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Wie kann ich diesen Abbruch verarbeiten?

26. November 2008 um 10:45

Hallo an alle. Ich schreibe gerne hier im Forum und habe lange überlegt ob ich meine geschichte erzähle und mir Hilfe hole oder nicht. Hab mich dann dafür entschieden. Schlimmer kann es nicht werden.
Ich hab drei Kinder (4,3,sieben Monate). Und eigentlich hätte ich vier. Als mein mittlerer Sohn geboren wurde war meine Situation sehr schwierig. Ich hatte eine Phase in der ich selbst nicht mit mir klarkam. Muß dazu sagen, leide auch unter Borderline( hab es aber mittlerweile super im Griff). Mein Sohn kam im Juni 2005 auf die Welt, im November war ich wieder schwanger. Ich hab damals totale Panik bekommen. Mir selbst nicht zugetraut das zu schaffen, aber ich hatte auch so Angst vor der Reaktion meiner Familie.
Ich hab mich dann für einen Abbruch entschieden. Niemand wußte das ich schwanger bin oder abtreibe. Meiner Mutter hab ich erzählt ich müsste zum Orthopäden. Mein Eingriff war am 20. Dezember 2005 unter örtlicher Betäubung.
Ich hab bei vollem Bewusstsein mitbekommen wie mein Kind aus mir rausgerissen wird. Mein Mann hat mich abgeholt. Er war total super für mich da, aber ich bin abends total zusammen gebrochen. Ich hab mir Gedanken gemacht ob das Kind Schmerzen hatte, ob es gefühlt hat, und ich hielt mich für eine Mörderin.
Am nächsten Tag hab ich versucht zu funktionieren damit mir meine Familie nichts anmerkt. Und dann kommt der Anruf das meine Tante entbunden hat. An dem Tag als ich abgetrieben habe. Ich kann nicht beschreiben was in mir vorging.
Aber es tut heute auch noch so weh wie damals.
Meine Schwester die damals nach ein paar Tagen die vermutung hatte das was nicht stimmt, war die einzige der ich es gesagt hatte. Und sie versucht mir auch zu helfen, aber ich glaube nicht das das jemand kann.
Ich gehe auch zum Psychologen aber auch das hilft mir nicht weiter. Ich mache mir immer wieder darüber Gedanken. Gerade jetzt um diese Zeit . Ist ja bald drei Jahre her.
Ich schreibe hier weil ich hoffe das mir jemand einen Tipp geben kann wie ich diese Schuldgefühle, diese Wut und diesen Schmerz loswerde. So kann es nicht weitergehen.
Meine Schwester hat letztens zu mir gesagt: Schau du hast deinen Lukas dafür bekommen(unser jüngster). Dein Baby ist zu dir zurück gekommen. Irgendwie stimmt das, ich liebe Lukas und auch alle anderen über alles, aber nichts kann das wieder gut machen.
Ich weiß wirlich nicht weiter

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26. November 2008 um 12:24

Hey Maus...
Komm erstmal her und laß Dich drücken... Du hast mir die letzten Wochen so viel und so sehr geholfen das ich definitiv zur inoffiziellen Patentante erklären werde wenn ich meinen Wurm endlich im Arm halten werde. Denn Du hast nicht grad wenig dazu beigetragen das ich verstanden hab wie stark ich eigentlich sein kann... Danke hierfür,Süße!!!
Ich denke reden hilft immer sehr viel. Sprich mit Deiner Familie... Zumindest mit Deiner Ma... Sie wird dich verstehen und nicht verurteilen. Sprich mit den Leuten darüber denen Du vertrauen kannst. Und was mir nach meiner Fehlgeburt damals sehr gut geholfen hat, waren Gespräche mit den Leuten von den Beratungsstellen. Die Leute dort haben schon sehr viel gesehen und erlebt.. Sie werden Dir sicher Stellen nennen können, wo man Hilfe und Unterstützung bekommt. Du bist stark.. Das zeigst Du mit Deiner Geschichte. Denn nicht nur die Entscheidung für ein Kind verlangt Stärke-auch die Entscheidung dagegen. Vor allem wenn man schon Mama ist... Ich hoffe Du findest einen Ansprechpartner der dir helfen kann.. Und Du weißt ich bin auch immer da,ok?

