Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Warum gibt es keine Aufklärung???

Warum gibt es keine Aufklärung???

19. Februar 2018 um 19:07 Letzte Antwort: 21. Februar 2018 um 13:03

Liebe Sternenmütter,


seit ein paar Monaten bin ich schon stille Leserin hier im Forum und finde dass ihr hier einen sehr respektvollen Umgang miteinander habt und euch gegenseitig unterstützt und den anderen zeigt, dass man nicht alleine mit seinem Problem dasteht. – Sorry schon mal für meinen langen Text.

Ich selbst bin gerade am Boden zerstört. Vor einer Woche habe ich erfahren, dass mein Kind was unter meinem Herzen wohnt sich nicht weiterentwickelt hat. Ich hatte schon im Oktober eine Fehlgeburt und konnte diese schon kaum ertragen. Es hat lange gedauert bis ich wieder Mut im Leben hatte. Eigentlich habe ich so das Gefühl, dass ich mich davon noch nicht wirklich erholt hatte. Schon von beginn an der zweiten Schwangerschaft hat mich die ständige Angst begleitet. Nun der erneute Schicksalsschlag – erst Schock, fühle nur noch leere – leblos und stumpf. Langsam wandelt es sich dies in tiefe Trauer, könnte nur noch heulen. Mit der Rücksprache meiner Ärztin und ständiger Kontrolle, darf ich auf eine natürliche Abbruchblutung warten. So gern ich dies möchte macht mich aber das Warten auch verrückt. Irgendwie möchte ich es doch gern loswerden. Momentan befinde ich mich in einem Schwebezustand. Die schmerzliche Diagnose habe ich schon erhalten, aber mein Kind ist noch in mir. Wie haltet ihr dies aus?

Das es einmal passieren kann, dass wusste ich aber gleich zweimal hintereinander macht mich fassungslos. Darauf war ich nicht vorbereitet? Alle sagen nach dem ersten mal: „Ja es kann mal passieren, aber dein Körper lernt daraus und beim nächsten mal geht es gut.“ – Ein Sch***? tut mein Körper.

Warum gibt es so wenig Aufklärung darüber? Warum gibt es keine Kampagnen? Ich und mein Partner hätten uns dies jetzt im Nachhinein gewünscht. Was kann man tun? Neben meiner Trauer empfinde ich darüber auch Wut. 

Daher würde ich sehr gern was dagegen tun. Mir hilft es, sich mit einem Thema was mich beschäftigt auseinander zu setzten und damit vielleicht anderen zu helfen. Daher hab ich an euch ein paar Fragen.

1) Hätte es euch geholfen, wenn es eine Kampagne über das Tabuthema Fehlgeburten, Totgeburten, Sternenkinder usw. gäbe? Oder hättet ihr es als störend empfunden, weil man in der Schwangerschaft nur tolles hören möchte und man sich dadurch ja oft vor der Realität verschließt.

2) Wäre eine Art Aufklärung für euch gut gewesen? Zum Beispiel wie häufig kommen Fehlgeburten usw. in welcher SSW vor, usw.?

3) Wenn es eine Webseite / online Kampagne gebe, die die ersten wichtigsten Informationen sammelt, welche Informationen wünscht ihr euch? Was hätte euch geholfen?

Was meint ihr? Würde euch so etwas was bringen? Ich muss irgendwas tun, sonst dreh ich hier noch durch. Ich suche dringend ein Ventil um mit dem Schmerz umgehen zu können.

Danke schon mal für alles  <3 

Mehr lesen

19. Februar 2018 um 19:32

Ich finde eigentlich, dass ich da sehr gut aufgeklärt war. Ich hab mir am Anfang der Schwangerschaft Schwangerschaftsbücher gekauft, wo das ein sehr präsentes Thema war, meine Frauenärztin hat es thematisiert und ich habe mehrere Frauen im Umfeld, die bereits Fehlgeburten gehabt haben.
Ich finde eher, dass man, sobald man schwanger wird, von allen Seiten Gruselgeschichten von schiefgegangenen Schwangerschaften hört.

