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Wer würde ein ungesundes baby abtreiben lassen?

4. September 2011 um 0:37

Hallo zusammen. Mich nimmt es Wunder wer sich für das Baby, oder gegen das Baby entscheiden würde falls man Bescheid weiss, dass es leider ungesund ist, wie zum Beispiel einen Down Syndrom hat? Also ich selbst bin für alles offen, und würde es so akzeptieren wie es auf die Welt kommt, weil ich das nicht machen könnte, einfach das leben zu beenden.

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4. September 2011 um 11:30

Ich würde
das Leben beenden lassen, wenn ich wüsste, dass es nie ein selbstständiges Leben führen könnte...
Wenn ich Menschen sehe, die total weggetreten in ihrem Rollstuhl hängen und scheinbar nichts mitbekommen, tut mir das sehr leid und ich wüsste, dass ich damit überfordert wäre...
Doch Menschen mit DS können durchaus irgendwann mal ihr eigenes Leben managen... Man braucht denke ich Geduld, Zeit und ganz viel Liebe...
Bei dieser Diagnose würde ich mich für das Kind entscheiden!

Grüße

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4. September 2011 um 20:22

Nein
Ich würde es abtreiben und zwar aus diesem Grunde weil ich auch nicht auf der Welt sein möchte wenn ich ständig betreuung bräuchte und nichts alleine könnte... So würde ich jetzt entscheiden.. Wenn es dann wirklich so wäre weiss ich natürlich nicht ob ich immer noch so entscheiden würde..

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5. September 2011 um 23:47

Ich
Denke dass es keiner beurteilen kann der nicht selbst in der lage war/ist. Eine bekannte von mir arbeitet beim frauenarzt. Die haben eine patientin, die erst im 7.monat (!) erfahren hat, dass ihr baby schwerstbehindert sein wird! Schock pur! Sie hat sich gegen das Baby entschieden! Du bist die ganze SS ueber in dem Glauben, dass alles in Ordnung ist und dann dieser schwere Schlag!
So pauschal kann man das ganze nicht sagen! Es kommt dann wiederum drauf an, in wieweit die Behinderung geht!
Manche Menschen schaffen das, sowohl psychisch als auch physisch

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7. September 2011 um 12:02

Wenn man sich
darüber im Klaren ist, sein Leben lang für das Kind sorgen zu müssen (bei der entsprechenden Krankheit) und dafür bereit ist, dies auch zu tun: Respekt.

Ich könnte es nicht.

Ansonsten: hört endlich mal auf damit, andere nach ihrer Meinung und ihren Ansichten zu be- und verurteilen!

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7. September 2011 um 16:09

Schwere entscheidung
fakt ist 90 % der down kinder werden abgetrieben...und bei frühchen kämpfen die eltern wie irre, dabei haben viele eine schwere behinderung, je wie früh geborne, eine freundin ist säuglingsschwester für frühgeborene und kriegt da viel mit...man macht ja die Fruchtwasseruntersuchung normal nur, um dann die konsequent zu ziehen...ich denke ich würde abtreiben bei schweren behinderungen und vielleicht auch bei down -syndrom, aber ich denke, wenn man in der situation ist, ist es vielleicht anders, wenn man schon leben spürt, aber jeder möchte natrülich, dass das kind eigenständig leben kann ohne die eltern irgendwann

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13. September 2011 um 14:58

Gesellschaft
hatte vor pa Tagen das Thema mit ner Freundin, die Heb ist, die meinte, heute bekommen oft die jungen Frauen Kinder mit Down-Syndrom, da die meist keine FU oder ähnliches machen, da die Statistik ja niedrig ist, die älteren Frauen lassen ja oft FU machen...und sie hatte eine patientin, die hat mit 23 Jahren ein down-kind bekommen und die muß sich doch oft anhören lassen: sowas muß es ja heute nicht mehr geben, von wildfremden menschen in bus...da zeigt sich doch echt, was unsere Gesellschaft so ist...sorry, aber wem geht bitteschön was an und eine Frechheit sowas zu sagen

ich denke die pränatal medizin ist fluch und segen zugleich...früher war es schicksal ein behindertes kind, heute wird man angeplfaumt, wenn man sich für ein behindertes kind entschiedne hat oder es sich auch bei der geburt erst heraus gestellt hat

ich danke gott, das mein kind gesund ist, aber ich weiß, es gibt schicksale, jeder wünscht sich doch ein gesundes kind, ist ja ganz natürlich, aber man sollte doch nie eltern von behinderten kindern angreifen...wo kommen wir den da hin, wir haben eine solidargemeinschaft und es gibt alte, junge, dicke, dünne, behinderte und nichtbehinderte