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26. November 2008 um 16:53
In Antwort auf nava_12970871

Hey Maus...
Komm erstmal her und laß Dich drücken... Du hast mir die letzten Wochen so viel und so sehr geholfen das ich definitiv zur inoffiziellen Patentante erklären werde wenn ich meinen Wurm endlich im Arm halten werde. Denn Du hast nicht grad wenig dazu beigetragen das ich verstanden hab wie stark ich eigentlich sein kann... Danke hierfür,Süße!!!
Ich denke reden hilft immer sehr viel. Sprich mit Deiner Familie... Zumindest mit Deiner Ma... Sie wird dich verstehen und nicht verurteilen. Sprich mit den Leuten darüber denen Du vertrauen kannst. Und was mir nach meiner Fehlgeburt damals sehr gut geholfen hat, waren Gespräche mit den Leuten von den Beratungsstellen. Die Leute dort haben schon sehr viel gesehen und erlebt.. Sie werden Dir sicher Stellen nennen können, wo man Hilfe und Unterstützung bekommt. Du bist stark.. Das zeigst Du mit Deiner Geschichte. Denn nicht nur die Entscheidung für ein Kind verlangt Stärke-auch die Entscheidung dagegen. Vor allem wenn man schon Mama ist... Ich hoffe Du findest einen Ansprechpartner der dir helfen kann.. Und Du weißt ich bin auch immer da,ok?

Danke dir
Hallo Süße,
erstmal schön von dir zu hören. Wow. Inoffiziele Patentante find ich echt cool. wie gehts dir so. Was macht die Kugel? Naja wie du siehst gehts mir grade nicht so prächtig. Ich weiß das ich reden müsste, aber das ist so schwer. Und mit meiner Ma geht gar nicht. Für sie bin ich total verantwortungslos weil ich drei Kinder bekommen habe. Als meine Schwester ihr irgendwann mal von dem Abbruch erzählt hatte meinte sie nur da musste sie auch schon mal durch, und ich solch mich so quasi nicht so anstellen. Ansonsten schweigt sie das Thema lieber tot. Meine Schwester hilft mir so gut sie kann, aber ich will mit ihr nicht so oft drüber reden da sie ein Kind verloren hat, und jetzt verzweifelt versucht wieder schwanger zu werden. Ich will sie dann nicht auch noch damit belasten. Mein Mann versucht mich zu trösten,aber er ist halt ein Mann. Ich weiß das es ungewöhnlich ist so lange zu trauern, oder so extrem, aber das hängt vielleicht auch mit meinem Borderline zusammen. Auf jeden Fall geht es mir heute mies, und ich kämpfe schon den ganzen Tag mit den Tränen. wie wird das erst wieder am zwanzigsten. Mir kommt es noch immer so vor als ob es erst gestern war. Schlimm ist einfach auch das ich auch für die anderen nicht richtig da sein kann wenn es mir so schlecht geht, aber sie brauchen mich ja und verstehen nicht warum es mir so schlecht geht. wann hört das auf so weh zu tun?

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27. November 2008 um 16:51

Hai Du,
vielleicht könnte Dir das Buch "Ich nannte Sie Nadine" ein wenig helfen, wenn Du es nicht schon kennst. Hier schreibt eine Frau, die ebenfalls bereits zwei Kinder hatte, von ihrem tiefen Fall nach der Abtreibung und wie sie langsam wieder rausgekommen ist.
Oder Du trittst einer Lebensrechtsgruppe bei.

Das Du hier über Dein Schicksal schreibst finde ich gut. Vielleicht verhinderst Du so sogar eine Abtreibung und rettest ein Leben.
Vielleicht kann Dir auch dieser Gedanke minimal weiterhelfen.

