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Vor 2 Wochen Schwangerschaftsabbruch

11. Dezember 2015 um 20:30 Letzte Antwort: 15. Januar 2016 um 15:53

Hallo,

Ich habe mal fragen,
Und zwar ich habe vor knapp 2 Wochen einen Abbruch gehabt... Als ich den positiven Test hatte war mir gleich klar ich kann es nicht austragen, bin schon Alleinerziehend und ich schaffe es psychisch und physisch auch nicht.

Habe mir den Beratungsschein geholt und die Krankenkassen Übernahme Bescheinigung. War beim Arzt und habe beim 2. Termin ein Termin bekommen in der Praxis zum ssa per örtlicher Betäubung...

Als ich dort war es war merkwürdig ich war wach bei mir, hab alles mitbekommen ... Hab geweint... 10 min und das ganze war zu Ende...
Habe die Spirale eingesetzt bekommen... Danach war aufeinmal mein appetiet weg denke wegen den Hormonen die langsam weggehen...
Ich denke drüber nach viel, mir zieht es immer noch im unterlaib und ich Blute immer noch... Hoffe das bald zu Ende...ist rs normal 2 Wochen zu Bluten? Zusätzlich zu der Spiralr nehme ich seit ner Woche die Pille... Hab Montag noch ein Termin.. Es zieht total im unterlaib....

Komisch wieso Trauer ich nicht? Ich denke ganze zeit drüber nach es tut weh aber ich kriege keine Träne raus... Wieso lässt mich das so kalt... Verstehe das nicht... Ist das normal...??

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11. Dezember 2015 um 22:20

Lass dir zeit
Hallo, ich denke das ist sehr normal, du steckst emotional und hormonell noch mittendrin in der "Umstellung". Gib dir und deiner Seele noch etwas Zeit....du hast deine Entscheidung sehr realistisch und verantortungsvoll getroffen, die "Trauer" die dir vermeintlich fehlt muss prinzipiell nicht in Erscheinung treten. Nicht jeder Abbruch ist mit Trauer verbunden auch wenn dies im Netz oftmals so zu lesen ist. Es gibt auch Frauen, welche sich ohne jeglichen Zweifel und ohne emotionale Bindung gegenüber dem möglichen Kind zu einem Abbruch entscheiden. Dies ist kein Verbrechen und für mich haben diese Frauen ebenso allerhöchsten Respekt verdient!!!!! Die Wahl der lokalen Betäubung war vllt etwas unglücklich gewählt da der Abbruch dadurch sehr sehr real für dich wurde. Einen Eingriff dieser Form muss dein Kopf erstmal verarbeiten, damit die Seele Ruhe findet. Gib dir einfach etwas Zeit, freu dich dass du eine tolle Tochter hast und du deine Entscheidung nicht zuletzt auch ihrem Wohl zuliebe getroffen hast(meine Vermutung). Deine Hormone spielen dir gerade einen Streich und vllt kennst du ja sowas schon vom sogenannten Babyblues...es sind oft nur die Hormone die uns diese Situationen noch schwerer machen als sie eh schon sind. Die Blutungen können normal sein oder auch nicht, diese Frage sollte dein FA dir unbedingt beantworten! Eine richtige Antwort darauf wird sich im Forum nicht finden lassen....das gehört in ärtzliche Betreuung. Musst du denn nicht zur Kontrolle?? Kopf hoch, wenn dir Tränen helfen wirst du sie weinen...von ganz allein...zwing dich nicht zu trauern....ein Abbruch ist keine Schande/Verbrechen....du hast meinen Respekt diese Entscheidung so verantwortungsvoll getroffen zu haben! Fühl dich gedrückt!!

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11. Dezember 2015 um 23:15

Was da normal ist,
"Ist das normal...??"
kann dir vermutlich niemand sagen, da man nur dann weiß, was normal ist, wenn irgendetwas gut und in vielen Fällen dokumentiert wurde.

Das gibt es aber bezüglich der Empfindungen nach Abbrüchen nicht, da die einen ("prolife") Interesse daran haben, diese negativ darzustellen, die anderen ("prochoice"), diese positiv darzustellen, und sowieso niemand sauber untersucht.

Allgemein denke ich, dass bei Verlusterfahrungen eine gewisse Taubheit nicht ungewöhnlich ist; es wird sozusagen emotinal verdrängt. Aber ob das bei dir so ist, keine Ahnung.

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17. Dezember 2015 um 1:21

Also
erst einmal wgen den Blutungen, also bei mir hat es 16 Tage geblutet, aber nicht total doll oder so, eher vergleichbar mit einer ETWAS stärkeren, und halt längeren, Periode.

Ich habe mich damals in der Praxis auch total komisch gefühlt, aber ich finde das auch normal, wenn man unter lauter Schwangeren sitzt, in dem Wissen das man gleich Abtreibt. Ich habe damals nur gedacht "gottseidank geht dieser Kelch an mir vorrüber" (ohne damit die Schwangeren abzuwerten, nur ICH will das halt nicht für MICH)

Weist du denn warum du in der Praxis geweint hast? Vielleicht auch weil dir das ganze unangenehm, und halt auch total fremd vorkam? (sowas macht man ja für gewöhnlich nicht so häufig in seinem Leben...) Ich dachte damals auch sowas in die Richtung wie "die sehen mir das an" und hab mir eingebildet, das die gleich auf mich einquatschen, ich solle das bloß nicht machen (Ist natürlich nix passiert)

Meiner Meinung nach, kann es zwei Gründe haben, warum du nicht trauerst: Entweder dir geht es wie mir, und es macht dir halt wirklich nichts aus, oder es ist Selbstschutz. Du bist immerhin schon Mutter und "musst" ja auch "funktionieren", da kennt das Hirn so einige Tricks.

Das hat aber nichts mit "kalt" zu tun, sondern (für mich) einfach mit Logik: Dir war vom ersten Augenblick klar, das du abbrechen willst, von daher hast du garnicht erst viele Gefühle in die Schwangerschaft "gesteckt".

Ich habe damals eigendlich nur Scham verspührt, das MIR sowas blödes passiert ist, aber da ging es eher um meine Außenwirkung, und nicht um irgendwas zwischen dem Fötus und mir ^^

Das du noch viel darüber nachdenkst, ist klar, da du ja durch das Ziehen, und die Blutungen ständig daran errinnert wirst, das da was gemacht wurde. Aber achte mal darauf, was genau du im Bezug uf den Abbruch denkst. Ich schätze es sind eher praktische Dinge, wie eben das Ziehen und die Blutungen, und ob das alles normal so ist. Oder denkst du wirklich an die Abtreibung an sich und spielst im Kopf "was wäre gewesen wenn..." durch?

Achte einfach mal darauf, WAS du denkst, oft findet man so heraus, das man sich wegen nichts selbst verrückt gemacht hat

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15. Januar 2016 um 15:53

Hi
Bei mir Spirale 7 Monate geblutet , das ziehen ist das zurück gehen der Gebärmutterbänder.
Du hast geweint , weil es unangenehm war, du warst nicht traurig
und bist es immer noch nicht
Ist okay, du wolltst es nicht also weinst du auch nicht drum

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