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Verzweifelt!!

16. September 2014 um 9:57

Hallo! Im Moment bin ich ziemlich verzweifelt und wäre für unterstützende Ratschläge oder andere Sichtweisen dankbar, auf "daran hättest du vorher denken müssen"-Meinungen würde ich gern verzichten...

Ich bin 27 und habe letzte Woche durch einen Schwangerschaftstest erfahren, dass ich schwanger bin (3. Woche). Ich wollte immer mal Kinder haben und habe vor 4-5 Wochen beim Frauenarzt erfahren, dass es für mich schwierig werden könnte (V.a. PCO), Kinder zu bekommen und war sehr frustriert. Mein Freund und ich sind noch nicht mal ganz ein Jahr zusammen, wir haben uns echt viel gestritten und vor 4-5 Wochen hatten wir uns getrennt, die Pille hatte ich seit zwei Monaten abgesetzt. Lange Rede, kurzer Sinn, wir sind wieder zusammen und aufgrund meiner Resignation bin ich nicht sehr verantwortungsvoll mit Verhüten umgegangen und es ist passiert, was kommen musste. Im ersten Moment bin ich fast zusammengebrochen, so geschockt war ich. Und der erste Gedanke war, dass ich gern davor weggelaufen wäre, um mich der Situation nicht stellen zu müssen. Von außen betrachtet sieht das sicherlich lächerlich aus, aber im Moment fühle ich mich total überfordert damit, zumal ich aufgrund der vielen Streits manchmal gezweifelt habe, ob mein Freund der Richtige für mich ist. Er ist auf jeden Fall für mich da und wünscht sich sehr eine Familie (das war einer der Streitpunkte). Das Problem ist, dass sich sein Lebenstraum damit erfüllt, meiner aber vorzeitig zu Ende ist, zumindest fühlt es sich so an. Ich weiß, dass 27 ein gutes Alter ist, aber ich war noch nicht so weit, ich wollte aufgrund einer entbehrungsreichen Jugend noch so viel erleben und mir das nicht alles wieder nehmen lassen. Einerseits brauche ich noch ein bisschen "Ruhe", ich habe so viele Interessen und Hobbys (mein Freund leider eher nicht), andererseits würde ich glaube ich sehr lange brauchen, einen Abbruch zu verarbeiten, wenn es überhaupt geht. Ich weiß, all das klingt egoistisch, aber kein Kind sollte ungewollt auf die Welt kommen Und eine richtige Beziehung zu "dem" in mir konnte ich noch nicht aufbauen Ich bin hin- und hergerissen zwischen mich der Verantwortung zu stellen und mich wieder ziemlich aufzugeben auf der einen Seite und mein altes Leben zurückzuholen und abzutreiben auf der anderen Seite Wie wahrscheinlich bei jedem ist die Geschichte voller Einzelheiten, die hier den Rahmen sprengen würden, aber ich wäre über eure Meinungen und Ansichten dankbar!

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16. September 2014 um 10:28

Beruhige dich erst mal
und dann versuch eventuell mit deinem Freund richtig darüber zu sprechen. Lass dich auch von verschiedenen Beratungsstellen informieren und sprich mit deinem Frauenarzt darüber.

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16. September 2014 um 11:03

Tu es nicht
Hallo meine Liebe ...

egal wieviel Zweifel und angst du hast es ist doch normal am Anfang du spürst das Baby noch nicht du weisst noch nicht was auf dich zukommen wird das alles kann selbst bei Frauen mit Kinderwunsch etwas Angst machen!

Schau die aber doch mal andere an die haben ihre kinder bekommen auch ohne mann ohne Unterstützung usw.
Ein Kind heisst doch nicht das du dein Leben aufgeben musst ganz im Gegenteil es wird dich um sovieles reicher machen

denk doch mal an die die ein Baby wollen und es nicht schaffen.

Im Endeffekt kann und darf dir niemand reinreden das musst du alleine wissen aber ich kann dir sagen das ich glaube das dich das ein leben lang verfolgen wird wenn du dich gegen das Kind entscheidest.

