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Ungeplant schwanger - Herz vs. Kopf (bereits 2fach-Mama)

27. Oktober 2017 um 23:17 Letzte Antwort: 28. Oktober 2017 um 22:47

Hallo ihr Lieben,

ich bin nicht 100%ig sicher, ob ich in diesem Teil des Forums komplett richtig bin...da hier vor allem Frauen berichten, die versuchen schwanger zu werden und das letzte, was ich möchte, ist andere mit meiner aktuellen Situation vor den Kopf zu stoßen. 

Zu meiner Situation: Ich bin 30 Jahre alt, habe mit meinem Mann zwei wundervolle (Wunsch)kinder (2+4 Jahre alt) und wir hatten unsere Familienplanung (eigentlich?) abgeschlossen. Vergangenen Donnerstag hätte ich meine Periode bekommen müssen und hatte noch an dem selben Tag ein komisches Gefühl. Und noch nachmittags gestestet - positiv.

Ich war wie gelähmt. Ich weiß genau, wann "es" passiert ist. Wir verhüten sonst IMMER mit Kondom. Der vergangene Monat war stressig und es kam genau zu einem "Mal"...das erste Mal, dass wir nicht aufgepasst haben....ein Schuss ein Treffer, wie man wohl sagt. Ich habe es ihm sofort erzählt und wir waren beide hin- und hergerissen zwischen "Um Gottes Willen" aber auch Freude. Nach einem längeren Gespräch mit dem Abwägen der jeweiligen Pro-/Contra seite sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Schwangerschaft abbrechen sollten. Wir sind mit den beiden Kindern sehr gut ausgelastet. Wobei ich aufgrund der Arbeitssituation meines Mannes (er ist oft nachts, am Wochenende und auch so unter der Woche häufig 24 Stunden-Dienste arbeiten). Ich mache/manage quasi 80% der Zeit alles alleine mit den Mäusen. Vom In-die-Kita-bringen und -abholen, übers Kochen, Spielen, Anziehen, Zähneputzen....naja eigentlich alles + Haushalt. Nebenbei gehe ich Teilzeit arbeiten. Dass es so sein würde, wussten wir, doch wir wussten auch, dass wir/ich das mit zwei Mäusen gut hinbekomme und es hat sich auch alles sehr gut eingespielt. Wir haben uns darauf gefreut, bald gemeinsam zu viert auch mal einen großen Urlaub zu machen. Und auch wieder mal zeit für uns beide - als Paar - zu haben. Aus finanzieller Sicht können wir ein drittes Kind stämmen. Aber für mich bedeutet es, meine Karriere für die kommenden Jahre aufzugeben - und als Herdheimchen sehe ich mich eigentlich nicht...Hinzu kommt, dass wir seitens Großeltern nicht viel Unterstützung haben. Es gibt ein Großelternpaar, dass Interesse an uns und unseren Kindern zeigt, aber 3 Kinder mal ein- bis zwei Mal im Quartal "abzugeben"...das wird nichts. Das möchten und würden wir auch nie verlangen. Quality time als Familie mit drei Kindern heißt, diese auch IMMER mit den dreien zu verbringen...Dann werden die Kinder größer, entwickeln individuelle Interessen - und ich wäre auch dann mit der Organisation (die eine geht reiten, der andere zum Schwimmen, der andere zum Karate-...?) Wie soll ich das alles alleine managen?

Ich habe Angst, zu "muttieren" und mich als Person und uns als Paar zu verlieren. Ich weiß, dass mein mann hinter mir steht, egal, welche Entscheidung letztlich fällt. Andererseits ist das für ihn ja auch relativ leicht. Die Arbeit hätte ich hauptsächlich alleine und leisten können wir es uns.


Ich bin extrem hin-und hergerissen. Und ehrlich gesagt seit letzetr Woche oft am Weinen. Schaue mir Bilder von Embryos in diesem Satdium an, habe Angst, am Montag beim US den Herzschlag zu hören und meine Entscheindung FÜR eine Abtreibung  zu bereuen(wenn, soll es Mifegyne werden....ich treffe die ENtscheidung bewusst und will auch die Konsequenzen bewusst tragen )


Ich weiß nicht...gibt es hier vielleicht jemanden, der in einer ähnlichen Situation war? Oder eine Mana, die drei Kinder hat...und wo man DENNOCH auch hin und wieder Paarzeit hat? Wie läuft der Alltag mit drei Kids ab? Wie Urlaube...? Wie wird man allen Kindern gerecht...?

Tut mir leid, ich bin extrem durch den Wind. Ich habe solche Schuldgefühle.
Ich "fühle" mich auch schwanger...ich spüre die Veränderungen...und bekomme Panik, egal, an welche Variante ich denke...


