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Ungewollte Schwangerschaft, Trennung, Schmerz, Angst

3. September 2013 um 17:16

Allen ein liebes Hallo!

Ich lese hier seit einigen Tagen fleißig mit und nun habe ich meinen Mut zusammengenommen und schreibe auch meine Geschichte. Vielleicht hat ja die ein oder andere einen Rat für mich. Oder ein paar aufbauende Worte. Ich nehme alles.

Ich bin 28. Und gerade ganz frisch mit meinem Studium fertig geworden, Ich warte noch die Verteidigung meiner Abschlussarbeit ab und habe im Oktober einen Abschluss. Jedoch natürlicherweise noch keinen Job.

Mein Freund ist 38. Seit mehreren Jahren erfolgreich im Vertrieb tätig. Er steht somit mit beiden Beinen, im Gegensatz zu mir, fest im Berufsleben.

Vor einigen Wochen haben wir erfahren, dass ich trotz Pille ungewollt schwanger geworden bin. Zunächst war ich nicht sicher, wollte es nicht. Hatte Angst. Er hat gar nicht so schlimm reagiert. Hatte natürlich auch starke Bedenken. Seit längerer Zeit läuft es in unserer Beziehung nicht mehr gut. Wir sind seit über drei Jahren zusammen. Haben uns kürzlich getrennt und wieder zusammengerappelt. Ich hatte jedoch desöfteren das Gefühl, dass es irgendwie komisch ist. Wir streiten viel. Er ist ein sehr gestresster Mensch Ein wahrer Schwarzseher. Eher aggressiv. Häufig wütend. Irrational. Ja, wenn ich das hier so schreibe, weiß ich eigentlich auch nicht recht, wieso noch alles mitmachen. Ich liebe ihn halt.

Wir haben beide gesagt, dass wir uns mit einer Entscheidung bezüglich der Schwangerschaft Zeit lassen. Behalten oder nicht. Zwei bis drei Wochen sagte er immerzu, dass er eher zu einer Abtreibung tendiert. Ich mittlerweile nicht mehr. Ich würde es gerne behalten und habe daher vor einigen Tagen um ein Gespräch gebeten.

Zunächst fing alles ganz ruhig an. Er sagte, dass er sich dagegen entschieden hat, da er es für verantwortungslos hält, ein Kind in unsere kaputte Beziehung zu bringen. Er sagte jedoch, dass meine Entscheidung mehr Gewicht hätte und dass er es akzeptieren müsse, wenn ich mich anders entscheide. Als ich ihm sagte, dass ich es eigentlich gern behalten würde, rastete er aus. Schrie mich an. Beleidigte mich, ich würde ihn an mich binden wollen, und das wolle er um keinen Preis. Er würde sich mit mir einfach keine Familie vorstellen können. Dann redete er einfach nicht mehr mit mir. Und wenn, dann nur sehr abfällig. Er setzt mir ganz schön zu. Mittlerweile soll ich ausziehen. Zunächst für eine Woche. Er möchte jedoch auf keinen Fall Kind mit mir. Er möchte dann die Trennung.

Er sagt ich würde sein Leben zerstören und er würde jetzt, wenn ich es bekomme, nie wieder mit einer anderen Frau eine "reine Familie" gründen können, da er für immer ein Kind mit mir hätte.

Ich bin am Boden zerstört, weil ich nie davon ausgegangen bin, dass ich für ihn "nicht die Partnerin zum Gründen einer Familie" bin. Das erfahre ich jetzt, wo das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist.

Ich fühle mich unter Druck gesetzt, habe fürchterliche Angst, dass ich es alleine nicht schaffe. Ich habe noch nichtmal einen Job. Ich habe oft bei Müttern ohne Ausbildung, ohne Job und ohne Vater gedacht: Ohje, das hätte ich mir an ihrer Stelle zwei mal überlegt. Das tut mir jetzt so fürchterlich leid. Ich bin jetzt selbst an dieser Stelle und weiß weder ein noch aus.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand ein paar Worte zu meiner Geschichte findet.

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3. September 2013 um 18:04

Carn9, danke für deine Antwort.
Ich habe BWL studiert und da gibts es ja von Jahr zu Jahr leider immer mehr. Zudem kommt, dass ich (schon komisch das zu schreiben) nicht mehr die jüngste bin. Gerade im Hinblick auf die verkürzten Abiturjahrgänge und den Bachelor. Ist eben alles gar nicht einfach. Ich würde jedoch gerne einen Master machen, aber mit einem Kind stelle ich mir das durchaus schwierig vor.

