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Was ist nur aus mir geworden...

30. August 2007 um 13:50

Mein größter Wunsch nach einem Baby ist vorletzte Woche plötzlich geplatzt. Blutungen , die immer stärker wurden... In der 9.SSW musste dann notoperiert werden.Meine jetzige Situation macht dieses Erlebnis noch viel schlimmer. Als geborene Rheinländerin bin ich eigentlich ein sehr optimistischer und offener Mensch, der sich gern richtig ins Leben schmeißt und sich nicht schnell entmutigen lässt. Diese Fehlgeburt hat alles verändert. Ich habe in meinem Leben schon einige shlimme schicksalsschläge hinnehmen müssen, hab mich immer wieder aufgerappelt, jetzt geht gar nichts mehr. Ich bin meinem Mann quer durch Deutschland hinterhergezogen, eigentlich komme ich aus Bonn, bzw.Köln, wo ich studiert und gearbeitet habe. Vor drei Jahren bin ich zu meinem Mann nach Böblingen gezogen, kurz darauf wurde unser Kind Moritz geboren, ein gesunder und richtig wilder Kerl mit einem wunderschönen Wuschelkopf, genau wie ich ihn habe. Wir wünschen uns so sehr eine große Familie, 4 Kinder sollten es werden. Ich habe dafür alles andere aufgegeben,Freunde und vorallem meine Unabhängigkeit. Von Böblingen zogen wir nach Stuttgart, dort lief alles ganz gut an, ich habe sehr viele Freundschaften geknüpft, auch richtig flotte, offene Mütter,mit denen ich neben Kindern im gleichen Alter auch den viele andere Interessen teilte, Mamas , die die auch mal eine Tageszeitung lesen. Aber mein Mann wollte sich beruflich verändern und so sind wir jetzt in Ingolstadt.Ich habe alles auf eine große Familie gesetzt Ich bin hier völlig allein, mein Man ist überfordert mit meiner Trauer über das verlorene Kind. Ich habe mich überreden lassen, hier auf`s Kaff zu ziehen ohne Auto und mit einer totalen Angst das Autofahren wieder zu lernen.Durch die Fehlgeburt habe ich den letzten Rest Selbstvertrauen verloren. Wenn Moritz nicht wäre würde ich morgens gar nicht aufstehen, ein Glück fordert er mich , ich muss täglich mit ihm raus und dem Tag eine Struktur geben. Ich funktioniere nur noch, in mir ist alles leer. Eigentlich warte ich nur, dass der Tag irgendwie zuende geht, dass irgendwann der Schlaf kommt (seit der Fehlgeburt leide ich extrem unter Schlafproblemen). Von alten Freunden kommt auch wenig Verständnis, von meiner Familie schon gar nicht.Nur Platitüden, meine Muter ist die unsensibelste von allen. Sie hält mich aus irgendeinem Grund sowieso ständig für überfordert und hat ständig Angs, ich könnte irgendwas schaffen, was ihr nicht gelungen ist. Ein zweites Kind sei ohnehin viel zu viel Arbeit für mich gewesen, ich schaffte es ja mit einem Kind noch nicht einmal, das Haus sauber zu halten. Der Schmerz in mir ist einfach unbeschreiblich. Von allen Seiten höre ich nur, ich sei undankbar. Ich kann euch gar nicht sagen, wie mir dieses Spießeridyll im Reihenhaus auf die Nerven geht.Ich unterhalte mich zwar auf dem Spielplatz, besuche auch eine Spielgruppe, aber fühle mich auch in Gesellschaft oft einsam. Wie gern ich irgendeine Freundin hier hätte.Die Einsankeit macht den Schmerz noch viel schlimer. Und dauernde Vorfürfe von außen, dass ich nichts aus meinem Leben gemacht habe. Habe das beste Abi gemacht, mit Hochbegabtenstipendium studiert, eine Dissertation abgelehnt, wegen meinem Mann. Ich wollte die Familie. Jetzt scheint es für meine Familie nur eine Bestätigung zu sein, dass ich den falschen Weg gewählt habe.Das ich nichts wert bin. Ich habe Angst, dass unsere Ehe darüber zerbricht.Wir haben hier keinen, der uns mal besucht und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich sehne mich zurück nach Köln,nach der toleranten, offenen Art der Menschen dort. Hier fühle ich mich fremd.
Ich mache mir Vorwürfe, denke,dass mit mir was nicht stimmt.Die Blutungen fingen nach einem heftigen Streit an, ich mache mir Vorwürfe, dass ich es provoziert habe.Außerdem war ich als Teenager und Studentin über 8 Jahre magersüchtig-ich denke, dass ich da den Körper so ruiniert habe, dass er kein Leben mehr hervorbringt? Aber die Schwangerschaft und Geburt von meinem Sohn war problemlos, ich dachte, es hat sich wohl wieder alles zum Guten entwickelt. Trotzdem lassen mich die Vorwürfe nicht los.Ich fühle mich so wertlos und erkenne mich ncht wieder. Ich war so zuversichtlich als wir hier her gegangen sind, hab mich einfach mal überraschen lassen.Alle Versuche,Kontakte zu knüpfen, sind bis jetzt ins Leere gelaufen. Hab sogar Aushänge in die 3 Läden hier im Dorf gehangen, um andere Mütter kenenzulernen, aber Null Resonanz. Kinderturnen und Spielgruppe auch Fehlanzeige.Klar, man wechselt ein paar Worte, aber das war`s dann auch.Ich bi schon so oft umgezogen und hatte immer schnell wieder nette Bekannte -hier läuft es total schief. In meiner jetzigen Situatio geht es irgendwie gar nicht mehr, außerdem hab ich das Gefühl die ganze Welt ist gerade schwanger und zeigt stolz den prallen Bauch herum. Wie gern würde ich dazu gehören. Meine Freude über das Kind war grenzenlos, ebenso wie meine Trauer und Wut jetzt. Wo soll ich nur hin mit meiner Traurigkeit? Ich habe gern Menschen um mich herum, Besuch und fröhliche Feste.Wenn man selbst so traurig ist, ist es so schwer, diese Phasen des oberflächlichen Blabla zu ertragen, bis sich aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft entwickelt. Ich war noch nie so einsam wie jetzt.