Ich wünsch dir alles gute du wirst das richtige schon machen

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16. September 2014 um 13:32
In Antwort auf becauseofhim

Beruhige dich erst mal
und dann versuch eventuell mit deinem Freund richtig darüber zu sprechen. Lass dich auch von verschiedenen Beratungsstellen informieren und sprich mit deinem Frauenarzt darüber.


ich versuche mich zu beruhigen, was aber meistens darin endet, dass ich mich in Schlaf fliehe, wenn ich denn Schlaf finde, weil ich dann nicht mehr nachdenken muss ich habe mit meinem Freund auch schon sehr ernsthaft darüber geredet, und er sagt zwar, seine Liebe sei grenzenlos und er würde immer zu mir stehen, schweigt aber, wenn ich die Angst äußere, er würde mir im Falle eines Abbruchs nie verzeihen Irgendwo verstehe ich ihn auch, aber im Moment bin ich so mit mir beschäftigt, dass ich mir wünschen würde, dass er einmal wirklich ernsthaft versucht sich in meine Lage zu versetzen, was ich alles aufgeben würde usw. Oder kann man das von Männern nicht verlangen? Er ist von dem Familienwunsch so besessen, dass er gar nicht zu verstehen scheint, in welcher Zwickmühle ich mich gerade befinde, das macht es so schwer. Zudem arbeiten wir beide in der gleichen Abteilung, es würde sich alles sofort rumsprechen, da ich nur noch bestimmte Narkosen machen könnte (bin Narkoseärztin) und ich möchte vorher einfach meiner Entscheidung sicher sein, um allen Äußerungen jedweder Art mit einem Lächeln begegnen zu können und nicht ständig zu denken, dass die anderen es gut haben, weil sie alles noch so unbeschwert genießen können Und ich frage mich, ob ich mich meinem Schicksal füge, weil es "anständig" ist, zumal sich keine Freude einstellen will. Meine Freundinnen planen gerade eine Afrikareise und ich müsste ihnen recht bald sagen, dass ich nicht dabei bin, genauso allen anderen wegen gewisser Umstellungen. Das wiederum übt gerade ziemlichen Druck auf mich aus, weil ich mich nicht nur wegen des Abbruchs schnell entscheiden muss. Es fühlt sich an, als fehle mir die Luft zum Atmen

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16. September 2014 um 15:33
In Antwort auf vergissmeinnicht27


ich versuche mich zu beruhigen, was aber meistens darin endet, dass ich mich in Schlaf fliehe, wenn ich denn Schlaf finde, weil ich dann nicht mehr nachdenken muss ich habe mit meinem Freund auch schon sehr ernsthaft darüber geredet, und er sagt zwar, seine Liebe sei grenzenlos und er würde immer zu mir stehen, schweigt aber, wenn ich die Angst äußere, er würde mir im Falle eines Abbruchs nie verzeihen Irgendwo verstehe ich ihn auch, aber im Moment bin ich so mit mir beschäftigt, dass ich mir wünschen würde, dass er einmal wirklich ernsthaft versucht sich in meine Lage zu versetzen, was ich alles aufgeben würde usw. Oder kann man das von Männern nicht verlangen? Er ist von dem Familienwunsch so besessen, dass er gar nicht zu verstehen scheint, in welcher Zwickmühle ich mich gerade befinde, das macht es so schwer. Zudem arbeiten wir beide in der gleichen Abteilung, es würde sich alles sofort rumsprechen, da ich nur noch bestimmte Narkosen machen könnte (bin Narkoseärztin) und ich möchte vorher einfach meiner Entscheidung sicher sein, um allen Äußerungen jedweder Art mit einem Lächeln begegnen zu können und nicht ständig zu denken, dass die anderen es gut haben, weil sie alles noch so unbeschwert genießen können Und ich frage mich, ob ich mich meinem Schicksal füge, weil es "anständig" ist, zumal sich keine Freude einstellen will. Meine Freundinnen planen gerade eine Afrikareise und ich müsste ihnen recht bald sagen, dass ich nicht dabei bin, genauso allen anderen wegen gewisser Umstellungen. Das wiederum übt gerade ziemlichen Druck auf mich aus, weil ich mich nicht nur wegen des Abbruchs schnell entscheiden muss. Es fühlt sich an, als fehle mir die Luft zum Atmen

Hey
ich verstehe dich. Ich bin momentan auch in so einer Situation,allerdings hat sich mein Freund daraufhin aus dem Staub gemacht, Nun ist er mein Ex.