"Wie allein bist du denn, abgesehen von ihm? Freunde? Verwandte? Eigene Eltern? Das kann einen großen Unterschied machen"
Grundsätzlich bin ich wahrscheinlich gar nicht sooo allein. Meine Mama ist recht jung, gerade mal 48. Meine Großeltern sind noch topfit. Ich habe einen großartigen Bruder. Meine beste Freundin ist vor zwei Jahren Mutter geworden und ist derzeit sogar auch schwanger. Ich habe einfach Angst, dass ich ihn verliere. Aber festhalten an einem Mann, der sich keine Familie mit mir vorstellen kann? Der die psychischen und physischen Folgen eines Abbruchs eher hinnimmt, als zu mir zu stehen und die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen?

Ich komme mir schon arg komisch vor. Für Sex waren die Gefühle anscheinend gerade noch ausreichend. Für weiteres Zusammenleben scheint das irgendwie nicht mehr zu sein.

Wegen der Nötigung habe ich mich auch bereits erkundigt. Aber ich bin ja ein erwachsener Mensch. Ich kann ja einfach gehen. Und dann kann er nichts tun. Ich bin jedoch stets auf der Suche nach etwas hoffnungsvollem in unserer Beziehung. Denke die ganze Zeit, es könnte auch eine Kurzschlussreaktion sein. Aber er sagt Dinge, die ich so schnell nicht aus meinem Herzen kriege. Es verletzt mich und ich leide sehr.

Ich sei ein Schmarotzer und hätte ihn nur ausgenutzt. Dabei hatte er mir zugesagt, ich solle meine Abschlussarbeit scheiben und die letzten Klausuren durchstehen und das Finanzielle würden wir einfach bei meinem Jobeinstieg klären. Und dann rücklings..

Ich bin einfach nicht so. Und ich will ihm auch nichts anhängen. Ich bin ein ehrlicher Mensch und habe ein großes Herz. Umso mehr verletzt mich sein Verhalten.

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3. September 2013 um 18:07
In Antwort auf ellie_12125777

Carn9, danke für deine Antwort.
Ich habe BWL studiert und da gibts es ja von Jahr zu Jahr leider immer mehr. Zudem kommt, dass ich (schon komisch das zu schreiben) nicht mehr die jüngste bin. Gerade im Hinblick auf die verkürzten Abiturjahrgänge und den Bachelor. Ist eben alles gar nicht einfach. Ich würde jedoch gerne einen Master machen, aber mit einem Kind stelle ich mir das durchaus schwierig vor.

"Wie allein bist du denn, abgesehen von ihm? Freunde? Verwandte? Eigene Eltern? Das kann einen großen Unterschied machen"
Grundsätzlich bin ich wahrscheinlich gar nicht sooo allein. Meine Mama ist recht jung, gerade mal 48. Meine Großeltern sind noch topfit. Ich habe einen großartigen Bruder. Meine beste Freundin ist vor zwei Jahren Mutter geworden und ist derzeit sogar auch schwanger. Ich habe einfach Angst, dass ich ihn verliere. Aber festhalten an einem Mann, der sich keine Familie mit mir vorstellen kann? Der die psychischen und physischen Folgen eines Abbruchs eher hinnimmt, als zu mir zu stehen und die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen?

Ich komme mir schon arg komisch vor. Für Sex waren die Gefühle anscheinend gerade noch ausreichend. Für weiteres Zusammenleben scheint das irgendwie nicht mehr zu sein.

Wegen der Nötigung habe ich mich auch bereits erkundigt. Aber ich bin ja ein erwachsener Mensch. Ich kann ja einfach gehen. Und dann kann er nichts tun. Ich bin jedoch stets auf der Suche nach etwas hoffnungsvollem in unserer Beziehung. Denke die ganze Zeit, es könnte auch eine Kurzschlussreaktion sein. Aber er sagt Dinge, die ich so schnell nicht aus meinem Herzen kriege. Es verletzt mich und ich leide sehr.

Ich sei ein Schmarotzer und hätte ihn nur ausgenutzt. Dabei hatte er mir zugesagt, ich solle meine Abschlussarbeit scheiben und die letzten Klausuren durchstehen und das Finanzielle würden wir einfach bei meinem Jobeinstieg klären. Und dann rücklings..