Alles Gute und lieben Gruß,

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28. November 2008 um 20:14

Jessilein29
Hllo Jessilein29,
Du kannst mal googeln unter "Hilfe finden bei Selbsthilfegruppen nach Abtreibung" Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe in Deiner Gegend. Denn es Hilft manchmal schon sehr mal sein Herz ausschütten zu können.
Vielleicht wäre dies ein nächster Schritt auf dem Weg.
LG Itemba

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30. November 2008 um 18:06

Bella 8381
Hallo Bella 8381,
es tut mir bis in die tiefste Seelenspitze weh, wie unwürdig Du von Deinem Ex behandelt wurdest.
Ich denke es gibt kaum eine größere Demütigung für eine Frau, als in einer Beziehung angelogen und sogar betrogen zu werden. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken tatsächlich besser, als ein Schrecken ohne Ende.
Jetzt stehst Du da in der Ungewißheit, ob Du vielleicht von Deinem Ex schwanger bist oder nicht.
Es es ein sehr spannungsgelandener Zustand, wenn man nicht weiß, in welche Richtung man eigentlich denken soll. Wann wären denn Deine Tage fällig?
Triff Deine Entscheidung nicht übereilt, das Kind nicht zu bekommen. Du warst bis jetzt in Deiner Grundüberzeugung einer Abtreiung gegenüber negativ eingestellt. Und es ist nie gut, eine Grundüberzeugung über den Haufen zu werfen. Auch dann nicht, wenn man Verzweifelt ist und zunächst keinen anderen Ausweg sucht. Es gibt einen Ausweg, und manchmal muß dieser erst mühevoll gesucht werden. Wenn Du mal Deine ganze notvolle Situatuion mit jemand anderem besprechen willst, kannst Du Dich unter profemina.de melden.
Denn Dein Kind ist ein einzigartiges Orginal, und es will leben! Es ist unschuldig. Dein Kind ist nicht Dein Ex und ich persönlich finde, Du solltest diese 2 Personen voneinander trennen. Darum bin ich mir auch sicher Du könntest dieses Kind genauso lieben, wie Deine anderen.Das Kind wächst in Dir heran und Du würdest es prägen. Du wärst die Mutter, so wie Du es bei den anderen Kindern auch ist. Und würdest ihm die Werte, die für das Leben wichtig sind übermitteln.
Eine Abtreibung würde nicht Deinen Ex treffen, sondern vielmehr vielleicht Dich. Denn eine Abtreibung kann körperliche und psychische Folgen haben (vor-abtreibung.de;Knopf Risiko), diese würdest dann vermutlich Du alleine tragen. Besonders, wenn es gegen eine frühere Überzeugung ist. Denn Du befindest Dich durch die Trennung und all das was aufgeflogen ist, gerade in einem Ausnahmezustand. Und es kann sein, daß alle rationellen Gründe des Verstandes, die gerade für eine Abtreibung sprechen, nachher nichtig und klein sind. Wenn Du dann merkst, da fehlt ein Mensch auf dieser Welt.
Es ist sicher nicht leicht 4 Kinder alleine aufzuziehen, aber es ist vermutlich auch nicht leicht 3 Kinder alleine aufzuziehen. Und es kann sein, daß Du mehr Kraft brauchst um die Abtreibung aufzuarbeiten, als Du es bauchen würdest, das 4. Kind aufzuziehen. Denn ich glaube wenn man schon den Erfahrungsschatz von 3 Kindern gesammelt hat, dann bringt einen so schnell nichts mehr aus der Fassung. Unterschätze diesen Erfahrungschatz nicht.
LG Itemba

