Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Warum ist ein Schwangerschaftsabbruch erst ab der 4 saw möglich

18. November um 16:56 Letzte Antwort: 23. November um 10:58

Hallo meine Lieben und bevor sich jetzt abtreibungsgegner auf mich stürzen, bitte ich um Gnade und um rein fachliche Meinungen ohne mich bevormunden zu wollen, wie ich mich zu entscheiden habe.

Laut der Aussage meines Arztes kann ich erst ab der 7. ssw eine abtreibung durchführen. Das ist in 3 Wochen!!

Ich liege seit Tagen heulend im Bett und kann an nichts anderes denken außer, dass ich es endlich aus mir raushaben möchte. Ich hab bereits versucht mich mit wahrscheinlich blödsinnigen Hausmitteln, wie Petersilie poleiminze und unreifer ganzer Papaya mehr oder weniger selbst zu vergiften und einen Abort zu erzwingen.

Ich kann nicht essen und ich fühl mich hilflos. Was kann ich nur tun, damit es aus mir raus kommt. Wieso muss ich 3 Wochen bis zur abtreibung warten. Bis dahin hab ich mich wahrscheinlich schon längst vergiftet. 

bitte helft mir 

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18. November um 20:27

Vielen dank für die Antwort. Welcher Beitrag war das denn ?

Und ich hab einen Termin schon gestern gehabt, aber mein Frauenarzt stellt mir diese schwangerschaftsbescheinigung nicht aus und die brauche ich. Er meint, dass ich mindestens zwei Wochen warten soll, um zu sehen ob sich überhaupt das Herz ausbildet. Sonst muss es sowieso abgetrieben werden. 

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18. November um 21:16
In Antwort auf amelielina

Hallo meine Lieben und bevor sich jetzt abtreibungsgegner auf mich stürzen, bitte ich um Gnade und um rein fachliche Meinungen ohne mich bevormunden zu wollen, wie ich mich zu entscheiden habe.

Laut der Aussage meines Arztes kann ich erst ab der 7. ssw eine abtreibung durchführen. Das ist in 3 Wochen!!

Ich liege seit Tagen heulend im Bett und kann an nichts anderes denken außer, dass ich es endlich aus mir raushaben möchte. Ich hab bereits versucht mich mit wahrscheinlich blödsinnigen Hausmitteln, wie Petersilie poleiminze und unreifer ganzer Papaya mehr oder weniger selbst zu vergiften und einen Abort zu erzwingen.

Ich kann nicht essen und ich fühl mich hilflos. Was kann ich nur tun, damit es aus mir raus kommt. Wieso muss ich 3 Wochen bis zur abtreibung warten. Bis dahin hab ich mich wahrscheinlich schon längst vergiftet. 

bitte helft mir 

Ich glaube, rein rechtlich wäre er wohl auch früher möglich. Wahrscheinlich hast du einen Arzt, der die Schwangerschaft erst einmal wirklich feststellen will. 
So früh kann man in der Gebärmutter noch nichts erkennen. Es könnte von allein abgehen, oder im Eileiter sitzen... 
Ich denke, es ist einfacher und mit weniger Kontrolluntersuchungen verbunden, wenn man genau weiß, wo der Embryo sitzt.

 

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18. November um 23:34
In Antwort auf summergale1

Ich glaube, rein rechtlich wäre er wohl auch früher möglich. Wahrscheinlich hast du einen Arzt, der die Schwangerschaft erst einmal wirklich feststellen will. 
So früh kann man in der Gebärmutter noch nichts erkennen. Es könnte von allein abgehen, oder im Eileiter sitzen... 
Ich denke, es ist einfacher und mit weniger Kontrolluntersuchungen verbunden, wenn man genau weiß, wo der Embryo sitzt.

 

Er hat auf dem Ultraschall schon einen Embryo gesehen. Der ist 2-4 mm groß laut seiner Aussage. 
 

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19. November um 8:28
In Antwort auf amelielina

Er hat auf dem Ultraschall schon einen Embryo gesehen. Der ist 2-4 mm groß laut seiner Aussage. 
 

