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Wir habens geschafft Geburtsbericht von Diego ein WKS

17. Juni 2009 um 15:57

Hallo, wollte mich nun endlich mal aus dem KH zurückmelden, wir haben es geschafft bin seit Montag mit meinem kleinen Prinzen Diego wieder zuhause und wollte Euch nun den versprochenen Geburtsbericht von meinem WKS abliefern:

Also, ich musste am Mo. (einen Tag vor dem geplanten Termin) zur Aufnahme ins Krankenhaus, als ich auf der Station ankam wurde erstmal ein CTG geschrieben, Blut abgenommen und ich wurde nochmal über die ganze Op. mit ihren möglichen Komplikationen etc. aufgeklärt. Sonst ist an dem Tag eigentlich noch nicht viel passiert, abends wurde dann erneut nochmal ein CTG geschrieben und man hat mir die genaue Uhrzeit für den KS am nächsten Tag mitgeteilt. Von Stunde zu Stunde wurde ich nervöser, als sich dann noch gegen abend mein Mann verabschiedete bis zum nächsten morgen gingen mit mir die Nerven durch Ich bekam doch langsam Angst......bin dann heulend wieder auf mein Zimmer zurück und hab mich dann entschlossen nocheinmal im Kreissaal mit einer Hebamme zu unterhalten....ich war fix und alle....
meine größte Angst, nämlich der Blasenkatheter und vorallem ein Einlauf vor der Op. (ist wohl in jedem KH anders...???!!) standen kurz bevor........
Ich bin also mit Tränen in den Augen und zitternden Händen zum Kreissaal, wo mich die leitende Hebamme in Empfang nahm.....erst war es mir völlig unangenehm wie ein "Häufchen Elend" vor einer fremden Frau zu sitzen und ihr zu erklären, das man furchtbar Angst vor diesem blöden Einlauf, dem Blasenkatheter, der PDA und plötzlich vor einfach allem nur noch "Schiss" hat (ich hab wirklich gedacht ich pack gleich meine Sachen und hau einfach ab ) und dann noch bei einem WKS Dieses Gespräch dauerte ca. 3/4 Stunde und es tat soooooo gut, ehrlich
Sie hat mir alles genau erklärt und mir auch klar gemacht, das man sich auf diesen Tag und den Moment freuen soll indem man seinem Kind das Leben schenkt
Sie erzählte mir wie lange schon alle im Team arbeiten und das es alle mit völliger Hingabe tun und den Frauen einen tollen Tag und voralle ein tolles Erlebnis bereiten wollen und nicht den werdenden Müttern irgendwie Schmerzen oder Angst. zufügen wollen z.B. mit dem Einlauf oder dem Katheter.....
Ich bin also einiges ruhiger wieder auf mein Zimmer und habe versucht zu schlafen
Am nächsten morgen dann (Tag des KS) wurde ich so gegen 7Uhr geweckt und eine Hebamme holte mich erstmal in ein Untersuchungszimmer, wo ich dann erstmal einen Einlauf bekam.....und es war wirklich nicht schlimm, man hat wirklich nur einen kleinen Druck gemerkt (aber nicht der Rede wert und vorallem nicht die Angst wert) und das es etwas kalt wurde, das hat vielleicht 1Min. gedauert, dann konnte ich mich wieder anziehen und zurück aufs Zimmer wo ich dann so ca. nach 10min. zur Toilette sollte, danach konnte ich noch in Ruhe duschen, mich frisch machen etc. (der KS war für ca.11Uhr angesetzt)
Ca. 1/2Std später kam dann noch ein Arzt und legte mir einen Zugang am Handgelenk für die Infusionen etc... (auch überhaupt nicht schlimm, wie Blut abnehmen)
So gegen 9.15Uhr kam dann die Hebamme wieder und holte mich mit meinem Bett ab und wir gingen rüber in den Kreissaal, da bekam ich dann erstmal Kompressionsstrümpfe angezogen und musste mein Op-Hemd anziehen, dann wurde ich wieder ans CTG angeschlossen und lag erstmal noch eine Zeit im Bett, an den Zugang wurde dann schonmal eine Infusion (um den Kreislauf zu stabilisieren) angeschlossen....dann hieß es warten auf den Anruf aus dem Op. das es losgehen kann....um ca. kurz nach elf kam dann dieser Anruf, erst dann wurde der Blasenkatheter gelegt, und ich muss sagen die Hebamme war klasse , die hat es sooooo vorsichtig gemacht, das ich wirklich fast nix davon mitbekommen habe, es war nur ein wirklich ganz leichtes brennen (als wenn man das erste mal merkt, das evtl. eine Blasenentzündung im Anmarsch sein könnte) und das wars dann schon.....dann bekam ich noch einen Saft zu trinken (war schlimmer als der Katheter ) um die Magensäure zu binden (falls doch während der Op. eine Vollnarkose gemacht werden muss, also für den Notfall das man nicht erbricht) und dann ging es zum Op.......
Da wurde ich dann in Empfang genommen und musste mich von meinem Bett aus auf einen Op.-Tisch mit Beinstützen legen bzw. setzen bis man die PDA bekommt.....im Op. selber war wirklich ein sehr nettes Team, das wirklich auch gute Laune verbreitet hat und sich auch sehr gekümmert hat, das es mir gut geht....
Dann kam die Anästhesistin und tastete die richtige Stelle an meinem Rücken ab und desinfizierte diese Stelle, dann merkte man nur einen kleinen Stich und dann merkt man auch schon wie der Po und die Beine erstmal warm bzw. heiß werden und das alles ca. unterhalb der Rippen langsam anfing taub zu werden, dann legte man mich in die richtige Position....und wenn man erstmal soweit ist, geht es ganz schnell.....
Mein Mann hat sich in der Zwischenzeit umgezogen (Op.-Sachen, Hose, Oberteil, Mund- u.Kopfschutz) und kam nachdem ich abgedeckt wurde mit sterilen Tüchern etc dazu und setzte sich neben meinen Kopf und hielt mir die Hand.......dann merkt man irgendwann das irgendwas an einem getan wird und das es ab und zu mal ruckelt (überhaupt nicht schlimm!!!) und dann plötzlich hieß es: DA IST DER KLEINE MANN und dann hörten wir nur noch unseren kleinen Diego schreien..... tolles Gefühl......ein bisschen Angst und Nervosität plus Spannung und Freude.....da kamen dann die ersten Tränchen
Die Hebamme machte den Kleinen ganz schnell ein bisschen sauber und dann hielt sie dieses kleine Bündel, eingepackt in ein Handtuch und mit großen Augen und rosiger Haut neben uns....IRRE!!!!! Da war er endlich.....am 09.06.09 um 11.50Uhr wurde Diego geboren
Mein Mann ist dann mit der Hebamme und dem Kleinen zurück in den Kreissaal und ich wurde noch genäht, davon bekommt man nicht viel mit, vorallem haben mich auch die Anästhesistin und die Schwestern etwas unterhalten, mich immerwieder gefragt ob es mir gut gehe, mir gesagt wie weit die mit dem nähen etc sind....das war gut auszuhalten....
Musste dann noch so ca. 1/2 Std. im Aufwachraum bleiben wo ich per EKG und Blutdruck noch kontrolliert wurde und immerwieder wurde auch getestet wie weit rückläufig die Betäubung der PDA ist.....
Bin genau nach 1Woche entlassen worden ohne Komplikationen etc....
Alles in allem ist wirklich der ganze WKS für mich die beste Entscheidung gewesen und nun sitze ich glücklich mit einem wunderschönen und supersüßen Sohn zuhause.......übrigens Vater und Sohn schlafen gerade, die Nacht war lang

