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Wie ein schlechter Traum

24. August 2018 um 18:04 Letzte Antwort: 29. August 2018 um 20:38

Hallo miteinander,

ich habe mich gerade eben angemeldet. Vielleicht hilft mir das Schreiben etwas. 
Ich bin 38 und habe am 09.08. meine ungewollte Schwangerschaft entdeckt. Mein Größter ist bereits 18, der Jüngste 10. In der Mitte noch die Tochter mit 12. Ich war von der Schwangerschaft regelrecht geschockt, wieso trotz Verhütung die Natur mir so ein Schnippchen schlägt. Ich arbeite in meinem Traumberuf, studiere nebenbei und bin in der Auswahl als Schöffe für das Jugendgericht. Mein Mann und ich führen wirklich ein tolles Leben mit viel Freude und unsere Kinder sind ein Traum. Ich hatte nie den Wunsch, nochmal Mutter zu werden. Ich liebe Kinder, arbeite mit ihnen und passe gerne auf- aber nochmal eigene wollte ich nie. Auch waren die Schwangerschaften nicht einfach- zu groß, Anämie und Blutransfusionen. 
Also haben wir uns dagegen entschieden. Es war nicht einfach und ich habe bis in den OP hinein geweint. 
Nach der Op hatte sich die Entscheidung jedoch richtig angefühlt und ich habe nie gezweifelt oder war traurig, wenn ich Babys gesehen habe. Die Op war am 17.

Heute dann die Nachuntersuchung. Meine Ärztin wurde blass- denn was noch zu sehen war, war nicht nur eine Fruchthöhle sondern 2-ein deutlicher Herzschlag und ein nicht so sehr. 
Ich wollte es gar nicht glauben habe es aber mit eigenen Augen gesehen. Sie meinte auch, sowas hätte sie noch nie erlebt. Sie hat dann im KH angerufen wegen Qualitätsirgendwas und ich bin nochmal reingefahren. 
Auch dort zeigte die Untersuchung 2 Embryonen. Es kam heraus, dass ich eine zweigeteilte Gebärmutter habe,die in der Mitte Geteilt wird- fast wie bei einem Herzen.
Dies wurde auch bei den Kaiserschnitten nicht gesehen, weil eine Hälfte immer zur Seite gedrückt wurde. Auch bei Untersuchung am 16. wurde keine Mehrlingsschwangerschaft nicht entdeckt, weil zu klein wahrscheinlich. Bei der Ausschabung wurde auch lt. Aussage des Arztes danach, eine Schwangerschaft entfernt.

Nun habe ich in der rechten Kammer der Gebärmutter eine intakte Schwangerschaft und links eine mit schwächeren Herzschlag, da diese wahrscheinlich unter der Abtreibung gelitten hat. 

Die Ärzte und Oberärzte im KH waren heute auch perplex, weil sie sowas noch nie erlebt hätten und sie ja wussten, wie schwer es letzte Woche für mich war. 

Trotzdem muss ich ja jetzt wieder zu einer Entscheidung kommen. Hat jemand Ähnliches erlebt oder kennt jemanden? 

Was ist, wenn ich mich dafür entscheide, wenn diese schon so kämpfen und durch den Abruch Schäden entstanden sind - lt. Aussage in der rechten nicht möglich, da diese nicht angefasst wurde. 

Schaff ich das mit 38- Risiko sowieso wegen Kaiserschnitt und der Autoimmunkrankheit? 

Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie ich nochmal zu einer für mich und meine Familie guten Entscheidung komme. 
Mein Mann hat nur Angst um mich. 

Lg Silvia 

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29. August 2018 um 16:49

Liebe Silvia, 

deine Geschichte ist unglaublich und es tut mir wahnsinnig leid für dich,  dass du das alles durchmachen musst.  *fühl dich gedrückt* 
Es ist eine schwere Entscheidung, weil du ja selbst an einer Autoimmunkrankheit leidest. Ich würde mir auf jede Fall meinen Mann zur Seite holen und mit ihm gemeinsam eine Entscheidung treffen mit der auch beide leben können. Wahrscheinlich würde ich das Krankenhaus wechseln und mir mehrere Meinungen einholen. Vor allem auch mich gut informieren wie gefährlich eine Zwillingsschwangerschaft mit einer zweigeteilten Gebärmutter für die Mutter ist? Erst wenn alle Fragen für meinen Mann und mich geklärt wären würde ich eine Entscheidung treffen. Ja das würde ICH machen,.....
Ich wünsche dir so sehr, dass alles gut wird!!!!!!

