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Was soll ich nur tun ?

7. Juli 2011 um 13:00

Hallo zusammen,

ich weiß nicht ob ich diesen Thread vielleicht hätte woanders positionieren sollen. Aber ich versuch es einfach mal hier.

Ich stehe gerade vor der schwierigsten Entscheidung, die ich bisher treffen musste.
Ich bin 17 1/2 Jahre alt und habe vor drei Tagen erfahren dass ich schwanger bin. Erst einen Test gemacht, dann beim Frauenarzt bestätigen lassen. Beim Ultraschall konnte man noch nichts sehen, doch der Urintest war positiv.

Nächste Woche habe ich den nächsten Termin, bis dahin soll ich bei einer empfohlenen Beratungsstelle gewesen sein und mich bestmöglicherweise schon entschieden haben, damit man mich bei Bedarf direkt ins Krankenhaus weiterleiten kann.

Meine Mutter weiß darüber schon bescheid. Sie hat selbst vor drei Jahren wegen ihrem Freund abgetrieben. Nun hat sie nichts besseres zu tun als sich zu betrinken, wie immer wenn sie nicht weiter weiß, aus Angst dass ich es wegmachen lasse. Meine Freundin, mit der ich oft über diese Themen gesprochen habe, wünscht sich auch, dass ich es bekomme. Habe ihr immer versichert, selbst wenn ich jetzt schwanger werden würde, ich würde es nicht abtreiben weil ich meine verzweifelte Mutter sehe. Und dass sie Patin wird.Und jetzt, bleib ich mir überhaupt nicht mehr treu.

Mein Freund ist genauso weit wie ich, ich will nämlich garnichts. Ich würde mich am liebsten umbringen und mir somit ein sowieso beschissenes zukünftiges Leben zu ersparen.

Erst vor kurzem habe ich mein Abi abgebrochen aufgrund von Depressionen und Panikattacken.Mir geht es mit meinem Freund jetzt wieder super. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, im August endlich arbeiten zu gehen und mir endlich mal etwas leisten zu können. Habe leider niemanden der mir Sachen wie Führerschein und Auto in den Arsch schiebt.

Ich will eine Weltreise machen, ich will in den Urlaub fahren, ich will machen was ich will. Meine Mutter hat natürlich sofort gesagt, dass sie mir das kleine immer abnimmt. Aber ich könnte trotzdem nie wieder guten Gewissens mein Leben genießen.

Wenn ich es weg mache, bin ich hundertpro wieder am Ende, wahrscheinlich noch schlimmer als am Anfang diesen Jahres.

Dieses Kind bekomme ich nie wieder, denke ich mir durchgehend.

Mein Freund und ich lieben Kinder, haben auch schon oft drüber nachgedacht wei schön das wäre. Aber unsere Beziehung ist mit einem halben Jahr noch garnicht gefestigt genug für so etwas. Was ist wenn wir uns verkrachen und ich mir dann denke toll, hättest du es mal mit jemand anderem bekommen dein Kind ?

Ich bin ein extrem panischer Mensch, die letzten Tage waren für mich die Hölle. Ein ziehen im Unterleib bedeutet für mich direkt etwas schlimmes. Schmerzen werden sofort mit Schwindel und schwarz vor Augen werden beantwortet. Ich müsste ja 9 Monate im Krankenhaus verbringen damit ich beruhigt schlafen kann. Und wenn man bei der Geburt vor Schmerzen ohnmächtig wird, das ist denke ich nicht so gut.

Ich kann hier im Haus nicht noch ein Baby unterbringen, ne eigene Wohnung bekomm ich wahrscheinlich auch nicht, wie soll das funktionieren ?

Ich möchte nicht, dass man mich fertig macht. Ich bin kein starker Mensch und weiß, was Menschen von Leuten wie mir dann halten. Schon ohne Baby mache ich mir genug Gedanken darüber, wie ich auf andere Menschen wirke und ob ich auch immer gut genug aussehe usw. Obwohl ich keinen Grund für das alles habe, gibt es doch sehr oft situationen, in denen es mich fertig macht, dass ich mir einrede ich bin sowieso schon schlecht. und nichts besonderes.