LG
Braut08

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17. Juni 2009 um 16:13

Das war ja soooo schön.... heul...
Ganz herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn!!

Dein Bericht war wirklich toll und hat mir selber etwas die Angst vorm bevorstehenden Kaiserschnitt genommen. Bleibt ja nur zu hoffen, dass es da auch so glatt läuft...

Ich wünsche euch ganz viel Freude mit dem kleinen Erdenbürger!

Christine

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17. Juni 2009 um 18:58

Herzlichen Glückwunsch....
Danke für den Bericht...ich werde meine Tochter am 25.6 per ks zur Welt bringen...Jetzt hab ich nicht merh so viel Angst )
lg

Curley 37+4

wie weit warst Du beim ks???

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17. Juni 2009 um 19:12

Herzlichen Glückwunsch !!!
Das hast du aber sehr schön beschrieben

habe vor 2 Wochen auch einen WKS gehabt....habe leider noch kein Bericht geschrieben.
Darf ich deins kopieren ???? Als ich es gelesen habe, habe ich meinen KS vor den Augen gehabt. War alles alles gleich bei mir. Auch mit der Angst habe ich zu kämpfen gehabt...(wegen der Vorbereitung für die OP)
Hast du eigentlich noch Schmerzen an der Narbe?? und wie klappt es mit dem laufen??

LG

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18. Juni 2009 um 14:55

Also,
ich habe letzte Woche entbunden bei 38+6 SSW, heute wäre der offizielle Geburtstermin gewesen.
Mit den Schmerzen fande ich auch einigermaßen erträglich, habe die ersten beiden Tage Voltaren Zäpfchen bekommen und dann hab ich bei Bedarf Paracetamol 1000mg bekommen, brauchte ich auch nur bis zum 4.Tag.
Mit dem Aufstehen war bei mir erst ein Problem, am Op.Tag selber bleibt man ja den ganzen Tag liegen und am nächsten Tag muss bzw. sollte man auch aufstehen, habe das den nächsten morgen dann sofort versucht, erstmal hinsetzen, dann auf die Bettkante setzen......und dann wurde mir total schwarz vor Augen, also musste ich mich erstmal wieder legen
eine 1/2Std. später hab ich es dann nochmal versucht, aufsetzen, dann auf die Bettkante, dann gaaaanz langsam hinstellen......dann wurde mir wieder schwarz vor Augen ........beim 3.Versuch hat es dann endlich geklappt.......
Jetzt klappt es sehr gut mit dem laufen, machmal habe ich noch etwas Beschwerden beim aufstehen (unser Bett ist ziemlich niedrig), da muss man sich erstmal auf die Seite rollen..

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