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 19:38
In Antwort auf lumusi_12929047

Ich finde eigentlich, dass ich da sehr gut aufgeklärt war. Ich hab mir am Anfang der Schwangerschaft Schwangerschaftsbücher gekauft, wo das ein sehr präsentes Thema war, meine Frauenärztin hat es thematisiert und ich habe mehrere Frauen im Umfeld, die bereits Fehlgeburten gehabt haben.
Ich finde eher, dass man, sobald man schwanger wird, von allen Seiten Gruselgeschichten von schiefgegangenen Schwangerschaften hört.

Vielen dank für dein Feedback <3
Ja, sobald man schwanger ist, rückt manchmal der ein oder andere damit raus. Aber irgendwie hab ich das gefühl, dass es ganz schön tabuisiert wird. Damit ja die "schöne Fassade" nicht bröckelt.
Darf ich fragen, ob du schon eine FG hattest? Ich finde, zwischen den ersten Informationen und dem Moment wo es einem wirklich erwischt, ist ein riesen unterschied. Ich habe in dem Moment wo es mich erwischt hat, ganz andere Informationen benötigt als vorher.
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 20:12
In Antwort auf roeschenb

Vielen dank für dein Feedback <3
Ja, sobald man schwanger ist, rückt manchmal der ein oder andere damit raus. Aber irgendwie hab ich das gefühl, dass es ganz schön tabuisiert wird. Damit ja die "schöne Fassade" nicht bröckelt.
Darf ich fragen, ob du schon eine FG hattest? Ich finde, zwischen den ersten Informationen und dem Moment wo es einem wirklich erwischt, ist ein riesen unterschied. Ich habe in dem Moment wo es mich erwischt hat, ganz andere Informationen benötigt als vorher.
 

Nein das habe ich nicht - ich habe es bei meiner besten Freundin hautnah mitbekommen und bei ihr waren die Informationen, die sie im Krankenhaus bekommen hat, tatsächlich ziemlich dünn. Im Prinzip hatte sie dann einfach einen kleinen Eingriff und wurde am nächsten Tag wieder heimgeschickt mit einem Schmerzmittelrezept und der Info, dass sie jetzt nur noch einen Eileiter hat und das wars.
Die Nachsorge könnte da definitiv verbessert werden. Ich glaube, dass es da sehr viel mehr hakt als bei der Aufklärung, dass es zu einer FG kommen könnte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 20:51

Das mit deinen Fehlgeburten tut mir leid. Ich hatte selber zwei, wurde aber nach der zweiten direkt im ersten Zyklus schwanger; nach der ersten Fehlgeburt hatten wir erst mal pausiert, aber aus anderen Gründen. Beide male habe ich es natürlich abbluten lassen. Ich bin, nachdem ich wusste dass sich mein Kleines nicht mehr weiterentwickelt, ausgiebig joggen gegangen, das hat den natürlichen Prozess unterstützt. Vielleicht hilft das auch bei dir?

Ansonsten: ich finde es schade, dass das noch immer so ein Tabuthema ist. Kaum jemand spricht offen darüber, wenn es nicht die Internetforen gäbe würde man sich mit dem Thema ganz schön alleine fühlen. Meine Frauenärztin hatte bei meiner ersten Schwangerschaft kurz erwähnt dass nicht jede Schwangerschaft glücklich endet. Daraufhin habe ich mich selber schlau gemacht und Statistiken und Studien dazu gelesen. Fand ich ganz schön erschreckend wie oft Fehlgeburten vorkommen aber dass kaum jemand davon spricht. In Filmen/Medien ist das Thema auch nichtb wirklich präsent, da endet eigentlich jede Schwangerschaft glücklich.
Selbst hier im Forum muss man manchmal aufpassen mit dem Thema, denn wenn man es vorsichtig im Zusammenhang mit einer nicht normal verlaufenden (Früh-) Schwangerschaft erwähnt wird man mitunter angepflaumt man solle nicht Angst und Schrecken verbreiten. Stattdessen wird halt lieber das alles-wird-gut-mach -dir-keine-Sorgen-Lied gespielt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:21
In Antwort auf lumusi_12929047

Nein das habe ich nicht - ich habe es bei meiner besten Freundin hautnah mitbekommen und bei ihr waren die Informationen, die sie im Krankenhaus bekommen hat, tatsächlich ziemlich dünn. Im Prinzip hatte sie dann einfach einen kleinen Eingriff und wurde am nächsten Tag wieder heimgeschickt mit einem Schmerzmittelrezept und der Info, dass sie jetzt nur noch einen Eileiter hat und das wars.
Die Nachsorge könnte da definitiv verbessert werden. Ich glaube, dass es da sehr viel mehr hakt als bei der Aufklärung, dass es zu einer FG kommen könnte.