Ich bin einfach nicht so. Und ich will ihm auch nichts anhängen. Ich bin ein ehrlicher Mensch und habe ein großes Herz. Umso mehr verletzt mich sein Verhalten.

..Anmerkung
ich sollte anmerken, dass es seine Wohnung ist. Eigentum. Also eigentlich gehört diese seinen Eltern. Er hat also tatsächlich jedes Recht, mich vor die Tür zu setzen. Ich habe meine Wohnung, samt Möbel, vor drei Jahren aufgegeben, um zu ihm zu ziehen.

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3. September 2013 um 18:08

Da dein
Freund ziemlich gereizt und aggressiv zu sein scheint, speicher dir die Nummer in dein Handy:
http://rigg.rlp.de/index.php?id=48478
"08000 116 016"

such dir da:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/organisationen.html
die nächste Adresse raus, vielleicht brauchst du so eine Beratung.

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3. September 2013 um 18:10
In Antwort auf ellie_12125777

..Anmerkung
ich sollte anmerken, dass es seine Wohnung ist. Eigentum. Also eigentlich gehört diese seinen Eltern. Er hat also tatsächlich jedes Recht, mich vor die Tür zu setzen. Ich habe meine Wohnung, samt Möbel, vor drei Jahren aufgegeben, um zu ihm zu ziehen.

Nein,
genau das Recht hat er nicht einfach so, jedenfalls nicht mit einem "Treib ab oder ich schmeiß dich raus."

Gemäß dem Gewaltschutzgesetz kann, wenn er gewalttätig ist, sogar er unmittelbar von der Polizei der Wohnung verwiewsen werden.

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3. September 2013 um 18:23
In Antwort auf jillie_12165270

Nein,
genau das Recht hat er nicht einfach so, jedenfalls nicht mit einem "Treib ab oder ich schmeiß dich raus."

Gemäß dem Gewaltschutzgesetz kann, wenn er gewalttätig ist, sogar er unmittelbar von der Polizei der Wohnung verwiewsen werden.

...
Ich denke immer: "ich kann ihm das nicht antun".
Jeder sollte doch das Recht haben, zu bestimmen, ob man ein Kind möchte oder nicht. Zumal ich ja gerade davon Gebrauch mache.

Und wenn es so weit kommt. Soll ich hier mit ihm in (s)einer Wohnung sitzen und mich jeden Tag als Schmarotzer und dergleichen beschimpfen lassen?

Ich verstehe einfach nicht, wie es so weit kommen konnte. Der Moment, in dem wir das Kind gezeugt haben, ist naturgemäß ein ganz intimer. Und jetzt behandelt er mich wie eine fremde. Als wäre ich Schuld am Leid der Welt.

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3. September 2013 um 20:07

Du zerstörst sein Leben nicht
Das tut er, wenn schon selber. Wenn er mit einer Frau eine sexuelle Beziehung hat, obwohl er sich Kinder mit ihr nicht vorstellen kann, dann kann es eben sein, dass er eines Tages vor der Situation steht, dass diese Frau ungeplant ein Kind von ihm erwartet. Was hat er sich den vorgestellt? Dass er Dich benutzen kann, solange er seine Traumfrau nicht gefunden hat? Ehrlich gesagt, ist er doch selber schuld und soll jetzt auch mit den Konsequenzen leben.

Wenn Du das Baby haben möchtest, dann bekomm es auch. Du hast bessere Voraussetzungen, es zu schaffen, als manch andere. Notfalls bekommst Du staatliche Unterstützung, bis Du einen Job hast, und wenn es dann soweit ist, solltest Du Dir zumindest finanziell keine Sorgen machen müssen, zumahl der Kindsvater ja auch noch seinen Beitrag leisten muss.

Nicht zuletzt besteht ja theoretisch immer noch die Chance, dass Eure Beziehung wieder besser wird. Es ist ja nicht so, dass man in einer Beziehungskriese völlig machtlos dasteht. Im Internet gibt es zahlreiche Tips, wie man wieder auf den richtigen Weg finden kann. Voraussetzung ist der Wille beider Parteien und ein gemeinsames Kind sollte ein Grund sein, es zumindest mal zu versuchen.

