Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Ungewollt schwanger - was ist die richtige Entscheidung

Letzte Nachricht: 14. August 2017 um 9:52
08.08.17 um 20:45

Hallo Zusammen,

ich bin in der 9. Woche schwanger und gefühlsmäßig sehr überfordert. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es behalten will oder eine Abtreibung durchführen lassen soll. Der Druck macht mich zur Zeit wirklich fertig und ich kann die Entscheidung psychisch nicht mehr lang herauszögern....

Zu meiner Lebenssituation:
Ich bin 27 Jahre alt und mein Freund 31. Wir sind allerdings erst seit Januar zusammen. Außerdem wohnen wir nicht in der gleichen Stadt, die Entfernung ist allerdings gering. Wir haben beide einen Job und verdienen genug Geld, dass es mit Kind auch reichen würde. Zusammenziehen wollten wir nächstes Jahr im Herbst. Wir hatten auch schon über Kinder in der Zukunft gesprochen und wollten in den nächsten Jahren beide Kinder haben.

Wenn man das alles betrachtet, sind es nicht die schlechtesten Voraussetzungen und wir könnten es schaffen. Mein Freund ist für das Baby, unterstützt mich aber bei beiden Entscheidungen. Er ist die ganze Zeit für mich da und ich kann mir keinen besseren Menschen an meiner Seite vorstellen.

Obwohl ich einerseits Babysachen angucke, mögliche Pläne mache und mich auf eine Zeit mit Kind freue, habe ich das Gefühl, dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Ich fühle mich nicht bereit dazu und habe jede Menge Angst. Ich würde gern noch etwas warten und auch die Zeit alleine mit meinem Freund gern noch genießen. Schließlich sind wir noch nicht sehr lang ein Paar. 
Andererseits habe ich Angst, dass ich eine Abtreibung bereuen könnte und danach mit der Situation nicht klar komme. 
Ehrlicherweise sagt mein Bauch nein zum Baby und mein Kopf sagt ja und denkt nur an schöne Dinge.

Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten

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08.08.17 um 21:59

Den "richtigen" Zeitpunkt gibt es wohl nie. Ihr wünscht euch ein Kind, und das in absehbarer Zukunft. Warum also jetzt ein entstehendes Leben beenden? Ich verstehe total, dass ihr lieber eine Schritt nach dem anderen gegangen wärt, aber manchmal hat das Schicksal seine eigenen Wege Die Entscheidung müsst am Ende natürlich ihr treffen und beide dazu stehen, aber er unterstützt dich und das ist aus meiner Sicht schon sehr viel Wert. Ich wünsche euch alles Liebe!

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09.08.17 um 5:17

Deine Unsicherheit ist normal. Und ehrlich gesagt ändert sich ALLES mit einem Baby , das stimmt.Aber es jetzt weg machen zu lassen, nur weil es gerade nicht zu hundert Prozent passt ist keine Lösung.

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09.08.17 um 8:13

"Kinder plant man nicht"

Das sagte mir meine Mutter als ich mit 20 ungeplant, trotz Pille, schwanger wurde. 
Sie hätte sich zwar gewünscht zumindest 50 werden zu dürfen, bevor sie Oma wird, aber das blieb so halt aus.

Ich denke jetzt bist du überfordert.
Ja.
Zurecht. 
Aber in ein paar Jahren wirst du merken wozu es gut war.

Meine 5 jährige zeigt mir jeden Tag, das sie einfach kommen sollte.
Auch wenn ich sie nicht geplant habe, war sie geplant. Ihre Anwesenheit ist das größte Geschenk und hat auch viel zur Beziehung zwischen meinem Mann und meinem Papa am Ende beigetragen.

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09.08.17 um 8:31

Für mich klingt das auch nur nach Muffensausen, weil es so plötzlich gekommen ist und so etwas enorm lebenverändernd ist. Da denkt man sich sehr leicht mal, dass es zu früh ist und man sich gerne darauf vorbereitet hätte.

Ich glaube aber, dass wenn du abtreiben würdest, du extrem hohe Chancen hast, dass du dir das nicht verzeiht. Gerade wenn Frauen einen prinzipiellen Kinderwunsch haben, können sie eine Abtreibung nur extrem schwer überwinden.

