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Wie schafft ihr das? Was hat euch geholfen?

9. Januar 2012 um 8:49

Ihr Lieben, alle die hier schreiben haben einiges an Weg hinter sich. Ich würde gerne wissen, wie ihr mit diesen schrecklich deprimierenden Erlebnissen umgeht, zB hat mir die Kollegin gestern erzählt, dass sie leider ungewollt schwanger geworden ist. Ich hätte ihr den Kopf abreißen können, aber nach außen bleibe ich nett und unverbindlich. Immer wieder diese Fragen: Warum klappts bei (scheinbar allen ) Anderen so leicht und bei mir nicht? Alle meine Freundinnen haben Babys, ich kann mich einfach nicht mehr bei denen trösten. Mitten im Gespräch weint deren Baby und ich fühle mich wieder schrecklich allein. Auch mein Partner kann nicht mehr, der ist selbst langsam müde. Ich hoffe, dass ich von Frauen, die auch in meiner Lage sind, einfach andere Unterstützung bekomme, weil die halt wissen, wie es sich anfühlt. Wie macht ihr das, mit dem Neid, der wiederholten Enttäuschung, kriselt nur bei mir die Beziehung? Eine Kollegin, die selbst 3 icsi erfolglos überstanden hat, hat mir gesagt, ich solle mich von der Vorstellung, man müsse sich nur entspannen und Kinderlosigkeit ist "auch Kopfsache" nicht unter Druck setzen lassen, schließlich bekommen auch Frauen in Krisen- (oder Kriegs.)zeiten Kinder. Irgendwie hat mir das gut getan. Was meint ihr? Uns allen wünsche ich ein gutes 2012!
Hildebald42

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9. Januar 2012 um 14:17

@hildebald42
Hallo,

ich kann Deine Gedanken udn Worte sehr gut verstehen.

Es ist nicht einfach, mit diesem Problem umzugehen oder es gar es zu lösen, wobei wenn es gelöst wäre, die anderen Sorgen auch wegfallen würden.

Und es ist schlimm, weil man so hilflos ist. Was alles im leben kann man sich erarbeiten und bei den Krankheiten, wo man nicht viel tun kann, ist es meist so, dass diese entweder zur heilung oder zum Tod führen, ausgenommen wenige Sachen und so auch unser Kinderwunsch-Problem.

Wenn es wiederholt nicht klappt, verliert man mehr und mehr den Mut, aber wenn man es nicht mehr versucht, hat man nochj viel geringere Chancen und muss ein Leben lang damit zurecht kommen, sich den größten und natürlichsten Lebenswunsch nicht erfüllen zu können. das ist glaube ich das Schlimmste daran.

Gestern habe ich mit einem guten Freund darüber gewsprochen, wie es einem wohl ging, wenn man noch ein Leben hätte, wo dies dann problemlos klappt.

Sicher wäre es im jetzigen dennoch schwer ohne Kinder, aber man könnte es glaube ich besser ertragen. Aber da wir nicht wissen, ob und was da kommt, kann man sich auch nicht an diese Vorstellung klammern und sich darauf freuen.

Was die Beziehung angeht, so ist das ganz sicher nicht einfach für beide, GV nach Plan oder eben keinen auf Befehl wegen Karenzzeit oder aus sonst welchen Gründen, Hormone, Stimmungsschwankungen, finanzielle Sorgen, das Leben udn den eventuellen Urlaub geplant nach dem Kinderwunsch und die Sorgen und Ängste, dass es nicht klappt.

All das belastet unsere Partnerschaft, aber was sollen wir tun? den Kinderwunsch aufgeben, ist nicht so einfach oder für manche sicher auch undenkbar, schon allein ,weil die Natur und die Hormone uns etwas anderes sagen.

Deshalb gib nicht auf, so lange irh die Kraft dafür habt! Vielleicht werden wir ja doch noch belohnt!

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11. Januar 2012 um 21:52

Ich kann dich so gut verstehen
Guten Abend,
Ich kann sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst.

Ich glaube, es gibt kein Rezept, das uns sagt, wie wir am besten mit dem KiWu umgehen. Ich hab 7 oder 8 Inseminationen hinter mir und jedes Mal mal versucht, was anders zu machen.
Ich habe z.B. mal einen Yogakurs besucht, weil viele eben schreiben, dass man sich entspannen soll.
Wenn ich dann aber im Stillen auf der Matte liege und meine Kameradinnen neben mir gerade ihren rechten großen Zeh entspannen, dann denke ich doch ans Baby und frage mich dann, ob es diesmal wohl geklappt hat oder nicht ... und schon ist man doch wieder beim Thema.
Es gibt ein Buch, das mir hier früher schon mal empfohlen wurde. Es heißt "Gelassen durch die Kinderwunschzeit". Leider hat es mit auch nicht besonders geholfen.
Dann hab ich, um die Chancen auf Erfolg der Behandlung zu erhöhen, homöopathische Mittel genommen (Ovaria comp, Bryophlum) genommen und angefangen, fruchtbarkeitsfoerdernde Tees zu trinken (Schafgarbe, Frauenmantelkraut). Hmm.., das hat aber den Zweck auch nicht erfüllt, also war ich noch frustrierter. Man denkt sich: Was ist nur los? Wieso klappt es bei sooo vielen Leuten ohne irgendwelche Tees usw... Am Ende ist man nur nich trauriger.