Letztlich musst du die Entscheidung treffen, ich möchte dir zu nichts raten, ich kann dir nur sagen du musst entscheiden, was auf Dauer die beste Lösung ist. Wenn man dabei mal ein wenig egoistisch ist, dann finde ich das gar nicht schlimm. Schließlich bringt es auch dem Baby nichts, nur aus "Anstand" geboren worden zu sein.
Egal wie du dich entscheidest, du musst damit leben können. Ob du es bereust oder nicht, das weiß man jetzt nicht.

Ich habe auch oft das Gefühl von Männern kann man da nicht viel erwarten, sie sind schließlich nicht diejenigen die schwanger werden und das Kind austragen und sie müssen meist auch weniger "aufgeben".
Die Frau ist doch fast immer diejenige die plötzlich nicht mehr arbeiten kann etc.
Was völlig okay ist, wenn das Kind in dem Moment auch bewusst gezeugt wurde etc.

Mir wurde oft zu einer Pro und Kontra Liste geraten, ich weiß nicht ob dir das was bringen könnte. Ich halte da nichts von, anhand einer Liste kann man so eine Sache doch nicht ernsthaft entscheiden.
Bei mir ist es so, dass von Anfang an absolut keine positiven Gefühle da waren, ich habe auch keine Sachen gesehen, die mir das ganze irgendwie schönreden können. Ich kann mich mit dem ganzen Gedanken einfach nicht anfreunden.
Und ich weiß, wenn ich jetzt das Kind kriegen würde, ich würde dem Kind (evtl) unbewusst die Schuld dafür geben, dass ich meine Karriere unterbrechen oder aufgeben musste.

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17. September 2014 um 8:48

Luft zum Atmen
Hallo vergissmeinnicht,
puh, es fühlt sich an, als fehle dir dir Luft zum Atmen...! Das ist kein schöner Gedanke , sondern hört sich lebensbedrohlich an. Und ich glaub, so fühlst du dich echt im Moment.
Deine Schwangerschaft betrifft nun sehr viele Lebensbereiche, so wie ich aus deinen Worten rauslese. Da ist der Beruf, die geplante Reise und sicher vieles mehr, wo du jetzt ganz bald reagieren und umstellen müsstest...und ja eigentlich gar nicht willst noch nicht, so hab ich dich verstanden, später willst du schon mal Kinder, oder?
Und deinem Freund würde euer Nachwuchs jetzt genau recht kommen. Das macht es für dich wahrscheinlich noch schwieriger?
Andererseits hast du gar nicht damit gerechnet so schnell schwanger werden zu können...da ist dein kleiner Winzling eigentlich ein ganz schönes Wunder . Bist du deshalb gefühlsmäßig auch etwas zerrissen?
Freude muss sich jetzt noch keine einstellen so früh und nach so einem Überraschungsschock. Da brauchst du dir in der Hinsicht überhaupt nichts dabei denken.
Ich muss jetzt grad an deinen Satz denken, wo du sagst, dass sein Lebenstraum mit der Schwangerschaft sich nun erfüllt und deiner nun vorzeitig endet. Das macht dich natürlich traurig und wütend vielleicht?
Dein Lebenstraum...ja, was ist dein Lebenstraum? Wie hast du dir alles vorgestellt und wie sollte es zeitlich gesehen aussehen?
Muss dein Lebenstraum jetzt wirklich durch die Schwangerschaft und das Kind begraben sein?
Vielleicht MUSS ein Kind gar nicht das GANZE Leben umkrempeln? Es tut es in gewisser Hinsicht schon, aber es geht vieles auch MIT Kind, heutzutage sowieso. Manches könnte aufgeschoben oder umgestellt werden. Als Mutter muss man sich nicht festbinden und einengen lassen. Und das Leben ist viel länger als die 10 oder 20 Jahre mehr oder weniger intensive Kinderzeit, je nachdem wie mans gestaltet.
Heißt deine Aufgabe jetzt vielleicht zu schauen, WIE es für dich passen könnte, ohne dass dir die Luft zum Atmen fehlt. - Das ist doch eigentlich für dich als Narkoseärztin der klassiche Bereich , für genügend Sauerstoffzufuhr zu sorgen. Ob du da jetzt im übertragenen Sinn auch für dich selbst schauen und sorgen könntest? Einfach mal abtasten und informieren, welche Möglichkeiten du jetzt hast mit der Schwangerschaft und dem Kind.
Hast du mit deinem Freund über deine und seine Wünsche und Bedürfnisse mal ausführlich geredet?
Und wer weiß eigentlich sonst schon, dass du schwanger bist, noch niemand?
Für heute wünsch ich dir ganz viel Atem und grüße dich herzlich,
mirjana