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3. September 2013 um 20:21
In Antwort auf ellie_12125777

...
Ich denke immer: "ich kann ihm das nicht antun".
Jeder sollte doch das Recht haben, zu bestimmen, ob man ein Kind möchte oder nicht. Zumal ich ja gerade davon Gebrauch mache.

Und wenn es so weit kommt. Soll ich hier mit ihm in (s)einer Wohnung sitzen und mich jeden Tag als Schmarotzer und dergleichen beschimpfen lassen?

Ich verstehe einfach nicht, wie es so weit kommen konnte. Der Moment, in dem wir das Kind gezeugt haben, ist naturgemäß ein ganz intimer. Und jetzt behandelt er mich wie eine fremde. Als wäre ich Schuld am Leid der Welt.

Natürlich
"Soll ich hier mit ihm in (s)einer Wohnung sitzen und mich jeden Tag als Schmarotzer und dergleichen beschimpfen lassen?"

nicht, wenn er will dass du gehst, solltest sobald als möglich gehen. Nur rausschmeißen, dass kann er nicht, dass wollte ich klar stellen, da müsste er schon klagen:
http://www.familienrecht-ratgeber.de/familienrecht/gemeinschaft/content_02.html
"Allerdings darf der Alleinmieter den anderen nicht gewaltsam aus der Wohnung werfen, auch die Wegnahme der Schlüssel oder der Austausch der Schlösser ist verboten. Zieht der andere nicht "freiwillig" aus, so muss eine Räumungsklage erhoben werden.
Das Gleiche gilt, wenn einer der Partner den anderen in sein Haus oder seine Eigentumswohnung aufnimmt."

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3. September 2013 um 20:31
In Antwort auf ellie_12125777

Carn9, danke für deine Antwort.
Ich habe BWL studiert und da gibts es ja von Jahr zu Jahr leider immer mehr. Zudem kommt, dass ich (schon komisch das zu schreiben) nicht mehr die jüngste bin. Gerade im Hinblick auf die verkürzten Abiturjahrgänge und den Bachelor. Ist eben alles gar nicht einfach. Ich würde jedoch gerne einen Master machen, aber mit einem Kind stelle ich mir das durchaus schwierig vor.

"Wie allein bist du denn, abgesehen von ihm? Freunde? Verwandte? Eigene Eltern? Das kann einen großen Unterschied machen"
Grundsätzlich bin ich wahrscheinlich gar nicht sooo allein. Meine Mama ist recht jung, gerade mal 48. Meine Großeltern sind noch topfit. Ich habe einen großartigen Bruder. Meine beste Freundin ist vor zwei Jahren Mutter geworden und ist derzeit sogar auch schwanger. Ich habe einfach Angst, dass ich ihn verliere. Aber festhalten an einem Mann, der sich keine Familie mit mir vorstellen kann? Der die psychischen und physischen Folgen eines Abbruchs eher hinnimmt, als zu mir zu stehen und die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen?

Ich komme mir schon arg komisch vor. Für Sex waren die Gefühle anscheinend gerade noch ausreichend. Für weiteres Zusammenleben scheint das irgendwie nicht mehr zu sein.

Wegen der Nötigung habe ich mich auch bereits erkundigt. Aber ich bin ja ein erwachsener Mensch. Ich kann ja einfach gehen. Und dann kann er nichts tun. Ich bin jedoch stets auf der Suche nach etwas hoffnungsvollem in unserer Beziehung. Denke die ganze Zeit, es könnte auch eine Kurzschlussreaktion sein. Aber er sagt Dinge, die ich so schnell nicht aus meinem Herzen kriege. Es verletzt mich und ich leide sehr.

Ich sei ein Schmarotzer und hätte ihn nur ausgenutzt. Dabei hatte er mir zugesagt, ich solle meine Abschlussarbeit scheiben und die letzten Klausuren durchstehen und das Finanzielle würden wir einfach bei meinem Jobeinstieg klären. Und dann rücklings..

Ich bin einfach nicht so. Und ich will ihm auch nichts anhängen. Ich bin ein ehrlicher Mensch und habe ein großes Herz. Umso mehr verletzt mich sein Verhalten.

Eigentlich sind das rhetorische Fragen,
"Aber festhalten an einem Mann, der sich keine Familie mit mir vorstellen kann? Der die psychischen und physischen Folgen eines Abbruchs eher hinnimmt, als zu mir zu stehen und die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen?"
aber du willst die Antwort wahrscheinlich gesagt bekommen:
Natürlich klammert man sich nicht an so einem Mann fest.

