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Unsicher ob ich den Abbruch bereue

21. September 2015 um 21:58

Hallo,

Ich bin neu hier und weiss nicht so recht wie ich beginnen soll.Also fange ich einfach mal an.
Ich bin Mutter einer wundervollen Tochter und bin seit 7.5Jahren mit meinem Mann zusammen,davon jetzt 3 Jahre verheiratet. Unsere Kinderplanung war mit der Geburt unserer Tochter abgeschlossen,nun kam es wie es kommen musste,Ende März diesen Jahres wurde festgestellt dass ich in der 9.Woche schwanger bin,dies war für uns beide ein riesen Schock,ich war hin und her gerissen ob ich/wir dieses Kind behalten soll.Auf der einen Seite wollte ich es doch auf der anderen Seite wiederrum dachte ich an die Probleme die wir zu dieser Zeit hatten(und die waren nicht ohne). Wir waren bei verschiedenen Beratungsgesprächen und nach gut drei Tagen habe ich den Entschluss gefasst dass es wahrscheinlich besser für alle ist wenn ich dieses Kind nicht bekomme,also habe ich so schnell wie möglich den Termin für den Abbruch gemacht und am 07.04.15 war es dann soweit,alles lief reibungslos und auch psychisch ging es mir gut. Doch jetzt wo der errechnete Geburtstermin immer näher rückt (21.11) merke ich dass es mir schwer fällt einen Tag nicht daran zu denken ich versuche sämtliche Gedanken an diese ganze Sache zu verdrängen doch ich merke wie es mir zunehmend schwerer fällt und mich eine immense Trauer überkommt.

So dass war im Grossen und ganzen meine Geschichte und jetzt meine Frage: ist es jemandem von euch ähnlich gegangen? Kann dass alles nur eine "Phase" sein oder kann mir jemand einen Rat geben wie ich am besten mit dieser Situation umgehe,damit ich nicht ständig darüber nachdenke.
Denn eigentlich bin ich immer noch der Meinung dass es die beste Entscheidung war.

Es wäre super lieb wenn die ein oder andere Antwort käme.

LG

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23. September 2015 um 8:29

Hi
Danke für deine Worte,ich weiss das verdrängen der falsche weg ist,aber da ich nur niemandem über den Abbruch reden kann schien mir das der leichteste weg.ich hätte mir nie träumen lassen dass mich daß alles doch noch so einholt.Es gibt Momente da überkommen mich die Emotionen und ich habe das Gefühl es zerreisst mich innerlich,aber ich denke damit muss ich erst mal klar kommen.
Es ist aber schön zu wissen dass es wohl doch Menschen gibt die Verständnis für mich haben,danke dafür.
LG

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23. September 2015 um 22:45

Du darfst doch traurig sein ...
... auch wenn du erst dachtest, es wäre am besten so und es dir gut mit deiner Entscheidung ging. Es ist ja trotzdem der Abschied von einem Kind, das jetzt, um den 21.11. herum, real in euer Leben hätte treten können. Dass der Geburtstermin dich daran erinnert, selbst wenn zunächst die Erleichterung überwogen hat, finde ich normal.
Du musst für dich schauen, ob es nur eine "Phase" ist, die irgendwann nach dem Geburtstermin vorbei geht, oder ob da jetzt dauerhaft etwas in dir zum Klingen gekommen ist, dem du jetzt mehr Beachtung schenken musst, damit es dich nicht völlig lahmlegt. Selbst wenn dein Verstand dir sagt, es war die beste Entscheidung, scheint ein Teil von dir das doch anders zu sehen oder zumindest traurig darüber zu sein.
Vielleicht magst du diese Zeit für dich bewusst dazu nutzen, um z.B. deinem Kind einen Brief zu schreiben? Vielleicht tut es dir auch gut, wenn du doch jemanden findest, mit dem du darüber reden kannst. Falls es keine Freundin gibt, der du dich anvertrauen möchtest, wäre vielleicht eine Beratungsstelle eine Option?