Mein Ziel ist es mich selbst zu verwirklichen.Dafür brauche ich kein Geld, sondern einfach nur Anerkennung für etwas, was niemand kann, außer mir. Ich kann mir gut vorstellen dass mein Kind mir im Weg wäre. Und ich vielleicht sogar neidisch bin wenn es irgendwann etwas toll kann und es zu etwas bringt und ich dazu nicht kam. Weil ich in meiner Kindheit so viel angefangen habe mit Talent. Und nie etwas geschafft habe.

Junge Mütter müssen wirklich toll sein. Besonders heranwachsende Kinder sind bestimmt stolz auf eine junge Mutter.

aber was passiert, wenn eines Tages jemand vor meiner Tür steht und mir vorschlägt " los komm, wir fahren nach Spanien." Solche Erlebnisse fehlen mir doch noch. Und das ist das, worauf ich eigentlich die Ganze Zeit warte.

Mein Kopf ist so voll und wahrscheinlich ist auch alles widersprüchlich, ich weiß dass mir niemand diese Entscheidung abnehmen kann,ich möchte einfach nur ein paar Meinungen hören.

Hoffentlich sieht man nächste Woche immernoch nichts im ultraschall ...

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7. Juli 2011 um 13:14


ohhhh je...
die lage in der du bist, darum beneide ich dich persönlich nicht.
Aber ich finde es gut, dass du dich vorher informierst und ich finde auch, dass dein thread nicht falsch plaziert ist

so wirklich kann dir hier mit sihcerheit keiner sagen was du zu tun hast... und in nem forum mit lauter werdenden muttis is es sicher schwer jemanden zu finden, der dir sagt- treib ab. das muss dir klar sein

ich kann dir aber was sagen. also zu mir.
ich hab nen "nerven zusammenbruch" während meiner berufsausbildung gehabt. war 8 wochen in einer klinik.. und naja als ich wieder kam, erwarteten alle von mir die höchstform, was natürlichj nicht funktionierte.
als ich erneut 2 wochen krank geschrieben war, kündigte man mir.
3 MONATE VOR MEINER ABSCHLUSSPRÜFUNG!
ich hatte ne ALG sperre, kein geld, kein job und keine perspektive... die mietschulden aus dieser zeit trage ich heute noch ab.
ich war kurz davor durchzudrehen. ich wollte doch nur meine prüfung absolvieren. es wenigstens versuchen.
ich habe ein jahr gekämpft und konnte dann unter bestimmten voraussetzungen EINMAL an der prüfung teilnehmen.
und ich hab sie geschafft.

nach der prüfung merkte ich, dass ich den beruf aber nimmer machen möchte... udn war wieder am boden zerstört... immer wieder wollt ich es allen recht machen. jeden gefallen, immer zur verfügung stehen, mit meiner ansteckenden guten laune... die tief drin doch sehr eingeknickt war.

und dann... wurde ich schwanger.
ich hab geweint, mehrere tage lang. wie soll ich das schaffen? bin ich soweit? ich will noch soo viel erleben... das baby is doch im weg?

und weisst du, mit jeder uschall-untersuchung habe ich gemerkt, dass es toll is, eine familie zu gründen...
und jetzt... werd ich mama mit leib und seele... und naja.. mal im ernst: meine problemchen (die psychischen) warean alle wie weg geblasen!!!
mir ging es in meinem leben noch nie so gut.
und das leben is nicht vorbei mit einem kind. und wenn deine mama dich soo unterstützen würde, dann is das doch primaaaa...