In eurem Alter finde ich es übrigens normal, dass man mit dem Kinderkriegen nicht allzu fackelt. Ich würde als eure Freundin gar nicht darauf kommen, dass es ein Unfall war, ich kenn genug Pärchen, die nach einem halben Jahr anfangen zu basteln.

Ihr habt acht Monate, um euch auf das Kind einzustellen, das ist eine sehr lange Zeit. Da könnt ihr eine gemeinsame Wohnung suchen und noch ganz viel Pärchenzeit genießen. Ihr könnt ja auch einen hübschen Babymoon machen.

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09.08.17 um 10:27
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Für mich klingt das auch nur nach Muffensausen, weil es so plötzlich gekommen ist und so etwas enorm lebenverändernd ist. Da denkt man sich sehr leicht mal, dass es zu früh ist und man sich gerne darauf vorbereitet hätte.

Ich glaube aber, dass wenn du abtreiben würdest, du extrem hohe Chancen hast, dass du dir das nicht verzeiht. Gerade wenn Frauen einen prinzipiellen Kinderwunsch haben, können sie eine Abtreibung nur extrem schwer überwinden.

In eurem Alter finde ich es übrigens normal, dass man mit dem Kinderkriegen nicht allzu fackelt. Ich würde als eure Freundin gar nicht darauf kommen, dass es ein Unfall war, ich kenn genug Pärchen, die nach einem halben Jahr anfangen zu basteln.

Ihr habt acht Monate, um euch auf das Kind einzustellen, das ist eine sehr lange Zeit. Da könnt ihr eine gemeinsame Wohnung suchen und noch ganz viel Pärchenzeit genießen. Ihr könnt ja auch einen hübschen Babymoon machen.

Danke für deine Antwort. Das zu lesen hat mir sehr geholfen. Ich habe wirklich Angst, manchmal auch richtige Panik, weil ich allein damit bin und meinen Freund nur am Wochenende sehen kann. Natürlich telefonieren wir jeden Tag, aber das kann persönliche Nähe nicht ersetzen. 

Wir haben beide Szenarien durchgespielt und für beides eine Lösung gefunden. Wenn wir es behalten, ziehe ich anfang des nächsten Jahres zu ihm, solange das baby noch kein eigenes Zimmer braucht und wir hätten genug Zeit eine größere Wohnung zu finden. Beruflich ist es für mich kein Problem, da ich nächstes Jahr den Arbeitgeber wechseln wollte. Das könnte ich jetzt auch nach der Elternzeit machen.

Das Problem mit der Abtreibung ist, dass es mir vorkommt als wäre es das was ich will, aber ich weiß nicht, ob es nur mein Kopf ist, der die einfachste Lösung sucht. 

In meinem Freundeskreis hat noch keiner Kinder und ich würde gern mal mit anderen Schwangeren oder Müttern sprechen, ob diese Ängste vielleicht normal sind, wenn man ungeplant schwanger wurde. 

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09.08.17 um 10:31
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"Kinder plant man nicht"

Das sagte mir meine Mutter als ich mit 20 ungeplant, trotz Pille, schwanger wurde. 
Sie hätte sich zwar gewünscht zumindest 50 werden zu dürfen, bevor sie Oma wird, aber das blieb so halt aus.

Ich denke jetzt bist du überfordert.
Ja.
Zurecht. 
Aber in ein paar Jahren wirst du merken wozu es gut war.

Meine 5 jährige zeigt mir jeden Tag, das sie einfach kommen sollte.
Auch wenn ich sie nicht geplant habe, war sie geplant. Ihre Anwesenheit ist das größte Geschenk und hat auch viel zur Beziehung zwischen meinem Mann und meinem Papa am Ende beigetragen.

Danke für deine Worte  

Ich glaube auch, wenn das eigene Kind erstmal auf der Welt ist, dass man garkeine Zweifel mehr hat und nichts bereut. Auch wenn es nicht immer einfach wird.

Hattest du auch Angst, oder wusstest du sofot was du willst? Wie bist du wieder in das berufsleben eingestiegen? 