Geh auf Abstand auch räumlich wenn sichs einrichten lässt. Bei Freundin, Bruder und Mutter geht das vielleicht sogar ziemlich leicht. Entweder er kriegt sich ein oder nicht. Aber sein Verhalten ist total daneben, entweder merkt er selbst was er da getan hat oder nicht.

"Ich habe einfach Angst, dass ich ihn verliere."
Das hast du, so wie er redet nicht mehr in der Hand. Das hängt ganz von ihm ab, ob er sich rumreisst oder nicht. Einzig wäre noch, wie lange du noch bereit wärest auf eine versöhnliche Geste von ihm zu reagieren (die kommen kann, wenn er gerafft hat, dass er Vater wird, ob er will oder nicht, kann sich was ändern.)

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4. September 2013 um 9:05

Wow...
Ich habe nicht mit so vielen Antworten gerechnet. Vielen Dank. Ein kurzer Zwischenstand.

Gestern kam er wieder einmal ziemlich gestresst und gereizt nach Hause. Wir hatten üblen Streit, ich habe viel geweint. Irgendwie haben wir es jedoch bis zum Abend wieder rumgerissen. An seiner Meinung hat sich nach wie vor nichts geändert. Er will keine Familie mit mir gründen. Punkt. Aber immerhin hat er mich gestern in den Arm genommen und wir sind kuschelnd eingeschlafen. Ich fühle mich nicht gut deswegen. Ich denke, dass er mich irgendwie nur umstimmen will. Als ich ihn fragte, wie er sich das Leben nach einer Abtreibung vorstellt, konnte er mir keine richtige Antwort geben. Bei der Frage, wie es wäre, wenn ich es bekäme, das altbekannte. Er sagte auch Dinge wie "wenn ich dir nicht dir meine Entscheidung nicht in voller Härte mitteile, setzt du dich wieder durch". Das verunsichert mich sehr.

Dass ich zu Profamilia gehe, möchte er nicht. Er hat Angst, dass sie mir die Abtreibung ausreden. Er möchte, dass ich zu einer neutralen Institution gehe. Aber wahrscheinlich sind alle Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind, eher bereit eine junge werdende Mutter zu unterstützen.

Ich habe einfach tierische Angst. Was ist, wenn ich es nicht schaffe. Viele Frauen vor mir haben es doch auch geschafft. Dennoch kriege ich Panik, wenn ich daran denke. Für mein Kind wollte ich immer eine heile Familie. Ich selbst bin Scheidungskind und bei meiner Mutter aufgewachsen. Es war wahrlich nicht einfach.

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4. September 2013 um 10:01
In Antwort auf ellie_12125777

Wow...
Ich habe nicht mit so vielen Antworten gerechnet. Vielen Dank. Ein kurzer Zwischenstand.

Gestern kam er wieder einmal ziemlich gestresst und gereizt nach Hause. Wir hatten üblen Streit, ich habe viel geweint. Irgendwie haben wir es jedoch bis zum Abend wieder rumgerissen. An seiner Meinung hat sich nach wie vor nichts geändert. Er will keine Familie mit mir gründen. Punkt. Aber immerhin hat er mich gestern in den Arm genommen und wir sind kuschelnd eingeschlafen. Ich fühle mich nicht gut deswegen. Ich denke, dass er mich irgendwie nur umstimmen will. Als ich ihn fragte, wie er sich das Leben nach einer Abtreibung vorstellt, konnte er mir keine richtige Antwort geben. Bei der Frage, wie es wäre, wenn ich es bekäme, das altbekannte. Er sagte auch Dinge wie "wenn ich dir nicht dir meine Entscheidung nicht in voller Härte mitteile, setzt du dich wieder durch". Das verunsichert mich sehr.

Dass ich zu Profamilia gehe, möchte er nicht. Er hat Angst, dass sie mir die Abtreibung ausreden. Er möchte, dass ich zu einer neutralen Institution gehe. Aber wahrscheinlich sind alle Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind, eher bereit eine junge werdende Mutter zu unterstützen.

