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Vertrauen in VA nach Abort

11. Dezember 2015 um 15:42 Letzte Antwort: 11. Dezember 2015 um 17:28

Hallo ihr Lieben, ich suche eure Rat! Ich hatte einen Abort in der 11. SSW und weiss nicht, wie es weitergehen soll! Also von vorn:

Ich bin 30 und hab mich riesig gefreut, dass ich endlich schwanger bin. In der 9. SSW hatte ich das erste Ultraschall, es sah (für mich!) alles gut aus, ich bildete mir sogar ein, ein Köpfchen, etc. zu sehen. Er sagte, es sei etwas kleiner als erwartet, ich sei wahrscheinlich erst in der 8. statt 9. SSW. Ich machte mir daraus nichts... Ich war überglücklich und habe es dann auch meinen Eltern, Schwiegereltern und den engsten Freunden gesagt.
Den zweiten Ultraschalltermin hatte ich Vorgestern, in der 11. SSW. Mein FA meinte dann, er gehe diesmal vielleicht besser vaginal "rein", um mehr sehen zu können. Ich sagte darauf, dass man doch das letzte Mal via Bauchhöhle alles gesehen hätte. Okay... Mir fiel sofort auf, dass meine Fruchtblase kleiner geworden ist! Ich sagte dies erschreckt und er meinte ganz nett, Nein, dass sei meine Blase die drauf drückt.
Dann sagte er, es sei überhaupt nicht gewachsen! Auf diesen Schreck hin musste ich dann erstmal 5 Minuten warten, bis er mir eröffnete, dass kein Herz schlägt... Ich bin sofort in Tränen ausgebrochen. Er hat mir dann drei Optionen aufgezeigt: Warten, Misoprostol oder eine Auskratzung. Ich solle es zuhause mit meinem Mann besprechen. Für mich war klar, dass ich erstmal abwarten möchte. Hab gelesen, dass der Körper selber merken solle, dass er nicht mehr schwanger ist. Ansonsten hätte dieser einen Schock.

Heute ruft er mich an und sagt, er wolle mich am Donnerstag nochmal sehen. Wenn es dann noch drin sei, gehe er mir die Medikamente, damit ich (falls auch diese nicht wirken - Chance ist 80%) noch vor Weihnachten eine Auskratzung machen könne.
Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Ich finde es fies, mir drei Optionen zu geben, wenn er anschliessend doch über mich entscheidet!? Und mich lässt der Gedanke einfach nicht los, dass er es schon in der 9. SSW gewusst hat! Wieso wollte er beim zweiten Mal vaginal rein? Wieso hat er mir zuerst gesagt, dass meine Fruchtblase normal aussehe?? Anschliessend meinte er nämlich, diese Form sei ein deutliches Zeichen für einen beginnenden Abort! Ich finde es extrem schwierig, ihm so noch zu vertrauen. Oder ist das normal, weil sie einem keine Angst machen wollen? Aber ich habe extreme Angst, bei einer neuen SS wieder zu einem Ultraschall zu gehen. Woher soll dann wissen, dass dieses Würmchen lebt und er mir nichts verschweigt???

Bitte, sagt mir ehrlich: Übertreibe ich, weil ich jetzt alles auf ihn als Überbringer der schlechten Nachricht projiziere? Oder könntet ihr ihm auch nicht mehr vertrauen?
Er war der einzige, der noch bereit war, mich aufzunehmen... Alle anderen FA sagten, sie hätten schon zu viele Patienten. Es wird also auch schwer, einen neuen zu finden

Danke für eure Hilfe!

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11. Dezember 2015 um 16:10


Erstmal tut es mir leid, dass du dein Würmchen gehen lassen musst!

So, nun zum Eigentlichen: ja ich glaube du projizierst den schmerz auf den Arzt, denn ich kann bei deiner Beschreibung nichts auffälliges finden, am ehesten noch, dass ich es die ersten ca zwölf wochen sogar nur mit vaginalem us kenne.
Ich finde gut, dass er deinem körper zumindest ein paar Tage zeit lässt um es evtl selber zu schaffen.

Leider sind die ersten Wochen am gefährlichsten, und Fehlgeburten in dem Stadium sind gar nicht soo selten wie man hofft und glaubt

Ich wünsch dir viel Kraft, und rede viel mit deinem Mann!

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11. Dezember 2015 um 17:28

Vaginaler US ist besser!
Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum du den vaginalen Schall abgelehnt hast?! Ist dir das peinlich? Dieser ist definitiv genauer und birgt weniger Verschätzungsrisiko, weil man näher dran ist und es keine störende Bauchdecke (Haut, Muskeln, Darm etc.) gibt.

Ich war damals beim ersten Kind mal bei einem alten Gynäkologen, der in der 9. SSW einen Bauchschall gemacht hat. Ich konnte sehen, dass kein Herzschlag erkennbar war, obwohl dieser in einer Untersuchung davor definitiv festgestellt wurde. Ich brach in Panik aus und bat um einen vaginalen Schall und siehe da: Das Bild "von unten" sah deutlich besser aus. Und das Herz schlug. Der blöde Bauchschall war einfach zu ungenau für diese frühe Woche!

An deiner Stelle würde ich einem weiteren Kontrolltermin zustimmen und diesmal den vaginalen Schall zulassen. Er ist genauer. Vielleicht stellt sich dann die Situation wie bei mir damals dann ganz anders dar.

Und nein, dein Arzt wird wohl kaum gewusst haben, dass ein Abort droht. So lang du keine Blutungen hast ist nicht davon auszugehen. Und Embryonen entwickeln sich eben nicht immer nach Norm. Und wenn dein Eisprung sich vielleicht ein paar Tage verschoben hat, dann wäre eine Woche "kleiner" auch völlig normal. Du kannst deinem Arzt absolut keinen Vorwurf machen. Auch er hätte eine (mögliche; im Raum stehende) Fehlgeburt nicht verhindern können!

Eine frühe Fehlgeburt ist immer traurig. Aber in den seltensten Fällen sind Außenstehende Schuld daran, weder Ärzte noch Mütter selbst.

Alles Gute!

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