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09.08.17 um 10:39
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Den "richtigen" Zeitpunkt gibt es wohl nie. Ihr wünscht euch ein Kind, und das in absehbarer Zukunft. Warum also jetzt ein entstehendes Leben beenden? Ich verstehe total, dass ihr lieber eine Schritt nach dem anderen gegangen wärt, aber manchmal hat das Schicksal seine eigenen Wege Die Entscheidung müsst am Ende natürlich ihr treffen und beide dazu stehen, aber er unterstützt dich und das ist aus meiner Sicht schon sehr viel Wert. Ich wünsche euch alles Liebe!

Vielen Dank  

Es gibt tatsächlich nichts was dagegen spricht, wenn man unsere Situation betrachtet. Ich habe ein riesen Glück so einen Partner an der Seite zu haben, der immer hinter mir steht und alles für mich tun würde. 

Ich komme mir selbst egoistisch vor, dass ich über eine Abtreibung nachdenke, weil es keinen offensichtlichen Grund gibt, außer, dass ich Angst habe und daran zweifle, dass wir das schaffen

 

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09.08.17 um 10:46
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Danke für deine Antwort. Das zu lesen hat mir sehr geholfen. Ich habe wirklich Angst, manchmal auch richtige Panik, weil ich allein damit bin und meinen Freund nur am Wochenende sehen kann. Natürlich telefonieren wir jeden Tag, aber das kann persönliche Nähe nicht ersetzen. 

Wir haben beide Szenarien durchgespielt und für beides eine Lösung gefunden. Wenn wir es behalten, ziehe ich anfang des nächsten Jahres zu ihm, solange das baby noch kein eigenes Zimmer braucht und wir hätten genug Zeit eine größere Wohnung zu finden. Beruflich ist es für mich kein Problem, da ich nächstes Jahr den Arbeitgeber wechseln wollte. Das könnte ich jetzt auch nach der Elternzeit machen.

Das Problem mit der Abtreibung ist, dass es mir vorkommt als wäre es das was ich will, aber ich weiß nicht, ob es nur mein Kopf ist, der die einfachste Lösung sucht. 

In meinem Freundeskreis hat noch keiner Kinder und ich würde gern mal mit anderen Schwangeren oder Müttern sprechen, ob diese Ängste vielleicht normal sind, wenn man ungeplant schwanger wurde. 

Bei mir ist es ja so, dass wir jetzt schon ein Jahr lang versuchen schwanger zu werden, aber es noch immer nicht geklappt hat. Und stell dir vor - selbst nach einem Jahr, wo ich schon so unendlich verzweifelt war, dass es nicht klappt, krieg ich doch immer wieder ein komisches Gefühl im Bauch und denke mir, dass es vielleicht besser so ist und ob mich ein Kind momentan nicht total überfordern würde.
Das sind einfach kalte Füße und haben wenig mit der Realität zu tun. Wir wären ja auch sehr unvernünftige Menschen, wenn wir einfach nur die ganze Zeit denken würden "Oh Gott, ein Baby ist soooo süß und ich werde dann immer mit ihm spielen und total glücklich sein!!!". Natürlich gibt es auch die andere Seite und ich denke jede Frau, die sich kein einziges Mal Sorgen macht vor oder während der Schwangerschaft, ist einfach nur verrückt

Jetzt wo es bei uns schon Richtung Kinderwunschklinik geht, denke ich mir permanent "ach wäre ich doch nur aus Versehen schon früher schwanger geworden". Sich immer wieder aktiv für ein Baby anzustrengen, kann sehr zermürbend sein und wie gesagt, sind immer auch wieder Stimmen da, die meinen, dass es vielleicht einfach nicht sein soll. Es hat definitiv Vorteile, wenn man diese Schritte einfach überspringt. Auch das gemeinsame Basteln stellt man sich gerne mal romantisch vor - wenn es aber dann nicht bald einmal klappt, schwappt das gerne ins Gegenteil über und beide Partner sind nur noch gestresst/genervt davon. Auch etwas, das du dir somit erspart hättest

Wir haben es übrigens auch so geplant, dass wir erstmal in unserer kleinen Wohnung wohnen bleiben, bis das Kind überhaupt mal gehen kann. Ich hab mehrere Familien im Umfeld, die sich während der Schwangerschaft groß ein Haus gebaut und ein Kinderzimmer eingerichtet haben. Und das Kinderzimmer war dann zwei Jahre lang nur ein verstaubter Abstellraum und sonst nix.