Dann würde ich bei einem anderen Arzt nachfragen, wenn du nicht mehr warten möchtest. 
Emotional ist es ja auch noch mal ein Unterscheid, ob das Herz schon schlägt oder nicht.

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19. November um 11:42

Liebe amelielina,
ich verstehe auch nicht so ganz, warum der Arzt so entscheidet. Konntest du ihm deine Fragen stellen? Es kann sein, dass er denkt, es könnte von alleine abgehen und dann kann er dir die Prozedur ersparen. Wann hast du wieder einen Termin bei ihm?

Wie hast du überhaupt die Schwangerschaft festgestellt? Du weißt es seit einigen Tagen. Bist du ganz allein? So hört es sich für mich an: niemand da, mit dem du reden kannst und so verkriechst du dich in deiner Verzweiflung im Bett. 
Googelst, was du tun kannst und dann kommst du auf diese Gedanken.
Und bitte nicht mehr Gift, das ja wirklich auch dir selbst schaden kann. 
Lebst du denn alleine in deiner Wohnung?
Es ist doch gut, dass du dieses Forum hier gefunden hast, wo du Antworten bekommst.
Ich nehme dich von hier aus in den Arm. 
Liebe Grüße von Catie

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19. November um 12:41
In Antwort auf catie09

Liebe amelielina,
ich verstehe auch nicht so ganz, warum der Arzt so entscheidet. Konntest du ihm deine Fragen stellen? Es kann sein, dass er denkt, es könnte von alleine abgehen und dann kann er dir die Prozedur ersparen. Wann hast du wieder einen Termin bei ihm?

Wie hast du überhaupt die Schwangerschaft festgestellt? Du weißt es seit einigen Tagen. Bist du ganz allein? So hört es sich für mich an: niemand da, mit dem du reden kannst und so verkriechst du dich in deiner Verzweiflung im Bett. 
Googelst, was du tun kannst und dann kommst du auf diese Gedanken.
Und bitte nicht mehr Gift, das ja wirklich auch dir selbst schaden kann. 
Lebst du denn alleine in deiner Wohnung?
Es ist doch gut, dass du dieses Forum hier gefunden hast, wo du Antworten bekommst.
Ich nehme dich von hier aus in den Arm. 
Liebe Grüße von Catie

Hallo, es fühlt sich an als wäre ich allein damit. Ich habe jedoch einen Partner mit dem ich auch zusammenwohne und wir haben eine gemeinsame Wohnung. Er ist Amerikaner 36 Jahre alt und aufgrund der momentan vorherrschenden sozialen Isolation und seiner eigenen Probleme kein guter Gesprächspartner. Er wünscht sich Kinder aber wir haben zu viele beziehungsprobleme und wollen in unsere toxische Beziehung nicht noch ein Kind involvieren. 

Ich werde weiterhin versuchen es natürlich abzutreiben mit Tee und Meditation. Falls es nicht klappt treibe ich es chirurgisch ab. Ich hab jetzt bereits abtreibungsversuche unternommen mit poleiminztee und Papaya, welche nachweislich negative Effekte auf den Embryo haben. Es gibt für mich jetzt kein zurück mehr. Ich hoffe nur, dass mein Körper dies auch spürt und sich selbst darum kümmert, ansonsten muss ich es entfernen lassen.

Ich werde meditieren und mit meinem Körper kommunizieren. Schließlich sollte mein Körper auch wissen, was gut für ihn ist.

Vielen dank für all eure Vorschläge. ihr habt mir Mut gemacht und es geht mir schon wesentlich besser. Meine vergiftunsversuche  werde ich auch einstellen.

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19. November um 14:53
In Antwort auf amelielina

Hallo meine Lieben und bevor sich jetzt abtreibungsgegner auf mich stürzen, bitte ich um Gnade und um rein fachliche Meinungen ohne mich bevormunden zu wollen, wie ich mich zu entscheiden habe.