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13. September 2011 um 16:35


ganz schwere frage...

aber ich denke, bei einer schwerwiegenden behinderung würde ich abtreiben lassen.
damit könnte ich nicht leben. es gibt ja zB behinderungen, die babies nur erlauben wenige tage auf unserer welt zu verbringen oder die einen menschen für immer zu einem pflegefall machen. wie hier schon jemand geschrieben hat, menschen die apathisch in ihrem rollstuhl sitzen.
das würde mir das herz brechen
damit könnte ich nicht leben.

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30. September 2011 um 20:29

Meine Meinung...
...zu dem Thema ist, das ich ein Kind, welches behindert zur WElt kommen würde, sehr wohl abtreiben würde.
Und das kommt von MIR, wo ich selbst ohne Medizinische Hilfe keine kinder bekommen kann.
Und man hat eben nur ein Leben.
Wenn man sich mit dem gendanken anfreunden kann, das man sein GANZES LEBEN für ein Behindertes Kind sorgen muss, und nur für sein KIND da ist, dann ja.
Ich kanns nicht.

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4. Oktober 2011 um 13:10

Mein Kleiner
Hatte Trisomie 18 (Offene Bauchdecke, offene Schädeldecke, Herzinsuffizienz usw....) ich war damals in der 18SSW. Er wäre mein zweites Kind gewesen! Ich arbeite selbst im Med. Bereich und weis wie solche Kinder unter Leid Ihre paar Lebenstage/Wochen selten Monate überstehen.
Für mich war es klar das ich dieses Leid meinem Kind ersparen werde!
Manchmal überlege ich aber ob Ich diese Entscheidung auch z.B. bei der Diagnose Trisomie 21 usw. getroffen hätte, Ich arbeite zur Zeit viel mit wie ich gerne sage "Besonderen Kindern" mit verschiedensten Behinderungen was ein Harter Job ist! und sehe auch das jedes Paar das sich damals für das Kind entschieden hatte überfordert ist, es ist ja nicht nur ein Zeitfaktor sondern auch das Geld spielt eine große Rolle! Denn nicht alles was WICHTIG wäre (Ergotherapien) wird gefördert bzw. Bezahlt von den Kassen. Noch kommt hinzu die Seelische Belastung manche Eltern sieht man es an das sie nicht mehr können, leider geben sie es nicht zu!
Aber Ich denke ich wäre genauso! Würde auch alles machen für mein Kind!

Aber was viele vergessen ist, was ist mit meinem Kind wenn ich nicht mehr bin!?!

Das ist denke ich einer der wichtigsten Fragen was man sich stellen sollte wenn man die Möglichkeit hat eine Entscheidung zu treffen!

MFG

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4. Oktober 2011 um 22:16

Ist das so?
Könntest du vielleicht etwas konkreter werden? Das Thema interessiert mich sehr und wenn du recht hast, dann wüsste ich gern mehr darüber. Woher hast du dein Wissen? Von welchen Behinderungen sprichst du?

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4. Oktober 2011 um 22:42

@beyata
Nackenfaltenmessung
machst man ja frühstens in der 11.Woche (wenn nicht erst in der 13.), danach noch der Bluttest, dann biste schon in der 12.-14. Woche. Dann erstmal verdauen...schon bist du in der 15-17 Woche.
Bevor du also klar Entscheiden kannst bist du unter Umständen schon im 5.Monat. Das ist schon hart.

Trisumie 18 und 13 würde ich, egal wie spät abtreiben, da das Kind wohl in jungen Alter unter schlimmen Umständen sterben würde.

Ein Kind mit Down Syndrom (Trisomie 21) würde ich wohl bekommen, denn mir erscheint das Leben eines Menschen mit Down Syndrom absolut lebenswert.
Und darum gehts den meisten Eltern ja : Dem Kind ein lebenswertes Leben ermöglichen.
Darauf verzichte ich mit Sicherheit nicht, nur weil irgendwelche Leute nicht gerne Menschen mit Behinderungen sehen.