wünsch dir alles gute. kopf hoch. ihr schafft das

liebe grüsse, hägar jetzt schon in der 37.ssw

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7. Juli 2011 um 16:33

Würde dir gern mehr Ratschläge geben...
leider steh ich gerade etwas unter Zeitdruck. Ich möchte dir aber Mut machen, vieles ist MIT Kind möglich, was man gar nicht gedacht hätte. Was ich mit meinen 23 Jahren, wenig Geld und einem Kleinkind schaffe, darüber wundern sich viele. Ich studiere, habe ein abwechslungsreiches Leben, ich feiere, reise und fühle mich kaum eingeschränkt oder gar meiner Jugend beraubt. Oft ist es nur eine Frage der Mentalität. Viele glauben, ein Kind braucht eine "Mutti", die den ganzen Tag pädagogisch wertvolle Spiele anbietet, mit dem Kind auf dem Spielplatz rumhängt, oder dass ein Kind jeden Tag einen geregelten Ablauf braucht, um sieben im Bett sein muss, Ruhe braucht. Ich kann nur sagen: Meine Tochter (2 Jahre alt) liebt es, unterwegs zu sein, von früh an ist sie an Trubel und Aktivität gewöhnt und ist (dadurch?) sehr aufgeschlossen und lebenslustig. Ihr macht es nichts aus, im Zelt zu schlafen, auf einer Wiese, auch auf längeren Zugreisen amüsieren wir uns prächtig im Abteil. Wichtig ist, dass dein Kind nicht abgeschoben wird oder vernachlässigt, dass es immer das Gefühl hat, dazu zu gehören und vor allem: geliebt zu werden. Wenn das gewährleistet ist, musst du dein Leben nicht für das Kleine umschmeißen oder gar deine Träume aufgeben. Gerade solang das Kind noch nicht zur Schule geht, bist du in der Lebensgestaltung sehr frei (abhängig von deinen finanziellen Möglichkeiten bist du ja auch ohne Kind). Schau dir mal an, wie Kinder in anderen Kulturen leben, du wirst sehen dass man durchaus mit vielen Konventionen brechen kann, ohne eine schlechte Mutter zu sein. Dein Kind wird schon nicht daran kaputt gehen, wenn du dich gegen ein "langweiliges" Muttisein, entscheidest, auf Sonntagsspaziergänge mit dem Kinderwagen verzichtest oder auf Babyfrühförderungskurse. Schnapp dir dein Baby im Tragetuch und schaut euch die Welt an! Ich weiß, das klingt hier alles zu einfach, aber Tatsache ist: Vieles ist möglich, wenn man es will! Man darf nicht denken: Mein Leben ist zuende oder das Kind muss weg, sondern vielleicht eher: wir (Baby und ich) schaffen das, wir werden ein tolles Leben haben, irgendwie mach ichs möglich. Es gibt immer einen Weg. Jedenfalls in deinem Fall einen besseren als Abtreibung, denn du wirkst nicht, als würdest du diese verkraften, ich muss es so hart sagen. Ich war vor meiner ersten Schwangerschaft auch in einem tiefen Loch, ich bin regelmäßig zu Gesprächen mit einem Psychologen gegangen. In der Schwangerschaft ging es mir auch oft nicht gut, auch weil mich der Kindsvater im Stich gelassen hat. Ich hatte viele Ängste, hab mich auch häufig mies und hässlich gefühlt. Die Geburt meiner Tochter hat dann trotz damals eher ungünstiger Umstände mein Leben schlagartig verändert - ich bin noch nie so glücklich gewesen. Seit es sie gibt, war ich nie wieder so unglücklich wie vor der Schwangerschaft. Ich habe jetzt eine Stärke, die ich nie für möglich gehalten hätte. Früher war ich pessimistisch und antriebsschwach, heute hab ich so viel Energie, Lebensfreude und so viel geschafft worauf ich stolz bin. Vielleicht geht es dir genauso. Du schreibst, du brauchst etwas wodrauf du stolz sein kannst. Und dass dein Kind dir im Weg steht. Was, wenn du im Gegenteil genau darauf stolz bist, dich FÜR dein Kind entschieden zu haben? Das ist eine Herausforderung, die manche nicht annehmen wollen. Ich glaube, du könntest es. Du sagst du bist kinderlieb, Kinder haben in deinen Träumen einen Platz. Das sind tolle Voraussetzungen, bestimmt wirst du mit deinem Kind dein Leben genießen! Du musst es nur wollen. Lass dir jetzt von deiner Angst nciht das Leben kaputt machen. Du hast 9 Monate Zeit, Pläne zu schmieden, dich auf das Kind zu freuen, euer gemeinsames Abenteuer vorzubereiten. Was die Panik und Schmerzen angeht, bei der Geburt: Es gibt heutzutage vielfältige Möglichkeiten für Patientinnen wie dich, dieses Erlebnis nicht zum Horror werden zu lassen, du kannst hier verschiedene Erfahrungen im Forum nachlesen: Betäubung/Narkose, Entspannungskurse und Übungen wie zB Hypnobirthing wird manchmal erwähnt sowie der gute alte Wunschkaiserschnitt. Das A und O ist eine liebe, kompetente Hebamme zu suchen. Die wird von der Krankenkasse bezahlt und tut viiiel um dir Sorgen zu nehmen und dich einfühlsam auf die Geburt vorzubereiten. Bei allen möglichen Schwangerschaftsbeschwerden hat sie ein offenes Ohr. Es gibt außerdem jede Menge Beratungsstellen, die dir jede Menge weitere Möglichkeiten nennen können, wie du Schwangerschaft und Leben mit Kind meistern kannst, finanziell, psychisch, bei Problemen mit der Familie und Lebensplanung. Wer Hilfe sucht, wird Hilfe finden.
Ich verstehe dich so gut, die Aussicht, ein Kind zu bekommen kann überwältigend, einfach wie der komplette Wahnsinn erscheinen. Aber wenn du auf dein Herz hörst und Mut zeigst, kannst du Schritt für Schritt erleben, was DU vollbringen kannst, wozu dich Lebensmut und Mutterliebe befähigen können.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, wofür du dich auch entscheidest, und alles alles gute!

