Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Vater hat keine Bindung zu ungeborenem

Letzte Nachricht: 30. Mai um 18:34
S
summergirl98
28.05.22 um 8:33

Hallo ihr Lieben,
Ich suche hier jetzt einfach Mal Rat. Ich (w/21) bin zur Zeit in der 31.SSW mit zweieiigen Zwillingen schwanger und eigentlich glücklich mit meinem Freund (m/25). Er ist Moslem, ich katholisch. Das war für uns auch nie ein Problem. Für uns ist beide klar, dass wir in Zukunft heiraten wollen und uns lieben trotzdem wollten wir mit dem Sex nicht bis zur Ehe warten(bevor gefragt wird: ja wir haben verhütet). 
Wir sind beide gläubig aber haben kein enges Verhältnis zur Kirche. Das Sex vor der Ehe als Sünde in beiden Religionen gilt war uns auch bewusst aber wir haben nicht explizit darüber gesprochen und da wir in einer modernen Welt leben auch keine großen Gedanken darüber gemacht. Wir haben auch schon oft darüber gesprochen, dass wir in Zukunft Kinder haben wollen.

Als ich erfahren habe dass ich schwanger bin habe ich mich gefreut und bin davon ausgegangen dass er sich genauso freut aber es kam anders. Er fing an davon zu reden dass die beiden eine Sünde sind weil wir nicht verheiratet sind und er nichts davon wissen will. Als ich ihm dann klarmachte, dass ich sicher nicht abtreiben werde meinte er, dass er da genauso dagegen ist da Allah das leben gibt und nimmt. 

Das ist jetzt knapp vier Monate her und ich habe gehofft, dass sich seine Einstellung noch ändern wird allerdings zweifle ich immer mehr dran. Er ist genau wie vor der Schwangerschaft ein liebevoller Mann der sich um mich kümmert allerdings versucht er die Schwangerschaft so weit es geht zu verdrängen. Wenn wir über mein Studium oder so sprechen frägt er nach (...), sobald es dann aber um die Schwangerschaft geht herrscht Stille.

Da meine Eltern die Beziehung nicht akzeptieren und das Geld bei uns knapp ist (er spielt in der 4.Liga Fußball, ich studiere Medizin) leben wir bei seinen Eltern. Obwohl seine Eltern ein engeres Verhältnis zur Kirche haben haben sie sich rießig gefreut als sie von der Schwangerschaft erfahren haben und auch nie etwas dazu gesagt, dass wir nicht verheiratet sind. Sein Vater hat sogar beim einrichten des Kinderzimmers geholfen und die Mutter war mit mir Babysachen einkaufen. Mein Freund war zwar auch dabei aber war sehr gefühlskalt.

Ich habe ihn auch schon mehrmals darauf angesprochen wie er sich das vorstellt wenn die kleinen erstmal auf der Welt sind. Dann gab es zur Antwort meist das dauert noch oder ist in einem Streit geendet.

Liebe Grüße M. mit den zwei Bauchzwergen

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gelberhund
gelberhund
30.05.22 um 18:34

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht. Aber die Vorstellung, dass eine Schwangerschaft tatsächlich damit endet, dass man eines (oder in deinem Fall zwei) Kinder zur Welt bringt, ist wirklich für viele recht abstrakt. Als ich schwanger mit meinem Wunschkind war, war es noch wenige Tage vor der Geburt beinahe unvorstellbar, dass bald tatsächlich ein richtig echter kleiner Mensch unser Leben bereichern würde. Und wenn es selbst für viele Frauen so unvorstellbar ist, wie muss es erst Männern gehen? Mein Partner wollte unser Kind ebenso sehr wie ich, aber bei ihm hat es bis einige Wochen nach der Geburt gedauert, bis er mit seinem Nachwuchs richtig warm wurde. 

Mein Tipp an dich ist, deinen Freund nach der Geburt so viel es ihm irgendwie möglich ist in die Betreuung einzuspannen. Auch wenn deine "Schwiegereltern" sehr unterstützend klingen, was toll ist! Durch Beschäftigung, Trösten, Tragen und auch Pflege entsteht Bindung. Und dein Freund klingt, als ob man ihn etwas in diese Richtung schubsen müsste. War bei meinem übrigens ähnlich. 

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