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4. Oktober 2011 um 23:36

Das denke ich auch
es war sicherlich eine grausame Zeit für sie,
aber was ist die alternative?
Ewig ein schlechtes Gewissen weil sie sich zu schnell entschieden hat und keine weiteren Meinungen eingeholt hat?

Abschließen kann man sicher besser mit dem Gefühl, ich habe alles versucht.

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4. Oktober 2011 um 23:41

Unverschämt
wenn mir sowas passieren würde, würde ich mich wahrscheinlich erstmal eine Woche verkriechen und mir die Augen ausweinen, bevor ich mir überhaupt weitere Schritte überlegen könnte, gerade in der Schwangerschaft ist Frau Hypa Sensibel und dann noch mit Zeitdruck im Nacken?
Unvorstellbar.

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5. Oktober 2011 um 16:52

Wow
Danke für alle Antworten die ich auf meine Fragen bekommen habe. Sehr ausführlich und sehr interessant. Vieles davon wusste ich tatsächlich noch nicht.

Allerdings gebe ich auch zu, dass dieser Thread mir echt Angst macht. Es gibt offenbar sooo viele schlimme Behinderungen und dann kann man sie noch nicht einmal frühzeitig und 100%ig feststellen... Ich bin ganz verwirrt.

In knapp zwei Wochen habe ich die Nackenfalten-Messung und irgendwie habe ich immer gedacht, dass das Ergebnis "wasserdicht" ist (wenn es denn positiv ausfällt). Aber so wie sich das hier anhört, kann es auch gut sein, dass etwas übersehen wird...
Mann o mann, ich hab echt Bammel davor, ein behindertes Kind zu bekommen. Ich habe keinen Kontakt zu Behinderten und kann deshalb zwar überhaupt nicht beurteilen, wie lebenswert deren Leben ist, aber ich weiß, dass ich damit maßlos überfordert wäre...

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5. Oktober 2011 um 17:24
In Antwort auf beyata

Wow
Danke für alle Antworten die ich auf meine Fragen bekommen habe. Sehr ausführlich und sehr interessant. Vieles davon wusste ich tatsächlich noch nicht.

Allerdings gebe ich auch zu, dass dieser Thread mir echt Angst macht. Es gibt offenbar sooo viele schlimme Behinderungen und dann kann man sie noch nicht einmal frühzeitig und 100%ig feststellen... Ich bin ganz verwirrt.

In knapp zwei Wochen habe ich die Nackenfalten-Messung und irgendwie habe ich immer gedacht, dass das Ergebnis "wasserdicht" ist (wenn es denn positiv ausfällt). Aber so wie sich das hier anhört, kann es auch gut sein, dass etwas übersehen wird...
Mann o mann, ich hab echt Bammel davor, ein behindertes Kind zu bekommen. Ich habe keinen Kontakt zu Behinderten und kann deshalb zwar überhaupt nicht beurteilen, wie lebenswert deren Leben ist, aber ich weiß, dass ich damit maßlos überfordert wäre...

Wenn nichts dafür spricht...
dass du ein behindertes Kind bekommst, solltest du dir auch keine Gedanken darüber machen.

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7. Oktober 2011 um 13:42

Du fragst mich ...
... "kannst du denn wissen, dass du überfordert wärst, wenn du nicht einmal beurteilen kannst, inwiefern ihr Leben lebenswert ist"

Muss ich jetzt erst ein Kind mit Behinderung bekommen, um das beurteilen zu können? Sorry, aber dein Beitrag ist echt verwirrend. Warum schreibst du "Abtreibung, da die Person nicht anständig informiert ist, ist schon sehr traurig...!"??? Ersten HABE ich nicht abgetrieben und zweitens VERSUCHE ich mich hier in diesem Thread doch gerade zu informieren, weil meine Nackenfalten-Messung kurz bevor steht.

Außerdem denke ich, dass es sicher auch noch verschiedene Formen von Trisomie gibt. Nur weil es dieses eine hervorragende Beispiel von dem Pablo Pineda gibt, heißt das doch noch lange nicht, dass alle Kinder mit dieser Behinderung so selbständig sind, oder?

Ich möchte dich wirklich nicht angreifen, aber ich ärgere mich darüber, dass ich hier den erhobenen Zeigefinger von dir ernte, obwohl meinem Text doch wohl zu entnehmen ist, dass ich nur verunsichert bin und auch Ängste habe. Als Antwort Tadel zu bekommen, ist nicht sehr hilfreich!!!

