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Was soll ich nur tun?? Zukunftsperspektive

26. April 2016 um 7:51 Letzte Antwort: 27. April 2016 um 13:35

Hallo!

Ich bin 21 Jahre alt und in der 6. Ssw.
Dies hat mir der Gynäkologe gestern bestätigt...
Ich habe bereits sämtliche Symptome;
Bauchschmerzen, übelkeit, Brustspannen und das ausbleiben der Monatsblutung.

Ich habe mir seit ich denken kann später ein Kind gewünscht um eine gute Mama zu sein.
Meinem Freund mit dem ich seit einem Jahr zusammen bin geht es genauso.
Ich hole derzeit mein Abitur nach und habe zum 1.5. einen Nebenjob angenommen. Ich möchte besser über die Runden kommen, da das Geld leider immer knapp ist und ich eine Wohnung finanzieren muss und keine weitere Unterstützung habe, da ich Waise bin.
Bei meinem Freund sieht es im Moment sehr ähnlich aus, auch er arbeitet um Grade mal über den Monat zu kommen und hofft, dass es im nächsten Jahr mit einer Ausbildung mit anschließendem Beamtenstatus klappt.

Dazu kommt, dass er auch keine Unterstützung von zu Hause erwarten könnte und wir beide psychisch unter diesem Aspekt leiden würden, da das kleine was sich in meinem Bauch befindet wahrscheinlich kein intaktes Familienleben erfahren würde zu dieser Zeit.

Ich habe mich mit meinem Gynäkologen und meinem Freund über eine Abtreibung unterhalten, fing aber direkt an zu weinen... Niemals hätte ich gedacht darüber nachzudenken so etwas zu tun... In der Nacht von gestern auf heute fing ich immer wieder an zu weinen. Ich spüre dass es in meinem Körper ist und ich muss entscheiden was das richtige ist... So sehr er für mich da ist wenn ich weine, so weiß ich, dass ich allein mit dieser Entscheidung fertig werden müsste und mir niemand helfen kann wenn ich nicht drüber hinweg komme. Es zerreißt mir das Herz und ich kann mir nicht vorstellen einfach weiterzumachen als wenn nie etwas gewesen wäre. Ich habe angst davor mich zu hassen und es mein Leben lang mit mir zu tragen aber ich will meinem Kind etwas bieten können. Ich möchte es nicht darunter leiden lassen, dass ich unvorsichtig war...
Wie seht ihr diese Situation? Was würdet ihr mir ans Herz legen? Mein Termin zur Konfliktberatung wird heute sein... Bitte keine Verurteilungen...

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26. April 2016 um 10:49

Wieso glaubst du,
"das kleine was sich in meinem Bauch befindet wahrscheinlich kein intaktes Familienleben erfahren würde zu dieser Zeit."
dass ihr kein intaktes Familienleben haben könnt?

Intaktes Familienleben hängt doch nicht vom Geldbeutel ab. Und nachdem ihr eigentlich beide Kinder wollt und gleichzeitig es zwischen euch kein Streit zu sein scheint, habt ihr eigentlich erheblich bessere Chancen ein intaktes Familienleben zu bieten als viele andere.

"aber ich will meinem Kind etwas bieten können."

Das kannst du doch, nämlich eine Mutter und einen Vater, die das Kind wollen.

Und bezüglich des finanziellen, die ersten ca. 5 Jahre ist das dem Kind wirklich gleich und selbst danach ist es nicht zwingend schlimm für das Kind, wenn das Geld nicht so reichlich ist.

Das heißt, es ist für das Kind nicht schlimm, wenn dein Freund erst in 2 oder 3 Jahren vernünftig verdient.

Einzig wäre das Problem, wie ihr bis dahin über die Runden kommt. Aber dafür gibt es Hilfen und die solltet ihr ruhig auch annehmen; selbst Hartz 4 für ein paar Jahre wäre keine Schande, sondern in Ordnung; genau für solche Situationen sind staatliche und nicht-staatliche Hilfen da; und eben vor allem dafür, dass du nicht abtreibst, weil es scheinbar am Geldbeutel scheitert.