Das ist super schrecklich zu hören von deiner besten freundin, wie mit ihr umgegangen wurde. Ich glaub allgemein, dass damit noch nicht der richtige umgang in der gesellschaft – aber auch bei medizinern mit dem thema gefunden wird. ist schon schlimm, dass die nachsorge in unser heutigen zeit so schlecht ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:21
In Antwort auf lumusi_12929047

Nein das habe ich nicht - ich habe es bei meiner besten Freundin hautnah mitbekommen und bei ihr waren die Informationen, die sie im Krankenhaus bekommen hat, tatsächlich ziemlich dünn. Im Prinzip hatte sie dann einfach einen kleinen Eingriff und wurde am nächsten Tag wieder heimgeschickt mit einem Schmerzmittelrezept und der Info, dass sie jetzt nur noch einen Eileiter hat und das wars.
Die Nachsorge könnte da definitiv verbessert werden. Ich glaube, dass es da sehr viel mehr hakt als bei der Aufklärung, dass es zu einer FG kommen könnte.

Das ist super schrecklich zu hören von deiner besten freundin, wie mit ihr umgegangen wurde. Ich glaub allgemein, dass damit noch nicht der richtige umgang in der gesellschaft – aber auch bei medizinern mit dem thema gefunden wird. ist schon schlimm, dass die nachsorge in unser heutigen zeit so schlecht ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:21
In Antwort auf lumusi_12929047

Nein das habe ich nicht - ich habe es bei meiner besten Freundin hautnah mitbekommen und bei ihr waren die Informationen, die sie im Krankenhaus bekommen hat, tatsächlich ziemlich dünn. Im Prinzip hatte sie dann einfach einen kleinen Eingriff und wurde am nächsten Tag wieder heimgeschickt mit einem Schmerzmittelrezept und der Info, dass sie jetzt nur noch einen Eileiter hat und das wars.
Die Nachsorge könnte da definitiv verbessert werden. Ich glaube, dass es da sehr viel mehr hakt als bei der Aufklärung, dass es zu einer FG kommen könnte.

Das ist super schrecklich zu hören von deiner besten freundin, wie mit ihr umgegangen wurde. Ich glaub allgemein, dass damit noch nicht der richtige umgang in der gesellschaft – aber auch bei medizinern mit dem thema gefunden wird. ist schon schlimm, dass die nachsorge in unser heutigen zeit so schlecht ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:30
In Antwort auf juppiduh

Das mit deinen Fehlgeburten tut mir leid. Ich hatte selber zwei, wurde aber nach der zweiten direkt im ersten Zyklus schwanger; nach der ersten Fehlgeburt hatten wir erst mal pausiert, aber aus anderen Gründen. Beide male habe ich es natürlich abbluten lassen. Ich bin, nachdem ich wusste dass sich mein Kleines nicht mehr weiterentwickelt, ausgiebig joggen gegangen, das hat den natürlichen Prozess unterstützt. Vielleicht hilft das auch bei dir?

Ansonsten: ich finde es schade, dass das noch immer so ein Tabuthema ist. Kaum jemand spricht offen darüber, wenn es nicht die Internetforen gäbe würde man sich mit dem Thema ganz schön alleine fühlen. Meine Frauenärztin hatte bei meiner ersten Schwangerschaft kurz erwähnt dass nicht jede Schwangerschaft glücklich endet. Daraufhin habe ich mich selber schlau gemacht und Statistiken und Studien dazu gelesen. Fand ich ganz schön erschreckend wie oft Fehlgeburten vorkommen aber dass kaum jemand davon spricht. In Filmen/Medien ist das Thema auch nichtb wirklich präsent, da endet eigentlich jede Schwangerschaft glücklich.
Selbst hier im Forum muss man manchmal aufpassen mit dem Thema, denn wenn man es vorsichtig im Zusammenhang mit einer nicht normal verlaufenden (Früh-) Schwangerschaft erwähnt wird man mitunter angepflaumt man solle nicht Angst und Schrecken verbreiten. Stattdessen wird halt lieber das alles-wird-gut-mach -dir-keine-Sorgen-Lied gespielt.