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30. August 2007 um 14:18

Hallo,
in der Situation wo du bist sind wir glaube ich fast alle, aber da hast du genau den richtigen Forum gefunden, denn hier findet man halt und verständis wo du bei deiner Familie und Freunde nicht findest.
Es tut mir sehr leid für Dich was du grad mitmachen mußt, gebe die Hoffnung nicht auf.
Laß die Trauer zu, rede mit deinem Mann wenigstens er soll dich versuchen zuverstehen, du mußt reden, wenn es dir hilft weine oder schreie. Ich habe mir alles von der Seele geschrieben, hatte eine FG genau vor 2 Wochen, komme übrigens auch aus Böblingen bzw. in der Nähe. Freunde die sowas nicht mitgemacht haben können dir im Moment keinen halt geben, nur wirklich Leute die das selbe schicksaal haben...Meine Mutter versteht das auch nicht wirklich das man so trauern kann aber es war mir egal...habe jeglichen Kontakt erstmal vermieden, bis ich wieder bereit war....Das solltest du vielleicht auch machen, vorallem bei denen die du meist die verstehen mich sowieso nicht....Laß nicht nicht einreden du seist nichts Wert, jeder Mensch ist was Wert....
Wünsche Dir alles Gute....
LG

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31. August 2007 um 15:15

Wow
... ich habe deinen Thread gestern nicht lesen wollen, weil der Titel mir zu sehr aus der Seele sprach. Und ich finde mich in einigen Dingen wieder. Ist schon seltsam. Es tut mir sehre leid, dass euer 2. Kind nicht bleiben konnte. Das ist ganz schlimm - ich weiss. Ich habe letzten Mittwoch meine 2. Ausschabung hinter mich bringen muessen. Und auch ich sitze hier im Dorf mit mir alleine. Ja, hier sind auch ein paar Mama's, aber ausser ein bischen smalltalk is hier nix. Ich bin aus dem Rhein-Main Gebiet, habe einen super Job aufgegeben, um mit meinem Mann hier im "Outback" eine Familie zu gruenden.Ab und an halten Familie und Freunde das auch vor... Wir haben eine Tochter (wird bald 4) und woll(t)en auch mehrere Kinder. Nach meiner ersten Fehlgeburt (missed abortion in der 13. SSW) hatte ich auch Schlafprobleme. Wurde sogar koerperlich krank, wegen dem Schlafmangel. Habe eine Psychotherapie angefangen. Als es dann eine Weile ohne Antidepressiva ging, haben wir es wieder gewagt schwanger zu werden. Auch das ging schief. Ja, diese Trauer, Wut und Hilflosigkeit verspuere ich auch. Und bin auch wieder so einsam wie noch nie zuvor...
Wenn ich nur wuesste, was ich dir raten kann. Dir irgendwie helfen koennte... Aber ich kann es leider nicht. Ich kann dir nur anbieten, dich mal per privat nachricht zu melden. ... sitzen wir doch in einem boot