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09.08.17 um 10:59
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Danke für deine Worte  

Ich glaube auch, wenn das eigene Kind erstmal auf der Welt ist, dass man garkeine Zweifel mehr hat und nichts bereut. Auch wenn es nicht immer einfach wird.

Hattest du auch Angst, oder wusstest du sofot was du willst? Wie bist du wieder in das berufsleben eingestiegen? 

Ohja Angst hatte ich definitiv. Aber für mich war es nie eine Option abzutreiben. Ich könnte so etwas einfach nicht. Ein Kind was entsteht hat irgendwie für mich seine Lebensberechtigung, weil es sich ja trotz Verhütung eingenistet hat.

Ich war damals Studentin. Ich hab das Studium abgebrochen, blieb ein Jahr zuhause und begann dann einen Ausbildung. Es war hart, aber unser Sonneschein zeigte einem wofür man es tat. Letztes Jahr war die Ausbildung zu Ende und in knapp 3 Wochen kommt unser 2. Kind. Auch erschreckend schneller als erwartet, aber diesmal "geplant".

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09.08.17 um 15:01
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Hallo Zusammen,

ich bin in der 9. Woche schwanger und gefühlsmäßig sehr überfordert. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es behalten will oder eine Abtreibung durchführen lassen soll. Der Druck macht mich zur Zeit wirklich fertig und ich kann die Entscheidung psychisch nicht mehr lang herauszögern....

Zu meiner Lebenssituation:
Ich bin 27 Jahre alt und mein Freund 31. Wir sind allerdings erst seit Januar zusammen. Außerdem wohnen wir nicht in der gleichen Stadt, die Entfernung ist allerdings gering. Wir haben beide einen Job und verdienen genug Geld, dass es mit Kind auch reichen würde. Zusammenziehen wollten wir nächstes Jahr im Herbst. Wir hatten auch schon über Kinder in der Zukunft gesprochen und wollten in den nächsten Jahren beide Kinder haben.

Wenn man das alles betrachtet, sind es nicht die schlechtesten Voraussetzungen und wir könnten es schaffen. Mein Freund ist für das Baby, unterstützt mich aber bei beiden Entscheidungen. Er ist die ganze Zeit für mich da und ich kann mir keinen besseren Menschen an meiner Seite vorstellen.

Obwohl ich einerseits Babysachen angucke, mögliche Pläne mache und mich auf eine Zeit mit Kind freue, habe ich das Gefühl, dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Ich fühle mich nicht bereit dazu und habe jede Menge Angst. Ich würde gern noch etwas warten und auch die Zeit alleine mit meinem Freund gern noch genießen. Schließlich sind wir noch nicht sehr lang ein Paar. 
Andererseits habe ich Angst, dass ich eine Abtreibung bereuen könnte und danach mit der Situation nicht klar komme. 
Ehrlicherweise sagt mein Bauch nein zum Baby und mein Kopf sagt ja und denkt nur an schöne Dinge.

Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten

Hallo primr0se
 
im Lesen deiner Zeilen spürt man so richtig "hautnah" deine Verunsicherung, wie du mit deiner, irgendwie plötzlichen, Schwangerschaft umgehen sollst... und wie das, so viele Wochen schon, deine Welt auf den Kopf stellt - das ist wahnsinnsanstrengend... aber natürlich auch ganz normal, sich zu wünschen, dass sich nichts ändern sollte, weil es eben zu zweit grade so schön ist. 
 
Trotzdem kommen dir/euch schon viele Ideen für einen weiteren Weg zu dritt und es klingt alles sehr stimmig, wenn ich mir eure Situation so vorstelle.

Ein Kind bekommen ist so etwas wie eine Reise, die man plant, weil man sich das einfach schön vorstellt. So lebt man halt. Man stellt sich etwas gut vor und macht das dann.

Mir kam der Gedanke mit einer Reise deswegen, wenn es dann nämlich wirklich losgeht, wird’s meistens kribblig.... das Neuland wird nicht mehr nur schön gesehen. Die Reise kostet was. vor allem Ungewissheit und auch etwas-hinter-sich-lassen, zumindest für gewisse Zeit.