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29. August 2018 um 17:21
In Antwort auf rosimo3

Hallo miteinander,

ich habe mich gerade eben angemeldet. Vielleicht hilft mir das Schreiben etwas. 
Ich bin 38 und habe am 09.08. meine ungewollte Schwangerschaft entdeckt. Mein Größter ist bereits 18, der Jüngste 10. In der Mitte noch die Tochter mit 12. Ich war von der Schwangerschaft regelrecht geschockt, wieso trotz Verhütung die Natur mir so ein Schnippchen schlägt. Ich arbeite in meinem Traumberuf, studiere nebenbei und bin in der Auswahl als Schöffe für das Jugendgericht. Mein Mann und ich führen wirklich ein tolles Leben mit viel Freude und unsere Kinder sind ein Traum. Ich hatte nie den Wunsch, nochmal Mutter zu werden. Ich liebe Kinder, arbeite mit ihnen und passe gerne auf- aber nochmal eigene wollte ich nie. Auch waren die Schwangerschaften nicht einfach- zu groß, Anämie und Blutransfusionen. 
Also haben wir uns dagegen entschieden. Es war nicht einfach und ich habe bis in den OP hinein geweint. 
Nach der Op hatte sich die Entscheidung jedoch richtig angefühlt und ich habe nie gezweifelt oder war traurig, wenn ich Babys gesehen habe. Die Op war am 17.

Heute dann die Nachuntersuchung. Meine Ärztin wurde blass- denn was noch zu sehen war, war nicht nur eine Fruchthöhle sondern 2-ein deutlicher Herzschlag und ein nicht so sehr. 
Ich wollte es gar nicht glauben habe es aber mit eigenen Augen gesehen. Sie meinte auch, sowas hätte sie noch nie erlebt. Sie hat dann im KH angerufen wegen Qualitätsirgendwas und ich bin nochmal reingefahren. 
Auch dort zeigte die Untersuchung 2 Embryonen. Es kam heraus, dass ich eine zweigeteilte Gebärmutter habe,die in der Mitte Geteilt wird- fast wie bei einem Herzen.
Dies wurde auch bei den Kaiserschnitten nicht gesehen, weil eine Hälfte immer zur Seite gedrückt wurde. Auch bei Untersuchung am 16. wurde keine Mehrlingsschwangerschaft nicht entdeckt, weil zu klein wahrscheinlich. Bei der Ausschabung wurde auch lt. Aussage des Arztes danach, eine Schwangerschaft entfernt.

Nun habe ich in der rechten Kammer der Gebärmutter eine intakte Schwangerschaft und links eine mit schwächeren Herzschlag, da diese wahrscheinlich unter der Abtreibung gelitten hat. 

Die Ärzte und Oberärzte im KH waren heute auch perplex, weil sie sowas noch nie erlebt hätten und sie ja wussten, wie schwer es letzte Woche für mich war. 

Trotzdem muss ich ja jetzt wieder zu einer Entscheidung kommen. Hat jemand Ähnliches erlebt oder kennt jemanden? 

Was ist, wenn ich mich dafür entscheide, wenn diese schon so kämpfen und durch den Abruch Schäden entstanden sind - lt. Aussage in der rechten nicht möglich, da diese nicht angefasst wurde. 

Schaff ich das mit 38- Risiko sowieso wegen Kaiserschnitt und der Autoimmunkrankheit? 

Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie ich nochmal zu einer für mich und meine Familie guten Entscheidung komme. 
Mein Mann hat nur Angst um mich. 

Lg Silvia 

Wow.... das sind ja 2 wahre Wunder!!
Erstens trotz Verhütung mit 38 schwanger zu werden und dann noch mit Zwillingen. Und zweitens dann noch eine Abtreibung zu machen wo die beiden auch noch überleben. 
Auch wenn das eine schwächer ist.... es kämpft und auch eine Abtreibung hat das Kind nicht "klein bekommen".
Ich will dich eigentlich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen aber sowas kann doch nur Schicksal sein.
Überlege dir wirklich gut ob du diese zwei Wesen nicht näher kennenlernen möchtest
Und sag wirklich mal Bescheid wie du dich entschieden hast... das ist ja spannender als irgendein Film im Kino 

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29. August 2018 um 20:38

Vielleicht kannst du einen guten Pränatal Arzt finden, der dich über pränatest usw. informieren kann und i er den Gesundheitszustand von dir und den Embryonen sehen kann. 
Außerdem würde ich das Krankenhaus kontaktieren und genau Nachfragen, was sie getan haben und was eben nicht und vor allem was du für Medikamente bekommen hast, sodass ein ordentlicher Arzt abwägen kann, wie es um euch steht. 

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