Vielen Dank fürs Lesen...

Liebe Grüße



 

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28. Oktober 2017 um 10:48
In Antwort auf juli7723

Hallo ihr Lieben,

ich bin nicht 100%ig sicher, ob ich in diesem Teil des Forums komplett richtig bin...da hier vor allem Frauen berichten, die versuchen schwanger zu werden und das letzte, was ich möchte, ist andere mit meiner aktuellen Situation vor den Kopf zu stoßen. 

Zu meiner Situation: Ich bin 30 Jahre alt, habe mit meinem Mann zwei wundervolle (Wunsch)kinder (2+4 Jahre alt) und wir hatten unsere Familienplanung (eigentlich?) abgeschlossen. Vergangenen Donnerstag hätte ich meine Periode bekommen müssen und hatte noch an dem selben Tag ein komisches Gefühl. Und noch nachmittags gestestet - positiv.

Ich war wie gelähmt. Ich weiß genau, wann "es" passiert ist. Wir verhüten sonst IMMER mit Kondom. Der vergangene Monat war stressig und es kam genau zu einem "Mal"...das erste Mal, dass wir nicht aufgepasst haben....ein Schuss ein Treffer, wie man wohl sagt. Ich habe es ihm sofort erzählt und wir waren beide hin- und hergerissen zwischen "Um Gottes Willen" aber auch Freude. Nach einem längeren Gespräch mit dem Abwägen der jeweiligen Pro-/Contra seite sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Schwangerschaft abbrechen sollten. Wir sind mit den beiden Kindern sehr gut ausgelastet. Wobei ich aufgrund der Arbeitssituation meines Mannes (er ist oft nachts, am Wochenende und auch so unter der Woche häufig 24 Stunden-Dienste arbeiten). Ich mache/manage quasi 80% der Zeit alles alleine mit den Mäusen. Vom In-die-Kita-bringen und -abholen, übers Kochen, Spielen, Anziehen, Zähneputzen....naja eigentlich alles + Haushalt. Nebenbei gehe ich Teilzeit arbeiten. Dass es so sein würde, wussten wir, doch wir wussten auch, dass wir/ich das mit zwei Mäusen gut hinbekomme und es hat sich auch alles sehr gut eingespielt. Wir haben uns darauf gefreut, bald gemeinsam zu viert auch mal einen großen Urlaub zu machen. Und auch wieder mal zeit für uns beide - als Paar - zu haben. Aus finanzieller Sicht können wir ein drittes Kind stämmen. Aber für mich bedeutet es, meine Karriere für die kommenden Jahre aufzugeben - und als Herdheimchen sehe ich mich eigentlich nicht...Hinzu kommt, dass wir seitens Großeltern nicht viel Unterstützung haben. Es gibt ein Großelternpaar, dass Interesse an uns und unseren Kindern zeigt, aber 3 Kinder mal ein- bis zwei Mal im Quartal "abzugeben"...das wird nichts. Das möchten und würden wir auch nie verlangen. Quality time als Familie mit drei Kindern heißt, diese auch IMMER mit den dreien zu verbringen...Dann werden die Kinder größer, entwickeln individuelle Interessen - und ich wäre auch dann mit der Organisation (die eine geht reiten, der andere zum Schwimmen, der andere zum Karate-...?) Wie soll ich das alles alleine managen?

Ich habe Angst, zu "muttieren" und mich als Person und uns als Paar zu verlieren. Ich weiß, dass mein mann hinter mir steht, egal, welche Entscheidung letztlich fällt. Andererseits ist das für ihn ja auch relativ leicht. Die Arbeit hätte ich hauptsächlich alleine und leisten können wir es uns.


Ich bin extrem hin-und hergerissen. Und ehrlich gesagt seit letzetr Woche oft am Weinen. Schaue mir Bilder von Embryos in diesem Satdium an, habe Angst, am Montag beim US den Herzschlag zu hören und meine Entscheindung FÜR eine Abtreibung  zu bereuen(wenn, soll es Mifegyne werden....ich treffe die ENtscheidung bewusst und will auch die Konsequenzen bewusst tragen )


Ich weiß nicht...gibt es hier vielleicht jemanden, der in einer ähnlichen Situation war? Oder eine Mana, die drei Kinder hat...und wo man DENNOCH auch hin und wieder Paarzeit hat? Wie läuft der Alltag mit drei Kids ab? Wie Urlaube...? Wie wird man allen Kindern gerecht...?