Ich hab vorhin irgendwo gelesen, dass man sich hin und wieder die positiven Seiten der Kinderlosigkeit vor Augen halten soll, z.B. kann man spontan in Urlaub fahren, ins Kino gehen, wenn man Lust dazu hat und vieles mehr.
Das finde ich auch ganz tröstend

Ich stehe jetzt wieder kurz vor einer neuen Behandlung und mache mir auch schon Gedanken, wie ich es diesmal aushalten soll und was ich beitragen koennte, damit es vielleicht diesmal klappt. Ich habe noch keine Loesung gefunden. Meine Oma hat mal gesagt, dass man einfach gar nicht dran denken soll! Das hab ich wirklich auch mal versucht. Aber am Ende hatte ich das komische Gefühl, dass die Befruchtung oder Einnistung vielleicht deshalb nicht zustande kam, weil sich der kleine Zellhaufen einfach nicht willkommen gefühlt hat... Ach.. Keine Ahnung.
Wenn hier irgendjemand einen Geheimtipp hat...

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13. Januar 2012 um 11:24

Nicht aufgeben,aber auch sich nicht verrückt machen
hallo zusammen,ich hab auch 5jahre versucht schwanger zu werden,erfolglos.dann haben wir uns entschieden es in einer klinik zu versuchen ,denn die spermien von meinem mann waren zu langsam und zu wenig.ja termin gemacht,nach drei wochen direkt mit der behandlung angefangen,leider überstimmulierung,2tage krankenhaus und das direkt nach dem embryotransfer.ich hab echt gedacht ,alles umsonst,so viel geld,mühe, hoffen,schmerzen etc.ja dann kam der termin sst.e einerseits hab ich gedacht es hat eh nicht geklappt,aber innerlich das hoffen und beten.anruf:positiv ich konnte es nicht glauben,bin jetzt in der 9woche.feru mich riesig,aber die angst es könnte noch was schief gehen ist natürlich da.also leute nicht aufgeben,wenn es nicht klappen sollte,immer daran denken:es ist schicksal,die zeit war noch nicht reif,es kommt noch!!! viel glück an alle

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13. Januar 2012 um 12:24

@renata0110
Danke für Deine Nachricht und für`s Mutmachen!

Allerdings sagt man das immer so leicht, wenn man einerseits nicht so viele Versuche (und damit meien ich künstliche Befruchtungen) hinter sich hat, sondern es gleich klappt und andererseits, wenn es mal geklappt hat, ist alles andere zwar nicht vergessen, aber spielt dann ja keine Rolle mehr, denn man freut sich über die Schwangerschaft!

Denn solange man nicht weiß, ob es jemals klappt und auch beim letzten Schritt (der Künstlichen Befruchtung oder anderen Alternativen) angekommen ist und es dennoch nichts wird, dann kann man schon verzweifeln und sich nicht mehr mit dem Schicksa und die Zeit kommt schon nochl "trösten".

Bitte nicht böse sein, muss das nur gerade mal loswerden, denn ich weiß wovon ich spreche, auch wenn es Mädels gibt, die noch schlechter dran sind.

moony8383 (2 ICSIs, eine davon mit einer super schlimmen Überstimmu mit Wasser bis unter der Lunge und über 10-cm-großen Eierstöcken sowie 7 Kryos)

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13. Januar 2012 um 14:32

@renata0110
Wollte noch mal ergänzend sagen, dass es wirklich lieb ist, dass Du schreibst und anderen Mut machst.

Sollte nicht als Kritik rüberkommen, sondern einfach nur als Meinung zu Deinem Beitrag und quasi die andere "Seite der Medallie" zeigen.

Bei und Langzeit-Kämpfern liegen die Nerven eben noch Blanker, sei es durch die körperliche Belastung wegen der ganzen Medikamente und Eingriffe oder aber die seelische belastrung, weil mit jedem negativen Versuch die Chancen nicht steigen, sondern eher kleiner werden, denn eine Ursache muss es ja haben, wenn es nicht klappt.

Aber ich hoffe noch, bisher einfach nur Pech gehabt zu haben und die Grenze, wo man aufgibt, muss jeder für sich selbst finden.