Ich habe einfach tierische Angst. Was ist, wenn ich es nicht schaffe. Viele Frauen vor mir haben es doch auch geschafft. Dennoch kriege ich Panik, wenn ich daran denke. Für mein Kind wollte ich immer eine heile Familie. Ich selbst bin Scheidungskind und bei meiner Mutter aufgewachsen. Es war wahrlich nicht einfach.

Hi
Also erstmal vorweg: Profamila berät ergebnisoffen. So sollte es zumindest sein. Es kann sein, dass nach deiner Tendenz gefragt wird und wenn du dann schon sagst, dass du eher für Kind bist, wird halt vermehrt auf Dinge wie finanzielle Unterstützung hingewiesen.
Du kannst aber auch sagen, dass du eine umfassende ergebnisoffene Beratung haben willst.
Jeder muss wissen, wo er für die Beratung hingeht, aber ich finde es da am einfachsten, weil die Stelle anerkannt ist und bei anderen Stellen müsste man ja auch erst mal wissen, was einen da erwartet.

Dann zu deinem Freund: Ich kann natürlich jeden verstehen, der sich jetzt übergangen fühlt oder gegen seinen Willen zum Vater gemacht wird. Aber er hat auch seinen Teil zu der Situation beigetragen. Und den Spruch, dass du doch bitte das Kind wegmachen lassen sollst, damit er unbelastet ist, wenn er mal mit ner anderen ne Familie gründen will, finde ich UNTER ALLER SAU!
Du hast ja geschrieben, dass es bei euch eh schon kriselt. Aber entweder ich kämpfe halt für die Beziehung oder ich schließe ab. Das Verhalten von deinem Freund ist aber unmöglich. Mit dir ins Bett gehen kann er noch, macht sich aber schon Sorgen, dass ein Kind unangenehmer Anhang bedeutet, wenn er sich ne Neue sucht

Es ist immer blöd, wenn einer partout nicht will. Aber das Risiko einer SS ist halt immer da, wenn man Sex hat und sollte einem vernünftigen Menschen auch bewusst sein. Da es keinen Mittelweg gibt, muss man sich einigen oder einer muss halt zurückstecken und man muss sehen, wie man es geregelt bekommt.

Du solltest auf keinen Fall nur seinetwegen abtreiben, so nicht und schon gar nicht, wenn du die Befürchtung hast, dass du hinterher drunter leidest. Ich weiß nicht, ob du dir vielleicht ein paar Tage Abstand nehmen kannst (räumlich, finanziell,) aber zumindest solltest du überlegen, wie es ohne ihn wäre. Also wenn du die Entscheidung unabhängig von ihm treffen würdest.

Dein familiärer Hintergrund hört sich doch gar nicht so schlecht an. Auch die berufliche Situation ist nicht die allerschlechteste. Immerhin hast du einen Abschluss, das ist schon mal viel wert. Erkundige dich doch mal, wie du vielleicht trotzdem den Master noch machen kannst. Du stehst ja jetzt erst am Anfang der Überlegungen, weil die SS ungeplant war.

Aber ausweglos klingt das alles nicht. Geh erst mal zur Beratung. Das ist ja nicht nur, um für den Fall den Schein in die Hand gedrückt zu kriegen. Es gibt da durchaus auch Mitarbeiter, die wirklich bemüht sind, gut zu beraten, Möglichkeiten aufzuzeigen und zu schauen, wie deine Gefühle dazu sind.

Fühl dich mal gedrückt.

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4. September 2013 um 14:07
In Antwort auf ellie_12125777

Wow...
Ich habe nicht mit so vielen Antworten gerechnet. Vielen Dank. Ein kurzer Zwischenstand.

Gestern kam er wieder einmal ziemlich gestresst und gereizt nach Hause. Wir hatten üblen Streit, ich habe viel geweint. Irgendwie haben wir es jedoch bis zum Abend wieder rumgerissen. An seiner Meinung hat sich nach wie vor nichts geändert. Er will keine Familie mit mir gründen. Punkt. Aber immerhin hat er mich gestern in den Arm genommen und wir sind kuschelnd eingeschlafen. Ich fühle mich nicht gut deswegen. Ich denke, dass er mich irgendwie nur umstimmen will. Als ich ihn fragte, wie er sich das Leben nach einer Abtreibung vorstellt, konnte er mir keine richtige Antwort geben. Bei der Frage, wie es wäre, wenn ich es bekäme, das altbekannte. Er sagte auch Dinge wie "wenn ich dir nicht dir meine Entscheidung nicht in voller Härte mitteile, setzt du dich wieder durch". Das verunsichert mich sehr.

