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Wie finde ich wieder einen Sinn?

27. September 2007 um 21:31

Hallo ich bin 28 und habe die letzten 8 Jahre sehr schwere Zeiten durchgemacht. Leider finde ich nicht wieder auf die Beine und hoffe ihr habt einen Rat für mich? Ich bin 2001 eingeliefert wurden mit verdacht auf Blinddarmdurchbruch, nach einer Notop wurde mir gesagt ich war schwanger, leider Eileiter. Damals war ich noch zu naiv um zu verstehen was mit mir geschah. Ein Jahr später erlitt ich meine 2. ELS, total andere Symtome und wieder eine Notop.Ich muss dazu sagen habe die Schwangerschaften immer trotz Pille bekommen. Habe zwischenzeitlich geheiratet und wurde wieder unbemerkt schwanger, da ich normal meine Regel bekamm und sonst nichts auf schwanger hindeutete. Die Pille war damals mit Absicht abgesetzt. Bei einem Ausflug mit meinen Eltern habe ich immer wieder das Bewusstsein verloren und meine Eltern haben meinen Mann gebeten mich umgehend in das nächste Krankenhaus zu bringen. Laut der Erzählung meiner Eltern war es wohl gegen Mittag und der Krankenhausbericht beginnt abends um sechs. Was dazwischen passiert ist weis ich nicht da ich durch die Schmerzen immer wieder das bewusstsein verlor. Bereits 10 min nach Einlieferung lag ich laut Arztbericht unter dem Messer.Dieses Kind hatte sich diesmal den linken Eileiter ausgesucht hatten wärend die 2 vorhergehenden Schwangerschaften rechts lagen.Der Arzt der mich operiert hat meinte noch zu mir er hätte mir noch max. 20 min. in diesem Zustand gegeben dann wäre nur noch die Blechkiste über gewesen. Bei einer Nachkontrolle meiner Frauenärztin legte die mir ans Herz mich sterilisieren zu lassen da ich eine 4. Schwangerschaft dieser Art warscheinlich nicht überleben würde. Was ich dann auch machen lassen habe, da ja meine Eileiter bei jeder Notop erhalten wurden. Man kann sagen gezwungenermassen habe ich die Einwilligung zur Steri gegeben. Die 2. Nachkontrolle brachte dann auch noch Gebährmutterhalskrebs hervor, der erfolgreich operriert werden konnte. Bis 2004 allso eine Op nach der anderen. Meine Ehe ist daran auch gescheitert und ich bin total am Ende. Bei den Krankenkassen nachgefragt nach Psyschologischer Hilfe wurde dies gegenüber meiner Frauenärztin abgelehnt da ich angeblich ein minderschwerer Fall bin. Im Jahr 2006 habe ich mit meinem damaligen Lebensgefährten wieder Mut gefasst, da er meinte wir Versuchens über eine künstliche Befruchtung da wir wirklich eine Familie gründen wollten. Bei der Krankenkasse nachgefragt wegen Kostenübernahme habe ich nur zu hören bekommen wieso sollen wir Zahlen sie sind Sterilisiert, haben sich allso gegen Kinder entschieden wenn sie das wollen zahlen sie selbst. Es hat keinen interessiert warum die Steri und was vorher war. Stempel drauf und keine Diskussion. Dies hat einen weiteren Depressionsschub ausgelösst, die Beziehung war im Eimer da mein Partner mit dieser Depression nicht klar kam und sich trennte, was ich heute gut verstehen kann.
Diese Leere in mir ist so groß und ich bekomme Sie nicht unter Kontrolle. Immer öfter wünsche ich mich zu meinen Kindern. Ich bekomme meinen Alltag kaum auf die Reihe, immer wieder stehe ich vor Problemen die mir unlösbar erscheinen. Ich muss dazu sagen vor diesem Mertürium war ich eine selbstbewusste und stabille junge Frau und nun bin ich nur noch ein Schein meiner selbst.Ich fühle nur Leere, Trauer, Sehnsucht nach meinen 3 Kindern und es waren meine Kinder. Ich weiß nun das ich warscheinlich Kinderlos bleiben werde und habe mir seit ich mit Jungs angefangen hab immer Kinder gewünscht min. 3. Ohne meine Mutter die mir seit Jahren zur Seite steht hätte ich glaube ich auch schon meine Selbstmordgedanken wahr gemacht. Sie und der kleine Sohn meines Bruders halten mich nur davon ab es war zu machen. Ich sehe mich nicht mehr als Frau, finde keinen Sinn mehr für mein Leben. Wie soll ich jemals wieder lachen können? Es ist schon merkwürdig, nach nun 4 Jahren meine Geschichte zum ersten mal öfentlich zu erzählen und sich trotzdem allein und von offizellen Hilfen im Stich gelassen zu fühlen. Ich sehe in dieser Veröffentlichung meine letzte Chance auf Hilfe wieder ins Leben zurück zu finden, den ich glaube das keiner mich besser verstehen kann als Leute die wissen wie sich diese Leere und Trauer anfühlt.