Das alles findet sich in deiner Situation wieder und macht dich gerade ganz schön fertig. Obwohl du dir’s vorstellen kannst und es auch viele „Plusse“ gibt, die "dafür" sprechen.

Ich kann dich verstehen und find’s echt ganz normal, dass deine Gefühle so durcheinander sind. - Es tragen natürlich sicher auch noch die verrückten SS-Hormone mit dazu bei! 

Wie stehen denn deine Eltern zu allem? Wissen sie es eigentlich? Sind sie in deiner Nähe und würden sie dich unterstützen?

Hey, gib dir noch etwas Zeit... ein objektives Für und Wider ist da echt nicht möglich. Aber ich finde, wenn du es behältst, hast du mit deinem Liebsten zusammen ein ziemlich wunderbares Ziel vor Augen. 

Mitfühlgrüße von Viola
 

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09.08.17 um 15:01

Also das kannst du wohl kaum beurteilen  Es geht hier um mein Leben und deine "hilfreichen Kommentare" sind völlig unangebracht 

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09.08.17 um 15:05
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Bei mir ist es ja so, dass wir jetzt schon ein Jahr lang versuchen schwanger zu werden, aber es noch immer nicht geklappt hat. Und stell dir vor - selbst nach einem Jahr, wo ich schon so unendlich verzweifelt war, dass es nicht klappt, krieg ich doch immer wieder ein komisches Gefühl im Bauch und denke mir, dass es vielleicht besser so ist und ob mich ein Kind momentan nicht total überfordern würde.
Das sind einfach kalte Füße und haben wenig mit der Realität zu tun. Wir wären ja auch sehr unvernünftige Menschen, wenn wir einfach nur die ganze Zeit denken würden "Oh Gott, ein Baby ist soooo süß und ich werde dann immer mit ihm spielen und total glücklich sein!!!". Natürlich gibt es auch die andere Seite und ich denke jede Frau, die sich kein einziges Mal Sorgen macht vor oder während der Schwangerschaft, ist einfach nur verrückt

Jetzt wo es bei uns schon Richtung Kinderwunschklinik geht, denke ich mir permanent "ach wäre ich doch nur aus Versehen schon früher schwanger geworden". Sich immer wieder aktiv für ein Baby anzustrengen, kann sehr zermürbend sein und wie gesagt, sind immer auch wieder Stimmen da, die meinen, dass es vielleicht einfach nicht sein soll. Es hat definitiv Vorteile, wenn man diese Schritte einfach überspringt. Auch das gemeinsame Basteln stellt man sich gerne mal romantisch vor - wenn es aber dann nicht bald einmal klappt, schwappt das gerne ins Gegenteil über und beide Partner sind nur noch gestresst/genervt davon. Auch etwas, das du dir somit erspart hättest

Wir haben es übrigens auch so geplant, dass wir erstmal in unserer kleinen Wohnung wohnen bleiben, bis das Kind überhaupt mal gehen kann. Ich hab mehrere Familien im Umfeld, die sich während der Schwangerschaft groß ein Haus gebaut und ein Kinderzimmer eingerichtet haben. Und das Kinderzimmer war dann zwei Jahre lang nur ein verstaubter Abstellraum und sonst nix.

Ich kann mir vorstellen, dass es sehr nervenzerreibend sein kann, wenn man ein Kind möchte und es nicht klappt. Der Druck, der auf einem lastet wirkt sicher auch kontraproduktiv. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald klappt

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09.08.17 um 15:07
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Ohja Angst hatte ich definitiv. Aber für mich war es nie eine Option abzutreiben. Ich könnte so etwas einfach nicht. Ein Kind was entsteht hat irgendwie für mich seine Lebensberechtigung, weil es sich ja trotz Verhütung eingenistet hat.

Ich war damals Studentin. Ich hab das Studium abgebrochen, blieb ein Jahr zuhause und begann dann einen Ausbildung. Es war hart, aber unser Sonneschein zeigte einem wofür man es tat. Letztes Jahr war die Ausbildung zu Ende und in knapp 3 Wochen kommt unser 2. Kind. Auch erschreckend schneller als erwartet, aber diesmal "geplant".