LG Tae

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31. August 2007 um 20:21
In Antwort auf zula_12303161

Wow
... ich habe deinen Thread gestern nicht lesen wollen, weil der Titel mir zu sehr aus der Seele sprach. Und ich finde mich in einigen Dingen wieder. Ist schon seltsam. Es tut mir sehre leid, dass euer 2. Kind nicht bleiben konnte. Das ist ganz schlimm - ich weiss. Ich habe letzten Mittwoch meine 2. Ausschabung hinter mich bringen muessen. Und auch ich sitze hier im Dorf mit mir alleine. Ja, hier sind auch ein paar Mama's, aber ausser ein bischen smalltalk is hier nix. Ich bin aus dem Rhein-Main Gebiet, habe einen super Job aufgegeben, um mit meinem Mann hier im "Outback" eine Familie zu gruenden.Ab und an halten Familie und Freunde das auch vor... Wir haben eine Tochter (wird bald 4) und woll(t)en auch mehrere Kinder. Nach meiner ersten Fehlgeburt (missed abortion in der 13. SSW) hatte ich auch Schlafprobleme. Wurde sogar koerperlich krank, wegen dem Schlafmangel. Habe eine Psychotherapie angefangen. Als es dann eine Weile ohne Antidepressiva ging, haben wir es wieder gewagt schwanger zu werden. Auch das ging schief. Ja, diese Trauer, Wut und Hilflosigkeit verspuere ich auch. Und bin auch wieder so einsam wie noch nie zuvor...
Wenn ich nur wuesste, was ich dir raten kann. Dir irgendwie helfen koennte... Aber ich kann es leider nicht. Ich kann dir nur anbieten, dich mal per privat nachricht zu melden. ... sitzen wir doch in einem boot