Es tut mir leid mit deinenzwei fehlgeburten, aber es klingt, dass du jetzt wieder guter hoffnung bist. Ich wünsch euch nur das beste vom herzen.
Danke mit dem tip vom joggen gehen, werde es morgen gleich ausprobieren. sport bringt ein ja auch auf andere gedanken.

Mich stört ebenfalls dieses "alles-wird-gut-mach-dir-keine-Sorgen-Lied". Ich möchte ja auch keine angst und schrecken verbreiten, aber irgendwie finde ich sollte die gesellschaft damit umgehen können. man muss es ja nicht anschauen oder sich nicht damit beschäftigen, wenn man darauf keinen bock hat. aber für andere könnte es vielleicht hilfreich sein. wichtig ist natürlich dabei, wie geht man damit in der öffentlichkeit um. Es muss sensibel genug sein um niemanden zu verschrecken aber auch keine rosa luftschlösser gebaut werden. Meine frauenärztin hat es auch erwähnt, aber mehr auch nicht. sie meinte nach der ersten gleich: "probier es einfach weiter, dein körper ist jetzt schon auf schwangerschaft eingestellt, da klappt es beim nächsten mal" naja, war nicht so.

Ja ich fande die studien auch erschreckend. Das die anzahl so hoch ist, davon bin ich nie und nimmer davon ausgegangen.

Danke für dein gutes feedback. es macht mir doch einiges klar woran es in unserer gesellschaft fehlt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:32

sorry für die doppelantworten, mein rechner hat gerade rumgesponnen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 21:47

Danke für dein gutes feedback. Ich bin hat ein krasser konzept mensch. wenn mich was beschäftigt muss ich mich damit halt auseinander setzten und es in irgendwelchen arbeiten / werken verarbeiten.

da ich mir selbst nicht so sicher bin ob es vielen nützt oder nicht, hab ich mal hier gefragt. Es ist wirklich ein schmaler grad den man begeht um niemanden zu verschrecken aber auch bei den tatsachen zu bleiben. Es ist nun mal ein thema was ausserhalb von foren wenig beachtung erfährt. so ist meine persönliche erfahrung.
Vielleicht ist auch eine aufklärung davor nicht der richtige weg, sondern schnellen zugriff zu wichtigen infos in der zeit, wo man sie benötigt. ohne sich 10 verschiedene seiten durchzulesen. Hut aufgearbeitet mit den wichtigsten fakten. Keine ahnung.
Gerade weil die "meisten Schwangeren doch sich nur in Selbstoptimismus und falscher Sicherheit wiegen" ist es wichtig sie auch mit der realität zu informieren, weil das risiko nicht gering ist, sondern bis zu 60% der schwangerschaften in Fehlgeburten, Stillengeburten usw. enden. das ist erschreckend hoch. natürlich sind die studien unterschiedlich. kommt darauf an was alles mit eingerechnet wird.
Es ist gut, das du den Punkt nachuntersuchung ansprichst, auch hier hatte ich ein gefühl aus tauschend verschiedenen aussagen das richtige für einen heraus zu finden. Es tut mir leid wie schrecklich mit dir beim ersten mal umgegangen wurde. ich hoffe so etwas muss heute niemand mehr erfahren.
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 23:01
In Antwort auf roeschenb

Liebe Sternenmütter,


seit ein paar Monaten bin ich schon stille Leserin hier im Forum und finde dass ihr hier einen sehr respektvollen Umgang miteinander habt und euch gegenseitig unterstützt und den anderen zeigt, dass man nicht alleine mit seinem Problem dasteht. – Sorry schon mal für meinen langen Text.