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13. Januar 2012 um 14:58

@moony
ich les hier grad, dass Deine Eierstöcke über 10 cm groß waren bei Deiner Überstimmu...die waren bei mir auch so groß, also jedenfalls einer davon, aber weil ich nur 6 Follis hatte bei der Stimmu sagt der Doc, war es keine Überstimmu...aber 10 cm ist schon groß ge?...hatte ja auch ne Riesenplautze...wie 4 Monat...so sahs für mich jedenfalls aus...

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15. Januar 2012 um 17:23

@sleepy007
Ich weiß nicht, wie es bei Dir war, meine waren ja auch einige Tage nach der PU noch so, sprich im "leeren" Zustand. Das war ja aber nicht das Schlimmste, auch wenn so etwas sicherlich nicht gut ist.

Problematischer war die riesige Menge an Flüssigkeit, die nach circa einer Woche so weit angestiegen war (habe circa 1 Kilo/ Liter pro Tag zugenommen nach der PU), dass die Flüssigkeit unter der Lunge war udn ich Shcmerzen beim Atmen hatte. Das war glaube ich das gefährlichste.

Für mich am Schlimmsten der Druck und die Schmerzen, die ja von Tag zu Tag durch die viele Flüssigkeit noch schlimmer wurden.

Das war für mich das allerschlimmste und es gab ja keine Schmerz-Pause, absehen von den intravinösen Schmerzmitteln, aber dieser starke Druck der blieb und die "guten" Schmerzmittel hielten leider auch nur ein paar Stunden und ich wollte auch nicht mehr als nötig nehmen, reicht ja so schon, was wir so nehmen. So ein Leberschaden nutzt ja dann auch nichts.

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16. Januar 2012 um 11:13

@moony
ja, also ich hatte auch viel Flüssigkeit im Bauchraum und hatte wohl auch noch nachgeblutet, weil die bei der PU ja ein Blutgefäß getroffen hatten und bin dann ja am gleichen Tag ins KH und vor dort mit dem Krankenwagen ins nächste KH, wo ich dann auch 5 Tage blieb...die Flüssigkeit wurde ja auch immer mehr, die Eierstöcke wuchsen noch, obwohl die auch leer waren, der Bauch war prall, aber der schmerzte nicht so sehr, wie meine Schulter, die auch irgendeinem Grund heraus schrecklich schmerzte, stechende Schmerzen und ich konnte nicht liegen und nicht richtig sitzen...ich hoffe nur, dass ich jetzt beim zweiten Versuch nicht wieder solche Nebenwirkungen und Schmerzen hab.

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16. Januar 2012 um 11:28

@sleepy007
Ich wünsche Dir, dass es keine Komplikationen mehr gibt und auch klappt!

Ich habe ja die zweite ICSI schon hinter mir und hatte vorher auch Bedenken.

Aber es lief besser, auch wenn dafür dann was anderes nicht klappte.

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16. Januar 2012 um 11:36

@moony
ich danke Dir...ich versuche sehr positiv an die Sache ranzugehen und möglichst wenig Angst zu haben...aber es ist ja noch bissi Zeit bis es richtig los geht...naja, nächste Woche gehts mit spritzen los...aber das wird schon...also DANKE!!!

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23. Januar 2012 um 8:22

Reden
Guten morgen,

ich war schon echt lange nicht mehr hier,sah eben dein Beitrag und quasle jetzt mal los.
Ich habe 2009 meine 1 und bis datu einzige ivf gemacht.das ging grüdlich in die Hose,weil bereitz bei der Endnahme bzw nachden 3 Tagen für die einsetzung klar war gibt keinen Transfer.
Ich wollte 2010 weiter machen,da fehlte uns das nötige Kleingeld,was zu noch mehr frust bei mir sorgte. Bis mein Mann dann so knurrig wahr, das ich es fürs "erste" auf Eis gelegt habe,aber auch nicht mehr darüber gesprochen habe.
Bei uns ist das so das ich die jenige bin die umbedingt ein Baby haben möchte,mein Mann hat 2 Kidis.
Für mich wahr und ist klar ohne 1000% Unterstützung und Verständnis von meinem Mann pack ich die Behandlung nicht!
Und für ein Kind setzt ich meine Beziehung nicht aufs Spiel!!!
Endweder er zieht mit,oder ich nehm ein Pflegekind auf!!
Mich machen Frauen wütend die ungewollt Schwanger werden,aber die können nichts dafür das es bei mir halt nicht so normal läuft.
Die scheiss quatscherrei von wegen ja musste halt nicht immer dran denken, pohhh da könnze ich kot... den warum haben wir fast 1 Millin Paare die Kinderlos sind??
Ich denke es ist wichtig den Traum/Wusch zu haben und darum zu kämpfen,jedoch müssten wir auch aufden noch härteren Schlag gewappnet sein(kinderlos zu bleiben), und unser Leben uns so gestallten das es Spass macht,ohne uns verrückt zu machen!!!!!!

Ich wünsch dir alles gute Bengeli2

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