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7. Oktober 2011 um 13:47
In Antwort auf louise_12452025

Wenn nichts dafür spricht...
dass du ein behindertes Kind bekommst, solltest du dir auch keine Gedanken darüber machen.

Was für ein Quatsch!!!
Meine Frauenärztin hat gesagt, dass ich mir VOR der Nackenfalten-Messung mit meinem Mann darüber Gedanken machen soll, wie wir uns im Fall der Fälle entscheiden würden.

Es scheint fast so, als sollte man in diesem Thread nur Fragen stellen, sobald man ein Behindertes im Bauch hat oder bekommen hat. Ansonsten ist man offensichtlich nicht befugt mitzureden... Was sollen die erhobenen Zeigefinger auf meine Kommentare???

Nur zur Erinnerung: Der Thread heißt "Wer würde ein ungesundes baby abtreiben lassen?" und nicht "Wer hat den Verdacht auf ein Kind mit Behinderung und würde abtreiben lassen?"

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7. Oktober 2011 um 14:00
In Antwort auf beyata

Was für ein Quatsch!!!
Meine Frauenärztin hat gesagt, dass ich mir VOR der Nackenfalten-Messung mit meinem Mann darüber Gedanken machen soll, wie wir uns im Fall der Fälle entscheiden würden.

Es scheint fast so, als sollte man in diesem Thread nur Fragen stellen, sobald man ein Behindertes im Bauch hat oder bekommen hat. Ansonsten ist man offensichtlich nicht befugt mitzureden... Was sollen die erhobenen Zeigefinger auf meine Kommentare???

Nur zur Erinnerung: Der Thread heißt "Wer würde ein ungesundes baby abtreiben lassen?" und nicht "Wer hat den Verdacht auf ein Kind mit Behinderung und würde abtreiben lassen?"

Deine Frauenärzten
ist mir aber nunmal egal.

Und das du dich grundsätzlich darüber informierst ist gut.
Ich habe auch meine GROBE Meinung, wann ich ein Kind doch nicht austragen würde.

Aber es gibt einfach sehr viele Feinheiten und Unterschiede zwischen den Behinderungen, wie willst du es schaffen, dich mit jeder von diesen 100ten zu beschäftigen?

Das meine ich damit. Ich will dich nicht tadeln.

Wenn der Arzt dir eine Diagnose stellt, weißt du mit welcher Behinderung und welchem Grad du dich beschäftigen kannst.

Wenn du dich dann damit beschäftigst, kannst du auch besser einschätzen ob es deiner Meinung nach ein lebenswertes Leben wäre.


Also fühl dich gedrückt und nicht angegriffen.

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7. Oktober 2011 um 17:10

Nackenfaltenmessung
Ich habe vor 2 Monaten eine Spätabtreibung in der 19ten Woche gehabt.

Mein Mädchen hatte den Gendefekt: Trisomie 18

Fakt ist, dass man erst weiß, wie man reagiert, wenn der Arzt vor einem sitzt und einem diese schreckliche Mitteilung überbringt. Alles was man sich davor zum Thema vorgestellt hat, ist blanke Theorie.

Ich hab mir zwischenzeitlich herbeigesehnt: Bitte hätte sie doch "nur" das Down-Syndrom.

Man spielt halt verrückt.

Wir mussten diese Entscheidung treffen, die Eltern nie treffen müssen sollten. Nie ist mir etwas schwerer gefallen, da Ratio gegen Mutterliebe kämpft.
Ich habe schon ein kleines Kind (1,5 Jahre) und weiß wie unendlich man sein Kind liebt. Dieses Wissen hat mir z.B. dabei geholfen für meine Kleine zu entscheiden und sie gehen zu lassen.

Wer eine Nackenfaltenmessung macht sollte, und ich sage ganz bewusst sollte, sich vorher mit dem Thema auseinandersetzten, was im Ernstfall ist.

Das eine 1 a Nackenfalte, ein 1 a Nasenbein kein Garant für ein gesundes Kind ist, zeigt mein Fall. Da hat es nur der Bluttest hervorgebracht, der bei vielen gar nicht gemacht wird und dem zudem noch Unzuverlässigkeiten nachgesagt werden.

Dort bin ich mit meinem Kind aufgefallen und die Fruchtwasseruntersuchung hats ans Licht gebracht.

