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Wie reagiert der Chef???

24. Oktober 2007 um 23:25

Hallo zusammen,

ich habe jetzt seit Tagen dieses Forum durchgestöbert und mir wurden schon viele Fragen beantwortet.
Aber erstmal kurz zu meiner Situation:
Mein Partner hatte vor 6 Jahren Hodenkrebs, ein Hoden wurde ihm entfernt. Nach einem Spermiogramm im letzten Monat kam die Ernüchterung, weniger als 1 mio Spermien, davon 80% "tot", die restlichen 20% bewegen sich nicht.
Deswegen denke ich, dass es bei uns, wenn nur mit einer ICSI klappen könnte.
Aber es ist doch sicherlich (wie soll ichs nennen) ein "Hammer" für den Körper, wenn ich das lese mit den Medis z.B.!
Mich würde es interessieren, ob man sich für ne gewisse Zeit krankschreiben lassen müßte. Weil, wenn ich ehrlich bin, möchte ich es meiner Chefin nicht unbedingt direkt auf die Nase binden dass wir versuchen schwanger zu werden. Ich arbeite in einem kleinen Betrieb (Friseurin) und ich muss ja nicht die Pferde scheu machen.
Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen/Tipps geben?

Lieben Gruß
Eure Janina

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25. Oktober 2007 um 9:47

Wie der Chef wohl reagiert
Hallo Janina,
also ich habe da schon verschiedene Erfahrungen gemacht, muß dazu sagen ich bin jetzt schon bei meinem 8 IVF bzw. ICSI Versuch. Der Ablauf ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Am Anfang war ich gesetzlich versichert und in Bonn in Behandlung natürlich berufstätig, hab im Büro gearbeitet und mußte erst um 9.o Uhr anfangen.
Hier mußte ich jeden morgen 4 Uhr aufstehen um nach Bonn ca. 80 km zu fahren. Hier wurde jeden morgen Blut abgenommen und Ultraschall gemacht, dann nach Hause und zur Arbeit. Es war die reinste Hölle. Dann hab ich mich über meinen Mann priv. versichert. Hier war die Warteschlange dann nicht mehr so groß, vorher waren morgens mind. 30 Frauen in der Wateschlange, wie auf einem Fließband, priv. ging dann alles schneller. Ich konnte später kommen und kam sofort dran. Wie dem auch sei , ich hab mir dann einen Hausarzt gesucht, der gut Krankmeldungen verteilte, weil eine Krankmeldung über die Zeit vom FA fällt ja auch auf. Aber auf Dauer schafft man das seelisch kaum.
Irgendwann habe ich gekündigt, weil mit wichtiger war ein Kind zu bekommen.
Hab dann 5 Jahre nichts mehr unternommen und im Januar in Düsseldorf wieder losgelegt,
die Praxis kann ich allerdings nicht empfehlen. Nun hab ich meinen wohl letzten Versuch in Bregenz bei Prof. Zech, die Chanchen sind da wohl höher. Wenn es nun wieder negativ sein wird, hör ich entgültig auf
Hoffe ich konnte dir weiter helfen
Lg Anne

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25. Oktober 2007 um 9:51
In Antwort auf roz_11895840

Wie der Chef wohl reagiert
Hallo Janina,
also ich habe da schon verschiedene Erfahrungen gemacht, muß dazu sagen ich bin jetzt schon bei meinem 8 IVF bzw. ICSI Versuch. Der Ablauf ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Am Anfang war ich gesetzlich versichert und in Bonn in Behandlung natürlich berufstätig, hab im Büro gearbeitet und mußte erst um 9.o Uhr anfangen.
Hier mußte ich jeden morgen 4 Uhr aufstehen um nach Bonn ca. 80 km zu fahren. Hier wurde jeden morgen Blut abgenommen und Ultraschall gemacht, dann nach Hause und zur Arbeit. Es war die reinste Hölle. Dann hab ich mich über meinen Mann priv. versichert. Hier war die Warteschlange dann nicht mehr so groß, vorher waren morgens mind. 30 Frauen in der Wateschlange, wie auf einem Fließband, priv. ging dann alles schneller. Ich konnte später kommen und kam sofort dran. Wie dem auch sei , ich hab mir dann einen Hausarzt gesucht, der gut Krankmeldungen verteilte, weil eine Krankmeldung über die Zeit vom FA fällt ja auch auf. Aber auf Dauer schafft man das seelisch kaum.
Irgendwann habe ich gekündigt, weil mit wichtiger war ein Kind zu bekommen.
Hab dann 5 Jahre nichts mehr unternommen und im Januar in Düsseldorf wieder losgelegt,
die Praxis kann ich allerdings nicht empfehlen. Nun hab ich meinen wohl letzten Versuch in Bregenz bei Prof. Zech, die Chanchen sind da wohl höher. Wenn es nun wieder negativ sein wird, hör ich entgültig auf
Hoffe ich konnte dir weiter helfen
Lg Anne

Hallo
ach übrigens hab ich vergessen, als ich von gesetzlich auf privat versichert gewechselt hab, mußte ich auch nicht jedem Tag zum US und Blutentnahme, sondern nur noch alle 2 - 3 Tage, dies war in Bonn und Düsseldorf gleich, jetzt spritzte ich schon 8 Tage Menogon und hab hute erst den 2. US gehabt, Blutabnahme überhaup nicht
Also, jede Klinik bzw. Praxis gehr anders vor
Anne

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25. Oktober 2007 um 15:25
In Antwort auf roz_11895840