Laut der Aussage meines Arztes kann ich erst ab der 7. ssw eine abtreibung durchführen. Das ist in 3 Wochen!!

Ich liege seit Tagen heulend im Bett und kann an nichts anderes denken außer, dass ich es endlich aus mir raushaben möchte. Ich hab bereits versucht mich mit wahrscheinlich blödsinnigen Hausmitteln, wie Petersilie poleiminze und unreifer ganzer Papaya mehr oder weniger selbst zu vergiften und einen Abort zu erzwingen.

Ich kann nicht essen und ich fühl mich hilflos. Was kann ich nur tun, damit es aus mir raus kommt. Wieso muss ich 3 Wochen bis zur abtreibung warten. Bis dahin hab ich mich wahrscheinlich schon längst vergiftet. 

bitte helft mir 

manche Ärzte sagen, dass sie vor der 6. Woche nicht erkennen können, ob sie alles voll erfasst haben, d.h. es besteht ein erhöhtes Risiko eines zweiten Eingrffs oder einer Schädigung.
Zumindest habe ich das mal so ähnlich gehört.
aber nicht alle Ärzt sind da derselben Meinung

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20. November um 12:32

Liebe Amelielina,
da bin ich nun wirklich beruhigt, dass du dir nichts Schlechtes mehr tust!
Nach dem Motto: So wenig „Toxisches“ wie möglich.
Es tut mir leid, dass es zwischen euch nicht gut läuft. Oder: nicht alles gut läuft. Manches ist sicher gut. Und die Situation gerade ist ja schwer, wenn ihr gerade beide zuhause seid und er nicht so recht eine Perspektive hat. Immerhin bist du nicht ganz allein! Was hält euch zusammen?
Eure Beziehung ist wichtig – im Guten wie in dem, was nicht gut ist. Denn eure Beziehung ist ja für dich der Grund, das Kind nicht zu bekommen. Andrerseits ist sie auch der Grund, dass das Kind da ist, also, dass du schwanger bist.
Zur Schwangerschaft:
So wie es ist, ist es jetzt. Du kannst von dir aus wirklich nichts anderes machen – ich meine körperlich – als bis zum nächsten Termin zu warten.
Hilft dir Meditation auch sonst? Zur Ruhe zu kommen?
Dein Körper von sich aus könnte das Kind vielleicht schon bejahen. Es ist eher seelisch – dass es dir nicht gut geht mit deinem Freund. Da ist wichtig, dass man die Dinge auch für sich betrachtet. Wenn eure Beziehung „toxisch“ ist, wäre folgerichtig, dich von ihm zu trennen, nicht unbedingt das Kind von dir zu trennen – wobei sich dann die Frage stellt, wie es für dich weitergeht und wie er das Kind sieht.
 
Es ist auf jeden Fall gut, dass du geschrieben hast! Manchmal ist man so sehr in einem Blickwinkel verfangen und hört auch nur immer bestimmte Meinungen, Worte und von den immer gleichen Menschen, alles wie erwartet – und da weitet es einen, wenn man andere Menschen hört und sieht.
Was macht normalerweise dein Leben aus? Bist du auch wegen Corona zuhause und mit ihm zusammen sozial isoliert? Das ist wirklich nicht so einfach, damit umzugehen.
Wie geht es dir heute? Was kannst du sonst noch machen, um mal etwas andere zu denken und zu erleben? Gehst du raus in die Natur? Das ist auch eine gute Weite spürbar.
Liebe Grüße von Catie
 

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20. November um 18:50
In Antwort auf catie09