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26. April 2016 um 21:33

Ich
würde Dir ans Herz legen, dass Du auf Dein Herz hörst und nicht auf die logisch klingenden Argumente des Verstandes. Denn ich halte Deine Angst für berechtigt. Weil anschließend nur noch die Gründe des Herzens zählen, und ein blutendes Herz sehr schmerzhaft ist.
Du könntest Deinem Kind eine Menge bieten, z.B. eine verantwortungsbewußte Mutter. Und all die Facetten des Lebens, die wir Tag für Tag ganz selbstverständlich genießen.
Es ist richtig, Du kannst nicht mehr weiter machen, als wäre nichts gewesen. Und eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann.
VLG Yankho

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27. April 2016 um 12:05

Trost für dein Herz
Liebe Mimimi, du klingst so verzweifelt Dein Herz leidet, das kann ich richtig spüren... Du machst dir so viele Gedanken, wie du deinem Kind etwas bieten kannst vor allem eine intakte Familie. Und gleichzeitig spürst du, wie dein Körper sich so ganz auf das Kind eingestellt hat. Obwohl es noch so winzig ist, ist es für dich ganz real!
Du möchtest so gern eine gute Mama sein für dein Kleines! Deine Tränen zeigen doch, dass du die beste Mama für dein Kind bist denn du fühlst schon so viel für dein Kind. Und das ist die Grundlage, der Schatz, von dem du jetzt nehmen kannst. Diesen Schatz kannst du deinem Kind bieten! Ist das nicht ein toller Anfang?

Ich verstehe aber auch total, dass dir deine/eure finanzielle Situation zu schaffen macht. Du musst dir deinen Lebensunterhalt hart erkämpfen, arbeitest für deine Ziele. Dich haut so leicht nichts um, ich kann mir gut vorstellen, dass du eine Kämpfernatur bist ; ) Und deswegen glaube ich, dass du deine Ziele erreichen wirst. Es ist vollkommen ok, in der Zwischenzeit finanzielle Hilfe anzunehmen, das hat auch carn schon gesagt. Das ist nicht für immer! Nur so eine Art Brücke, die zur finanziellen Unabhängigkeit führt.

Wann machst du denn dein Abitur? Oder bist du mitten in den Prüfungen? Und den Aushilfsjob kannst du in den ersten Monaten ja noch machen, oder ist es schwere körperliche Arbeit? Hast du dich erkundigt, welche Hilfen dir zustehen/du in Anspruch nehmen kannst?

Und wie war dein Gespräch bei der Konfliktberatung? Hat es dir etwas helfen können, zu deinem Herzen zu finden?

Ich wünsche dir sehr, dass dein weinendes Herz Trost finden kann. Du hast eine Perspektive mit deinem Kind!

Ich würde mich freuen, wenn du hier wieder schreibst!
Lavena

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27. April 2016 um 13:35

Ich bin nicht für aber auch nicht gegen Abtreibung.
Also jemand der diesem Thema unparteiisch gegenüber ist.
Aber dir zu deiner Situation rate ich, treib nicht ab! Du möchtest das doch gar nicht. Du klingst nicht wie jemand der das verkraften könnte/würde. Das wird dich auf immer verfolgen.
Aus finanziellen Gründen abzuteiben ist ein falscher Grund. Das finanzielle lässt sich immer irgendwie hin bekommen.
Ich arbeite mit und beim Jugendamt. Warum denkst du das ihr kein stabiles Familien leben haben werdet? Dieses Kind wir einen Vater und eine Mutter haben das dieses Kind liebt, es haben möchte. Weißt du wie viel mehr das schon ist als andere Kinder haben?
Du liebst dieses Kind ja schon so sehr das du dich und dein Leben für nicht gut genug hälst für dieses Kind. Das dieses Kind mehr verdient hätte. Lass dir gesagt sein wen du schon so denkst, dan bist du jetzt schon eine gute mutter. Dieses Kind hat eine Mutter verdient die so ist wie du. Du ahnnst nicht was ich für schlimme Dinge in meinem Beruf mit erlebe. Bei vielen fällen würde ich mir wünschen das die Mütter nur halb so viele Gefühle für ihre Kinder hätten die schon da sind wie du schon hast und das für ein ungeborenes kind.

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