LG Tae

Im selben Boot-leider nicht im selben Dorf!
Gerade hab ich eine Bekannte aus Stuttgart angerufen, bei der ich mich seit unserem Umzug niczt wieder gemeldet hatte...natürlich auch wieder schwanger. Das wäre jetzt die fünfte von den Stuttgarter Mams die ich damals nach Moritz`Geburt über die üblichen Mu-Ki Aktivitäten kennengelernt habe.Eigentlich wollte ich ihr das mit der Fehlgeburt erzählen, da ich wusste , dass sie auch eine hatte vor Geburt ihrer ersten Tochter-aber dann konnte ichirgendwie nicht, als sie so happy über ihre Schwangerschaft sprach.Die letzte Woche war eigentlich die schlimmste hier.Von den paar Bekannten, die ich hier habe, war keine da (Bayern hat Ferien)-ich habe schließlich unsere Babysitterin , eine nette Peruanerin amngerufen, ob sie Lust hat, mal zum Kaffee vorbeizukommen. Sie will in einem Jahr die Deutschprüfung a der Uni machen und da ich drei Jahre lang am Goethe-Institut Deutsch unterrichtet habe, hatte ich ihr angeboten, mit ihr zu üben. Sie hat aber abgesagt wegen Magen-Darm Grippe. Jetzt habe ich wirklich die ganze Woche mit keinem geredet, mein Mann war auf Dienstreise, von unseren Nachbarn bekommt man absolut nichts mit (obwohl das ein Reihenhaus ist). Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll. Mit Moritz ein Zimmer irgendwo in Köln mieten und dann eine Wochendbeziehung führen kann ja auch keine Lösung sein.Vielleicht male ich mir das Leben in Köln auch nur so schön aus weil es damals so unbeschwert war.Ich bin schon ein Stadtmensch, ich mag es einfach, Leute um mich rum zu haben. Bayern hat zwar schöne Landschaft , aber es ist zum kotzen konservativ hier.Und tagsüber begenet man keinem Menschen.Ich glaube, Anfang 20 hätte mir das zumtingeln nichts ausgemacht, aber jetzt sehne ich mich nur noch nach einem Hafen. Ich hätte so gern ein richtiges zuhause, und ich kan mir nicht vorstellen, dass ich das hier finden soll.Ich habs echt versucht, kaum war ich drei Tage hier, hab ich mich schon für die Spielgruppe der Gemeinde (selbst für so was gibt es hier in Ingolstadt Anmeldelisten)angemeldet, war im Mutter-Kind Turnen und hab die drei Mamas kontaktiert, die ich über new-in town ausfindig gemacht habe.Außer einen ganz netten Mutter, die aber 10 Jahre jünger ist und außer einem Sohn im gleichen Alter wie Moritz hat, ist wirklich keine dabei, wo es auch nur ansatzweise nett ist.Ich hätte mir das nie so schwer vorgestellt-dazu der Ärger, das Kindergartenplätze Mangelware und für Kinder unter drei nicht zu bekommen sind.Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Auf jeden Fall muss ich wieder Autofahren lernen. Als Großstadtkind bin ich das gar nicht gewöhnt, brauchte wirklich nie ein Auto.Aber hier komme ich nirgends hin. Einmal pro Stunde ein Bus, ich fühle mich im Moment hier richtig eingesperrt. Das es nicht das richtige hier für mich ist, am Dorfrand im Reihenhäuschen war mir eigentlich vorher klar-aber ich hatteimmer Moritz im Visier und wollte , dass er im Grünen aufwächst und Tiere nicht nur aus dem Stuttgarter Zoo kennt. Ich habe auch gedacht, es wäre leichter , hier Anschluss zu bekommen, aber es ist echt wahnsinnig schwer. Die meisten Menschen haben überhaupt keinen Bedarf an Freunden und einem neuen Bekanntenkreis,was man auch ziemlich deutlich zu spüre bekommmt.In meiner jetzgen Stimmung fällt mir ein Smalltalk auch richtig schwer.Mein Mann ist völlig überfordert mit der Situation und ich fühle mich entsetzlich allein gelassen.Ich habe Angst, dass es nicht mehr klappt, dass mit mir hormonell was nicht stmmt. Ich habe auch seit langem schon Milch in den Brüsten und oft hatte ich das Gefühl, leere Zklen zu hben, komplett ohne Eisprung. Ich habe auch immer Temperatur gemessen die letzten 12 Monate und nie ein Anstieg! Ovulationstest an den vermeintlich fruchtbaren Tagen (bei Zyklen, die zwischen 30 und 46 Tagen differieren , ist es schwer, überhaupt einen Zeitraum einzugrenzen)haben auch nur einmal einen Anstieg gezeigt und das war, als ich dann auch schwanger geworden bin.Mein Frauenarzt stellt sich immer so blöd an, wenn ich ihn auf den Hormonspiegel anspreche. Sagt immer man könne das nur am 4 .Tag der Regelblutung messen-und da muss ich dann wieder 5 Wochen warten.Ich versteh das nicht, ich lebe wrklich gesund(zumindest seit die Magersucht überstanden ist...), Blutwerte sind auch alle gut, mit der Schilddrüse alles in Ordnung.Wenn wenigstens der Zyklus halbwegs regelmäßig wäre, dann könnte ich auch besser schwanger werden! Meine alte Hausärztin hatte mir mal Mönchspfeffer verschrieben, aber das hat damals gar nichts gebracht.Ich male mir die schlimmsten achen aus, was ich alles haben könnte.Mir ist zwar klar, wie unproduktiv das ist, aber zur Zeit hat mein Verstand einfach überhaupt keine Macht über mich, ich seh einfach gar keine Perspektive mehr.
Jetzt fahren wir für eine Woche nach Italien, ich hoffe , da komm ich ein wenig zur Ruhe-zumindest raus hier.....
meld mich wieder , wenn ich zurück bin , am 8.September!

Bis dahin , durchhalten...

phephanie

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1. September 2007 um 10:03

Jetzt wird wieder angepackt...
Hallo, ich hatte am 16.05 auch eine Fehlgeburt mit Ausscharbung.

Ich kann deine Gefühle sehr gut verstehen und um so mehr macht mir dein Bericht Angst. Vorweg muß ich sagen, das es mir wieder gut geht und ich auch wieder gesund schwanger bin.

