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Vater nahm unbekannte Drogen - er will die Abtreibung

19. August 2013 um 20:07

Hallo,
bitte helft mir ich weiss nicht mehr weiter.
Mein Freund hat Tabletten unbekannter Herkunft gegen seine wahnsinnigen Rückenschmerzen genommen. Er hat sich diese über irgendeinen dritten aus polen besorgt. Was es war weiß er nicht und es wird sich nicht mehr zurück verfolgen lassen. Der ihm die Dinger verkauft hat, ist nicht mehr erreichbar. Er wurde nur bei Übergabe gefragt ob er schon Papa ist. Er bejahte dies und bekam -dann gut- als Antwort zurück. Nun bin ich schwanger und er möchte das ich abtreibe auch wegen dieser Sache. Gibt es da ein erhöhtes Risko einer Behinderung? Wie wirken sich Drogen des Vaters auf ein Kind aus?

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19. August 2013 um 21:01

Wenn er noch welche hat,
könnte vielleicht irgendwie festgestellt werden, was drin ist.

Ansonsten hat maimomi wohl recht, aber ein Arztbesuch vor einer Entscheidung würde viel Sinn machen.

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19. August 2013 um 21:26

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Danke erstmal für eure Antworten. Natürlich ist es nur ein Punkt unseres Konfliktes. Der Vater des Kindes ist verheiratet und hat bereits zwei Kinder. Wir treffen uns schon lange. Und die Verhältnisse zwischen uns waren klar, dass er seine Familie nicht verlässt. Darauf habe ich mich eingelassen. Wir haben es immer wieder versucht uns zu trennen, konnten es aber nie lange ohne einander aushalten. Vor gut drei Jahren hatte ich eine Eileiterschwangerschaft. Ich wusste es damals nicht. Jedenfalls hab ich durch den Eingriff einen Eileiter verloren. Das war schon schwer für mich. Und nun das. Ich bin in der 10. ssw. Ich möchte mich eigentlich der Herausforderung stellen und das Kind bekommen. Auch weil ich große Angst habe, dass bei einem Abbruch etwas schief geht und ich dann keine Kinder mehr bekommen kann. Ich liebe Kinder und wollte immer eine Familie - nun eigentlich nicht so auf diesem Wege. Für ihn ist eine Welt zusammen gebrochen. Er kann damit nicht leben, für ihn wäre alles vorbei.

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19. August 2013 um 21:29

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Warum er die Tabletten genommen hat, nun ich weiß das er ziemlich verzweifelt ist wegen seinem Rücken. Wahrscheinlich könnte wohl jeder irgendwann an einen Punkt kommen, wo man jeden Strohhalm zur Linderung ergreift. Es wird sich nicht mehr zurück verfolgen lassen, was es war und er hat auch keine mehr davon.

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20. August 2013 um 10:24

Danke silverfight3
für deine Antwort. Leider wird sich nicht mehr herausfinden lassen, was er geschluckt hat. Legal war es jedenfalls nicht. Über die Art kann man also nur spekulieren. Er beschrieb nur, dass es seine Schmerzen betäubt hat, leicht benommen und er davon einen trockenen Mund bekam, mhm? Es ist nichts mehr davon übrig und den Typen der ihm die verkauft hat, ist nicht mehr zu reichen. Er nahm die seit Februar, immer wenn's schlimm war, also unregelmäßig.

Ansonsten ist mein Leben bislang geordnet gewesen. Job mäßig brauche ich mir wohl keine Sorgen machen, ich bin im öffentlichen Dienst. Meine Familie steht hinter mir. Das macht mir nicht so Angst.

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21. August 2013 um 10:34

Hallo kleinemaus,
hab grad hier reingelesen. wegen dieser unbekannten tabletten, die dein partner genommen hat, kannst du wirklich beruhigt sein. vermutlich hat er dies nur als aufhänger genommen um dich zu einer abtreibung zu bewegen, oder? dass es nicht so einfach für ihn ist als verheirateter mann, das ist ja klar. aber auch er hat sich auf euer verhältnis eingelassen. macht er dir jetzt druck?
du hörst dich schon ziemlich entschieden an, dass du dein kind bekommst. oder täusche ich mich? wenn es jetzt auch erstmal nicht unbedingt so sein wird, wie du es dir mal vorgestellt hattest mit familie und kindern. jobmäßig und finaniziell sieht es ja gut aus bei dir, da bist du abgesichert und kannst beruhigt sein.
und super, dass du deine familie hinter dir hast. wissen sie schon, dass du schwanger bist?
kannst ja mal wieder schreiben, wie es dir so geht.
viel mut für dich und einen guten tag,
lieben gruß,
mirjana

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21. August 2013 um 20:55

Die Ereignisse überschlugen sich
Seit unserem Beratungsgespräch haben wir nicht mehr miteinander gesprochen bis auf ein letztes Gespräch an dem selben Abend, was ich dann irgendwann beendete, weil wir nicht weiter kamen. Heute schrieb er mir per Email, dass er seiner Familie und Freunden alles gebeichtet hat. Seine Familie hatte mehr Verständnis als von ihm bislang gedacht. Wie wir dann nun zukünftig weiter miteinander umgehen sollen, ist ungewiss. Das wird wohl eine zeit dauern.
Ich werde keinen Abbruch vornehmen. Trotz dessen bin ich weiterhin besorgt, wegen den illegalen Tabletten. Ich glaube nicht das es NUR ein Druckmittel war.