Dass ich zu Profamilia gehe, möchte er nicht. Er hat Angst, dass sie mir die Abtreibung ausreden. Er möchte, dass ich zu einer neutralen Institution gehe. Aber wahrscheinlich sind alle Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind, eher bereit eine junge werdende Mutter zu unterstützen.

Ich habe einfach tierische Angst. Was ist, wenn ich es nicht schaffe. Viele Frauen vor mir haben es doch auch geschafft. Dennoch kriege ich Panik, wenn ich daran denke. Für mein Kind wollte ich immer eine heile Familie. Ich selbst bin Scheidungskind und bei meiner Mutter aufgewachsen. Es war wahrlich nicht einfach.

Wenn du es willst,
dann schaffst du es auch..

Erstmal muss er dir 3 Jahre lange Betreuungsunterhalt von 770 Euro bezahlen und zwar schon von 6 Wochen vor der Geburt, danach dann noch Unterhalt für das Kind.

Dazu kommen noch Wohngeld und ergänzende Hilfe...

Er muss sich an der Erstausstattung vom Kind finanziell beteiligen usw...

Finanziell kommt er nicht aus der Nummer raus...und das weiss er, du hast ihn in und sein zukünftiges Leben der Hand...

Allerdings stimme ich ihm zu, eurer Beziehung war in letzter Zeit sehr schlecht und das er da mit dir nicht ein Kind in die Welt setzen will und dadurch ein lebenlang mit dir verbunden sein, ist völlig klar.

Er weiss, dass es mit euch nichts mehr wird und das sagt er ja auch, wie soll er denn eine Familie mit einer anderen Frau gründen, wenn du und das Kind ihn schon so viel Geld kosten.

Verstehen kann ich ihn, du hast nun seine und deine Zukunft in der Hand..

Das nennt man die Macht der Mutter...

Saraa

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4. September 2013 um 18:10
In Antwort auf saraa33

Wenn du es willst,
dann schaffst du es auch..

Erstmal muss er dir 3 Jahre lange Betreuungsunterhalt von 770 Euro bezahlen und zwar schon von 6 Wochen vor der Geburt, danach dann noch Unterhalt für das Kind.

Dazu kommen noch Wohngeld und ergänzende Hilfe...

Er muss sich an der Erstausstattung vom Kind finanziell beteiligen usw...

Finanziell kommt er nicht aus der Nummer raus...und das weiss er, du hast ihn in und sein zukünftiges Leben der Hand...

Allerdings stimme ich ihm zu, eurer Beziehung war in letzter Zeit sehr schlecht und das er da mit dir nicht ein Kind in die Welt setzen will und dadurch ein lebenlang mit dir verbunden sein, ist völlig klar.

Er weiss, dass es mit euch nichts mehr wird und das sagt er ja auch, wie soll er denn eine Familie mit einer anderen Frau gründen, wenn du und das Kind ihn schon so viel Geld kosten.

Verstehen kann ich ihn, du hast nun seine und deine Zukunft in der Hand..

Das nennt man die Macht der Mutter...

Saraa

Hallo Saraa,
danke für deinen Antwort. Aber wer sagt denn, dass ich mich mein Leben lang an solche einen Menschen binden will? Wenn wir uns trennen und ich mich für das Kind entscheide, nehme ich lieber die Hilfe meiner Mutter und meines Bruders oder besten Freundin an und verzichte gerne auf seine finanzielle Unterstützung.

Das hat zunächst gar nichts mit stolz zu tun. Wenn er es möchte, könnte er beispielsweise Geld auf ein Konto einzahlen und es dem Kind mit der Vollendung des 18. Lebensjahres überlassen. Jedoch denke ich, wenn ich mich entgegen seines Wunsches für das Kind entscheide, steht es ihm frei etwas zu leisten oder nicht. Ich möchte keinen Unterhalt. Jedenfalls nicht für mich. Ich kam vorher klar und ich werde es auch danach. Wenn, dann für das Kind und das kann er gestalten wie er möchte. Ich werde nichts einklagen.

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4. September 2013 um 19:17
In Antwort auf ellie_12125777

Wow...
Ich habe nicht mit so vielen Antworten gerechnet. Vielen Dank. Ein kurzer Zwischenstand.