LG

Sil

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7. Oktober 2011 um 18:09


und das Down Syndrom ist gravierender weil...

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7. Oktober 2011 um 18:31

Ja schon
aber bei vielen ist die geistige Behinderung nun nicht extrem gravierend. Ich mein sogar bei den meisten.

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7. Oktober 2011 um 18:35


Ich glaube man muss sich mit der Frage beschäftigen, wann das Leben noch lebenswert ist.

Dieses Ergebnis kann jede Familie, die betroffen ist nur für sich alleine herausfinden.

Für mich hatte es immer etwas damit zu tun, das ich ein glückliches Kind möchte. Wann ist ein Kind glücklich ? Und wie schlimm wird es ?

Tja, man wird verrückt, wenn man sich damit beschäftigt. Sind vielleicht schon ein paar gelebte Tage in Mamas Arm Glück ?

Man braucht sich das auch nicht schön zu reden. Auch ein Down Syndrom kann einen schweren Verlauf haben. Es zeigt sich in vielen Abstufungen. Von welcher man genau betroffen ist, erfährt man erst hinterher.

Ich ziehe daher vor jeder Familie den Hut, die sich FÜR und auch GEGEN ein Kind entschieden hat.

Man darf auch nicht vergessen, dass bei einer solchen Entscheidung noch andere Faktoren mitzählen. Das sind die Lebensumstände.

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7. Oktober 2011 um 18:43
In Antwort auf cande_12824269


Ich glaube man muss sich mit der Frage beschäftigen, wann das Leben noch lebenswert ist.

Dieses Ergebnis kann jede Familie, die betroffen ist nur für sich alleine herausfinden.

Für mich hatte es immer etwas damit zu tun, das ich ein glückliches Kind möchte. Wann ist ein Kind glücklich ? Und wie schlimm wird es ?

Tja, man wird verrückt, wenn man sich damit beschäftigt. Sind vielleicht schon ein paar gelebte Tage in Mamas Arm Glück ?

Man braucht sich das auch nicht schön zu reden. Auch ein Down Syndrom kann einen schweren Verlauf haben. Es zeigt sich in vielen Abstufungen. Von welcher man genau betroffen ist, erfährt man erst hinterher.

Ich ziehe daher vor jeder Familie den Hut, die sich FÜR und auch GEGEN ein Kind entschieden hat.

Man darf auch nicht vergessen, dass bei einer solchen Entscheidung noch andere Faktoren mitzählen. Das sind die Lebensumstände.

Oh ja
die Lebensumstände spielen eine große Rolle,
es ist ja immer ein bisschen mies, wenn man Entscheidungen was Kinder angeht aufs Geld schiebt,
aber gerade bei Behinderten Kinder...schon auch wichtig.

Da ist es schon ein Unterschied als 4 Köpfige Familie in einer 70 m Wohnung zu wohnen oder in einem Haus mit Garten, wo z.B. auch Geschwister sich zurück ziehen können.
Oder eben das man auch Geld für alternative Therapien oder Kuren oder einen angenehmen Urlaub zum abschalten übrig hat.
Gar nicht einfach....

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7. Oktober 2011 um 18:59

Eben
Ich habe in der Klinik neben einer Mitbetroffenen gelegen, deren Baby hatte das Downsyndrom. Sie war auch Ende 30, wie ich.

Und mir tat sie wirklich leid. Sie war so sehr zerissen. Da gab es das Geschwisterkind, 2 Jahre.

Unter Umständen bleibt so ein kleines Geschwisterkind völlig auf der Strecke, neben einem therapiebedürftigen Kind, die Therapien kosten Geld, man kann vielleicht nicht wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen, mangels speziellen Kitas usw. usw......

Andererseits habe ich früher immer so dahergesagt: Nein, ein behindertes Kind bekommen wir nicht.

Nach meinen Erfahrungen hat sich das geändert. Hätte unser Kind das Down-Syndrom gehabt, wir hätten es nicht geschafft. Ich hätte immer gehofft, dass genau unser Verlauf nicht so schlimm ist und somit hätte ich es nicht geschafft mich gegen das Kind zu entscheiden.

Ich, eben ich persönlich und andere dürfen das auch anders entscheiden. Keiner hat das Recht, das zu bewerten.

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7. Oktober 2011 um 23:01

Das meinte ich
...glücklicher kann ich zwar nicht beurteilen, aber einfacher, kann ich mir echt nicht vorstellen.

