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Wie sieht es denn jetzt WIRKLICH aus zum Thema Ernährung und Sport?

9. April 2013 um 10:07

Hallo zusammen,

gestern Test, heute FA: ja, es hat geklappt! Aufgrund meines unregelmäßigen Zyklus und weil mein Freund beruflich bedingt oft nicht da ist, habe ich gar nicht damit gerechnet...
Nun muss ich mir natürlich die üblichen Infos und "Beachtereien" zulegen und finde andauernd widersprüchliche Informationen, deshalb frage ich hier mal ein paar ganz konkrete Sachen:

- Joggen und Fitness einschränken? Bisher bin ich so 3mal die Woche 10 km gelaufen und habe mit vergleichsweise hohen Gewichten trainiert an den üblichen Maschinen (Beinpressen, Bauchmuskelmaschine, Rumpf usw.). Das werd ich jetzt wohl reduzieren weil die Hormone mich schon ein bisschen müde machen , aber was muss ich WIRKLICH beachten? Bauchmuskeltraining und die Presse für die Oberschenkelinnenseite oder ist das egal? Gibt da da hier vielleicht jemanden, der sich auch beruflich damit auskennt (Trainer, Physiotherapeuten?), denn in den bisherigen Forendiskussionen waren wie gesagt zu dem Thema ja ALLE Meinungen vertreten. Meine FA, die ich sonst sehr mag, hält allerdings jeden Sport außer Yoga für überflüssig (ob schwanger oder nicht), deshalb ist da der nächstliegende Ansprechpartner nicht so ergiebig...

- Dass ich Vegetarier bin, schein weniger problematisch zu sein (war übrigens selbst eine vegetarische Schwangerschaft und groß und gut gewachsen, keine Allergien und nix, nur kurzsichtig), ABER wieviel Zucker ist denn jetzt vertretbar? Es heißt immer "in MAßen", aber heißt das, ein Kinderriegel die Woche oder jeden Tag eine halbe Tafel? Esse leider wirklich gern Süßes, daran wird sich jetzt wohl nix ändern.

Also für konkrete Antworten wäre ich euch erfahrenen Kuglern SEEEHR DANKBAR!

Viele liebe Grüße!

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9. April 2013 um 10:18

Also
wenn man in seriösen Quellen nachliest, dann findet man keine widersprüchlichen Angaben zu deinen Fragen.
Gerade was Sport angeht habe ich immer nur ähnliche Ansichten gelesen. Aber man sollte sich natürlich nicht im Forum infortmieren...
Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich mit dem Sport. Wenn sich deine SS problematisch entwickelt, so kann dir der Arzt absolute Bettruhe verordnen.
Sport ist immer gut, bloß nicht an die Grenzen gehen. Ich habe am Anfang auch genauso weiter gemacht wie bisher (joggen, tanzen) und irgendwann hat mir der Körper gesagt, was genug war.
Muskelaufbau sollte man einschränken und irgendwann ganz sein lassen. Besonders was die Bauchmuskeln etc. angeht.

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9. April 2013 um 10:23
In Antwort auf lydia_12241242

Also
wenn man in seriösen Quellen nachliest, dann findet man keine widersprüchlichen Angaben zu deinen Fragen.
Gerade was Sport angeht habe ich immer nur ähnliche Ansichten gelesen. Aber man sollte sich natürlich nicht im Forum infortmieren...
Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich mit dem Sport. Wenn sich deine SS problematisch entwickelt, so kann dir der Arzt absolute Bettruhe verordnen.
Sport ist immer gut, bloß nicht an die Grenzen gehen. Ich habe am Anfang auch genauso weiter gemacht wie bisher (joggen, tanzen) und irgendwann hat mir der Körper gesagt, was genug war.
Muskelaufbau sollte man einschränken und irgendwann ganz sein lassen. Besonders was die Bauchmuskeln etc. angeht.

Danke
Danke!
Dann scheint es zumindest sinnvoll, auf das eigene Befinden zu hören.
Wo kann ich mich denn "seriös informieren"? Hast du eine Empfehlung? Ich habe mir jetzt noch keinen Schwangerschaftsratgeber besorgt - da gibt es ja auch ganz unterschiedliche - von "ruhig bleiben" bis "Dauerpanik - das alles kann passieren"!
Danke nochmal!

