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Verzweifelt nach Fehlgeburt

6. November 2009 um 21:30 Letzte Antwort: 9. November 2009 um 15:21

Am 26.10.2009 hatte ich einen normalen Vorsorgetermin beim Frauenarzt. Dieser teilte mir nach dem Ultraschall mit, dass das Herz meines Kindes einfach aufgehört hat zu schlagen. Ich war Anfang der 12. Woche, das Kind war aber laut Frauenarzt bereits seit etwa einer Woche tot. Ich hatte keinerlei Vorahnungen, keine Blutungen, keine Schmerzen. Am 28.10.2009 musste ich zur Ausschabung.

Für mich brach eine Welt zusammen. Ich könnte den ganzen Tag nur weinen. Ich habe mir das Baby so sehr gesünscht.

Ich weiß nicht, wie ich über diesen schmerzhaften Verlust hinwegkommen soll, ich war doch schon so weit, die "kritische Phase" war doch schon fast überstanden...

Mein Mann versucht die ganze Zeit mich aus meinem Tief heraus zu holen, leider gelingt ihm das nicht.

Er ist bereits in die normale Tagesordnung übergegangen, macht, als wäre nichts geschehen. Dies verletzt mich zutiefst. Er sagt mir, dass es das nächste mal sicher klappen wird. Ich habe das Gefühl, als trauert er gar nicht um unser totes Baby.

Ich bin so verzweifelt, weiß nicht wie ich über diesen Verlust hinwegkommen soll. Am liebste würde ich sofort wieder schwanger werden, da ich der Meinung bin, dass ich nur durch eine neue Schwangerschaft den Verlsut verarbeiten kann.

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6. November 2009 um 23:33

Zeit nehmen!
Hallo aida!
Also ich hatte am 26.10.09 eine Fehlgeburt (8. Ssw) und mittags die AS. Ich hatte bis vor kurzem auch das Gefühl, dass mein Partner mich nicht versteht. Ich glaube, Männer sehen das einfach anders. Frauen sind viel verbundener mit dem Baby. Es wächst ja schließlich in uns. Er ging auch schnell zur Tagesordnung über. Ich hab mit meinen Gefühlen garnicht gewusst umzugehen. Hab viel geweint, verdrängt und nur nachts rausgelassen. Bis ich gemerkt hab, dass ich aus Wut auf mich und diese besonderen Umstände viel zu schnell Auto gefahren bin und bewusst große Risiken eingegangen bin. Es war mir einfach egal, ich hab gehofft, einen Unfall zu haben. Da hab ich gedacht so kanns nicht weitergehen. Entweder du bringst dich um, oder kriegst langsam ne Depression oder du versuchst es nochmal mit reden. Mein Freund verstand mich erst nicht, bis ich ihm die Einträge hier im Forum von mir zeigte. Da erst verstand er, wie sehr ich trauere und wie groß mein Schmerz eigentlich ist. Da hat er auch die ersten Tränen vergossen. Seitdem geht es mir viel besser. Klar weine ich noch und bin am trauern, aber langsam glaube ich wieder, dass es weiter geht. Ich glaube, dass du dich nicht so schnell in eine neue Ss stürzen solltest. Dein Körper und deine Seele brauchen einfach Zeit. Lass es zu. Der Verlust wird nie weggehen, auch nicht mit einem anderen Kind. Du hast nunmmal eines verloren. Aber es gehört jetzt zu deinem Leben. Es ist verdammt schwer, das zu akzeptieren, aber wir müssen lernen damit umzugehen. Drück dir die Daumen, dass es besser wird.
LG Sanne

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9. November 2009 um 15:21

Hallo aida!
Auch ich hatte letzten Donnerstag erfahren, dass unser kleines nicht mehr lebt und am gleichen Tag noch eine AS. gehabt (7.SSW).Es war unser absolutes Wunschkind und ich habe mich so sehr darauf gefreut ,es wachsen zu sehen und einmal in meinen Armen zu halten!
Natürlich ist (wahrscheinlich jetzt eher war) mein Mann auch traurig (ist ja gerade mal 5 Tage) her, aber mit ihm trauern ging und geht nicht. Dein Mann ist wahrscheinlich wie mein Mann bereits ein ganzes Stück in der Trauer weiter (oder sagen wir mal hat die 1. Stufe ausgelassen).Auch mein Mann redet so, dass es beim nä. mal bestimmt klappt.Erst als ich ihm gesagt hatte ,dass er nicht versuchen soll, mich dahin zu ziehen wo er bereits steht, ist es besser geworden .Oder ich habe ihn darum gebeten es auch auszusprechen, dass auch er sehr traurig ist und es ihm auch sehr weh tut (denn das hatte er gar nicht getan)Bitte einfach Deinen Mann das er dich oft umarmt und sag ihm ,dass es dir sehr weh tut, wenn er einfach zur normalen Tagesordnung übergeht.es ist ja schon wirklich toll wenn dein Mann versucht, dich aus Deinem Tief herauszuholen, aber er soll doch bitte aufhören dich mit Worten zu trösten, die ihm selbst halfen.Bei uns brennt seit Freitag eine Kerze, ich habe sie für unser Kleines entzündet und ich hätte nicht geglaubt,dass mich ihr Licht so sehr trösten würde.Ablenkung finde ich jetzt gar nicht gut . Ich denke es ist sehr wichtig, richtig zu trauern um eines Tages mit viel weniger Schmerzen an sein kleines zurückdenken zu können.sei lieb gedrückt.

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