Tut mir leid, ich bin extrem durch den Wind. Ich habe solche Schuldgefühle.
Ich "fühle" mich auch schwanger...ich spüre die Veränderungen...und bekomme Panik, egal, an welche Variante ich denke...


Vielen Dank fürs Lesen...

Liebe Grüße



 

Hi,
also die erste Frage die sich mir aufgedrängt hat, ist warum du dir nach dem Unfall nicht die Pille danach geholt hast, wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist? 
Zum anderen sehe ich kein richtiges Argument, warum das Kind sterben sollte. Du bist erst 30, da hatte ich nicht mal meinen Mann gekannt. Ihr seid glücklich verheiratet, habt 2 Kinder und könnt euch ein 3. Kind finanziell leisten. Ich denke du hast im Moment einfach Angst vor der ungeplanten Situation. Nimm dir Zeit für die Entscheidung, sie kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Warum hat in der heutigen Zeit Heimchen am Herd immer so einen negativen Ton? Was ist falsch daran ein paar Jahre für seine Kinder da zu sein und danach Karriere zu machen? So einfach ist es wohl nicht, sonst hättet ihr nicht alle Angst davor eure Kinder zu bespassen. Kita ist halt einfacher.
Sorry ist nicht gegen dich, ist etwas was mich an der heutigen Einstellung allgemein störrt.
Ich denke du würdest es sicherlich schaffen. Eine Freundin von mir hat euch 3 Kinder und sie fahren bzw fliegen in den Urlaub u nehmen sich mal Zeit für sich. Klar ist es anfangs stressig, wenn sie kleiner sind, aber je größer um so mehr Zeit bekommt ihr wieder für euch . Ist alles nur eine Sache der Organisation. Wie mein Kleiner 1 Jahr war , haben wir ihn ins Auto gesetzt u sind 5 Wochen in der Elternzeit durch Norwegen gecampt. Geht alles, war wunderschön , das war unsere verspätete Hochzeitsreise.
Also denk in Ruhe darüber nach und auch ob du mit den Konsequenzen leben kannst. Du solltest dir sicher sein.
Alles Gute

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28. Oktober 2017 um 11:27

Ich habe noch keine 3 Kinder, aber gerade frisch 2.
Ich will dir einfach mal darstellen was mir letztens durch den Kopf ging:
Es war morgens um 7. Mein Mann hatte gerade mit der Großen (5) das Haus verlassen. Die beiden machen sicj seid der Geburt vor fast 7 Wochen selbstständig fertig under bringt sie zur Kita vor der Arbeit. Ich hatte die Tür gehört und die Kleine schlief noch neben mir.

Da dachte ich mir so, das ich Kind 3 gerne in 3 Jahren hätte. So könnte ich zwischen durch nochmal arbeiten und die derzeit Kleine könnte wachsen. In 3 Jahren bin ich 29. Wenn ich dann wieder 1 Jahr zu Hause bleibe bin ich 30 wenn das 3. Kind in die Krippe geht. 
Mit 3 Kindern wäre ich an sich mit der Familienplanung fertig. Heißt ich würde mit 30 anfangen "Kariere" zu machen. Ich hab meine Ausbildung gemacht als ich unsere Große schon hatte. Die Fortbildung würde ich nun gerne erst danach anstreben. Dann sind die Kinder langsam größer, mein Mann kann sie mir eher abnehmen und ich bin noch immer "jung".

Auch wenn unsere Große damals nicht geplant war, ist es nun so irgendwie für mich am besten.
Du bist 30. Wir werden wahrscheinlich arbeiten bis wir 70 sind. Du kannst mit 35 bzw 40 immer noch losstarten. Das ist heutzutage kein Problem mehr. 
Ganz davon ab gibt es genug die in dem Alter erst Kinder kriegen. Das heißt du startest durch wenn die zwischenzeitlich aussteigen. Wenn das keine Chance ist weiß ich auch nicht weiter.

Vielleicht sollte dieses 3. Kind einfach noch zu euch. Und über die eventuellen Hobbys eurer Kinder würde ich mir jetzt keine Gedanken machen. Das Problem kann man dann immer noch angehen in dem man nicht jedes Hobby zu lässt oder es nur geht wenn das Kind alleine dorthin fahren kann.

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28. Oktober 2017 um 12:16

Danke, das hilft mir unglaublich weiter Es geht mir bereits beschissen und ich verstehe deine Gedanken und deine Wut. Ich habe dieselben, aber trotzdem will ich mir das gründlich überlegen. Danke dennoch, dass du dir Zeit zum Antworten genommen hast. 