Ich kenne aber nur all zu gut diese Leere in einem und diese großen Zweifel, ob man nicht doch Schuld an dem ganzen Mist hat.

HAST DU NICHT! Jede dritte Schwangerschaft endet in den ersten Wochen. Mein Arzt hat mir noch vor der Ausscharbung einen ganz wichtigen Satz gesagt:

Machen sie sich von dem Gedanken fern, das es ein Baby war. Es hat seinen Grund, das es erst noch Embryo und dann noch Fötus genannt wird. Eben damit nicht direkt so eine innige Bindung entsteht.

Ich finde er hatte recht.

Ich hatte das Gefühl, das ich ertrinke in meinen eigenen Tränen. Doch nach 2-3 Tagen war alles gut, dachte ich. Dann kam diese riesige Leere. Hinzu kam, das ich Stewardess bin und nach einem Operativen Eingriff 4 Wochen lang nicht fliegen darf. So hab ich den ganzen Tag zu hause gehockt. Das war viel zu viel Zeit zum Nachdenken.

In all der Zeit war meine Familie immer liebevoll an meiner Seite, aber Kilometer weit entfernt. Mein Verlobter war den Tag über arbeiten und konnte sich nur abends um mich kümmern. Ich hatte aber schnell das Gefühl, das ich jetzt auch mal für ihn dasein mußte, denn er hatte ja auch ein kleines etwas verloren.

Im Juni stand dann aber ein gemeinsamer Urlaub an und der hat mich gerettet. Ich hatte endlich Ruhe und die zeit mit meinem Partner, die ich dringend brauchte. Denn eins war uns immer bewußt: wir haben gemeinsam ein etwas verloren, und wir sind für einander da und helfen uns gegenseitig daraus.

Im Urlaub gab es dann mal ein heftiges Gespräch mit Kerzen, Wein, Tränen, Schimpfen und einem ewig intensivem Gefühl, was ich dachte, das es verloren gegangen wäre. Ich hatte meinem Partner sagen können, wie leer und gefühllos ich mich fühlte. Das ich nichtmal mehr die Liebe zu ihm leben könnte. In der Nacht ist der Knoten geplatzt, vielleicht
auch weil er mir seine Trauer endlich mal gezeigt hat, und mir klar wurde das es ihm genauso geht wie mir, das er aber immer so stark für mich sein wollte.

ich hatte mir allerdings schon von anfang an eine Frist gesetzt, egal wie ich mit dieser Geschichte umgehen werde. Nach dem Urlaub muß ich wieder leben, ansonsten hätte ich mir professionelle Hilfe geholt.

Ich hab es so geschafft, was aber sicherlich auch an meinem Umfeld lag. Wenn du nicht die Unterstützung bekommst die dir in der Situation gut tut,dann hol sie dir bei Menschen, die sich damit auskennen. Sind in so verzwickten Lebenslagen eh besser als Angehörige, da sie objektiv sind und dir helfen können, dir selbst zu helfen.

Ich hoffe sehr, das du wieder auf die Beine kommst, denn wir Rheinländer brauchen doch unsere Frohnatur zum leben.

Du schaffst das, aber in dem Tempo, das du brauchst.
Alles gute
cuculie

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1. September 2007 um 10:33

Hallo cuculie
ich finde deine worte ganz toll!
auch ich hatte am 16.8. meine ausschabung und wir fahren ende september in den urlaub, den wir sehr brauchen!!!
wir wollen ab da auch wieder anfangen ohne verhütung miteinander zu schlafen! ich hoffe es ist nicht zu früh! was meinst du?
ich wünsche dir alles gute und hoffe es geht alles gut mit deiner schwangerschaft!

missy

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2. September 2007 um 13:28
In Antwort auf sidony_12105208

Hallo cuculie
ich finde deine worte ganz toll!
auch ich hatte am 16.8. meine ausschabung und wir fahren ende september in den urlaub, den wir sehr brauchen!!!
wir wollen ab da auch wieder anfangen ohne verhütung miteinander zu schlafen! ich hoffe es ist nicht zu früh! was meinst du?
ich wünsche dir alles gute und hoffe es geht alles gut mit deiner schwangerschaft!