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1. Dezember 2008 um 16:48

Die Umstände
damals ließen mir eigentlich keine Wahl. Aber es war nicht nur das, auch ich war mir sofort sicher das ich kein weiteres Kind wollte zu diesem Zeitpunkt. Vor allem auch nachdem mir mein Arzt von einer weiteren Schwangerschaft abgeraten hatte. Die vorherige Schwangerschaft hatte mir körperlich schon alles abverlangt. Trozdem war es richtig, egal wie sehr ich drunter leide. Ich glaube jeder kommt damit anders klar. Für jemand der psychisch stabiler ist als ich glaube ich, ist es auch nicht leichter, aber ich glaube die Personen lernen schneller damit umzugehen. Aber wie gesagt, jeder trauert auf andere Weise. Und ich denke der Unterschied ist auch da wie der Eingriff vorgenommen wird. Mit örlicher betäubung so wie bei mir ist natürlich schlimmer weil man alles mitbekommt. Ich hoffe für dich das du jetzt nicht in der Situation bist das du sowas machen mußt, wenn doch wünsch ich dir mehr Kraft als ich besitzte um das zu verarbeiten.

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2. Dezember 2008 um 9:52

Sehr hilfreich
Du hast eine verachtung den Frauen gegenüber? Glaubst du nicht das die Frauen sich selbst genug verachten? Glaubst du du hättest mir jetzt geholfen, indem du mich eigentlich als Mörderin bezeichnest. Es ist eine Sache sich so zu fühlen, eine andere sowas um die Ohren geknallt zu bekommen. Ich hab mich schon Scheiße genug gefühlt und war grade dabei mich aus dem Loch zu holen. Und dann kommst du mir mit so einem Beitrag. Herzlichen Dank. Warst du schon in der Situation wo du keine andere Wahl hattest. Bzw. hast du Kinder? Oder weißt du wie eine Schwangerschaft ist die du körperlich fast nicht mehr aushälst, und der Arzt dir rät kein weiteres Kind auszutragen? Hätte ich das Kind bekommen wären die Risiken auch zu hoche gewesen. Mit meinem kleinsten jetzt war die Schwangerschaft obwohl er mit seinem bruder drei Jahre auseinander ist die Hölle. Ich hatte alles was man besser in der Schwangerschaft nicht hat. Findest du es fair mich so anzuprangern. Reicht es nicht das ich das selbst tue. Bitte überleg dir in Zukunft was du sagst, besser was du damit anrichtest. Und glaub mir ich hätte auch lieber eine andere Möglichkeit gehabt als das Kind "entsorgen" zu lassen. Aber dank deiner recht anschaulichen Art und Weise werde ich wohl noch länger damit zu kämpfen habe. Ich glaube in diesem Forum bist du etwas fehl am Platz. Pass auf das du nicht noch mehr aneckst.

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2. Dezember 2008 um 11:30
In Antwort auf tiana_12299421

Sehr hilfreich
Du hast eine verachtung den Frauen gegenüber? Glaubst du nicht das die Frauen sich selbst genug verachten? Glaubst du du hättest mir jetzt geholfen, indem du mich eigentlich als Mörderin bezeichnest. Es ist eine Sache sich so zu fühlen, eine andere sowas um die Ohren geknallt zu bekommen. Ich hab mich schon Scheiße genug gefühlt und war grade dabei mich aus dem Loch zu holen. Und dann kommst du mir mit so einem Beitrag. Herzlichen Dank. Warst du schon in der Situation wo du keine andere Wahl hattest. Bzw. hast du Kinder? Oder weißt du wie eine Schwangerschaft ist die du körperlich fast nicht mehr aushälst, und der Arzt dir rät kein weiteres Kind auszutragen? Hätte ich das Kind bekommen wären die Risiken auch zu hoche gewesen. Mit meinem kleinsten jetzt war die Schwangerschaft obwohl er mit seinem bruder drei Jahre auseinander ist die Hölle. Ich hatte alles was man besser in der Schwangerschaft nicht hat. Findest du es fair mich so anzuprangern. Reicht es nicht das ich das selbst tue. Bitte überleg dir in Zukunft was du sagst, besser was du damit anrichtest. Und glaub mir ich hätte auch lieber eine andere Möglichkeit gehabt als das Kind "entsorgen" zu lassen. Aber dank deiner recht anschaulichen Art und Weise werde ich wohl noch länger damit zu kämpfen habe. Ich glaube in diesem Forum bist du etwas fehl am Platz. Pass auf das du nicht noch mehr aneckst.