Liebe Amelielina,
da bin ich nun wirklich beruhigt, dass du dir nichts Schlechtes mehr tust!
Nach dem Motto: So wenig „Toxisches“ wie möglich.
Es tut mir leid, dass es zwischen euch nicht gut läuft. Oder: nicht alles gut läuft. Manches ist sicher gut. Und die Situation gerade ist ja schwer, wenn ihr gerade beide zuhause seid und er nicht so recht eine Perspektive hat. Immerhin bist du nicht ganz allein! Was hält euch zusammen?
Eure Beziehung ist wichtig – im Guten wie in dem, was nicht gut ist. Denn eure Beziehung ist ja für dich der Grund, das Kind nicht zu bekommen. Andrerseits ist sie auch der Grund, dass das Kind da ist, also, dass du schwanger bist.
Zur Schwangerschaft:
So wie es ist, ist es jetzt. Du kannst von dir aus wirklich nichts anderes machen – ich meine körperlich – als bis zum nächsten Termin zu warten.
Hilft dir Meditation auch sonst? Zur Ruhe zu kommen?
Dein Körper von sich aus könnte das Kind vielleicht schon bejahen. Es ist eher seelisch – dass es dir nicht gut geht mit deinem Freund. Da ist wichtig, dass man die Dinge auch für sich betrachtet. Wenn eure Beziehung „toxisch“ ist, wäre folgerichtig, dich von ihm zu trennen, nicht unbedingt das Kind von dir zu trennen – wobei sich dann die Frage stellt, wie es für dich weitergeht und wie er das Kind sieht.
 
Es ist auf jeden Fall gut, dass du geschrieben hast! Manchmal ist man so sehr in einem Blickwinkel verfangen und hört auch nur immer bestimmte Meinungen, Worte und von den immer gleichen Menschen, alles wie erwartet – und da weitet es einen, wenn man andere Menschen hört und sieht.
Was macht normalerweise dein Leben aus? Bist du auch wegen Corona zuhause und mit ihm zusammen sozial isoliert? Das ist wirklich nicht so einfach, damit umzugehen.
Wie geht es dir heute? Was kannst du sonst noch machen, um mal etwas andere zu denken und zu erleben? Gehst du raus in die Natur? Das ist auch eine gute Weite spürbar.
Liebe Grüße von Catie
 

Hallo Catie, danke für deinen Beitrag. Es stimmt, dass es einem die Augen öffnen zu schreiben und auch unterschiedliche Meinungen zu hören. In meinem Umfeld wissen nur 2 Freundinnen von meiner Schwangerschaft. Insgesamt wollte ich es niemandem erzaehlen, auch weil mein Freund es nicht wollte.

Du hast vermutlich recht, dass ich mich aus dieser toxischen Beziehung trennen sollte, es ist aber nicht alles schlimm und wenn wir uns nicht streiten haben wir ein sehr schönes gemeinsames Leben. Ich wünschte mir nur er wäre grade mehr für mich da, da ich mich auch sehr isoliert fühle. Dieser Corona-Wahnsinn macht mir sehr zu schaffen. Zu meinen Arzt Terminen darf er mich nichtmal begleiten. Als wäre das nicht schon schwer genug, macht es der Staat maximal unangenehm für mich. 

Die Meditation hat mir sehr geholfen, schließlich hab ich heute endlich wieder ein bisschen was für die Uni getan, auch wenn leider immer noch nicht genug. Hauptsächlich versuche ich den Fremdkörper aus meinem eigenen Körper durch die Meditation herauszubekommen und kommuniziere mit meinem Unterbewusstsein dafür. Bis jetzt hat sich nichts getan leider.
Morgen kommt mein Wermuttee an. Der soll helfen. Falls das alles nichts nützt wird die abtreibung medikamentös Ende nächster Woche oder Anfang übernächster Woche stattfinden. Durch die Schwangerschaft hab ich auch furchtbar abgenommen und wiege nur noch 48 Kilo bei einer Größe von 1,63m. Ich hab das Gefühl ich habe es nicht verdient zu essen. 

Sobald sich mein Leben diesbezüglich normalisiert hat, werde ich auch so einiges an meinem Leben ändern. 