Ich selbst bin gerade am Boden zerstört. Vor einer Woche habe ich erfahren, dass mein Kind was unter meinem Herzen wohnt sich nicht weiterentwickelt hat. Ich hatte schon im Oktober eine Fehlgeburt und konnte diese schon kaum ertragen. Es hat lange gedauert bis ich wieder Mut im Leben hatte. Eigentlich habe ich so das Gefühl, dass ich mich davon noch nicht wirklich erholt hatte. Schon von beginn an der zweiten Schwangerschaft hat mich die ständige Angst begleitet. Nun der erneute Schicksalsschlag – erst Schock, fühle nur noch leere – leblos und stumpf. Langsam wandelt es sich dies in tiefe Trauer, könnte nur noch heulen. Mit der Rücksprache meiner Ärztin und ständiger Kontrolle, darf ich auf eine natürliche Abbruchblutung warten. So gern ich dies möchte macht mich aber das Warten auch verrückt. Irgendwie möchte ich es doch gern loswerden. Momentan befinde ich mich in einem Schwebezustand. Die schmerzliche Diagnose habe ich schon erhalten, aber mein Kind ist noch in mir. Wie haltet ihr dies aus?

Das es einmal passieren kann, dass wusste ich aber gleich zweimal hintereinander macht mich fassungslos. Darauf war ich nicht vorbereitet? Alle sagen nach dem ersten mal: „Ja es kann mal passieren, aber dein Körper lernt daraus und beim nächsten mal geht es gut.“ – Ein Sch***? tut mein Körper.

Warum gibt es so wenig Aufklärung darüber? Warum gibt es keine Kampagnen? Ich und mein Partner hätten uns dies jetzt im Nachhinein gewünscht. Was kann man tun? Neben meiner Trauer empfinde ich darüber auch Wut. 

Daher würde ich sehr gern was dagegen tun. Mir hilft es, sich mit einem Thema was mich beschäftigt auseinander zu setzten und damit vielleicht anderen zu helfen. Daher hab ich an euch ein paar Fragen.

1) Hätte es euch geholfen, wenn es eine Kampagne über das Tabuthema Fehlgeburten, Totgeburten, Sternenkinder usw. gäbe? Oder hättet ihr es als störend empfunden, weil man in der Schwangerschaft nur tolles hören möchte und man sich dadurch ja oft vor der Realität verschließt.

2) Wäre eine Art Aufklärung für euch gut gewesen? Zum Beispiel wie häufig kommen Fehlgeburten usw. in welcher SSW vor, usw.?

3) Wenn es eine Webseite / online Kampagne gebe, die die ersten wichtigsten Informationen sammelt, welche Informationen wünscht ihr euch? Was hätte euch geholfen?

Was meint ihr? Würde euch so etwas was bringen? Ich muss irgendwas tun, sonst dreh ich hier noch durch. Ich suche dringend ein Ventil um mit dem Schmerz umgehen zu können.

Danke schon mal für alles  <3 

Also ich fande es sehr schlimm, dass ich und mein Mann (Hab in der Nacht zur Fehlgeburt ein Familienzimmer verlangt) früh morgens nach meiner Fehlgeburt harsch aus denn Bett geschmissen wurde...  Brauchen das Zimmer....  

öhm ja...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 23:11

du arme, wie unsensibel. tut mir voll leid, das ihr so eine erfahrung machen musstet.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 23:24
In Antwort auf roeschenb

du arme, wie unsensibel. tut mir voll leid, das ihr so eine erfahrung machen musstet.

Ja,  daher bin ich pro Nachsorge.  

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 23:33

Ich finde auch,  dass man (wenn möglich) Hand und Fussabdrücke von den Baby bekommt.

Es gibt auch ehrenamtliche Fotografen die "Familien Fotos" machen.

Sternenkinder Bestattungen,  vom Krankenhaus und Friedhöfen organisiert finde ich auch toll, sie sind kostenfrei und liebevoll gestaltet. Leid nur 2 x im Jahr.