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9. April 2013 um 10:32

...
Huhu,

also ich bin krankenschwester und treibe selber sport und esse gern süßes ^^
Ich esse aber auch zu jeder mahlzeit obst und gemüse und hab einfach süßes so weiter gegessen wie ich lust drauf hatte und wenn ich lust habe ne packung kekse zu essen dann tu ich das auch. Ich habe keinen schwangerschaftsdiabetes entwickelt, meine zuckerwerte sind sogar immer eher zu niedrig. Und zugenommen hab ich bisher 5 kilo.
Über die ganze Ernährung macht man sich glaube ich zu viele gedanken.
An sport bin ich 3 mal die woche reiten gewesen, auch dass habe ich so weiter gemacht, gesprungen bin ich allerdings nicht mehr seit ich von der schwangerschaft wußte.
Sport ist super auch in der schwangerschaft, es fördert die durchblutung und damit auch die versorgung des kindes.
Bei den gewichten kenne ich mich nicht aus, aber in deinem fitnessstudio ist doch sicher irgendwo eine trainerin die schonmal schwanger war oder? Ansonsten gibt es doch spezielle fintnessstudios für frauen (bei uns hier in der nähe gibt es eins) die bieten auch beratungen zu diesem thema an. Ansonsten mal in einer Klinik nachfragen, die Physiotherapeuten auf den geburtsstationen müssten das auch wissen. Ich würde um auf nummer sicher zu gehen nicht mehr so hohe gewichte nehmen und lieber mehr wiederholungen machen. Auch bei bauchmuskelübungen wär ich vorsichtig. Aber ich würde mich was das angeht nicht auf die meinungen hier im forum verlassen, wie du schon sagst sind die sehr unterschiedlich und auch mehr oder weniger qualifiziert.
Ausdauertraining kann man eigentlich so weiter machen solange es einem dabei gut geht, während des trainings merkst du ja auch ob es zuviel wird, dann nicht mehr erzwingen. Ich musste schon relativ früh mehr pausen machen.
Ich bin jetzt fast im letzten drittel der schwangerschaft angekommen und werde das reiten dann jetzt wohl auch bald lassen, es wird mit dem bauch langsam zu mühselig und ich hab auch einfach keine puste mehr.

Ich hab mir als Faustregel damals gesetzt: du bist schwanger und nicht krank und solange du dich wohl fühlst machst du alles so weiter wie bisher.

Und das hat auch gut funktioniert, viele fanden es unverantwortlich dass ich weiter geritten bin wegen der sturzgefahr, ich dachte dann immer dass ich wenn ich danach gehe auch kein auto mehr fahren kann, bei glätte das haus nicht mehr verlassen darf und treppen ja auch todesfallen sind

Das sind also meine erfahrungen, aber such dir wirklich jemand der sich mit deinen gewichten auskennt, die muskulatur verändert sich ja grade in der schwangerschaft und wird viel weicher, bei gewichten muss man sicherlich was beachten...

LG
Katrin 27+4

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9. April 2013 um 10:46


Hallöchen,

es ist völlig normal, dass du in deiner 1. Schwangerschaft alle Infos aufsaugst und dir gleichzeitig denkst "ich kriege gleich nen Kollaps", weil alles sooo viel und teilweise widersprüchlich ist. Das geht wahrscheinlich bis zur Geburt so weiter Ich bin momentan das 2. mal schwanger und komischerweise verbringe ich sehr wenig Zeit mit Forenlesen, Büchern etc., irgendwie findet man selbst seinen Weg und weiß schon, was richtig ist.

Generell kann ich heuteundhier zustimmen. Du musst auf DEINEN Körper hören, deine Grenzen absolut respektieren, vor allem beim Sport. Mach einfach, was dir Spaß macht und gut tut, aber wenn du merkst, es geht an die Grenze, dann hör auf. Dein Körper wird dir schon selbst bald sagen, wann Schluss ist. Ich persönlich würde allerdings auf Sportarten verzichten, bei denen ein Sturzrisiko besteht. Meine FÄ hat damals zu mir gesagt, Sport ist gesund, aber eben nicht, wobei man "schnell" mal stürzt. Was das ist, muss jeder für sich wissen, man kennt sich selbst ja am besten. Für mich wären Joggen, schnell Radfahren oder gar Inlinern tabu, weil ich da nicht so sicher bin. Wer das jedoch täglich macht, sieht das vielleicht anders.