Süße, nicht aufregen... Das will sie doch nur.. Hab mich jetzt grad beim Webmaster beschwert als ich ihren Beitrag bei Dir gelesen hab. Das macht sie bei allen!!! Ich glaub die ist gefrustet weil sie selber keine Kinder kriegen kann oder sonst was.. Deine Entscheidung war richtig und daran gibt es nichts zu rütteln. Du warst Dir Deiner Verantwortung Deiner beiden Kindern gegenüber mehr als bewußt und das ist stark!!! Und ohne diese Entscheidung hättest Du Deinen Lukas nicht. Laß Dich von so nem Blödsinn bloß nicht wieder runter ziehen und lies gar nichts mehr von ihr!!! Bin da wenn was ist,Süße!!! Drück Dich ganz fest!!!! Mail kommt heut Nachmittag!!!!

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3. Dezember 2008 um 19:14

Liebe Granin
laß dir mal eins gesagt sein, die Leute hier versuchen anderen zu helfen. deswegen frage ich mich schon was du hier suchst. Das ich dich beim Webmaster melde kannst du dir denken. Deine PM ist das letzte genau wie du. Was ich von dir halte hab ich dir ebenfalls in einer PM geschrieben. Und für alle anderen sag ich es nochmals öffentlich: Du bist ein frustriertes ... und das ist meine Meinung. Ich weiß nicht was bei dir verkehrt läuft, aber das ist wohl einiges. Vielleicht hast du selber Probleme, dann versuch hier vielleicht Hilfe zu finden. Das ist besser als um sich zu hauen. Vielleicht hättest du mal lesen sollen das ich Borderliner bin mit autoagressivem Verhalten. Dann weißt du vielleicht was du mir angetan hattest. Eins würde mich nur noch interessieren, wenn ein Vergewaltigungsopfer schwanger werden würde, hätte die dann auch kein Recht auf Abtreibung? Laß mich raten die müsste nach deinem denken dann auch auf Abtreibung verzichten. Du hast keine Ahnung von Gottes Geboten, aber nicht im geringsten. Von Nächstenliebe hast du nämlich gar keine Ahnung. Aber gut Leute wie dich muß es eben auch geben. Jeder hat ja seine Meinung

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4. Dezember 2008 um 10:54

@daphne0105
Hallo, danke erstmal an alle für eure Tipps und lieben Antworten. Na ja nicht an alle, einer Person sage ich bestimmt nicht danke aber ich glaube wir wissen alle wenn ich meine. So liebe Daphne danke erstmal für deine Antwort. Natürlich ist meine Situation auch jetzt schwierig, aber ich komm ganz gut klar. Woher meine Borderline Störung genau kommt, kann mir niemand sagen. Wahrscheinlich sind es aber Dinge in meiner Vergangenheit gewesen die sie ausgelöst haben. Vor allem war bis vor drei Jahren gar nicht klar das ich Borderline habe. Ich war bei etlichen Psychologen aber keiner konnte mir wirklich helfen. Als die Diagnose dann fiel war ich sehr erleichtert weil ich selbst immer nicht wusste was mit mir los ist. Vererbung glaub ich gibt es nicht, gut wir hatten Depressionen in der Familie, aber mehr auch nicht. Behandeln kann man Borderline, heilen nicht. Das steckt immer in dir. Ich hab eine Zeitlang Antidepressiva bekommen, für die Zeiten wo ich total in einem Loch war, und dann ein Medikament aus den USA das noch nicht so lange bei uns zugelassen war. Das sollte verhindern das ich überhaupt so extreme Phasen habe. Das autoagressive Verhalten muß man selbst unter Kontrolle bringen. Bei mir war das sehr schwer. Ich hab nicht mehr nur geritzt, ich habe mich extrem geschnitten. Habe auch heftige Narben. Aufhören konnte ich erst als meine Tochter mal gesehen hatte wie ich blute und anfing zu weinen weil sie Angst um mich hatte. Erst da drang zu mir durch was ich den Kindern antue. Natürlich merke ich immer noch wie sich der Druck in mir aufbaut, aber ich habe Wege gefunden ihn anders rauszulassen. Trozdem wird mich diese Krankheit mein Leben lang begleiten, und ganz ohne Psychologen geht es auch nicht. ABer ich mach das beste drauß, und meine Kinder helfen mir dabei