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13. Juli 2011 um 13:26

..
wollte euch nur mitteilen, dass ich gerade aus dem Krankenhaus komme. Ich hatte eine Fehlgeburt. Danke euch trotzdem für die lieben Ratschläge, ich hätte es gern behalten.

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14. Juli 2011 um 10:13
In Antwort auf bliblablu4

..
wollte euch nur mitteilen, dass ich gerade aus dem Krankenhaus komme. Ich hatte eine Fehlgeburt. Danke euch trotzdem für die lieben Ratschläge, ich hätte es gern behalten.

Das tut mir sehr leid...
du hättest sicher alles gut gemacht, aber dieses Baby war wohl leider nicht für ein Leben geschaffen. Wie schön dass du weißt, dass du es gern behalten hättest, so musst du dir keine Vorwürfe machen, denn du hättest ihm die Chance gegeben. Nun wirst du später im Leben irgendwann einem anderen Baby das Leben schenken, wenn du das möchtest. Pass auf dich auf, ich wünsch dir alles gute!

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14. Juli 2011 um 12:53

..
Und nochmal danke für eure Anteilnahme.. es war einfach so ein schreckliches Gefühl. Am Tag meines Beratungstermins lag ich dort im Bett und hatte plötzlich einfach so eine Angst, dass das Kleine nicht überlebt.. Habe sogar mit meinem Bauch gesprochen, auch mein Freund hatte keine Zweifel mehr. Unsere Familien erst recht nicht. Und dann musste es doch passieren.. ein paar Tage nachdem wir uns dabei erwischten weiter nach Vornamen zu schauen und richtig stolz darauf zu werden, Eltern zu sein. Ich finde das schlimmste an der Sache ist, dass ich zum ersten Mal schwanger war und dass es nicht geplant war, sodass ich nicht einfach nochmal schwanger werden kann um das zu vergessen, weil es von vornherein der falsche Zeitpunkt war. Nun muss ich Jahre warten, bis ich dieses Gefühl wieder spüren kann. Es war einfach so schlimm, ich habe mich extra kaum bewegt, um zu retten was zu retten ist. Auch dieses Gefühl so viel zu bluten und zu merken dass irgendwas garnicht stimmt.. zum Glück war keine Ausschabung mehr möglich, aber heute habe ich aufgehört zu bluten, obwohl die Ärztin sagte meine Schleimhaut wäre noch ziemlich dick, also ab zum Frauenarzt, vielleicht muss ja doch noch was gemacht werden -.-

Bonnie, so etwas nettes von dir zu hören macht mich stolz, ich hoffe mal eine gute Mutter zu werden.

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