Schön finde ich auch, dass man für das Baby eine Anmeldung beim Bürgerbüro machen kann. Ich werde das zum Jahrestag im Mai tun. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2018 um 23:50
In Antwort auf roeschenb

Liebe Sternenmütter,


seit ein paar Monaten bin ich schon stille Leserin hier im Forum und finde dass ihr hier einen sehr respektvollen Umgang miteinander habt und euch gegenseitig unterstützt und den anderen zeigt, dass man nicht alleine mit seinem Problem dasteht. – Sorry schon mal für meinen langen Text.

Ich selbst bin gerade am Boden zerstört. Vor einer Woche habe ich erfahren, dass mein Kind was unter meinem Herzen wohnt sich nicht weiterentwickelt hat. Ich hatte schon im Oktober eine Fehlgeburt und konnte diese schon kaum ertragen. Es hat lange gedauert bis ich wieder Mut im Leben hatte. Eigentlich habe ich so das Gefühl, dass ich mich davon noch nicht wirklich erholt hatte. Schon von beginn an der zweiten Schwangerschaft hat mich die ständige Angst begleitet. Nun der erneute Schicksalsschlag – erst Schock, fühle nur noch leere – leblos und stumpf. Langsam wandelt es sich dies in tiefe Trauer, könnte nur noch heulen. Mit der Rücksprache meiner Ärztin und ständiger Kontrolle, darf ich auf eine natürliche Abbruchblutung warten. So gern ich dies möchte macht mich aber das Warten auch verrückt. Irgendwie möchte ich es doch gern loswerden. Momentan befinde ich mich in einem Schwebezustand. Die schmerzliche Diagnose habe ich schon erhalten, aber mein Kind ist noch in mir. Wie haltet ihr dies aus?

Das es einmal passieren kann, dass wusste ich aber gleich zweimal hintereinander macht mich fassungslos. Darauf war ich nicht vorbereitet? Alle sagen nach dem ersten mal: „Ja es kann mal passieren, aber dein Körper lernt daraus und beim nächsten mal geht es gut.“ – Ein Sch***? tut mein Körper.

Warum gibt es so wenig Aufklärung darüber? Warum gibt es keine Kampagnen? Ich und mein Partner hätten uns dies jetzt im Nachhinein gewünscht. Was kann man tun? Neben meiner Trauer empfinde ich darüber auch Wut. 

Daher würde ich sehr gern was dagegen tun. Mir hilft es, sich mit einem Thema was mich beschäftigt auseinander zu setzten und damit vielleicht anderen zu helfen. Daher hab ich an euch ein paar Fragen.

1) Hätte es euch geholfen, wenn es eine Kampagne über das Tabuthema Fehlgeburten, Totgeburten, Sternenkinder usw. gäbe? Oder hättet ihr es als störend empfunden, weil man in der Schwangerschaft nur tolles hören möchte und man sich dadurch ja oft vor der Realität verschließt.

2) Wäre eine Art Aufklärung für euch gut gewesen? Zum Beispiel wie häufig kommen Fehlgeburten usw. in welcher SSW vor, usw.?

3) Wenn es eine Webseite / online Kampagne gebe, die die ersten wichtigsten Informationen sammelt, welche Informationen wünscht ihr euch? Was hätte euch geholfen?

Was meint ihr? Würde euch so etwas was bringen? Ich muss irgendwas tun, sonst dreh ich hier noch durch. Ich suche dringend ein Ventil um mit dem Schmerz umgehen zu können.

Danke schon mal für alles  <3 

Erstmal mein herzliches Beileid,  ich finde gut wenn der Körper es natürlich schafft. Klar hab ich auch nichts gegen Medizinische Hilfe...
Aber natürlich hast du noch einige Zeit dich zu verabschieden,  du fühlst dich nicht wie "das Baby wurde dir entrissen" 

Ein strammer Spaziergang hilft sicherlich beim Prozess. Ich wünsche dir viel Kraft <3

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Februar 2018 um 8:50

Mich würde interessieren. Wie man eine Fehlgeburt verhindern kann.... Medikamente...?  Op? Oder anderes?