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4. Dezember 2008 um 11:29

@ Jessi
Vielleicht sollten wir uns mal so austauschen (PN/Mail) wenn du willst denn bei mir ist es ähnlich. Ich wurde auch mal als Borderlinerin diagnostiziert, allerdings mag ich so ein schubladen denken eher nicht. Ich weiß, dass ich "Probleme" habe, die ich mittlerweile zwar im Griff habe, aber dennoch machen sie das Leben schwer. Ich bin nach meiner Abtreibung (vor fast genau 2 Jahren) in eines meiner "Löcher" gefallen und wie du auch schon gesagt hast, bei mir war es ebenfalls kein "ritzen" sondern heftiger..

Und jetzt (bin in der 10 Woche) mache ich mri natürlich auch meine Gedanken..

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8. Dezember 2008 um 9:53

@daphne0105
Hallo du
Die dosis richtig einstellen kann sehr lang dauern aber auch sehr schnell gehen. Das hängt vom Einzelfall ab. Ich hab in der Schwangerschaft keine Medikamente genommen, der arzt hat mir zwar versichert das es gehen würde weil blablabla, aber ich kann die Packungsbeilage lesen. Und da steht bei fast allem drin das man grade im ersten Drittel nichts nehmen soll. Hab mal in den ersten drei Monaten Bronchitis. Die kann man ohne Medikamente auskurieren, weil nichts geeignet ist. Nein Medikamente in der SChwangerschaft halte ich für zu gefährlich. Das mit deiner Freundin kann ich auch verstehen, mit hat der Psychologe auch schon gesagt das es viel auch mit meiner Kindheit zusammenhängt. Den genauen Auslöser wird hoffentlich irgendwann mal jemand erforschen.

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8. Dezember 2008 um 10:01

Danke euch allen
Erst mal danke an euch alle das ihr mich so sehr unterstützt. Bin momentan zwar richtig fertig, aber versuch auf die Füße zu kommen. Ja in zwölf Tagen jährt sich mein abbruch zum dritten mal, mal sehen wie es mir an diesem Tag geht. Momentan ist aber auch das Forum gut zuträglich das ich so down bin. Bei manchen Beiträgen wird mir einfach schlecht und ich könnte heulen. Aber egal.
@rassami: Ich glaube ich habe es noch nie wirklich von der Seite gesehen, aber du hast glaub ich recht. Ich muß versuchen vorwärts zu sehen.

An alle: Mein kleiner Engel ist im Himmel, da bin ich sicher, und meine Schwester(hab dich sehr lieb) hat mir gesagt das ich Lukas bekommen habe, damit ich endlich aufhöre drunter zu leiden. Ich glaube das es vielleicht tatsächlich stimmt. Lukas ist jeden Tag wie ein Geschenk für mich,meine anderen beiden auch, aber bei Lukas ist es einfach anders. Vielleicht sollte ich endlich versuchen loszulassen.Der Gedanke ist schwer, heule ja jetzt wieder wie ein Schlosshund, aber ich kann es nicht rückgängig machen.
Toll das ihr alle hier seid. Dann weiß ich immer wohin ich mich wenden kann, wenn ich wieder total down bin.

IHR ALLE HIER SEID SPITZE

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