missy

Hallo
mein Arzt hatte mir mit warnendem Finger damals gesagt, das wir auf jeden Fall 3 Monate abwarten sollen. Eine Freundin, auch Frauenärztin hat sogar von 3-6 Monaten Ruhephase gesprochen. Nun, wir haben es nur 2 Monate ausgehalten. was räte denn dein arzt?
lg
Cuculie

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8. September 2007 um 3:48
In Antwort auf elita_12853813

Im selben Boot-leider nicht im selben Dorf!
Gerade hab ich eine Bekannte aus Stuttgart angerufen, bei der ich mich seit unserem Umzug niczt wieder gemeldet hatte...natürlich auch wieder schwanger. Das wäre jetzt die fünfte von den Stuttgarter Mams die ich damals nach Moritz`Geburt über die üblichen Mu-Ki Aktivitäten kennengelernt habe.Eigentlich wollte ich ihr das mit der Fehlgeburt erzählen, da ich wusste , dass sie auch eine hatte vor Geburt ihrer ersten Tochter-aber dann konnte ichirgendwie nicht, als sie so happy über ihre Schwangerschaft sprach.Die letzte Woche war eigentlich die schlimmste hier.Von den paar Bekannten, die ich hier habe, war keine da (Bayern hat Ferien)-ich habe schließlich unsere Babysitterin , eine nette Peruanerin amngerufen, ob sie Lust hat, mal zum Kaffee vorbeizukommen. Sie will in einem Jahr die Deutschprüfung a der Uni machen und da ich drei Jahre lang am Goethe-Institut Deutsch unterrichtet habe, hatte ich ihr angeboten, mit ihr zu üben. Sie hat aber abgesagt wegen Magen-Darm Grippe. Jetzt habe ich wirklich die ganze Woche mit keinem geredet, mein Mann war auf Dienstreise, von unseren Nachbarn bekommt man absolut nichts mit (obwohl das ein Reihenhaus ist). Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll. Mit Moritz ein Zimmer irgendwo in Köln mieten und dann eine Wochendbeziehung führen kann ja auch keine Lösung sein.Vielleicht male ich mir das Leben in Köln auch nur so schön aus weil es damals so unbeschwert war.Ich bin schon ein Stadtmensch, ich mag es einfach, Leute um mich rum zu haben. Bayern hat zwar schöne Landschaft , aber es ist zum kotzen konservativ hier.Und tagsüber begenet man keinem Menschen.Ich glaube, Anfang 20 hätte mir das zumtingeln nichts ausgemacht, aber jetzt sehne ich mich nur noch nach einem Hafen. Ich hätte so gern ein richtiges zuhause, und ich kan mir nicht vorstellen, dass ich das hier finden soll.Ich habs echt versucht, kaum war ich drei Tage hier, hab ich mich schon für die Spielgruppe der Gemeinde (selbst für so was gibt es hier in Ingolstadt Anmeldelisten)angemeldet, war im Mutter-Kind Turnen und hab die drei Mamas kontaktiert, die ich über new-in town ausfindig gemacht habe.Außer einen ganz netten Mutter, die aber 10 Jahre jünger ist und außer einem Sohn im gleichen Alter wie Moritz hat, ist wirklich keine dabei, wo es auch nur ansatzweise nett ist.Ich hätte mir das nie so schwer vorgestellt-dazu der Ärger, das Kindergartenplätze Mangelware und für Kinder unter drei nicht zu bekommen sind.Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Auf jeden Fall muss ich wieder Autofahren lernen. Als Großstadtkind bin ich das gar nicht gewöhnt, brauchte wirklich nie ein Auto.Aber hier komme ich nirgends hin. Einmal pro Stunde ein Bus, ich fühle mich im Moment hier richtig eingesperrt. Das es nicht das richtige hier für mich ist, am Dorfrand im Reihenhäuschen war mir eigentlich vorher klar-aber ich hatteimmer Moritz im Visier und wollte , dass er im Grünen aufwächst und Tiere nicht nur aus dem Stuttgarter Zoo kennt. Ich habe auch gedacht, es wäre leichter , hier Anschluss zu bekommen, aber es ist echt wahnsinnig schwer. Die meisten Menschen haben überhaupt keinen Bedarf an Freunden und einem neuen Bekanntenkreis,was man auch ziemlich deutlich zu spüre bekommmt.In meiner jetzgen Stimmung fällt mir ein Smalltalk auch richtig schwer.Mein Mann ist völlig überfordert mit der Situation und ich fühle mich entsetzlich allein gelassen.Ich habe Angst, dass es nicht mehr klappt, dass mit mir hormonell was nicht stmmt. Ich habe auch seit langem schon Milch in den Brüsten und oft hatte ich das Gefühl, leere Zklen zu hben, komplett ohne Eisprung. Ich habe auch immer Temperatur gemessen die letzten 12 Monate und nie ein Anstieg! Ovulationstest an den vermeintlich fruchtbaren Tagen (bei Zyklen, die zwischen 30 und 46 Tagen differieren , ist es schwer, überhaupt einen Zeitraum einzugrenzen)haben auch nur einmal einen Anstieg gezeigt und das war, als ich dann auch schwanger geworden bin.Mein Frauenarzt stellt sich immer so blöd an, wenn ich ihn auf den Hormonspiegel anspreche. Sagt immer man könne das nur am 4 .Tag der Regelblutung messen-und da muss ich dann wieder 5 Wochen warten.Ich versteh das nicht, ich lebe wrklich gesund(zumindest seit die Magersucht überstanden ist...), Blutwerte sind auch alle gut, mit der Schilddrüse alles in Ordnung.Wenn wenigstens der Zyklus halbwegs regelmäßig wäre, dann könnte ich auch besser schwanger werden! Meine alte Hausärztin hatte mir mal Mönchspfeffer verschrieben, aber das hat damals gar nichts gebracht.Ich male mir die schlimmsten achen aus, was ich alles haben könnte.Mir ist zwar klar, wie unproduktiv das ist, aber zur Zeit hat mein Verstand einfach überhaupt keine Macht über mich, ich seh einfach gar keine Perspektive mehr.
Jetzt fahren wir für eine Woche nach Italien, ich hoffe , da komm ich ein wenig zur Ruhe-zumindest raus hier.....
meld mich wieder , wenn ich zurück bin , am 8.September!