Herzlichen Glückwunsch es ist schön zu hören, dass es bei dir alles gut geklappt hat. 

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09.08.17 um 15:14
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Hallo primr0se
 
im Lesen deiner Zeilen spürt man so richtig "hautnah" deine Verunsicherung, wie du mit deiner, irgendwie plötzlichen, Schwangerschaft umgehen sollst... und wie das, so viele Wochen schon, deine Welt auf den Kopf stellt - das ist wahnsinnsanstrengend... aber natürlich auch ganz normal, sich zu wünschen, dass sich nichts ändern sollte, weil es eben zu zweit grade so schön ist. 
 
Trotzdem kommen dir/euch schon viele Ideen für einen weiteren Weg zu dritt und es klingt alles sehr stimmig, wenn ich mir eure Situation so vorstelle.

Ein Kind bekommen ist so etwas wie eine Reise, die man plant, weil man sich das einfach schön vorstellt. So lebt man halt. Man stellt sich etwas gut vor und macht das dann.

Mir kam der Gedanke mit einer Reise deswegen, wenn es dann nämlich wirklich losgeht, wird’s meistens kribblig.... das Neuland wird nicht mehr nur schön gesehen. Die Reise kostet was. vor allem Ungewissheit und auch etwas-hinter-sich-lassen, zumindest für gewisse Zeit.

Das alles findet sich in deiner Situation wieder und macht dich gerade ganz schön fertig. Obwohl du dir’s vorstellen kannst und es auch viele „Plusse“ gibt, die "dafür" sprechen.

Ich kann dich verstehen und find’s echt ganz normal, dass deine Gefühle so durcheinander sind. - Es tragen natürlich sicher auch noch die verrückten SS-Hormone mit dazu bei! 

Wie stehen denn deine Eltern zu allem? Wissen sie es eigentlich? Sind sie in deiner Nähe und würden sie dich unterstützen?

Hey, gib dir noch etwas Zeit... ein objektives Für und Wider ist da echt nicht möglich. Aber ich finde, wenn du es behältst, hast du mit deinem Liebsten zusammen ein ziemlich wunderbares Ziel vor Augen. 

Mitfühlgrüße von Viola
 

Hallo Viola,

danke für deine liebe Nachricht. Die Idee einer Reise gefällt mir sehr. 

Ich bin wirklich sehr sehr verunsichert und der entscheidungsdruck macht mich sehr fertig.

Meine Mama weiß es noch nicht, da ich mir selbst erst klarer werden wollte. Sie wohnt auch nicht im gleichen Bundesland und wäre keine dauerhafte Unterstützung. Mein Vater ist verstorbene und meine Oma lebt in den USA. Insgesamt wären wir auf uns gestellt, da seine Familie ähnlich aussieht.

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09.08.17 um 15:40
In Antwort auf

Hallo Zusammen,

ich bin in der 9. Woche schwanger und gefühlsmäßig sehr überfordert. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es behalten will oder eine Abtreibung durchführen lassen soll. Der Druck macht mich zur Zeit wirklich fertig und ich kann die Entscheidung psychisch nicht mehr lang herauszögern....

Zu meiner Lebenssituation:
Ich bin 27 Jahre alt und mein Freund 31. Wir sind allerdings erst seit Januar zusammen. Außerdem wohnen wir nicht in der gleichen Stadt, die Entfernung ist allerdings gering. Wir haben beide einen Job und verdienen genug Geld, dass es mit Kind auch reichen würde. Zusammenziehen wollten wir nächstes Jahr im Herbst. Wir hatten auch schon über Kinder in der Zukunft gesprochen und wollten in den nächsten Jahren beide Kinder haben.

Wenn man das alles betrachtet, sind es nicht die schlechtesten Voraussetzungen und wir könnten es schaffen. Mein Freund ist für das Baby, unterstützt mich aber bei beiden Entscheidungen. Er ist die ganze Zeit für mich da und ich kann mir keinen besseren Menschen an meiner Seite vorstellen.

