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Wer kennt sich im Arbeitsrecht aus???

13. August 2009 um 11:23

Kann mir jemand helfen, oder mir einen Tip geben, an wen ich mich wenden muss/kann???

Ich habe folgendes Problem...

Mein Sohn ist vor 3 Wochen 1 Jahr als geworden.
Seit dem renne ich hinter meinem Arbeitgeber hinterher...

Ich habe dort ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis.
Ursprünglich war ausgemacht, dass ich nach einem Jahr dort wieder als 400 Euro Kraft anfange.
(Das hat meine Kollegin vor 3 Jahren dort auch genau so gemacht)

Heute bin ich hin und habe meinem Chef die Pistole auf die Brust gestetzt und gesagt: "Was ist denn nu?"

Aber mit der Antwort: "Wir haben im Moment keine Arbeit für Sie und können uns es auch nicht leisten" Habe ich ja gar nicht gerechnet...

Die 400 Euro waren ab jetzt fest eingeplant?

Was soll ich machen? Auf die Vollzeitstelle bestehen??

Das witzige kommt noch: Ich bin sehr warscheinlich wieder schwanger - das klärt sich aber erst Dienstag beim FA. Von daher wäre ich ja wieder unkündbar?!?

Muss ich mich beim Arbeitsamt melden?
Oder bei einem Anwalt???

Was kann ich machen??

Danke für eure Hilfe...

LG

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13. August 2009 um 11:27

Hi
Wie lange hast du denn damals Elternzeit bei deinem Arbeitgeber angemeldet? Das ist erstmal wichtig. Man kann nicht einfach zwischendurch ankommen und sagen so ich will jetzt wieder.

Wenn du wieder schwanger bist hast du nicht automatisch wieder Kündigungsschutz. Dazu hättest du erstmal wieder arbeiten geben müssen. Da dein Sohn 1 Jahr alt ist, gilt dein Kündigungsschutz noch 2 Jahre, weil Elternzeit geht bis 3 Jahre. So lange muß dein AG dir den Platz freihalten.

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13. August 2009 um 11:36
In Antwort auf trixi136

Hi
Wie lange hast du denn damals Elternzeit bei deinem Arbeitgeber angemeldet? Das ist erstmal wichtig. Man kann nicht einfach zwischendurch ankommen und sagen so ich will jetzt wieder.

Wenn du wieder schwanger bist hast du nicht automatisch wieder Kündigungsschutz. Dazu hättest du erstmal wieder arbeiten geben müssen. Da dein Sohn 1 Jahr alt ist, gilt dein Kündigungsschutz noch 2 Jahre, weil Elternzeit geht bis 3 Jahre. So lange muß dein AG dir den Platz freihalten.

??
Hab mal Unterlagen herrausgesucht...

In einer Bestätigung steht: Elternzeit bis zum 18.09.2011

Haben das aber eingendlich nur Mündlich vereinbart - auch das ich nach einem Jahr wiederkomme...

Kann ich da dann nichts machen???

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13. August 2009 um 11:39
In Antwort auf jennie_11916656

??
Hab mal Unterlagen herrausgesucht...

In einer Bestätigung steht: Elternzeit bis zum 18.09.2011

Haben das aber eingendlich nur Mündlich vereinbart - auch das ich nach einem Jahr wiederkomme...

Kann ich da dann nichts machen???

Nein
Du kannst deinen AG fragen ob er dir die Elternzeit verkürzt aber verpflichtet ist er dazu nicht da ihr anderes vereinbart habt (siehe das Schriftstück). Er hat ja auch sicher für die Zeit Ersatz für dich eingestellt daher sagt er auch das er im moment keine Arbeit hat, verständlich. Deinen Ersatz einfach so entlassen geht sicher auch nicht da das sicher auch vertraglich geregelt ist das er/sie bis deine Elternzeit rum ist bleiben darf.

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13. August 2009 um 11:48

...
...da liegen nun zwei Schriftstücke vor... (eins leider nur beim AG)

Ich habe es ihm unmittelbar nach der Geburt zugesandt. Darin steht, dass ich nach einem Jahr wieder anfangen möchte.

Das Schriftstück, was ich hier habe, habe ich nachträglich bekommen (auch nach der Geburt) aus der Firma - das war noch nachzureichen zum Elterngeldantrag...

Und das mündlich vereinbart wurde, dass ich nach einem Jahr wieder anfange zählt dann gar nicht?

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13. August 2009 um 11:52
In Antwort auf jennie_11916656

...
...da liegen nun zwei Schriftstücke vor... (eins leider nur beim AG)

Ich habe es ihm unmittelbar nach der Geburt zugesandt. Darin steht, dass ich nach einem Jahr wieder anfangen möchte.

Das Schriftstück, was ich hier habe, habe ich nachträglich bekommen (auch nach der Geburt) aus der Firma - das war noch nachzureichen zum Elterngeldantrag...

Und das mündlich vereinbart wurde, dass ich nach einem Jahr wieder anfange zählt dann gar nicht?

Nein
Sowas sollte man sich eh immer schriftlich geben lassen. Außerdem hast du ja auch nichts gegen das Schreiben gesagt wo drin steht bis 2011. Das hast du ja quasi einfach so angenommen und damit wohl akzeptiert. Das Schriftstück wo drin steht bis 2011 hast du sogar für den Elterngeldantrag verwendet.