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21. August 2013 um 21:11

Medikamente
Um festzustellen, ob die Tabletten dem Kind geschadet haben, gibt's ja bekanntlich Untersuchungsmethoden. Bevor Du beim Arzt warst, würde ich nichts entscheiden.

Und für Deinen Freund wäre alles aus, wenn Du das Kind bekämst? Entschuldige, aber darauf würde ich keine Rücksicht nehmen. Er nimmt auch keine, weder auf Dich, noch seine Frau noch seine Kinder. Er nimmt sich von jedem, was ihm am besten gefällt und Opfer bringen sollen Du und seine Familie, damit er das so weiter leben kann. Du sollst abtreiben und seine Familie damit leben, dass er sich eine zweite Frau zum Spass hält. Dass man eine andere Frau ungewollt schwängert, kann eben leicht geschehen, wenn man seinen Lurch in Frauen reinhängt, die einem nicht gehören. Jetzt soll er auch mit den Konsequenzen leben.

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22. August 2013 um 9:26
In Antwort auf amaya_12295274

Die Ereignisse überschlugen sich
Seit unserem Beratungsgespräch haben wir nicht mehr miteinander gesprochen bis auf ein letztes Gespräch an dem selben Abend, was ich dann irgendwann beendete, weil wir nicht weiter kamen. Heute schrieb er mir per Email, dass er seiner Familie und Freunden alles gebeichtet hat. Seine Familie hatte mehr Verständnis als von ihm bislang gedacht. Wie wir dann nun zukünftig weiter miteinander umgehen sollen, ist ungewiss. Das wird wohl eine zeit dauern.
Ich werde keinen Abbruch vornehmen. Trotz dessen bin ich weiterhin besorgt, wegen den illegalen Tabletten. Ich glaube nicht das es NUR ein Druckmittel war.

Zuversicht
hallo kleinemaus,
da ist ja grad echt viel bewegung in der ganzen geschichte. gut, dass seine family doch verständnisvoll reagiert hat.
und wie es jetzt zwischen euch weitergehen soll, muss ja nun wirklich nicht überstürzt werden. jedenfalls stehst du fest und wirst dein kind bekommen. das finde ich echt stark! dass du dir nun dennoch sorgen machst wegen der komischen tabletten, kann ich verstehen. aber wie sollte das dein kleines schädigen? hast du deinen arzt mal gefragt?
ich wünsch dir gelassenheit und zuversicht und dass deine freude auf dein kind immer größer wird.
alles liebe dir,
glg mirjana

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22. August 2013 um 20:37
In Antwort auf amaya_12295274

Die Ereignisse überschlugen sich
Seit unserem Beratungsgespräch haben wir nicht mehr miteinander gesprochen bis auf ein letztes Gespräch an dem selben Abend, was ich dann irgendwann beendete, weil wir nicht weiter kamen. Heute schrieb er mir per Email, dass er seiner Familie und Freunden alles gebeichtet hat. Seine Familie hatte mehr Verständnis als von ihm bislang gedacht. Wie wir dann nun zukünftig weiter miteinander umgehen sollen, ist ungewiss. Das wird wohl eine zeit dauern.
Ich werde keinen Abbruch vornehmen. Trotz dessen bin ich weiterhin besorgt, wegen den illegalen Tabletten. Ich glaube nicht das es NUR ein Druckmittel war.


Du wirst hoffentlich für Deinen Mut reich belohnt werden! Ein Kind ist etwas wunderschönes!

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22. August 2013 um 23:11
In Antwort auf esmi_12120735


Du wirst hoffentlich für Deinen Mut reich belohnt werden! Ein Kind ist etwas wunderschönes!

Er macht mit so viel Angst
Heute Abend habe ich dem Vater geschrieben, dass ich mich für das Kind entschieden habe. Er schrieb mir: So eine Gefahr herauf zu beschwören kann ich einfach nicht nach vollziehen. Dadurch wird ein unkalkurlierbares Risiko provoziert.
Ich müsse dann auch mit den Konsequenzen leben und mir bewusst dass ich es ja vorher gewusst habe. Es macht mir solche Angst. Ich zweifle an mir und meiner Entscheidung.

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23. August 2013 um 1:02
In Antwort auf amaya_12295274

Er macht mit so viel Angst
Heute Abend habe ich dem Vater geschrieben, dass ich mich für das Kind entschieden habe. Er schrieb mir: So eine Gefahr herauf zu beschwören kann ich einfach nicht nach vollziehen. Dadurch wird ein unkalkurlierbares Risiko provoziert.
Ich müsse dann auch mit den Konsequenzen leben und mir bewusst dass ich es ja vorher gewusst habe. Es macht mir solche Angst. Ich zweifle an mir und meiner Entscheidung.