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7. Oktober 2011 um 23:02

Jeder
möchte ein gesundes Kind. Wäre ja auch komisch wenn nicht.

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8. Oktober 2011 um 8:42

@ fruitinchen
"Ich könnte mit einem geistig behinderten Kind nicht leben.
Weil ich mich nur noch für dieses Kind aufopfern müsste."

Ein bisschen musste ich schmunzeln an dieser Stelle.

Aufopfern muss man sich in gewisser Weise auch für ein vollkommen gesundes Kind. Glaube es mir. Jede Mama wird dir das bestätigen.

Ich habe eine Freundin mit einem geistig behinderten Kind. Die geistige Behinderung ist leicht, man bemerkt sie nicht sofort. Er ist trotzdem seit dem Kindesalter auf viele Therapien angewiesen, kann nicht lesen und schreiben und wird sein Leben irgendwann in einem betreuten Wohnen (er ist 15) weiterführen.

Hier ist übrigens etwas bei der Geburt schief gelaufen und das kommt nicht selten vor.

Also von Aufopferung ist sie meilenweit entfernt. Man hat sich um den "Kleinen" halt immer schon sehr viele Sorgen gemacht und er braucht oft medizinische/therapeutische HIlfe.

Ansonsten ist das ein SEHR lustiges Leben dort.

Das Gemeine ist also, dass man in diesem Fall und ich spreche ganz konkret vom Downsyndrom, bei der man nicht weiß, wie schlimm die geistige Behinderung sein wird. Es gehört also eben soviel Mut dazu sich für das Kind, wie auch gegen das Kind zu entscheiden.

Im letzteren Fall wird die Familie sich nie sicher sein. Da bin ich fest von überzeugt, weil Down Kinder uns überall über den Weg laufen und ich auch 100 % davon überzeugt bin, dass einige ein sehr, sehr glückliches Leben führen.


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8. Oktober 2011 um 13:43

...
Wie gesagt, entscheiden kann man erst wenn der Ernstfall da ist.

Wenn nämlich plötzlich dein Kind im Körper betroffen ist, kann man sich plötzlich einiges mehr vorstellen. Zumindest kommt man in schwere Konflikte.

Soifz....

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8. Oktober 2011 um 14:00

Für mich war die Entscheidung klar
Für mich war es eigentlich direkt klar bei der Diagnose (also rational).

Ich hätte nicht die Kraft gehabt meinem Kind beim Sterben zu zu schauen. Ich leide schon mit, wenn mein Söhnchen eine Impfung bekommt und der Einstich weh tut.

Ein Kind, nur am Leben erhalten durch intensivmedizinische Maßnahmen (die man auch konkret einfordern muss, sonst wird nämlich gar nichts gemacht), ein Baby am Tag seiner Geburt schon in den OP zu fahren, und zu beten, dass es die große Herz-OP übersteht und trotzdem nur eine Aussicht auf einige Tage, Wochen, Monate hat.

Nein, das hätte ich mir für mein Mädchen nicht vorstellen können. So viel Leid für ein Baby. Für meinen kleinen Sohn und den Rest der Familie auch nicht.

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8. Oktober 2011 um 17:07

Danke ...
... für das Beantworten meiner Frage!!!

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8. Oktober 2011 um 21:47

Ich denke
Das diese Diskussion sehr sehr lange wird....jede Frau hat ihre eigene Ansicht/ Meinung zu diesem Thema! und das ist gut so!
LG

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9. Oktober 2011 um 0:15
In Antwort auf lilian_12507424

Ich denke
Das diese Diskussion sehr sehr lange wird....jede Frau hat ihre eigene Ansicht/ Meinung zu diesem Thema! und das ist gut so!
LG


Ein Forum dient ja auch dem Meinungsaustausch.

Ich finds daher okay,so.

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10. Oktober 2011 um 0:39

Hallo zusammen
Ich bedanke mich für allen die Ihre meinung zum Thema geschrieben haben, ich habe alles durchgelesen und wollte bei jedem Antwort einen Kommentar dazuschreiben aber es ist schwierig da ich mit dem handy schreibe.
Hoffe, dass niemand so ein Schicksal erleben muss, und für die, die das erleben wünsche ich viel kraft und Geduld.
Machts gut.

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11. Oktober 2011 um 22:09

@azeezah
Wunderschöner Beitrag, du sagst soviel Richtiges.....

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