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17. September 2014 um 9:09
In Antwort auf mirjana25

Luft zum Atmen
Hallo vergissmeinnicht,
puh, es fühlt sich an, als fehle dir dir Luft zum Atmen...! Das ist kein schöner Gedanke , sondern hört sich lebensbedrohlich an. Und ich glaub, so fühlst du dich echt im Moment.
Deine Schwangerschaft betrifft nun sehr viele Lebensbereiche, so wie ich aus deinen Worten rauslese. Da ist der Beruf, die geplante Reise und sicher vieles mehr, wo du jetzt ganz bald reagieren und umstellen müsstest...und ja eigentlich gar nicht willst noch nicht, so hab ich dich verstanden, später willst du schon mal Kinder, oder?
Und deinem Freund würde euer Nachwuchs jetzt genau recht kommen. Das macht es für dich wahrscheinlich noch schwieriger?
Andererseits hast du gar nicht damit gerechnet so schnell schwanger werden zu können...da ist dein kleiner Winzling eigentlich ein ganz schönes Wunder . Bist du deshalb gefühlsmäßig auch etwas zerrissen?
Freude muss sich jetzt noch keine einstellen so früh und nach so einem Überraschungsschock. Da brauchst du dir in der Hinsicht überhaupt nichts dabei denken.
Ich muss jetzt grad an deinen Satz denken, wo du sagst, dass sein Lebenstraum mit der Schwangerschaft sich nun erfüllt und deiner nun vorzeitig endet. Das macht dich natürlich traurig und wütend vielleicht?
Dein Lebenstraum...ja, was ist dein Lebenstraum? Wie hast du dir alles vorgestellt und wie sollte es zeitlich gesehen aussehen?
Muss dein Lebenstraum jetzt wirklich durch die Schwangerschaft und das Kind begraben sein?
Vielleicht MUSS ein Kind gar nicht das GANZE Leben umkrempeln? Es tut es in gewisser Hinsicht schon, aber es geht vieles auch MIT Kind, heutzutage sowieso. Manches könnte aufgeschoben oder umgestellt werden. Als Mutter muss man sich nicht festbinden und einengen lassen. Und das Leben ist viel länger als die 10 oder 20 Jahre mehr oder weniger intensive Kinderzeit, je nachdem wie mans gestaltet.
Heißt deine Aufgabe jetzt vielleicht zu schauen, WIE es für dich passen könnte, ohne dass dir die Luft zum Atmen fehlt. - Das ist doch eigentlich für dich als Narkoseärztin der klassiche Bereich , für genügend Sauerstoffzufuhr zu sorgen. Ob du da jetzt im übertragenen Sinn auch für dich selbst schauen und sorgen könntest? Einfach mal abtasten und informieren, welche Möglichkeiten du jetzt hast mit der Schwangerschaft und dem Kind.
Hast du mit deinem Freund über deine und seine Wünsche und Bedürfnisse mal ausführlich geredet?
Und wer weiß eigentlich sonst schon, dass du schwanger bist, noch niemand?
Für heute wünsch ich dir ganz viel Atem und grüße dich herzlich,
mirjana