Ist doch klar wieso
Er möchte nicht, dass Du das Kind bekommst. Er muss schliesslich dafür aufkommen und er ist an Dich gebunden, ob er möchte oder nicht. Je nachdem hat es auch negativen Einfluss auf seine Ehe. Indem er Dir Angst macht, versucht er, diese Abtreibung zu erreichen.

Ich bin ein absoluter Abtreibungsgegner, aber Du hast theoretisch immer noch die Möglichkeit, die Schwangerschaft zu beenden, wenn Dein Kind schwerstbehindert sein sollte, auch noch nach der gesetzlichen Frist. Im Ultraschall und mit einer Fruchtwasseruntersuchung kann man sowas feststellen. Und was heisst schwerstbehindert? Es kommen Menschen ohne Arme und Beine zur Welt und führen dennoch ein glückliches Leben. An Deiner Stelle würde ich das alles mit Deinem Frauenarzt besprechen. Der kann Dir am ehesten helfen.

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23. August 2013 um 10:40

Mit welchem
Recht verurteilst du sie eigentlich?

Wieso glaubst du, dass du moralisch dazu befugt bist, darüber zu urteilen was sie mit ihrem Körper und den Körpern von anderen einwilligungsfähigen und willigen Erwachsenen anstellt?

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23. August 2013 um 11:04

Nach der Werterordnung
des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland haben Menschen spätestens ab Einnistung ein Recht auf Leben und dieses Recht zu nehmen ist erstmal nicht zulässig und somit ist der Gesetzgeber befugt, Regelungen zu erlassen, ob und wann eine Frau abtreiben darf. Da der Gesetzgeber aber Volkes Willen untersteht und ich ca. 1/60 millionstel von diesem Volksding bin, ist es legitim, dass ich mir über die Problematik anhand dieser Werteordnung ein Urteil bilde, was auch beinhalten kann, dass ich konkrete Abtreibungsentscheidungen für falsch halte, weil das Recht auf Leben des Ungeborenen nicht ausreichend berücksichtigt wurde.

Jetzt bist du dran, wieso hälst du dich für befugt?
Gesetz hilft dir nicht, Ehebruch ist schon lange nicht mehr strafbar oder auch nur rechtswidrig.

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23. August 2013 um 12:24

Gut, wenn jeder
dazu befugt ist, alles und jeden zu be- und verurteilen, kannst du ja die Zahl deiner Posts drastisch senken, indem du in Zukunft darauf verzichtest zu kommentieren, wenn andere eine TE, die abtreiben will oder abgetrieben hat, dafür kritisieren.

Und noch etwas zur Allgemeinbildung, das Grundgesetz trifft geradezu vor Moral, die Schreiber haben sich geradezu das Hirn verrenkt in der Absicht dem eine Moral zu verpassen.

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23. August 2013 um 14:53

Mir ist nicht bewusst,
"Lug und Betrug eine feine Sache ist, die es zu beklatschen gilt,"
dass ich den Ehebruch, an dem die TE beteiligt war oder vielleicht auch noch ist, beklatscht hätte.

Ich war nur neugierig, wie du dieVerurteilung begründest, wo du sonst immer schimpfst, wenn dir nicht genehme Verurteilungen hier erfolgen oder gar jemand die völlige gaga Idee hat, für eine längere Zeit keinen Sex zu haben, wenn man für eine längere Zeit keine akzeptablen Verhütungsmittel zur Verfügung hat.

Aber dir zu Liebe, weils dir wohl wichtig ist, dass es auch andere sagen:

@kleinemaus:
Super, dass du den Mut hast dich für dein Kind zu entscheiden.

Aber bitte unterlass es in Zukunft Sex zu haben mit Männern, mit denen du nicht verheiratet bist, und/oder Sex zu haben, wenn die Situation wieder so ist, dass du bei einer eventuellen Schwangerschaft wieder eine Abtreibung in Erwägung ziehen würdest. Denn Vergnügen sollte man sich nicht auf Kosten von dritten, denen Liebe bindend versprochen wurde oder denen sie von Natur aus bindend zusteht.

@silverfight3
Zufrieden? Genau das, was du hören wolltest?
Was, nicht zufrieden, weil da schon wieder "spiessige Moral" raustrieft? Tja, deshalb hatte ich es nicht geschrieben.

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23. August 2013 um 18:25


Carn sprach von einwillungsfähigen und willigen Erwachsenen. Das Kind ist weder einwilligungsfähig und wohl auch kaum willig. Man fragt es nicht. Man entscheiden einfach über seinen Kopf hinweg, dass es sterben soll, und das ist ja das Problem.

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23. August 2013 um 18:50

Lug und Betrug
ist unrecht. Aber man macht ein Unrecht nicht wieder gut, indem man ein weiteres Unrecht begeht.

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