Gestern kam er wieder einmal ziemlich gestresst und gereizt nach Hause. Wir hatten üblen Streit, ich habe viel geweint. Irgendwie haben wir es jedoch bis zum Abend wieder rumgerissen. An seiner Meinung hat sich nach wie vor nichts geändert. Er will keine Familie mit mir gründen. Punkt. Aber immerhin hat er mich gestern in den Arm genommen und wir sind kuschelnd eingeschlafen. Ich fühle mich nicht gut deswegen. Ich denke, dass er mich irgendwie nur umstimmen will. Als ich ihn fragte, wie er sich das Leben nach einer Abtreibung vorstellt, konnte er mir keine richtige Antwort geben. Bei der Frage, wie es wäre, wenn ich es bekäme, das altbekannte. Er sagte auch Dinge wie "wenn ich dir nicht dir meine Entscheidung nicht in voller Härte mitteile, setzt du dich wieder durch". Das verunsichert mich sehr.

Dass ich zu Profamilia gehe, möchte er nicht. Er hat Angst, dass sie mir die Abtreibung ausreden. Er möchte, dass ich zu einer neutralen Institution gehe. Aber wahrscheinlich sind alle Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind, eher bereit eine junge werdende Mutter zu unterstützen.

Ich habe einfach tierische Angst. Was ist, wenn ich es nicht schaffe. Viele Frauen vor mir haben es doch auch geschafft. Dennoch kriege ich Panik, wenn ich daran denke. Für mein Kind wollte ich immer eine heile Familie. Ich selbst bin Scheidungskind und bei meiner Mutter aufgewachsen. Es war wahrlich nicht einfach.

Panik
Panik haben auch werdende Mütter in geregelten Verhältnissen. Das ist ganz normal. Aber wenn Du dieses Geschöpf mal vor Dir hast, dass weisst Du, dass Du alles für es tun würdest und das mit Liebe und Leidenschaft.

Und wenn es mit Deinem Freund auch auseinander gehen sollte, heisst das doch nicht, dass Du Dein Leben lang allein sein wirst. Du wirst wieder einen Partner finden, der für Dich und das Kind da sein wird.

Auf Deinen Freund würde ich nicht gross schauen. Ich denke, es würde ihm mal gut tun zu sehen, dass man sich im Leben nicht immer nur alles nehmen kann, ohne jemals einen Preis dafür bezahlen zu müssen. Er wäre gern frei wie ein Vogel, aber jetzt muss er Verantwortung übernehmen. Er ist wahrlich alt genug, sich mit der neuen Situation zu arragieren. So macht man das im Erwachsenenleben. Wer weiss, vielleicht hat er auch nie Kinder mit einer anderen Frau. Wenn man auf die vierzig zugeht, wird man nicht unbedingt interessanter für eine Frau, die einen Vater für ihre zukünftigen Kinder sucht.

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9. September 2013 um 14:35

Nochmal zur Ergänzung
bezüglich meiner Aussagen, dass das Verhalten deines Freundes strafbar sein könnte:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/amtsgericht-muenchen-zur-abtreibung-genoetigt-1.1763699

"Sollte sie sich dennoch für das Kind entscheiden, werde er ihr das Leben zur Hölle und sie psychisch fertig machen, soll er ihr gedroht haben. W. setzte Claudia F. eine Frist bis 31. Dezember 2011. Sollte sie bis dahin nicht abgetrieben haben, werde er sich in den Bergen das Leben nehmen. Er werde es aussehen lassen wie einen Unfall, um sicherzustellen, dass seine beiden Kinder und seine Frau auch nach seinem Tod versorgt werden. Daraufhin trieb Claudia F. das Kind im Januar 2012 ab."

Das Verhalten des Kindsvaters, also Androhung ihr das Leben zur Hölle zu machen und Androhung eines Selbstmordes, wodurch sie sich zur Abtreibung entschloss, langte für 1.5 Jahre auf Bewährung.

"Dass Sebastian W. Claudia F. jedoch zur Abtreibung gedrängt hat, daran hatte das Gericht keinerlei Zweifel. Hierfür verurteilte es W. wegen Nötigung zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldauflage in Höhe von 5000 Euro."

Dein Freund sollte also aus eigenem Interesse Aussagen, die drohend sind oder psychischen Druck ausüben, einschränken.

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