Vielen Dank...
...für deine ermutigende Antwort. Nein, bis jetzt weiß noch niemand davon. Meine Eltern sind noch im Urlaub, den möchte ich ihnen auch nicht versauen, meine Großeltern kommen morgen zu Besuch, die sollen von meiner Zerrissenheit auch erstmal noch nicht erfahren, weil ich mich möglichst nicht beeinflussen lassen möchte, mein Freund ist bereits Einfluss genug, und ich glaube, in meiner Familie hätte man nicht so viel Verständnis für eine Abtreibung (wir sind aber nicht religiös). Das Schlimme ist, dass ich an einem Tag denke, ok, ich krempel alles um, gebe alles auf, und am nächsten Tag bin ich fast sicher, dass ich all das nicht möchte. Es gibt in meinem Innern einfach keine (und sei sie auch noch so zart) klare Linie, in die das ganze tendiert Ich habe viel gelesen, über viele Einzelschicksale, und immer konnte man eine gewisse Tendenz herauslesen. Bei mir finde ich absolut keine :'( Ich habe morgen einen Termin beim Frauenarzt und möchte herausfinden, ob ich dabei irgendwelche Gefühle habe, wenn ich irgendetwas auf dem US erkennen kann
Ich hatte immer eine romantische Vorstellung davon, zu heiraten, sesshaft zu werden, Kinder zu bekommen Das Unvorhergesehene ist es nicht einmal, das Leben kommt eben immer anders, aber ich weiß nicht, ob ich mit meinem Freund wirklich ein Leben lang zusammenbleiben will und kann Sonst wäre ich vielleicht mutiger, obwohl ich immer noch keinerlei Gefühle für das in mir hege Aber irgendwie fühlt es sich nicht ganz richtig an... Ich weiß es einfach nicht

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17. September 2014 um 11:13
In Antwort auf vergissmeinnicht27

Vielen Dank...
...für deine ermutigende Antwort. Nein, bis jetzt weiß noch niemand davon. Meine Eltern sind noch im Urlaub, den möchte ich ihnen auch nicht versauen, meine Großeltern kommen morgen zu Besuch, die sollen von meiner Zerrissenheit auch erstmal noch nicht erfahren, weil ich mich möglichst nicht beeinflussen lassen möchte, mein Freund ist bereits Einfluss genug, und ich glaube, in meiner Familie hätte man nicht so viel Verständnis für eine Abtreibung (wir sind aber nicht religiös). Das Schlimme ist, dass ich an einem Tag denke, ok, ich krempel alles um, gebe alles auf, und am nächsten Tag bin ich fast sicher, dass ich all das nicht möchte. Es gibt in meinem Innern einfach keine (und sei sie auch noch so zart) klare Linie, in die das ganze tendiert Ich habe viel gelesen, über viele Einzelschicksale, und immer konnte man eine gewisse Tendenz herauslesen. Bei mir finde ich absolut keine :'( Ich habe morgen einen Termin beim Frauenarzt und möchte herausfinden, ob ich dabei irgendwelche Gefühle habe, wenn ich irgendetwas auf dem US erkennen kann
Ich hatte immer eine romantische Vorstellung davon, zu heiraten, sesshaft zu werden, Kinder zu bekommen Das Unvorhergesehene ist es nicht einmal, das Leben kommt eben immer anders, aber ich weiß nicht, ob ich mit meinem Freund wirklich ein Leben lang zusammenbleiben will und kann Sonst wäre ich vielleicht mutiger, obwohl ich immer noch keinerlei Gefühle für das in mir hege Aber irgendwie fühlt es sich nicht ganz richtig an... Ich weiß es einfach nicht