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28. Oktober 2017 um 14:49

Ich hab drei kleine Kinder, 16 Monate und vier Monate alte Zwillinge. Der Altersunterschied beträgt grade mal 12 Monate. Ich habe es nicht übers Herz gebracht die Zwillinge abzutreiben, obwohl ich wusste, dass ich allein bin und der Vater für eine Abtreibung war. Natürlich ist es anstrengend. Ich bin heute extrem müde und mir ist leicht übel, am liebsten möchte ich mich hinlegen und schlafen. Das geht aber nicht, da die Kinder nicht zur selben Zeit schlafen und immer jemand wach ist und jault. Auch wenn ich mich darüber grade echt ärgere, so liebe ich jeden Zwerg sehr und möchte keinen missen. Es war absolut richtig nicht abzutreiben, es war richtig sie zu bekommen. 

Ich gehe seit meinem 17 Lebensjahr arbeiten und muss das auch noch etliche Jahre tun. Meine Kinder sind mir aber wichtiger als jeder Job. Die Kinder bleiben, die Jobs wechseln. Deshalb ist es auch völlig okay, dass ich jetzt zu Hause und raus aus dem Job bin. Kein Arbeitgeber hält dir im Alter die Hand, deine Kinder aber sehr wahrscheinlich schon (Erziehungssache). Mir persönlich ist das wichtiger als alles andere. Arbeiten kann ich später noch ganz viel. Kinder bekommen und aufwachsen sehen allerdings nicht. 

Ich weiß nicht was ich dir raten soll, ich kann dir nur sagen was ich gemacht habe und wieder tun würde: nicht abtreiben. 

Ich wünsche dir alles Gute. 

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28. Oktober 2017 um 16:59

Ihr Lieben, ich danke allen für die konstruktiven eigenen Erfahrungstexte zu dem Thema. Ich weiß, dies ist "das Internet", trotzdem möchte ich jeden bitten, über folgendes nachzudenken: eine Person mit Steinen zu bewerfen, die sich freiwillig an den Pranger gestellt hat, sich "nackig" macht und um Hilfe bittet - nicht hinsichtlich der Entscheidung - sondern einfach um Erfahrungen zu dem Thema bittet, das auf sie zukommt - ist in keiner Weise konstruktiv...

Ich kann verstehen, dass, wenn man nicht in einer solchen Situation ist - oder jemals kommen würde (was ich im Übrigen auch dachte), schnell dazu neigt, demjenigen ein schlechtes Gewissen machen zu wollen. Es hilft nur überhaupt nicht. Weder mir noch dem Baby.

Ein Detail möchte ich daher noch verraten: Ich habe seit der Entbildung meiner Tochter, bzw dem ersten Tag der Periode danach vor knapp einem Jahr einen Zyklus nach Uhrwerk. Der besagte war der erste, der aus dem Takt geriet - mein Eisprung hätte demnach 9 Tage vor dem besagten Abend stattfinden sollen. Ich wähnte mich daher auf der "sicheren Seite". JA, das war dumm. Und verantwortungslos. Genauso, wie an dem Abend überhaupt ohne Kondom zu verhüten. Das ist mir bewusst und mit der Konsequenz und der Entscheidung - egal, welche das sein wird - werden mein Mann und vor allem ICH leben müssen.

Wonach ich fragte, war: Wer kann mir von seiner persönlichen Erfahrung mit dem Leben MIT drei Kindern berichten? Eventuell jemand, der ebenfalls die Basisorganisation alleine stämmt? Wie gesagt. Jedes morgendliche Ritual händle ich alleine. Ich bin oft abends alleine und an den Wochenenden. Ich will keine Befürwortung FÜR eine Abtreibung hören. Sondern gerne wissen, wie sich das mit drei Kindern gestaltet.

Vielen Dank...
 

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28. Oktober 2017 um 17:10

.....ein kleiner Nachtrag: etwas, das mir auch Kopfschmerzen bereitet, ist unsere bisherige KiWu-Geschichte. Ich hatte vor der Geburt unseres Sohnes zwei Fehlgeburten. Die Schwangerschaft mit unserer Tochter begann mit langen Blutungen, die ich erst für meine Periode riet....es stellte sich heraus, dass direkt neben ihr ein großes Hämatom saß, welches uns noch einige Monate "bedrohte", sodass ich etwa im 5. Monat ins Beschäftigungsverbot musste.

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28. Oktober 2017 um 17:19

Hallo Lana. Ja, ist er und lässt sich aufgrund der Gegebenheiten in seiner Branche auch nicht ändern.
 