Bis dahin , durchhalten...

phephanie

Liebe Phephanie
Heute kommst Du wohl aus Italien zurück und hoffentlich konntest Du Dich etwas erholen!!! Ich habe Deine Zeilen mit Mitgefühl gelesen und antworte Dir wegen einem Detail: habe eine Maschine gekauft, die den Eisprung ganz toll anzeigt. Sie heisst Clearblue Fertilitätsmonitor, ist zwar etwas teuer aber immerhin habe ich es damit einmal geschafft, schwanger zu werden. Bin nämlich auch schon 38, ohne Kind und habe etwas Torschlusspanik. Allerdings habe auch ich mien Kind in der 9.SSW gerade verloren- daher lese ich hier auch mitten inder Nacht dieses Forum-Schlafen ist nicht möglich. Ich habe aber meine Leidensgeschichte schon geschrieben(Titel: Schmerzen nach Cür) und will mich nicht wiederholen...
Der zweite "Rat", den ich für Dich hätte, wäre, Deinem Mann KLIIP UND KLAR zu sagen, dass es so für Dich unerträglich ist und Ihr umziehen müsst-er einen anderen Job z.B.im Ruhrpott.....Karriere hin oder her--schliesslich hast Du Deine ja auch nicht verwirklichen können und letzten Endes hat er auch nichts von Dir, wenn Du so unglücklich sein musst! Ihr müsst etwas äusserlich ändern (und nicht darauf warten, dass es doch noch irgendwo EINE nette Nachbarin gibt). Es ist nicht DEINE Welt........
Liebe Grüsse von Maus 473

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8. September 2007 um 12:49

Hallo auch ich kann dich gut verstehen!!!!
nuja meine Eileiterschwangerschaft ist zwar schon 2 Jahre her, war damals in der 12. Woche, aber sowas vergißt man nicht!!!!
mein Baby war ganz normal entwickelt nur am falschen Platz!
Hab leider noch keine Kinder. Da ich mittlerweile Endometriose habe und meine Eileiter dicht sind, muß ich auf die künstliche Befruchtung ausweichen! Naja die erste hab ich hinter mit, leider negativ.
Habe aber noch 9 Embryonen eingefroren. Warte jetzt auf die Mens und beginn dann mit der Vorbereitung der Kryo.