Obwohl ich einerseits Babysachen angucke, mögliche Pläne mache und mich auf eine Zeit mit Kind freue, habe ich das Gefühl, dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Ich fühle mich nicht bereit dazu und habe jede Menge Angst. Ich würde gern noch etwas warten und auch die Zeit alleine mit meinem Freund gern noch genießen. Schließlich sind wir noch nicht sehr lang ein Paar. 
Andererseits habe ich Angst, dass ich eine Abtreibung bereuen könnte und danach mit der Situation nicht klar komme. 
Ehrlicherweise sagt mein Bauch nein zum Baby und mein Kopf sagt ja und denkt nur an schöne Dinge.

Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten

Man ist nie für das Baby bereit. Es ist immer nicht richtige Zeitpunkt oder zu viele Probleme oder noch etwas. Das ist nur die Angst, dass ihr etwas nicht schafft. Das ist die große Verantwortung für das ganze Leben. Und ich bin der Meinung, dass Abtreibung gar unmoralisch ist. Später willst du bereuen, so mach jetzt kein Fehler.
 

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09.08.17 um 16:01

Hey du,

ich bin nach 2 Jahren üben endlich schwanger in der 16. Woche.

Und obwohl wir seit fast 2 Jahren üben - man ist trotzdem am Anfang der Schwangerschaft durcheinander. Man überlegt wie das alles wird, ob man finanziell in der Elternzeit klarkommt usw.... klar hat man sich das vorher überlegt, aber wenns ernst wird ist es dann doch nochmal anders

Ich denke ihr werdet eine wunderschöne Zeit als kleine, junge Familie haben und ich wünsche dir alles Gute. Ihr schafft das aufjedenfall und du hast einen tollen Partner

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09.08.17 um 16:31

Das ist völlig normal, dass du unsicher bist. Ich war damals sogar unsicher, obwohl es ein geplantes Wunschkind war, an dem wir lange gebastelt haben. Eine Schwangerschaft verändert halt nicht nur den Körper, sondern auch das Denken und die Gemütslage. Und wenn es dann auch noch ungeplant passiert, du also bei der Entscheidung die Zügel nicht in der Hand hattest und nicht selbst bestimmen konntest, dann ist man erst recht verunsichert. Völlig normal. Es ist auch normal, dass du Zukunftsängste hast, Angst, es nicht zu schaffen oder daran zweifelst, ob es die richtige Entscheidung ist/war. Aber ich verspreche dir, dass das spätestens im Kreißsaal vergessen ist, wenn du das Würmchen dann im Arm hast. Da kommen dir deine Zweifel dann total absurd vor, denn das Kind ist kein menschenfressender Teufel, der dich ärgert 😉

Ich finde eure Bedingungen super. Daran gibts gar nix zu meckern. Ihr habt das richtige Alter, beide einen Job, wollt eh Kinder, dein Freund steht hinter dir... Dann nimm dieses Baby. Es wäre nämlich etwas makaber, wenn du dieses Kind jetzt relativ grundlos abtreibst, um dann in 6, 9 oder 12 Monaten ein neues zu machen, weil dann ein paar Monate ins Land gegangen sind. Zumal du auch in 6, 9 oder 12 Monaten unsicher sein wirst, weil eine Schwangerschaft nun mal gemischte Gefühle mitsich bringt.  

Ihr habt jetzt noch mehr als ein halbes Jahr Zeit, bis das Baby kommt. Zeit für euch als Paar und Zeit eine neue Wohnung zu finden. Das Baby ist ja nicht nächste Woche gleich da 😉

Hab nur Mut! Kinder kommen selten dann, wenn wir das wollen. Oft schleichen sie sich einfach ein. Und wenn nicht alles brach liegt und du im persönlichen Chaos lebst, dann spricht nix dagegen den kleinen Mini-Menschen kennenzulernen. Ich würde es in deiner Situation bekommen. 

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14.08.17 um 9:52

Liebe primr0se
 
hattest du ein gutes Wochenende? - Du, ich hab’ dir letzte Woche mal privat geschrieben... schau’ doch in dein Postfach! 
 
Ich hoffe und wünsche dir nämlich sehr, dass du alles was du brauchst findest, um für dich ganz klar zu werden. 

Herzliche Montags-Gedankengrüße von Viola
 

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