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21. November um 8:21

Guten Morgen liebe Amelielina,
es gut, dass du schreibst und ich freue mich auch, was du schreibst: Dass du etwas ruhiger geworden bist, schon wieder etwas tun kannst. Und auch: dass ihr beide gute und schlechte Zeiten habt. Vielleicht ist es gar nicht so aussichtslos mit euch beiden. Streit gehört zu jeder Beziehung. Dreht ihr euch manchmal nur im Kreis und verletzt euch für Dinge, die sich nicht lohnen? Oder gehen euer Grundeinstellungen und Ziele für´s Leben einfach nicht zusammen - so dass es dein Leben wie "vergiftet". Dann helfen auch schöne Zeiten nicht über die Tatsache hinweg, dass ihr nicht zusammenpasst.
Manchmal hilft es, nochmal an den Anfang zu gehen: Was da gut war, kann sich zu einem guten Fundament entwickeln. Ist da etwas gewachsen bei euch?
Kein so gutes Zeichen ist, dass er nicht möchte, dass du mit Freundinnen über etwas sprichst, was dir wichtig ist. Die Schwangerschaft jetzt zum Beispiel.
Dass du so abgenommen hast, ist schon schwierig für dich. Hat das gar niemand so bemerkt - auch wegen der Corona-Isolation? Und es muss ja schon einige Zeit sein. In der Wievielten Woche bist du? Und - einmal warst du schon beim Arzt.
Der Gedanke, dass da ein Kind ist - kommt und kam sofort der Gedanke, dass das nicht geht: wegen der Beziehung? Was möchtest du in deinem Leben ändern.
Ich denke, es ist wichtig, sich von den äußeren Bedingungen nicht völlig lahmlegen zu lassen in der eigenen Initiative. Es ist schwerer, ja. Aber wir haben immer unseren ganz eigenen Freiraum.
Bei den Mitteln, die du nimmst - es gibt immer zu bedenken, dass es in gewissem Sinn ein Organismus ist, also auch Wirkung auf dich hat.
Wie könntest du denn wieder Kraft gewinnen? Ist dir auch sehr übel, dass du nichts essen wolltest? Oder war es mehr das Seelische (obwohl das ja immer miteinander zusammenhängt).
Hab´ eine möglichst guten Tag heute! Vielleicht kannst du etwas mit deinen Freundinnnen unternehmen - oder falls nur mit einer, dann eben mit dieser.
Könntest du auch eine Zeit lang in deiner Herkunftsfamilie leben? Der Studienort hat eine eigene Bedeutung und lässt dich Isolation vielleicht noch mehr spüren.
Also - guten Tag dir heute! Möglichst gut! Wieder: besser als gestern.
Liebe Grüße von Catie

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21. November um 10:42
In Antwort auf catie09

Guten Morgen liebe Amelielina,
es gut, dass du schreibst und ich freue mich auch, was du schreibst: Dass du etwas ruhiger geworden bist, schon wieder etwas tun kannst. Und auch: dass ihr beide gute und schlechte Zeiten habt. Vielleicht ist es gar nicht so aussichtslos mit euch beiden. Streit gehört zu jeder Beziehung. Dreht ihr euch manchmal nur im Kreis und verletzt euch für Dinge, die sich nicht lohnen? Oder gehen euer Grundeinstellungen und Ziele für´s Leben einfach nicht zusammen - so dass es dein Leben wie "vergiftet". Dann helfen auch schöne Zeiten nicht über die Tatsache hinweg, dass ihr nicht zusammenpasst.
Manchmal hilft es, nochmal an den Anfang zu gehen: Was da gut war, kann sich zu einem guten Fundament entwickeln. Ist da etwas gewachsen bei euch?
Kein so gutes Zeichen ist, dass er nicht möchte, dass du mit Freundinnen über etwas sprichst, was dir wichtig ist. Die Schwangerschaft jetzt zum Beispiel.
Dass du so abgenommen hast, ist schon schwierig für dich. Hat das gar niemand so bemerkt - auch wegen der Corona-Isolation? Und es muss ja schon einige Zeit sein. In der Wievielten Woche bist du? Und - einmal warst du schon beim Arzt.
Der Gedanke, dass da ein Kind ist - kommt und kam sofort der Gedanke, dass das nicht geht: wegen der Beziehung? Was möchtest du in deinem Leben ändern.
Ich denke, es ist wichtig, sich von den äußeren Bedingungen nicht völlig lahmlegen zu lassen in der eigenen Initiative. Es ist schwerer, ja. Aber wir haben immer unseren ganz eigenen Freiraum.
Bei den Mitteln, die du nimmst - es gibt immer zu bedenken, dass es in gewissem Sinn ein Organismus ist, also auch Wirkung auf dich hat.
Wie könntest du denn wieder Kraft gewinnen? Ist dir auch sehr übel, dass du nichts essen wolltest? Oder war es mehr das Seelische (obwohl das ja immer miteinander zusammenhängt).
Hab´ eine möglichst guten Tag heute! Vielleicht kannst du etwas mit deinen Freundinnnen unternehmen - oder falls nur mit einer, dann eben mit dieser.
Könntest du auch eine Zeit lang in deiner Herkunftsfamilie leben? Der Studienort hat eine eigene Bedeutung und lässt dich Isolation vielleicht noch mehr spüren.
Also - guten Tag dir heute! Möglichst gut! Wieder: besser als gestern.
Liebe Grüße von Catie