Hallo vergissmeinnicht,
ja du, ist doch o.k., wenn du dir erstmal selbst alles ausführlich durch den Kopf gehen lassen willst, bevor deine Familie mit ihren Meinungen kommt.
Und dass du einmal so und einmal so denkst, das ist jetzt ja irgendwo normal. So geht es vielen Frauen in der Frühschwangerschaft (Hormonwechselbad). Da fühlen sich selbst Frauen, die sich ein Kind gewünscht haben, oft unsicher und irgendwie völlig aus dem Lot. Ich denk, das kann ja durchaus nicht nur Tage gehen, sondern auch länger.
Was dich jetzt am meisten unsicher macht, ist eure Beziehung, stimmts? Du fragst dich echt, ob dein Freund der richtige für dich ist. Ich glaub, das fragt man sich gerade besonders dann, wenn es um ein Kind geht. Das ist dann quasi endgültig der Anlass, dies zu prüfen und dem eigenen Leben eine Richtung zu geben. Und herauszufinden, ob du deinen Freund immer als deinen Mann haben willst, das fällt dir vielleicht jetzt sogar besonders schwer. Denn wenn man so hin-und hergeschaukelt ist durch die Schwangerschaft, dann geht einem ja möglicherweise noch mehr auf den Keks als sonst. Spürst du schon was von der Schwangerschaft, dass du müder, gereizter bis als sonst oder ist dir manchmal übel? Hast du eigentlich heute frei oder immer wieder Luft zwischendurch?
Vielleicht kann es dir helfen zu überlegen, was du an deinem Freund denn alles schätzt - und was dich an ihm angezogen hat. Damals, heute? - es muss ja irgendetwas Besonderes zwischen euch sein; und ihr seid sogar auch wieder zusammengekommen.
Du, und morgen beim Frauenarzt, da würd ich an deiner Stelle keine großen Erwartungen an mich selbst stellen, was Gefühle betrifft oder etwa schon weitere Klarheit. Es ist noch so frisch und so früh, vielleicht siehst du ein blubberndes Bläschen auf dem Ultraschall, viel mehr wird es vielleicht noch nicht sein und dennoch kann das natürlich sehr ergreifend sein, so was Lebendiges in sich zu entdecken. Du musst aber jetzt sicher keine romatische Liebe auf den ersten Blick für dein Kleines entwickeln.
Was stellst du dir denn vor, also was müsste wie sein, damit es sich richtig anfühlt für dich?
Ich würd jetzt gern sagen: lass dir Zeit! ...auf der anderern Seite sind da Dinge, die dir Druck machen und wo du denkst, dass du reagieren musst, hm?
Jedenfalls: vergiss DICH nicht ich wünsch dir Raum zum Entspannen und Durchatmen.
Nochmal ganz liebe Ruhe-und Kraft-Grüße für heute und gerne bis zum Wiederlesen,
mirjana

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17. September 2014 um 21:19
In Antwort auf vergissmeinnicht27


ich versuche mich zu beruhigen, was aber meistens darin endet, dass ich mich in Schlaf fliehe, wenn ich denn Schlaf finde, weil ich dann nicht mehr nachdenken muss ich habe mit meinem Freund auch schon sehr ernsthaft darüber geredet, und er sagt zwar, seine Liebe sei grenzenlos und er würde immer zu mir stehen, schweigt aber, wenn ich die Angst äußere, er würde mir im Falle eines Abbruchs nie verzeihen Irgendwo verstehe ich ihn auch, aber im Moment bin ich so mit mir beschäftigt, dass ich mir wünschen würde, dass er einmal wirklich ernsthaft versucht sich in meine Lage zu versetzen, was ich alles aufgeben würde usw. Oder kann man das von Männern nicht verlangen? Er ist von dem Familienwunsch so besessen, dass er gar nicht zu verstehen scheint, in welcher Zwickmühle ich mich gerade befinde, das macht es so schwer. Zudem arbeiten wir beide in der gleichen Abteilung, es würde sich alles sofort rumsprechen, da ich nur noch bestimmte Narkosen machen könnte (bin Narkoseärztin) und ich möchte vorher einfach meiner Entscheidung sicher sein, um allen Äußerungen jedweder Art mit einem Lächeln begegnen zu können und nicht ständig zu denken, dass die anderen es gut haben, weil sie alles noch so unbeschwert genießen können Und ich frage mich, ob ich mich meinem Schicksal füge, weil es "anständig" ist, zumal sich keine Freude einstellen will. Meine Freundinnen planen gerade eine Afrikareise und ich müsste ihnen recht bald sagen, dass ich nicht dabei bin, genauso allen anderen wegen gewisser Umstellungen. Das wiederum übt gerade ziemlichen Druck auf mich aus, weil ich mich nicht nur wegen des Abbruchs schnell entscheiden muss. Es fühlt sich an, als fehle mir die Luft zum Atmen

Du wirst
in vielem zurückstecken . Aber wenn Du Dein Kind in den Armen halten wirst, dann weißt Du für wen Du diesen Verzicht gebracht hast. Und dann wirst Du zum 1. Mal merken, dass Dein Leben einen anderen Reichtumg bekommen hat.
VLG Yankho

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24. September 2014 um 11:30

Lies dir das mal durch!
http://pro-leben.de/abtr/abtreibung_methode.php

Es gibt auch Videos und Fotos dazu... Jedoch erst ab 22 uhr bis 6 Uhr!

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