Hm ich weiß wie es ist auf dem Dorf zu leben! Bin von der schwäbischen Alb, und mein Mann kommt aus Willich, sagt dir doch was???
Naja er ist hier her zu mir gezogen und hat es auch nicht einfach!!!
Ich hatte hier schon viele freund, aber ich habe mit ihnen gebrochen weil sie mir übel mitgespielt haben. Da haben wir es hier auch sehr schwer. Nun sitzen wir auch jedes Wochenende zu Hause.Unsere meisten Freunde wohnen bei Köln, Willich, Kirn und Plauen.
leider ist Ingolstadt auch 2h entfernt sonst hätten wir uns echt treffen können! Schade!!
LG Cloudy

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11. September 2007 um 14:21

Gemischte Gefühle
Hallo,

ich bin auf der Suche nach Angeboten zum Mutter-Kind-Turnen auf Deinen Beitrag gestoßen.
Vorab möchte ich sagen, dass es mir sehr leid tut, dass Du Dein Baby verloren hast. Aber dennoch sollte man positiv nach vorne schauen. Ich wohnen auch in Ingolstadt, mit meinen Mann und meiner bald 3-jährigen Tochter. Wir sind vor 5 Jahren hierher gezogen und fühlen uns hier sehr wohl. Aber ich kenne auch Deine Gedanken und Gefühle. Vor allem, wenn die einen erst mal eingeholt haben, lassen die einen nicht mehr so schnell los und man fällt in Selbstmitleid. Es gibt so viele schöne Dinge, die man unternehmen kann, auch um Leute kennenzulernen. Natürlich hängt es immer davon ab, wieviel Zeit man für sich - ohne Kind - hat. Ich denke, man sollte mit dem Kind etwas unternehmen, aber auch Zeit für sich haben. Was machst Du gerne, wozu hast Du Lust? Immer nur Krabbelgruppen, Mutter-Kind-Turnen usw. muss auf die Dauer langweilig werden. Mich füllt das auch nicht aus. In welcher Ecke von Ingolstadt wohnst Du denn? Wie alt ist Dein Sohn?

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11. September 2007 um 21:36
In Antwort auf macie_12738368

Gemischte Gefühle
Hallo,

ich bin auf der Suche nach Angeboten zum Mutter-Kind-Turnen auf Deinen Beitrag gestoßen.
Vorab möchte ich sagen, dass es mir sehr leid tut, dass Du Dein Baby verloren hast. Aber dennoch sollte man positiv nach vorne schauen. Ich wohnen auch in Ingolstadt, mit meinen Mann und meiner bald 3-jährigen Tochter. Wir sind vor 5 Jahren hierher gezogen und fühlen uns hier sehr wohl. Aber ich kenne auch Deine Gedanken und Gefühle. Vor allem, wenn die einen erst mal eingeholt haben, lassen die einen nicht mehr so schnell los und man fällt in Selbstmitleid. Es gibt so viele schöne Dinge, die man unternehmen kann, auch um Leute kennenzulernen. Natürlich hängt es immer davon ab, wieviel Zeit man für sich - ohne Kind - hat. Ich denke, man sollte mit dem Kind etwas unternehmen, aber auch Zeit für sich haben. Was machst Du gerne, wozu hast Du Lust? Immer nur Krabbelgruppen, Mutter-Kind-Turnen usw. muss auf die Dauer langweilig werden. Mich füllt das auch nicht aus. In welcher Ecke von Ingolstadt wohnst Du denn? Wie alt ist Dein Sohn?

Hallo Kleckermatsch
Habe dir eine private Nachricht geschrieben!

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17. September 2007 um 10:24
In Antwort auf sidony_12105208

Hallo cuculie
ich finde deine worte ganz toll!
auch ich hatte am 16.8. meine ausschabung und wir fahren ende september in den urlaub, den wir sehr brauchen!!!
wir wollen ab da auch wieder anfangen ohne verhütung miteinander zu schlafen! ich hoffe es ist nicht zu früh! was meinst du?
ich wünsche dir alles gute und hoffe es geht alles gut mit deiner schwangerschaft!

missy

Hat nicht sein solln
Nun, die Schwangerschaft ist nicht gut gegangen. Wir haben es leider wieder verloren. Am Freitag waren wir im Krankenhaus und es mußte wieder eine AS gemacht werden. Das war ein harter Schlag. Nun werden wir erstmal mind 3 Monate Pause machen und dann sehen wir weiter.
Ich will nicht mehr zu früh starten. Die Angst ist einfach zu groß.

Nicola

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