Hallo derzeit befinde ich mich in der 5 Woche plus 1 Tag. Meine letzte Periode hatte ich am 16.10 bis zum 22.10. Also von da an rechnet man ja. Seit letzter Woche Freitag hab ich angefangen zu fasten und auch extrem viel Sport zu machen. Bzw all die anderen Dinge die ich erwähnt habe. In der Zeit hab ich bereits 3 Kilo verloren. Jetzt bin ich körperlich ziemlich ausgelaugt. Gestern hab ich zum ersten Mal wieder richtig zu Mittag gegessen. Oder es zumindest versucht. 

etwas privates zu unternehmen, kommt mir grade nicht in den Sinn, da ich mich nicht danach fühle das Haus zu verlassen, außerdem hab ich zu viel aufzuholen für die Uni, was ich im laufe der Woche aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit nicht geschafft habe.

Bezüglich meiner Beziehung werde ich sehen, wie sich mein Freund in dieser schwierigen Zeit verhalten wird. Ich muss aber sagen seit vorgestern ist er sehr viel taktvoller und hat auch gesagt, dass er mich bei meiner Entscheidung unterstützt, egal welche es sein sollte.

Da ich schon angefangen habe toxische Dinge zu mir zu nehmen, werde ich das Kind nicht mehr bekommen wollen. Ich muss erstmal mein eigenes Leben geregelt kriegen, bevor ich die Verantwortung für ein anderes übernehmen kann.  

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21. November um 19:28

Also erstmal freut mich, dass du wieder isst und dann freut mich, dass dein Freund taktvoller ist. Er kann also.
Welchen Sport machst du, wenn du nicht außer Haus gehst? Oder für Sport eben schon? Du bist ganz schön aktiv und fit, also auch sonst, denke ich. Magst du schreiben, was du studierst?
Ich habe mich eben heute mit einer Freundin getroffen - draußen, weil man ja nicht wo drinnen sitzen kann. Und wir trafen uns in der Mitte zwischen unseren beiden Wohnorten. Daher kam ich auf die Idee, vielleicht. 
Wegen der Schwangerschaft also: Du warst schon einmal beim Arzt. Oder hast du es dir selbst so ausgerechnet. Termine sind ja teilweise schwer zu bekommen. Aber immerhin wohnst du in einer Stadt. Dass du dem Kind bereits geschadet hast, ist gar nicht so sicher. Am Anfang ist noch alles drin. Ist es stark, macht ihm alles nichts aus. Ist es schwach, kann es auch ohne Einwirkungen abgehen. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es unabhängig von dir eine Lebenskraft hat. Das entlastet einen dahingehend, wenn man an alles denkt, was man für ein Kind sein muss. Verantwortung übernehmen sagst du. Es ist viel, ja, und es hängt doch nicht alles an einem als Mutter. Vielleicht ist das schon ein entlastender Gedanke für dich, dass du nicht alles geregelt haben musst, bevor du Mutter wirst - ob jetzt oder später einmal. Ich glaube, wenn man so einen Maßstab an sich anlegt, findet man sich immer "ungenügend" oder noch nicht bereit. Spürst du Übelkeit oder so etwas? Hab´einen guten Abend! Wieder: möglichst gut! Liebe Grüße von Catie

