verstehe ich dich da richtig?

Allerdings würde ich es nicht so sehen, dass man „nichts“ erreicht, in der Zeit, in der man sich einem Kind widmet. Da wirst du sehr wohl auf eigenen Beinen laufen und Verantwortung für ein kleines Leben übernehmen. Eine große Aufgabe und Bewährung. Man baut einfach an einer anderen Stelle im Leben weiter. Und der Beruf kommt dann auch wieder – früh und lange genug.

Was macht dich denn so traurig, wenn du darüber nachdenkst?
Anders gefragt: Was würde dich froh machen?
Was würde deine Tränen versiegen und dich wieder lächeln lassen?

Was übrigens auch hinzukommt, ist die hormonelle Umstellung am Anfang der Schwangerschaft. Das kostet viel Kraft und vielen Frauen auch Tränen ... eben, weil man sich richtig mies fühlt, oft auch noch mit körperlichen Beschwerden. Richtig aus der bekannten Spur „gekickt“. Aber das wird wieder besser!

Am wichtigsten finde ich eigentlich eure Beziehung.
Wie siehst du denn eure Beziehung? Seid ihr schon lange zusammen? Und – möchtest du noch lange mit ihm zusammenbleiben?
Dann dürftest du dir von ihm schon „gefallen lassen“, dass er mehr „Erfolg“ hat – wenn man es so sagen will.
Denn ihr legt ja alles zusammen.
Ein Kind – was man auch als „Erfolg“ betrachten könnte – kann er nur durch dich bekommen!
Ich denke also nicht, dass du dir da die Latte hochlegen müsstest, die er dir nicht hochlegt. Obwohl ich das auch wieder verstehen kann, weil du ja eigene Ziele hast. Sie schließen sich letztlich nicht aus.
Irgendwohin muss die Traurigkeit ja wieder verschwinden.
Meinst du, ein bisschen Umstellungszeit würde dir helfen, eine gute Entscheidung zu finden?

Natürlich kann er nicht – von sich aus – verstehen, wie sich alles für dich anfühlt. Aber du kannst es ihm erzählen. Und dann kann er es immer besser verstehen.

Meinst du, da geht er mit? So ein Reden und Verstehen würde euch einander näherbringen. Ein Mann erlebt alles das nur durch eine Frau, auch wenn er sonst viel erreichen kann ... das eben nicht.
Es ist etwas ganz Besonderes. Und ich denke er ist auch etwas Besonderes. Und – Du auch!
Vielleicht klärt es sich wirklich von eurer Beziehung her!? Lass dir noch bisschen Zeit!
Und suche und frage weiter, was für dich wichtig ist. Ich würde mich auch freuen, wenn du wieder schreibst!
Liebe Grüße von Catie


 

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11. März um 18:59

Hoffentlich bekommst dann nieee wieder eins


erst eins umbringen lassen und in zwei Jahren passts dann besser oder wie?

Du behandelst dein Kind wie eine Ware. Bäh!

Warum gibst du es nicht zur Adoption frei? Du bist ja in keiner Notlage, hast einen Partner. Oder ist das peinlich? Oder schauts doof aus?

Steht zu eurem Unfall und bekomm das Kind. Du musst es deshalb nicht gleich umbringen lassen. Gib ihm die Chance bei liebevolleren Eltern zu leben. Es kann gar nichts dafür!

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12. März um 18:17

Hallo TE!
Wie geht es dir heute? Ich fand jetzt - sorry, das muss ich schon sagen - die letzten beiden Beiträge nicht so fein ...
Für dich ist ja auch vieles durcheinander und du weißt nicht wie alles gehen soll. Und fühlst dich einfach nicht wohl beim Gedanken an das Kind.
O.k. und dann kommt halt der Gedanke an Abtreibung. Das machen so viele.
Aber das macht dich auch traurig. 
Ich denke, es braucht eine Zeit. Und vielleicht noch andere Perspektiven auf dein Leben. Aber so abschätzige Bemerkungen jetzt echt nicht.
Schreib´ doch wieder, wie es dir geht. Kannst gerne auch privat schreiben!
Liebe Grüße von Catie

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31. März um 16:28

So erst mal hallo und danke an alle für die Antworten... naja bis auf eine, die hätte man sich sparen können

ich bin alt genug um zu entscheiden ob ich ein kind möchte - oder halt eben nicht. Ich habe mir viiiiele Stunden und Tage Kopf gemacht, hab alles außen vor gelassen zb Geldmittel etc. War alles egal. Ich habe es einfach betrachtet. 

Im Endeffekt habe ich mich gegen dieses Kind entschieden. Es war für mich nicht der richtige Zeitpunkt. 
Mein Freund und ich sind über 8 Jahre zusammen und er unterstützt mich seitdem auch sehr sehr  toll und versucht zu verstehen was ich durch mache😊 

bis jetzt, bereue ich es nicht und fühle mich wie ein neuer Mensch, auch wenn es schmerzhaft war einen kleinen Menschen in der 8. ssw gehen zu lassen, aber ich wollte es nicht. Gottseidank gibt es das recht des eigenen Willens in Deutschland (bezüglich eines Kommentar).

wie dem auch sei, ich wünsche jedem sein verdientest Glück hier, egal ob mit oder ohne Kind! Hauptsache ihr werdet glücklich! 

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31. März um 18:46

Ich finde es absolut unglaublich aus welchen „Gründen“ ein Leben beendet wird. Das Herzchen hat geschlagen und es zum Stillstand gebracht zu haben bereust du nicht? 
Ich bin einfach nur traurig über sowas. 
 

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31. März um 20:46
In Antwort auf sandra86801

Ich finde es absolut unglaublich aus welchen „Gründen“ ein Leben beendet wird. Das Herzchen hat geschlagen und es zum Stillstand gebracht zu haben bereust du nicht? 
Ich bin einfach nur traurig über sowas. 
 

Du, ich hatte meine privaten Gründe warum ich dieses Kind nicht wollte. Diese ich hier, obwohl ich „anonym“ bin nicht preisgebe. 
Akzeptanz ist angesagt. 
Die situation war kompliziert genug, du musst es nicht verstehen, aber ein schlechtes Gewissen mit „Herz hat dich geschlagen“ etc kannst du dir sparen  

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31. März um 20:48

Selbst wenn, wäre das denn so verkehrt? Wer weiß wo und wer ich in 2-3 Jahren bin. 
 

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31. März um 20:51
In Antwort auf user3731

Du, ich hatte meine privaten Gründe warum ich dieses Kind nicht wollte. Diese ich hier, obwohl ich „anonym“ bin nicht preisgebe. 
Akzeptanz ist angesagt. 
Die situation war kompliziert genug, du musst es nicht verstehen, aber ein schlechtes Gewissen mit „Herz hat dich geschlagen“ etc kannst du dir sparen  

Und außerdem habe ich nur ein paar der Gründe oben genannt, den tatsächlichen behalte ich für mich da es wirklich niemanden angeht hier. Er war groß genug um nicht noch ein Leben zu „versauen“. 
So viel wie ich dazu sagen kann ist, medizinische Indikation. Mehr möchte und kann ich nicht sagen. Ich beende bestimmt kein Leben aus Spaß meine Liebe! 

Wie gesagt, Entscheidung eines fremden Menschens niemals anzweifeln. Es gibt sehr viele Gründe warum Frauen abtreiben und ich glaube KEINE von denen hatte Spaß dran! 

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