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Wasseransammlungen im gewebe des kindes

11. Juli 2006 um 22:32 Letzte Antwort: 19. August 2006 um 8:08


hallo, es sind ja nicht gerade viele beiträge in diesen seiten. mit diesem thema beschäftigt sich wohl keiner gerne. naja ich auch nicht, wäre ich nicht selber betroffen.

vor vier wochen war ich noch in der 13ten ssw. heute weiss ich eigentlich gar nicht was los ist. bin ich traurig? ich glaube ich verdränge ganz ganz weit weg!!

es wurde festgestellt das "mein" Kind wasseransammlungen im nackenbereich hat, was auf viele behinderungen hindeutet. Es wäre nicht lebensfähig gewesen und desshalb wurde mir auch nahegelegt das Kind so schnell wie möglich weg machen zu lassen.

ich kann das nícht vergesssen! mir schiessen immer wieder bilder durch den kopf. ich hab das kleine noch gesehen und vergesse einfach diesen anblick nicht. ich fühl mich so schuldig!!!

wir haben einen einjährigen sohn, der mir jetzt auch mächtig viel hilft. auch einfach nur dadurch, dass er mich den lieben langen tag auf trab hält. es ist schwer, ich habe das gefühl ich muss reden kanns aber dann auch wieder nicht.

wer hat so eine erfahrung machen müssen und vor allem wie seit ihr damit umgegangen?

danke für eure antworten

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19. August 2006 um 8:08

Wasseransammlungen im Gewebe des Kindes
Ich kann vollkommen nachvollziehen wie Du Dich fühlen musst. Ich erfuhr in der 11 ssw dass mit meinem Baby etwas nicht in Ordnung sei. Die Ärzte stellten dann in der 14 ssw fest, dass meinem Baby ein x-Chromosom fehlt und es an einem Turner Syndrom leide. Die Wasseransammlungen nahmen am ganzen Körper immer mehr zu, so dass auch schon der gesammte Brustkörper und die Lungen voll Wasser waren. Die Ärzte teilten uns mit, dass unser Baby keine Überlebenschancen mehr hätte, so dass wir uns dafür entschlossen unser Baby dann in der 15 ssw zu erlösen. Ich musste meine Tochter dann auch richtig gebähren. Das ganze ist jetzt 2 Tage her und auch ich weiß nicht wie ich dass ganze verarbeiten kann. Der einzige Trost für mich ist, das sie wohl ganz ruhig eingeschlafen ist. Sie hatte Ihre Arme über Kreuz zusammen gelegt so dass auch die Hebamme sagte, dass sie ganz in Frieden eingeschlafen sein muss. Dennoch mache ich mir solche Vorwürfe, ich muss nur noch weinen, sie fehlt mir so. Wir haben noch zwei kleine Fußabdrücke von unserem keinem Mädchen bekommen und gestern durfte ich sie noch einmal in Ihrem Totenhandtuch im Arm halten. Dies gab mir sehr viel Kraft, denn so konnte ich mich noch mal richtig von ihr verabschieden. Im Oktober wird sie dann mit anderen Babys zusammen während einer Sammelbestattung beerdigt. Ich kann Dir leider nicht sagen wie man in solchen Situationen umgehen soll, denn ich selber weiß auch noch nicht wie ich es soll, aber dennoch gebe ich Dir ganz viel Kraft diese schreckliche Situation zu verarbeiten. Ich hab mir am Himmel einen Stern ausgesucht mit dem ich unser kleines Mädchen verbinde und zünde jeden Abend eine Gedenkkerze für unsere Tochter an, denn sie wird für immer ein Teil meines Herzens sein. Ich habe Dir mit meinem Bericht sicher nicht helfen können, aber Du sollst wissen, dass Du mein tiefstes Beileid hast. Ich wünsche Dir viel viel Kraft und alles alles Liebe

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