Ich habe z.B. 3 Tage über nächtliche Wehen geklagt.... (Hatte ein grosses Myom) (Dann ist meine Fruchtblase geplatzt und ein paar Stunden später habe ich mein Baby verloren)

Aber hab keinerlei Wehenhemmer bekommen...  Im Internet steht Wehenhemmer kann man nur n paar Tage geben?  Ich kenn mich damit leider garnicht aus...

Die Ärzte haben mir gefühlt nicht geholfen... Und einfach die Natur entscheiden lassen... Kann man nichts machen....

Hab nur Magnesium und Progesteron bekommen... Aber oral... vaginal hilft besser... Aber hatte Blutungen.  

Ein anderer User hier hat mir mal geschrieben,  dass man in den Fall Progesteron Creme verwenden muss.... Weil oral nichts bringt....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Februar 2018 um 14:54

Hallo !
Ich selber war jahrelang in Kinderwunschkliniken und bin leider nie schwanger geworden. Habe aber in dieser Zeit miterlebt, wie viel Frauen in meinen Freundeskreis damit betroffen waren. Und es hat mich auch schockiert dass es von Aussen als "Normal" abgestempelt wird. Viele haben nie wirklich offen darüber reden können, weil es anscheinend ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft ist.
Ich denke nicht dass Aufklärung hilft. Es sollten die betroffene Frauen einfach mehr unterstützt werden beim Umgang mit einer Fehlgeburt.

 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Februar 2018 um 18:32

Hallo Sofiasmum, ich danke dir.

Ich weiß auch nicht, wie ich mich entschieden hätte, wenn die Ärzte das Myom im der Schwangerschaft hätten operieren wollen....

Traurig ist das mein vollkommen gesundes Baby nun tot ist
Nur weil man ein unentdecktes Myom hatte...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Februar 2018 um 20:04

In NRW darf man das Baby leider nicht zu Hause beerdigen,  ich habe sehr darum gekämpft,  aber es ging hier leider nicht

Immerhin gab es eine schöne Sternenkinder Bestattung,  aber leider erst 6 Monate später...  Und dann noch zum errechneten Geburtsmonat

In manchen Bundesländern ist dass allerdings möglich. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Februar 2018 um 22:28

Danke das ist lieb. <3

Mein Opa war letztens im Karankenhaus, hatte ne kleine Operation...

Der wurde einfach 1 Woche lang festgeschnallt... Und total mit Haldol abgeschossen. Ganz schlimm...  
Ohne die Angehörigen oder den Betreuer um Erlaubnis zu bitten...

Er hat auch fast nichts gegessen und kaum getrunken.  Weil er so weg war.... dadurch hatte er einen fetten Harnwegsinfekt (mit Katheter) 

Erst als ich da Rabatz gemacht habe, ging die Versorgung nach 6 Tagen lari fari !!!

Dann plötzlich mit Infusionen, Haldol absetzen,  Arm und Bein Fesseln lösen (Bauch war weiterhin am Bett fixiert) und füttern plötzlich.

Nun ist er zum Glück in ein Geriatrie Krankenhaus und wird aufgepäppelt ohne Fesseln und Drogen.

Schlimm wie mit Menschen umgegangen wird, nur weil sie alt sind. Mein Opa war immer fit...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Februar 2018 um 13:03
In Antwort auf roeschenb

Liebe Sternenmütter,


seit ein paar Monaten bin ich schon stille Leserin hier im Forum und finde dass ihr hier einen sehr respektvollen Umgang miteinander habt und euch gegenseitig unterstützt und den anderen zeigt, dass man nicht alleine mit seinem Problem dasteht. – Sorry schon mal für meinen langen Text.

Ich selbst bin gerade am Boden zerstört. Vor einer Woche habe ich erfahren, dass mein Kind was unter meinem Herzen wohnt sich nicht weiterentwickelt hat. Ich hatte schon im Oktober eine Fehlgeburt und konnte diese schon kaum ertragen. Es hat lange gedauert bis ich wieder Mut im Leben hatte. Eigentlich habe ich so das Gefühl, dass ich mich davon noch nicht wirklich erholt hatte. Schon von beginn an der zweiten Schwangerschaft hat mich die ständige Angst begleitet. Nun der erneute Schicksalsschlag – erst Schock, fühle nur noch leere – leblos und stumpf. Langsam wandelt es sich dies in tiefe Trauer, könnte nur noch heulen. Mit der Rücksprache meiner Ärztin und ständiger Kontrolle, darf ich auf eine natürliche Abbruchblutung warten. So gern ich dies möchte macht mich aber das Warten auch verrückt. Irgendwie möchte ich es doch gern loswerden. Momentan befinde ich mich in einem Schwebezustand. Die schmerzliche Diagnose habe ich schon erhalten, aber mein Kind ist noch in mir. Wie haltet ihr dies aus?