Hallo
ach übrigens hab ich vergessen, als ich von gesetzlich auf privat versichert gewechselt hab, mußte ich auch nicht jedem Tag zum US und Blutentnahme, sondern nur noch alle 2 - 3 Tage, dies war in Bonn und Düsseldorf gleich, jetzt spritzte ich schon 8 Tage Menogon und hab hute erst den 2. US gehabt, Blutabnahme überhaup nicht
Also, jede Klinik bzw. Praxis gehr anders vor
Anne

Hmmmm...
Danke für deine Antwort. Hört sich ja echt heftig an. Ich denke mal dass das für mich nicht in Frage kommt, dass ich kündige. Habe mich auch für noch 2 weitere Jahre verpflichtet, schon allein deswegen ginge das nicht. Es wäre halt schön wenn das so ablaufen könnte, ohne dass meine Chefin unbedingt was mitkriegt. Aber ich glaub das kann ich vergessen, oder?

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25. Oktober 2007 um 16:15
In Antwort auf ximena_12090585

Hmmmm...
Danke für deine Antwort. Hört sich ja echt heftig an. Ich denke mal dass das für mich nicht in Frage kommt, dass ich kündige. Habe mich auch für noch 2 weitere Jahre verpflichtet, schon allein deswegen ginge das nicht. Es wäre halt schön wenn das so ablaufen könnte, ohne dass meine Chefin unbedingt was mitkriegt. Aber ich glaub das kann ich vergessen, oder?

Hallo
einen Versuch ist es doch wert, es würde zwar stressig werden, die Hormone spielen verrückt, hatte ich zumindest teilweise Stimmungsschwankungen usw. aber wenn die Klinik nicht zu weit weg ist von deinem Wohnort würde ich es einfach versuchen, dann mußt du dich nicht so lange krankschreiben sondern nur für die Punktion und der spätere Transfer
Lg
Anne

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25. Oktober 2007 um 16:42

IVF
Liebe Janina,
ich habe nun meinen ersten IVF Versuch hinter mir. Es war nicht schlimm.
In der Stimmulationsphase konnte ich mir (bzw. mein Mann) täglich die Injektionen selbst verabreichen. Das tat nicht weh und und ich hatte auch keinerlei Nebenwirkungen. (OK, liegt vielleicht auch daran, dass ich nur zwei Follikel hatte)
Die Klinik ist ca. 100 km von uns entfernt, das heißt ca. 80 Minuten einfache Fahrt. Die Termine konnte ich zeitlich gut außerhalb meiner Arbeitszeiten legen. (Die Klinik vergibt Termine bis 19.00 Uhr und ausnahmsweise auch Samstags)
Eine Krankschreibung war nur zwischen Punktion und Embryotransfer erforderlich.
Übrigens, ich habe niemand auf der Arbeit etwas gesagt. Da ich bereits mehrere Zysten operativ entfernen lassen musste, haben die auch dieses Mal herhalten müssen.
Aber auch dein Hausarzt kann dich dann krankschreiben.
Ich wünsche dir alles Gute

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25. Oktober 2007 um 18:32
In Antwort auf roz_11895840

Hallo
einen Versuch ist es doch wert, es würde zwar stressig werden, die Hormone spielen verrückt, hatte ich zumindest teilweise Stimmungsschwankungen usw. aber wenn die Klinik nicht zu weit weg ist von deinem Wohnort würde ich es einfach versuchen, dann mußt du dich nicht so lange krankschreiben sondern nur für die Punktion und der spätere Transfer
Lg
Anne

Hallo
Habe gerade meinen III. Inseminationszyklus. Meine KIWU-Klinik ist 32km von zu Hause entfernt. Bei mir klappte es immer ganz gut die Klinik hat ab 7 Uhr auf und wenn mann sehr pünktlich ist kommt man sehr schnell dran schaffe es immer pünktlich zur Arbeit. Für den Inseminationstag lasse ich mich vom Hausarzt krank schreiben die Klinik gibt nur eine Bescheinigung das man da gewesen ist. Wenn es diesmal nicht klappt und wir eine IVF machen dann wird man von der Klinik von Punktion bis Transfer krank geschrieben. Auf Terminwünsche versuchen die immer rücksicht zu nehmen. Möchte meinem Chef auch nichts sagen (kleiner Betrieb, in 4 Jahren 4 Schwangere, der killt mich.)Aber das ist auch von Klinik zu Klinik anders.
Schöne Grüße Tannadunna

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26. Oktober 2007 um 21:38

Gute Frage
Hallo Janina,

auch mich beschäftigt diese Frage schon die Ganze Zeit. Wie sag' ich's meiner Chefin? Und ich komme immer mehr zu der Überzeugung - am Besten gar nicht - also zumindest nicht 100% die Wahrheit. Ich werde auch ab dem Zeitpunkt der Punktion für ca. 1 Woche krank geschrieben werden, und das ist auch gut so, denn Dezember ist bei uns immer die stressigste Zeit - da kann ich wirklich keine Aufregung gebrauchen -
Ich werde sagen, dass ich eine gynökologische OP vor mir habe, bei der ich 1 Woche krank geschrieben sein werde, damit sie sich darauf einstellen können. Das ist zumindest fair und auf der anderen Seite auch nicht zu viel verraten.....
Obwohl ich normalerweise ein Mensch bin, der immer sehr gut damit gefahren ist Probleme offen und ehrlich anzugehen ist mir diese Geschichte einfach zu intim, als dass ich hier unbedingt das Bedürfnis empfinde meinen Arbeitgeber darüber aufzuklären.

Liebe Grüße
sunshine

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