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28. Oktober 2017 um 19:12
In Antwort auf fusselbine

Ich hab drei kleine Kinder, 16 Monate und vier Monate alte Zwillinge. Der Altersunterschied beträgt grade mal 12 Monate. Ich habe es nicht übers Herz gebracht die Zwillinge abzutreiben, obwohl ich wusste, dass ich allein bin und der Vater für eine Abtreibung war. Natürlich ist es anstrengend. Ich bin heute extrem müde und mir ist leicht übel, am liebsten möchte ich mich hinlegen und schlafen. Das geht aber nicht, da die Kinder nicht zur selben Zeit schlafen und immer jemand wach ist und jault. Auch wenn ich mich darüber grade echt ärgere, so liebe ich jeden Zwerg sehr und möchte keinen missen. Es war absolut richtig nicht abzutreiben, es war richtig sie zu bekommen. 

Ich gehe seit meinem 17 Lebensjahr arbeiten und muss das auch noch etliche Jahre tun. Meine Kinder sind mir aber wichtiger als jeder Job. Die Kinder bleiben, die Jobs wechseln. Deshalb ist es auch völlig okay, dass ich jetzt zu Hause und raus aus dem Job bin. Kein Arbeitgeber hält dir im Alter die Hand, deine Kinder aber sehr wahrscheinlich schon (Erziehungssache). Mir persönlich ist das wichtiger als alles andere. Arbeiten kann ich später noch ganz viel. Kinder bekommen und aufwachsen sehen allerdings nicht. 

Ich weiß nicht was ich dir raten soll, ich kann dir nur sagen was ich gemacht habe und wieder tun würde: nicht abtreiben. 

Ich wünsche dir alles Gute. 

Fusselbine, du hast noch Zwillinge bekommen?  Gar nicht mitbekommen; Hut ab! 

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28. Oktober 2017 um 19:44

Wir haben zwei Kinder.
Und das Dritte hat sich nun auch bei uns eingeschlichen.
Meine Kinder nun gerade 5 & 3.
Ein Drittes war immer geplant, doch eigentlich haben wir uns vor kurzem erst entschlossen es nächstes Jahr anzugehen.
Als der Test dann positiv war verfielen mein Mann und ich erst einmal in Schockstarre.
Ich hätte so gerne beruflich noch etwas mehr Zeit gehabt und auch so einfach mal etwas mehr für mich getan.
Nun bin ich in der 15.SSW und wir freuen uns so richtig, können es uns jetzt nicht mehr anders vorstellen.
Es war für uns zwar klar, dass wir ein Drittes wollten, Aber trotzdem habe ich mir zu Beginn sehr ähnliche Gedanken wie du gemacht.
Wie wir/ich alles unter einen Hut bekommen soll, was es für die beiden Geschwister bedeutet, wie es finanziell klappt etc. Und der Gedanke, "Lass es bloß keine Zwillinge sein!"
Mittlerweile bin ich gelassener. Es werden keine Zwillinge, finanziell stehen wir nicht schlecht da und die Geschwisterkinder freuen sich und sind sozial, dass ich mir da wirklich keine Sorgen machen muss.
Zeit... Ich bin schon längere Zeit dabei, Alles sehr zentral um uns rum zu planen und zu organisieren. Möglichst lange Wege zu vermeiden und Fahrgemeinschaften für Verein, Veränderungen etc. zu gründen. Das macht es wesentlich leichter. 
Außerdem erziehen wir unsere Kinder selbständig. Schicken Sie allein zum Bäcker während wir draußen im Auto Warten, sie laufen allein rüber zu Nachbarn etc. Klar, alles dem Alter entsprechend, Aber sie werden so schnell groß.
Bei deinen Kindern wird es nicht anders sein. wenn das Baby da ist sind sie ein Jahr älter und gerade diese Schritte von 2 auf 3 und von 4 auf 5 Jahre sind so unendlich groß. Wir haben es gerade erst hinter uns, Ich weiß wovon ich schreibe.
Unterstützung haben wir auch nicht viel von Familie. Haben keine Großeltern die in Rente sind oder die Kinder mehr als alle 1-2 Monate einmal über Nacht nehmen, Aber dafür haben unsere Kids z.B. Ganztagsplätze in der Kita, so kann ich nach der Arbeit auch nochmal etwas ohne Kinder erledigen. In der Regel hole ich sie immer direkt nach der Arbeit ab, aber es beruhigt mich, dass ich sie auch mal länger dort lassen kann um mal zum Arzt zu gehen oder Ähnliches.
Und das gönne ich mir auch. 



 

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28. Oktober 2017 um 22:47
In Antwort auf missesq

Fusselbine, du hast noch Zwillinge bekommen?  Gar nicht mitbekommen; Hut ab! 

Ja  

Danke! Es ist zu schaffen, auch wenn es dann und wann anstrengend ist. 

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