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Ungewollt schwanger -Fehlgeburt

27. Dezember 2012 um 9:19 Letzte Antwort: 27. Dezember 2012 um 10:39

Hallo ihr,

wie soll ich anfangen, ich fühle mich gerade so traurig, habe Schuldgefühle. Ich kann/möchte mit niemandem darüber reden, muss das mir aber von der Seele reden.

Vor fast einem Monat habe ich mit einem Test festgestellt, dass ich schwanger bin, trotz Spirale. Das war ein großer Schock für mich. Sowohl beruflich als auch privat passt das überhaupt nicht und ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich habe die Tatsache zuerst verdrängt, habe niemanden was davon erzählt. Wollte nicht darüber nachdenken. Wie soll ich das meinem Partner erklären, was mache ich mit meiner Ausbildung, wie soll es weitergehen und wie konnte das passieren? Ich fühle mich überhaupt nicht bereit dazu, ein Kind zu haben

Letztes Wochenende haben mich die Sorgen aber eingeholt, ich habe viel geweint, richtig Heulkrämpfe gehabt und mich selber gehasst, dass das passiert ist. Und warum es mir passiert ist. Ich habe dann Unterleibsschmerzen bekommen. Der Rücken tat mir so weh, dass ich kaum stehen konnte. Später setzten Blutungen ein, wie Zwischenblutungen. Am Montag bin ich zum Arzt, es war eine Fehlgeburt.Mein erster Gedanke war, Gott sei Dank und ich fühlte mich erleichtert! Eine Ausschabung musste zum Glück nicht gemacht werden. Aber trotz der Erleichterung fühle ich mich jetzt so wahnsinnig traurig. Ich möchte mich vergraben. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen. Es war doch mein Kind,etwas von mir, dass da gestorben ist. Und ich bin erleichtert gewesen, was für ein schlechter Mensch bin ich eigentlich! Waren es meine Gedanken, die dazu geführt haben? Ich bin schuld daran. Ich habe keine schönen Gedanken über es gehabt und nun ist es nicht mehr da. Wenn ich darüber nachdenke, dann kann ich nicht mehr.

Ich habe mich seitdem eingeiglet, will mit niemanden darüber sprechen, nichts erklären müssen, niemand weiß es. Trotzdem muss ich es loswerden, mir von der Seele schreiben.

Danke fürs lesen!!





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27. Dezember 2012 um 9:23

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Hallo.
Mach dir keine Vorwuerfe. Eine ungeplante SS kann einen ganz schoen aus der Bahn werfen. Dir wurde nicht die Zeit gegeben, dich mit dem Gedanken anzufreunden und dich zu freuen.
Deine Erleichterung ist irgendwo nachvollziehbar. Die Natur hat das fuer dich entschieden. Hab kein schlechtes Gewissen fuer diesen einen Gedanken. Dein kleines Sternchen wird es verstehen. Oft sind es auch die Hormone, die die Gefuehle so Achterbahn fahren lassen...
Alles Gute!

Lg

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27. Dezember 2012 um 9:35

Ich sehe es genauso
Außerdem bist du doch jetzt traurig! Ich hatte eine fg zwar war die Schwangerschaft geplant aber nach allem(auch ausschabung) war ich kurz traurig und dann hab ich alles verdrängt,wollte nicht mehr schwanger werden und nichts mehr mit Babys zu tun haben! Da ich aber schon zwei Kinder hab,wurde ich immer wieder dran erinnert und auch meine Schwester bekam dann ein Baby! Nach 6 Monaten trauerte ich erst und dachte auch was bist du für ein Mensch! Keiner denkt mehr dran,jetzt denkst du dran! Haben wieder angefangen zu üben und hoffen das es bald endlich klappt! Jeder trauert anders aber auch diese Erleichterung ist normal! Meine erste Schwangerschaft war nicht geplant! Ich hab mir als ich den Test in der Hand hilt gewünscht es soll nur weg gehen! Dann war ich beim Doc und sah meine große,schämte mich für den Gedanken! Ich bin froh das sie da ist,will dir nur sagen das ist normal! Fühl dich nicht schuldig! Irgendwann bist du bereit und bekommst ein Kind! Auch wenn du dein Sternchen nie vergessen wirst!

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27. Dezember 2012 um 9:36

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Ich schließe mich Sternenstaub an. Du trägst keine Schuld daran, dass du das Kind verloren hast. Bist zu 50% aller Schwangerschaften gehen einfach wieder ab oder nisten sich erst gar nicht erst ein. Dein Kleines war vermutlich gar nicht Lebensfähig.

Hier im Forum haben wir fast alle schon Fehlgeburten erlebt. Keine dieser Frauen konnte etwas dafür. Auf der anderen Seite gibt es viele Frauen, die sich nicht über eine Schwangerschaft freuen und ähnliche negative Gefühle und Zweifel wie du haben, und trotzdem bleibt die Schwangerschaft intakt.

Ich habe hier schon einige Berichte von Frauen gelesen, die sich nicht gefreut haben. Nach einer Weile Schwangerschaft oder spätestens zur Geburt haben auch diese Frauen ihr Kleines über alles geliebt. Hättest du mehr Zeit gehabt, hättest du bestimmt eine positivere Einstellung zum Kind bekommen. Ganz sicher. Übrigens zweifeln auch Frauen, die sich nichts sehnlicher als ein Kund wünschen, in Laufe ihrer SS gelegentlich.

Es wäre bestimmt gut für dich, wenn du eine Vertraute hättest, mit der du sprechen kannst. Den Impuls sich einzuigeln verstehe ich aber total.

Fühl dich gedrückt!

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27. Dezember 2012 um 9:41

Danke
für deine tröstenden Worte Sternenstaub!

Mein kleines Sternchen...das klingt so rührend und gleichzeitig so traurig!


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27. Dezember 2012 um 10:39

...
Es hilft mir schon, hier meine Gedanken zu schreiben und Eure Worte, Eure Erfahrungen dazu zu hören.

Vielen lieben Dank dafür!

Auch wenn es mir jetzt noch nicht gelingt, mir keine Vorwürfe zu machen.

Mein Leben ist zur Zeit sehr stressig. Ich hatte bisher keine Zeit, mir so viele Gedanken zu machen, habe die Schwangerschaft nur als Störfaktor gesehen. Jetzt die letzten Tage habe ich zum ersten mal die Möglichkeit und da bricht alles über mich hinein. Dass ich herzlos war, denke ich manchmal. Ich wusste nicht, wie es weitergehen soll, habe mir gewünscht, es wäre nicht so. Und dieses "Nicht Wollen" belastet mich nun so sehr, nachdem es nicht mehr ist. Versteht ihr, was ich meine? Ich fühle mich dafür verantwortlich! Habe mich während der Schwangerschaft nicht geschont, gearbeitet wie eine Verrückte, um nicht darüber nachdenken zu müssen.

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