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13. August 2009 um 12:27
In Antwort auf trixi136

Nein
Sowas sollte man sich eh immer schriftlich geben lassen. Außerdem hast du ja auch nichts gegen das Schreiben gesagt wo drin steht bis 2011. Das hast du ja quasi einfach so angenommen und damit wohl akzeptiert. Das Schriftstück wo drin steht bis 2011 hast du sogar für den Elterngeldantrag verwendet.

DAS SCHREIBEN...
...hab ich nach der Entbindung verfasst und verschickt...

Trotzdem kein Anspruch????





Sehr geehrter Herr XXXXX,


hiermit möchte ich Sie über die Geburt unseres Sohnes XXXX informieren.

Ebenso möchte ich Sie davon in Kenntnis setzen, dass ich aller Voraussicht nach am 01.08.2009 einen Widereinstieg in die Arbeitswelt plane. Zunächst aber nur als Teilzeitkraft auf 400,- Euro Basis, da ich die 3 Jahre Elternzeit voll ausnutzen möchte.

Zum gegebenen Zeitpunkt werde ich diesbezüglich wieder Kontakt mir Ihnen aufnehmen.


Mit freundlichen Grüßen

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13. August 2009 um 12:33
In Antwort auf jennie_11916656

DAS SCHREIBEN...
...hab ich nach der Entbindung verfasst und verschickt...

Trotzdem kein Anspruch????





Sehr geehrter Herr XXXXX,


hiermit möchte ich Sie über die Geburt unseres Sohnes XXXX informieren.

Ebenso möchte ich Sie davon in Kenntnis setzen, dass ich aller Voraussicht nach am 01.08.2009 einen Widereinstieg in die Arbeitswelt plane. Zunächst aber nur als Teilzeitkraft auf 400,- Euro Basis, da ich die 3 Jahre Elternzeit voll ausnutzen möchte.

Zum gegebenen Zeitpunkt werde ich diesbezüglich wieder Kontakt mir Ihnen aufnehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Das Schreiben
bringt dir nichts. Hättest du auf dieses eine schriftliche Antwort deines AG bekommen, in der drin steht, dass er damit einverstanden ist, dann hättest du was in der Hand. Ansonsten kannst du da nichts machen.

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13. August 2009 um 12:54
In Antwort auf tinichen83

Das Schreiben
bringt dir nichts. Hättest du auf dieses eine schriftliche Antwort deines AG bekommen, in der drin steht, dass er damit einverstanden ist, dann hättest du was in der Hand. Ansonsten kannst du da nichts machen.


Trotzdem danke für die Hilfe

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13. August 2009 um 15:28
In Antwort auf jennie_11916656


Trotzdem danke für die Hilfe

Geld
...wäre es denn jetzt sinnvoll, die Elternzeit auf 1 Jahr zu verkürzen und den Chef zu bitten mir zu kündigen?

Ich brauche irgendwie Geld?!?
Wenn ich jetzt schwanger bin brauche ich mich nicht neu bewerben?!?
Ich kann aber die nächsten 7 Monate nicht auf das Geld verzichten?!?

Bekomme ich dann Arbeitslosengeld???

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13. August 2009 um 16:38
In Antwort auf jennie_11916656

Geld
...wäre es denn jetzt sinnvoll, die Elternzeit auf 1 Jahr zu verkürzen und den Chef zu bitten mir zu kündigen?

Ich brauche irgendwie Geld?!?
Wenn ich jetzt schwanger bin brauche ich mich nicht neu bewerben?!?
Ich kann aber die nächsten 7 Monate nicht auf das Geld verzichten?!?

Bekomme ich dann Arbeitslosengeld???

X
x

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13. August 2009 um 17:35

DAs Problem mit der Elternzeit:
Du hättest die Elternzeit auch nur auf ein Jahr beantragen sollen vorerst, denn EINMAL darf man verlängern, verkürzen hingegen geht nicht, bzw. nur im Härtefall. Dann hätte man eine Teilzeitvereinbarung WÄHREND der Elternzeit - befristete VErtragsänderung - machen können. So habe ich das gemacht damals, damit die eben nicht von ihrer Zusage abrücken. Habe die Elternzeit erst dann auf 3 JAhre verlängert als ich die befristete Vertragsänderung hatte. Solltest du dir für das nächste Kind merken.

Willst du den Job denn wirklich los sein? Würde vielleicht ein anderer 400 Euro Job besser sein, einer den du woanders machts aber deinen unbefristet Vertrag nicht gleich verlierst durch Kündigung??? Dir nützt nämlich die ARGE auch nicht so viel, denn u.U. fällst du durch die Elternzeit die du schon hinter dir hast von der Einstufung her so weit runter dass nicht mehr viel übrig bleibt.
Einen unbefristeten Vertrag so einfach aufzugeben würde ich mir gut überlegen.

Lieber wirklich eine Genehmigung vom jetzigen AG holen, dass du irgendwo anders arbeiten darfst - die brauchst du, sonst droht Kündigung - und dann irgendwoanders einen Job.

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