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21. November um 20:45

Guten Abend, also am ersten Tag nachdem ich es erfahren habe, war ich noch joggen. Ich mach generell regelmäßig Sport und um meinen Verstand klar zu kriegen wollte ich einfach rennen so schnell ich konnte. Am Tag darauf auch. Danach wollte ich weder jemanden sehen noch mit irgendwem reden oder nach draußen. Mein Freund hat mich mehrfach versucht zu motivieren rauszugehen. Ich hab Dienstag nochmal Sport zuhause gemacht, jedoch mich am Knie verletzt weswegen ich nicht noch weiter Sport gemacht habe. Dann Montag war ich beim Arzt. Dienstag hatte ich bereits einen Termin bei profamilia, da mein Arzt mir aber die Bescheinigung ueber die Schwangerschaft nicht ausstellen wollte, konnte ich bzw durfte ich den Termin nicht wahrnehmen. Sonst wäre vermutlich diesen Montag alles vorbei. mein Arzt macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Nachdem mir mein Arzt sagte ich solle drei Wochen warten bis ich eine Entscheidung treffe riss mir das so den Boden unter den Füßen weg, so dass ich in meinem Selbstmitleid versunken bin. Weswegen es zu diesem Eintrag gekommen ist, da ich die Entscheidung meines Arztes nicht verstehen konnte. 

Das war vermutlich die längst und schwerste Woche für mich seit ich denken kann. Anfangs ging's los mit dem Versuch die Wahrheit abzustreiten über die Schwangerschaft. Ich habe viele Fehler gemacht, weil ich nicht klar denken konnte. Ich habe mir selbst geschadet und versucht dem Embryo zu schaden. 

Ich hab absichtlich schlimme Sachen zu meinem Freund gesagt, um ihn von mir wegzustossen. Er hat mir die Dinge leider nicht verziehen, die ich gesagt habe, schließlich ist es gerade erst passiert, aber er ist trotzdem für mich da. Das ist wenigstens eine gute Sache momentan. Nachdem anfänglichen Zweifeln, dass er nicht für mich da ist, hat sich doch alles etwas gewandelt. zumindest für diese paar Tage. Ich hoffe, es bleibt auch weiterhin so zwischen uns, denn ich brauche seine Unterstützung. Je mehr ich darüber nachdenke, dass ich schwanger bin desto mehr wider ich mich selber an, wie ich nach so vielen Jahren, doch schwange geworden bin. Ich verhüte seit dem ich 20 bin, also seit 8 Jahren mit der Kalender Methode, weil ich meinen Eisprung spüre. Ich hab ein sehr starkes körperliches Empfinden, weswegen es immer sehr gut geklappt hat. Diesen Monat war es wohl anders. Nachdem das abgeschlossen ist, werde ich mir auch eine Spirale einsetzen lassen. Ich will das nie wieder durchmachen. 

ich hab mich jetzt vollends für die abtreibung entschieden. Spätestens in 16 Tagen wird es soweit sein, wenn alle Einzelheiten geklärt sind. 