Das es einmal passieren kann, dass wusste ich aber gleich zweimal hintereinander macht mich fassungslos. Darauf war ich nicht vorbereitet? Alle sagen nach dem ersten mal: „Ja es kann mal passieren, aber dein Körper lernt daraus und beim nächsten mal geht es gut.“ – Ein Sch***? tut mein Körper.

Warum gibt es so wenig Aufklärung darüber? Warum gibt es keine Kampagnen? Ich und mein Partner hätten uns dies jetzt im Nachhinein gewünscht. Was kann man tun? Neben meiner Trauer empfinde ich darüber auch Wut. 

Daher würde ich sehr gern was dagegen tun. Mir hilft es, sich mit einem Thema was mich beschäftigt auseinander zu setzten und damit vielleicht anderen zu helfen. Daher hab ich an euch ein paar Fragen.

1) Hätte es euch geholfen, wenn es eine Kampagne über das Tabuthema Fehlgeburten, Totgeburten, Sternenkinder usw. gäbe? Oder hättet ihr es als störend empfunden, weil man in der Schwangerschaft nur tolles hören möchte und man sich dadurch ja oft vor der Realität verschließt.

2) Wäre eine Art Aufklärung für euch gut gewesen? Zum Beispiel wie häufig kommen Fehlgeburten usw. in welcher SSW vor, usw.?

3) Wenn es eine Webseite / online Kampagne gebe, die die ersten wichtigsten Informationen sammelt, welche Informationen wünscht ihr euch? Was hätte euch geholfen?

Was meint ihr? Würde euch so etwas was bringen? Ich muss irgendwas tun, sonst dreh ich hier noch durch. Ich suche dringend ein Ventil um mit dem Schmerz umgehen zu können.

Danke schon mal für alles  <3 

Hallo meine Liebe,

Ich selber kenne es nun auch nicht aus eigener Erfahrung, aber bei meiner Schwangerschaft war das Thema von Anfang an sehr präsent. 
Ich fühlte mich stets gut informiert und auch mit meinen Sorgen und Ängsten gut aufgehoben.
Schließlich gehen gut 50% der Schwangerschaften wieder "ab", die meisten dann sogar unbemerkt (Verspätete Regelblutung u.ä.).
Gerade dadurch stand für mich die ersten 12 Wochen eigentlich nur im Vordergrund: bitte halt durch, bitte halt durch, danach sinkt das Risiko für einen Abgang ja doch erheblich.
Beruhigend fand ich die Vorstellung, dass bei einem Großteil der Fehlgeburten der Grund nicht bei der Mama liegt, sondern dass sich bspw. die Genetik nicht ganz so richtig entwickelt hat und es da "so oder so nicht funktioniert hätte".

Meine Mutter hatte selber (mindestens) 3 Fehlgeburten, dafür aber 4 kerngesunde Kinder und auch z.T. direkt im nächsten Zyklus eine Schwangerschaft
Also..Ganz Unrecht haben die Ärzte nicht bei einem "der Körper macht es schon."

Nur die Nachsorge ist eben wirklich problematisch, mich hat allein die Angst vor einer etwaigen FG schon bei einer kleineren Blutung vollkommen fertig gemacht, könnte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn es wirklich passiert und man sich dann alleine damit konfrontiert sieht.
Da könnten viele glaube ich eine bessere Betreuung benötigen.

Liebe Grüße und Dir alles Gute 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Frühere Diskussionen
Keinen Eisprung nach Fehlgeburt (Bulimie Vorgeschichte)
Von: hasuruh
neu
|
20. Februar 2018 um 17:22
Noch mehr Inspiration?
pinterest