Generell würde ich dir empfehlen, dir jetzt schon eine Hebamme zu suchen. Die sind gerade bei sowas die besseren Ansprechpartner als Ärzte, weil sie viel mehr den Alltag von Schwangeren mitbekommen und mehr Erfahrungen gezielt mit Schwangeren haben. Da kann man schnell mal zum Hörer greifen und auch wegen einer kleinen Frage anrufen.

Was die Ernährung angeht: Ich bin auch Vegetarierin und musste in meiner 1. SS etwa ab der Hälfte Eisentabletten einnehmen. Mein Eisenwert war vorher ok, aber schwanger steigt natürlich der Bedarf. Sonst hatte ich keine Probleme und ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Die Blutwerte werden ja eh regelmäßig gecheckt und wenn was nicht stimmt, erfährst du das.

Zum Thema Zucker würde ich die "ganz normalen" Ernährungsregeln beachten. Jeden Tag etwas Süßes ist völlig ok, solange man genug Obst, Gemüse und Getreide isst. Ich hab als Kind mal die Faustregel gelernt "pro Tag das, was in eine Hand passt". So in etwa befolge ich es auch, es sei denn, es ist mal was Besonderes, ein Geburtstag oder so. Dann achte ich nicht drauf. Natürlich kannst du jeden Tag einen Schokoriegel essen, da passiert doch nichts. Außerdem wird auch das während der ganzen Schwangerschaft überwacht, nämlich in Form des Wiegens. Da fällt ja auf, ob du zu schnell zunimmst, was ein Hinweis auf Diabetes sein kann. Schwangerschaftsdiabetes entsteht u.a. durch zuckerreiche Ernährung und verschwindet in der Regel, sobald man sich besser ernährt und die SS vorbei ist. Außerdem gibt es ca. in der 24. SSW einen Zuckertest, der auch prüft, ob du in Gefahr bist oder ob alles ok ist.
Generell glaube ich, dass die meisten Leute, die zu viel Zucker zu sich nehmen, diesen über Getränke konsumieren. Mal ehrlich, zwei, drei Schokoriegel schmecken - aber mehr doch auch nicht. Cola, Limonade, Saft hingegen trinken manche wie Wasser - dass da zu viel Zucker am Ende in den Körper fließt, ist irgendwo auch klar.
Von daher: Bewusst genieße, auch täglich, und das unbewusste wie z.B. in Getränken meiden, dann passt das schon.

LG
Nero + Bauchbübchen 21. SSW

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9. April 2013 um 10:48
In Antwort auf ume_12553983


Hallöchen,

es ist völlig normal, dass du in deiner 1. Schwangerschaft alle Infos aufsaugst und dir gleichzeitig denkst "ich kriege gleich nen Kollaps", weil alles sooo viel und teilweise widersprüchlich ist. Das geht wahrscheinlich bis zur Geburt so weiter Ich bin momentan das 2. mal schwanger und komischerweise verbringe ich sehr wenig Zeit mit Forenlesen, Büchern etc., irgendwie findet man selbst seinen Weg und weiß schon, was richtig ist.

Generell kann ich heuteundhier zustimmen. Du musst auf DEINEN Körper hören, deine Grenzen absolut respektieren, vor allem beim Sport. Mach einfach, was dir Spaß macht und gut tut, aber wenn du merkst, es geht an die Grenze, dann hör auf. Dein Körper wird dir schon selbst bald sagen, wann Schluss ist. Ich persönlich würde allerdings auf Sportarten verzichten, bei denen ein Sturzrisiko besteht. Meine FÄ hat damals zu mir gesagt, Sport ist gesund, aber eben nicht, wobei man "schnell" mal stürzt. Was das ist, muss jeder für sich wissen, man kennt sich selbst ja am besten. Für mich wären Joggen, schnell Radfahren oder gar Inlinern tabu, weil ich da nicht so sicher bin. Wer das jedoch täglich macht, sieht das vielleicht anders.