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23. November um 10:58

Hallo liebe amelielina,
 
du kannst mir übrigens auch gerne privat schreiben. Wir sind hier mittlerweile zu zweit allein im Thread. Und es ist doch sehr persönlich. Ich kam leider gestern gar nicht zum Lesen und lese deshalb deine Nachricht erst jetzt.
Ich finde es stark, dass du so ein gutes Verhältnis zu deinem Körper hast und dass es auch so lange gestimmt hat, was du spürst. Und auch sonst achtest du gut darauf, dass „in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnen mag“. Das mit dem Sport meine ich. Und du hast dich nach dem Schock erstmal „freigelaufen“. Leider kam dann die Verletzung. Wie geht es deinem Knie? Wird es von selbst wieder besser oder brauchst du da auch einen Arzttermin?
Es war eine harte Woche für dich. Wahrscheinlich hast du einen Test gemacht und dann schnell die Termine bekommen. Nur, dass der Arzt zum einen nichts sagen konnte und dann von so einer langen Bedenkzeit spricht. Drei Tage nach der Beratung sind als Bedenkzeit vorgeschrieben.
Ich finde, es hat sich für dich viel getan in den vergangenen Tagen. Ich freue mich, dass du gerade in dieser Zeit gute Erfahrungen mit deinem Freund machen konntest: Dass er für dich da ist und auch weiterhin für dich da sein wird.
Ich kann voll gut verstehen, dass du es erst gar nicht fassen konntest, rennen musstest, dich zurückziehen und dann auch ihm Dinge an den Kopf geworfen hast. Er hat das ausgehalten. Du sagst, er kann es nicht verzeihen. Wenn er für dich da ist, ist er vielleicht doch auf dem Weg dazu. Es wird ihm halt noch weh tun. Und er ist vermutlich auch durcheinander und weiß nicht, wie es jetzt weitergehen kann. Das ist aber nicht Unverzeihlichkeit. Ich finde schön, dass er versucht, dich zu guten Dingen zu ermutigen – z.B. zum Rausgehen. Allerdings war dir da gar nicht danach. Das ist dann auch wieder verständlich und in Ordnung so. In der schwersten Woche deines Lebens.
Du hast da wirklich viel durchgestanden! Und kannst schon ein bisschen auf die Tage zurückblicken. Es geht dir besser. Es erleichtert mich richtig, diese langsame Veränderung zu spüren. Dass du dir nicht mehr schaden willst.
Wolltest du nie Kinder oder was ist für dich jetzt das Entscheidende?
So ein Schockzustand bei einer unerwarteten Schwangerschaft und die Schritte nacheinander (leugnen, Rückzug, Kampf gegen die Schwangerschaft) sind gar nicht so selten. Und auch, dass man Dinge tut oder sagt, die man später nicht mehr gut findet. Vielleicht hilft es dir, das zu wissen. Viele Frauen haben auch – selbst ohne besondere Maßnahmen – erstmal eine Gewichtsabnahme. Sogar Frauen, die sich eigentlich ihr Kind wünschen.
Wie stellt sich dein Freund zu deiner Entscheidung? Wie sieht er seine eigene Verantwortung?
Du sagst, du willst dein Leben regeln und noch einiges ändern – sind dabei auch Pläne und Hoffnung für euch beide? In deiner letzten Nachricht schreibst du nichts, was auf eine schlechte Beziehung schließen lässt. Hängt er sehr an dir, während du auch andere Freundschaften pflegst?
Zwei Freundinnen hattest du ja ins Vetrauen gezogen. Geben sie dir auch Halt im Moment?

Du darfst dir jedenfalls sagen, dass alles, was du jetzt fühlst und denkst, normal ist. Denn es ist etwas wirklich Großes, was du gerade bewältigst. Und etwas, was du nicht wie sonst unter Kontrolle hast. Und das ist wirklich schwer. Da ist jeder Tag, den du geschafft hast, eine große Leistung!
Ich bin einfach froh, dass es dir schon viel besser geht als am Tag, wo der Eintrag hier entstand!
Und ich wünsche dir auch heute wieder einen guten Tag! Also etwas, was den Tag zu einem guten Tag macht! Es kann etwas ganz Kleines sein. Dass du was essen magst, dass dein Knie besser wird, dass du für´s Studium was machen kannst, dass ihr beide euch gut versteht oder es gut aushalten könnt, dass ihr gerade nicht einer Meinung seid und trotzdem jeder für sich einigermaßen zurechtkommt.
Liebe Grüße von Catie
 
 

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