Alles Gute für dich,

Anka

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24. September 2015 um 14:19

Mit
Deiner Erfahrung stehst Du nicht alleine da. Häufig sind Frauen direkt anschließend erleichtert. Einfach, weil sie eine Entscheidung getroffen haben und diese Umgesetzt haben. Aber das Leben geht weiter. Und wenn Dich jetzt die Trauer einholt, dann darfst Du jetzt trauern. Dies ist der 1. Schritt zur Aufarbeitung. Trauer sind immer unterschiedliche Phasen.
VLG Yankho

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24. September 2015 um 16:23
In Antwort auf joana_12262172

Du darfst doch traurig sein ...
... auch wenn du erst dachtest, es wäre am besten so und es dir gut mit deiner Entscheidung ging. Es ist ja trotzdem der Abschied von einem Kind, das jetzt, um den 21.11. herum, real in euer Leben hätte treten können. Dass der Geburtstermin dich daran erinnert, selbst wenn zunächst die Erleichterung überwogen hat, finde ich normal.
Du musst für dich schauen, ob es nur eine "Phase" ist, die irgendwann nach dem Geburtstermin vorbei geht, oder ob da jetzt dauerhaft etwas in dir zum Klingen gekommen ist, dem du jetzt mehr Beachtung schenken musst, damit es dich nicht völlig lahmlegt. Selbst wenn dein Verstand dir sagt, es war die beste Entscheidung, scheint ein Teil von dir das doch anders zu sehen oder zumindest traurig darüber zu sein.
Vielleicht magst du diese Zeit für dich bewusst dazu nutzen, um z.B. deinem Kind einen Brief zu schreiben? Vielleicht tut es dir auch gut, wenn du doch jemanden findest, mit dem du darüber reden kannst. Falls es keine Freundin gibt, der du dich anvertrauen möchtest, wäre vielleicht eine Beratungsstelle eine Option?

Alles Gute für dich,

Anka

Hallo
Danke für deinen Rat,ich habe auch schon darüber nachgedacht mir professionelle Hilfe zu holen,leidr sind die Wartezeiten beim Psychologen ziemlich lang,also habe ich bei profamillia angerufen,da ich dort auch bei dem Gespräch vor dem Abbruch war.Dort sagte man mir dass ich gerne vorbei kommen könnte aber dass dort keine "Fachleute" wären und man nicht sicher sein könnte ob mir das dann was bringt. Eigentlich dachte ich immer dass man dort mehr Verständnis hat aber da habe ich mich wohl getäuscht,und sonst kenne ich hier leider keine Beratungsstellen.
LG

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24. September 2015 um 16:25
In Antwort auf joana_12262172

Du darfst doch traurig sein ...
... auch wenn du erst dachtest, es wäre am besten so und es dir gut mit deiner Entscheidung ging. Es ist ja trotzdem der Abschied von einem Kind, das jetzt, um den 21.11. herum, real in euer Leben hätte treten können. Dass der Geburtstermin dich daran erinnert, selbst wenn zunächst die Erleichterung überwogen hat, finde ich normal.
Du musst für dich schauen, ob es nur eine "Phase" ist, die irgendwann nach dem Geburtstermin vorbei geht, oder ob da jetzt dauerhaft etwas in dir zum Klingen gekommen ist, dem du jetzt mehr Beachtung schenken musst, damit es dich nicht völlig lahmlegt. Selbst wenn dein Verstand dir sagt, es war die beste Entscheidung, scheint ein Teil von dir das doch anders zu sehen oder zumindest traurig darüber zu sein.
Vielleicht magst du diese Zeit für dich bewusst dazu nutzen, um z.B. deinem Kind einen Brief zu schreiben? Vielleicht tut es dir auch gut, wenn du doch jemanden findest, mit dem du darüber reden kannst. Falls es keine Freundin gibt, der du dich anvertrauen möchtest, wäre vielleicht eine Beratungsstelle eine Option?

Alles Gute für dich,

Anka

Der brief...
...scheint mir eine gute Idee,ich denke ich werde das mal versuchen,denn es gibt so viel dass ich meinem Kind gerne sagen würde.

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