Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Schwangerschaft: Fehlgeburt

Wie soll das weiter gehen? 2.Fehlgeburt und alles geht kaputt!?

10. Oktober 2006 um 14:09 Letzte Antwort: 11. Oktober 2006 um 14:10

Hi zusammen!

Ich war bisher immer eine stille Leserin von euch und weiß nun nicht mehr weiter!
Ich hatte vor 4 Wochen meine 2.Ausschabung weil mein Kind nicht gewachsen ist! Es war in der 11.SSW! Vor einem Jahr hatte ich schonmal ene Ausschabung in der 6.SSW weil ich Blutungen bekommen hatte!
Mein Problem ist das ich dieses 2. mal nur mit Hilfe von Predalon Spritzen schwanger geworden bin da ich PCO habe!
War in einer KiWu Klinik in Behandlung und hab im Moment keine Ahung wie es weiter gehen soll!
Mein Mann und ich waren das glücklichste Paar als ich schwanger war und nun................fängt es an zu bröckeln! Wir haben absolut keine Nähe mehr, geschweige denn Zärtlichkeiten, es dümpelt alles vor sich hin und ich werde von Tag zu Tag immer unzufriedener mit der ganzen Situation! Er fragt mich nicht mal mehr wie es mir geht , wie es weiter gehen soll, wann wir wieder in die Klinik gehen sollen usw! Es macht mich immer mehr fertig, mir fehlt die Zartlichkeit und zuneigung!
Ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Forum bin aber vielleicht kann mir einfach jemand einen Tipp geben wie es vielleicht weiter gehen kann, wie wir unser Tief überbrücken können und wer hat Erfahrung wie schnell ich wieder schwanger werden kann!?
Was ist los mit ihm??
Warum hat er kein Interesse mehr an mir!?!?!?
Ich weiß je mehr ich mich zurück ziehe umso mehr wird er auch komisch aber ich komme mit der Situation nicht zurecht!

Ganz viele liebe Grüssle
CLaudi

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11. Oktober 2006 um 14:10

Rede mit ihm!
Lass dich erstmal fest umarmen! Ich kann deine Gefühlt gut nachvollziehen. Ich habe in diesem Jahr auch zwei Kinder verloren. Die Beziehung wird tatsächlich auf eine harte Probe gestellt. Nicht weil irgendwas nicht passt, aber weil Menschen solche Verlust anders verarbeiten.

Männer können oft nicht so darüber reden, für uns aber ist es so wichtig. Doch sie leiden genauso. Ich fühlte mich auch oft alleine. Mein Mann war für mich da und tat alles, aber er begann nicht mit mir zu reden. Ich fing jedoch an und machte ihm Vorwürfe. Und irgendwann merkte ich, wie er drunter leidet unter dem Verlust, unter meinen Stimmungsschwankungen und dass alle seine Bemühungen nicht zählten. Auch er begann zu weinen. Und das war das erste mal in unseren 8 gemeinsamen Jahren. Von diesem Tag an, schätzte ich unsere Beziehung noch viel mehr und lernte die schönen Dinge des Lebens nicht als selbstverständlich zu sehen. Ich bin dankbar, dass ich einen so lieben Mann an meiner Seite habe. Er ist tatsächlich immer da, wenn ich ihn brauche. Doch ich sah das schon als selbstverständlich.

Was ich dir damit sagen will: Rede du mit ihm. Sage ihm, was du empfindest und dass du darüber reden willst, dass du seine Zärtlichkeiten vermisst. Vielleicht traut er sich nicht anzufangen, aus Angst, dich noch mehr zu verletzen. Männer sind halt anders. Mach du den ersten Schritt.

Ich wünsche dir alles gute dafür!

Nelly

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