Generell würde ich dir empfehlen, dir jetzt schon eine Hebamme zu suchen. Die sind gerade bei sowas die besseren Ansprechpartner als Ärzte, weil sie viel mehr den Alltag von Schwangeren mitbekommen und mehr Erfahrungen gezielt mit Schwangeren haben. Da kann man schnell mal zum Hörer greifen und auch wegen einer kleinen Frage anrufen.

Was die Ernährung angeht: Ich bin auch Vegetarierin und musste in meiner 1. SS etwa ab der Hälfte Eisentabletten einnehmen. Mein Eisenwert war vorher ok, aber schwanger steigt natürlich der Bedarf. Sonst hatte ich keine Probleme und ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Die Blutwerte werden ja eh regelmäßig gecheckt und wenn was nicht stimmt, erfährst du das.

Zum Thema Zucker würde ich die "ganz normalen" Ernährungsregeln beachten. Jeden Tag etwas Süßes ist völlig ok, solange man genug Obst, Gemüse und Getreide isst. Ich hab als Kind mal die Faustregel gelernt "pro Tag das, was in eine Hand passt". So in etwa befolge ich es auch, es sei denn, es ist mal was Besonderes, ein Geburtstag oder so. Dann achte ich nicht drauf. Natürlich kannst du jeden Tag einen Schokoriegel essen, da passiert doch nichts. Außerdem wird auch das während der ganzen Schwangerschaft überwacht, nämlich in Form des Wiegens. Da fällt ja auf, ob du zu schnell zunimmst, was ein Hinweis auf Diabetes sein kann. Schwangerschaftsdiabetes entsteht u.a. durch zuckerreiche Ernährung und verschwindet in der Regel, sobald man sich besser ernährt und die SS vorbei ist. Außerdem gibt es ca. in der 24. SSW einen Zuckertest, der auch prüft, ob du in Gefahr bist oder ob alles ok ist.
Generell glaube ich, dass die meisten Leute, die zu viel Zucker zu sich nehmen, diesen über Getränke konsumieren. Mal ehrlich, zwei, drei Schokoriegel schmecken - aber mehr doch auch nicht. Cola, Limonade, Saft hingegen trinken manche wie Wasser - dass da zu viel Zucker am Ende in den Körper fließt, ist irgendwo auch klar.
Von daher: Bewusst genieße, auch täglich, und das unbewusste wie z.B. in Getränken meiden, dann passt das schon.

LG
Nero + Bauchbübchen 21. SSW

Bauchmuskeln
Achso, was gezielt die Bauchmuskeln angeht, diese würde ich nicht mehr trainieren. Schwangere sollten ja auch immer bauchmuskelschonend über die Seite aufstehen (hatte ich erst im letzten Geburtsvorbereitungskurs gelernt), kann mir nicht vorstellen, dass da gezieltes Training gut sein soll. Aber wie gesagt - Hebamme fragen

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9. April 2013 um 11:05


also was sport angeht, habe ich gelesen, dass man schon fast alles machen darf, solange man sich dabei wohlfühlt. gewichte heben/stemmen würde ich jetzt sein lassen aber joggen ist absolut unbedenklich. generell würde ich dir raten, mit der hebi oder mit dem FA darüber zu sprechen, bzw. auch mit dem hausarzt.

beim thema essen kann ich dir wirklich nur raten, keine halbe tafel schoki am tag zu essen. klar, die kalorien wirst du beim sport wieder los aber den zucker kriegt auch dein kleines und das kann es ja nicht von alleine abtrainieren. ich esse mal ein stück kuchen oder mal ein schälchen eis am tag aber mehr auch nicht. das hab ich die ganze SS so gemacht und bis jetzt (37. ssw) hab ich nur 13 kg mehr drauf, keinen diabetes bekommen und nur wenig wassereinlagerungen. hat also auch was positives. und dabei bin ich ein absoluter couch-potatoe glaub mir, je mehr kilos du am ende drauf hast, umso schwerfälliger wird dir alles fallen.
aber ansonsten gilt die devise: iss, worauf du lust hast ich hatte am anfang nur lust auf hamburger, döner und cordon bleu und ich hab mir das alles gegönnt. klar, ist jetzt fastfood aber ich hab auch immer obst und viel gemüse gegessen, dazu viel vollkorn. ausgewogen ist eben wichtig.

wünsch dir eine schöne schwangerschaft

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