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27. September 2007 um 23:45

Liebe blueangel
Erst mal tut mir leid was du alles mitmachen musstest und noch musst.
Ich kann dich sehr gut verstehen, denn ich hatte eine ESS und leide an Angstzuständen und Panikattacken. Auch was Depressionen sind weiß ich nur zu gut.
Bist du denn in ärztlicher Behandlung? Wenn nicht geh zum Hausarzt, er soll dir ne Überweisung zum Psychiater geben. Und der wird dir bestimmt eine Psychotherapie verordnen. Ich denke das ist auf jeden Fall der Weg den du einschlagen musst. Du allein schaffst es nicht mehr, aber das weißt du selbst.
Ich denke an dich und drück dir die Daumen dass es dir bald besser geht!
Fühl dich gedrückt.

Liebe Grüße
Marion

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29. September 2007 um 21:36

Tut mir leid !
Hallo,

Es tut mir schrecklich leid, was dir passiert ist. Ich denke, dass Marion recht hat. Suche dir einen guten Psychiater und mache eine Psychotherapie. Ich spreche aus Erfahrung, dass so eine Therapie sehr hilfreich sein kann. Und natuerlich bist du hier willkommen um mit zu reden. Das ist ganz gut: ueber deine Geschichte schreiben /reden und Erfahrungen von Anderen lesen. Das hilft mir auch (ESS in der SSW 5 + 4 im August 2007).

Viel Kraft und denke an dich!
Liebe Gruesse,
Cindy

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30. September 2007 um 16:44

Du brauchst dringend fachliche unterstützung...
liebe blueangel, du hast in deinem leben, vieles erlebt und erleiden müssen. es tut mir sehr leid für dich.
du hast soviel verluste erlebt und dazu noch eine schwere krankheit.
liebe blueangel, es ist sehr wichtig, dass du diese verluste, den schmerz, die trauer und die damit verbundenen gefühle aufarbeitest.
es ist wichtig, damit du loslassen kannst und wieder zu dir selbst und in dein leben zurückfindest.
du mußt das, was in dir vorgeht aufarbeiten, um es dann verarbeiten zu können.
wenn du eine gute frauenärztin hast, wird sie dir zu einer therapie verhelfen, was jetzt für dich, der nächste schritt sein sollte.
denn so, wie du deine geschichte schilderst, brauchst du dringend fachliche unterstützung, bei deiner verarbeitung.
vertraue dich deiner ärztin an, sag ihr, dass du dringend hilfe benötigst.

ich schicke dir unendlich viel kraft.

sternchen

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1. März 2008 um 0:32

Es hört sich vielleicht jetzt blöd an aber...
einen Versuch ist es Wert. Ich bin kein Fanatiker oder so aber ich habe im meinem Leben oft die Erfahrung mit Gott gemacht. Wenn ich absolut nicht mehr weiter wusste und auch nicht verstand warum es gerade mir passiert ist (( hatte auch eine ESS) und noch andere Dinge im Leben)habe ich immer wieder daraus gelernt das Gott der den kompletten Überblick hat über mein Leben, im nachhinein das Beste für mich tat. Ich kann nicht alles erklären aber ich weis das es irgendwann zum Guten führen wird. Und das ich hoffe das dir Gott dein Leben auch zum guten wendet. Denn er hat dich geschaffen und gewollt, und er liebt dich so wie du deine 3 ENGEL und glaub mir er will für dich da sein. Alles Liebe und Gute dir. Gruß rblitz

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