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Ungeplant schwanger - Freund meint Abtreiben

15. Juni 2014 um 15:05

Hallo, ich habe schon eine tolle aber auch manchmal anstrengende kleine Tochter. Jetzt bin ich im ersten Einnahmezyklus der Pille ungeplant schwanger geworden. Der FRauenarzt meinte, dass das vorkommen kann.

Wir bzw ich sind hin und hergerissen. Schaffe ich das mit 2? Kann ich das? Was passiert wenn ich alleinerziehend werde?
Man hat schon das Herzchen schlagen sehen und mein Freund möchte jetzt das ich abtreibe weil er sagt ich würde das nicht schaffen. Ich sei ja jetzt schon schnell aus der Fassung zu bringen. Seitdem ich schwanger bin stimmt das wohl.

Ich sitze hier und heule und weiß nicht wie ixh das machen soll...

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15. Juni 2014 um 15:21

Hallo
Ich habe selbst ein Kind abgetrieben weil ich dachte das ich es nicht schaffen würde. Nun ein Jahr später geht es mir sehr schlecht mit der Entscheidung denn auch wenn du dich gegen das Kind entscheidest wird es immer irgendwie da sein. Bei mir ist es auf jedenfalls so und das macht mir sehr weh.

Ich an deiner stelle würde auch wenn es einwenig komisch klingt das Universum, Gott oder wer auch immer für dich eine höhere Macht ist um Kraft bitten.

Ich bin mir sicher das dass funktioniert und das du es schaffen kannst. Du kannst entscheiden ob du jetzt aus Liebe oder aus Angst handeln willst. Es ist dein Leben in dem du Entscheidest was für eine Erfahrung du machen willst.

Aber jedes handeln hat leider auch seine Konsequenzen und das nach einer Abtreibung ein Trauerprozess und eine Gewisse leere da ist einfach so.

Alles gute wünsche ich dir!!

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15. Juni 2014 um 17:43

Antworten:
"Schaffe ich das mit 2?"
Ja.
"Kann ich das?"
Ja.

"Was passiert wenn ich alleinerziehend werde?"
Es wird erheblich schwerer, aber schaffen würdest du das auch noch.


(Für meine Antworten habe ich - mangels gegenteiliger Informationen - angenommen, dass bei dir keine besonderen Komplikationen, Behinderungen oder ähnliches vorliegen und du nur Teilzeit oder gar nicht arbeitest; unter diesen "üblichen" Umständen schaffen die allermeisten Frauen 2 und auch noch mehr Kinder, anstrengender wirds natürlich mit jedem; deshalb schreibe ich guten Gewissens "Ja", weil es das wahrscheinlichste ist.)

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15. Juni 2014 um 22:24

Meine Elternzeit
Endet jetzt im August und ich wäre dann wieder angefangen voll zu arbeiten. Wie gesagt, meine kleine treibt mich manchmal zur Weißglut, das liegt wahrscheinlich zu 100% an meiner Schwangerschaft.

Ich hab mir sagen lassen, das wenn Frauen von Anfang an sagen sie wollen das Kind auf keinen Fall, die am Ende keine Probleme damit haben das zu "verarbeiten".
Bei Frauen die sich nicht sicher sind und andauernd die Meinungen wechseln am Ende bei einer Abtreibung sehr unglücklich sind.

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15. Juni 2014 um 22:25
In Antwort auf nachtschwaermerin2012

Meine Elternzeit
Endet jetzt im August und ich wäre dann wieder angefangen voll zu arbeiten. Wie gesagt, meine kleine treibt mich manchmal zur Weißglut, das liegt wahrscheinlich zu 100% an meiner Schwangerschaft.

Ich hab mir sagen lassen, das wenn Frauen von Anfang an sagen sie wollen das Kind auf keinen Fall, die am Ende keine Probleme damit haben das zu "verarbeiten".
Bei Frauen die sich nicht sicher sind und andauernd die Meinungen wechseln am Ende bei einer Abtreibung sehr unglücklich sind.

Mit der Weißglut
Meinte ich nur, das meine Hormone im Moment total durchdrehen.

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16. Juni 2014 um 0:55
In Antwort auf nachtschwaermerin2012

Meine Elternzeit
Endet jetzt im August und ich wäre dann wieder angefangen voll zu arbeiten. Wie gesagt, meine kleine treibt mich manchmal zur Weißglut, das liegt wahrscheinlich zu 100% an meiner Schwangerschaft.

Ich hab mir sagen lassen, das wenn Frauen von Anfang an sagen sie wollen das Kind auf keinen Fall, die am Ende keine Probleme damit haben das zu "verarbeiten".
Bei Frauen die sich nicht sicher sind und andauernd die Meinungen wechseln am Ende bei einer Abtreibung sehr unglücklich sind.

...
Bei deinem letzten Satz kann ich dir - mit meiner Erfahrung - nicht zustimmen. Ich habe vor vielen Jahren abgetrieben und in der "Überlegungsphase" unglaublich oft meine Meinung gewechselt. Den einen Tag wollte ich das Kind, den anderen Tag überhaupt nicht. Es hat sich ständig geändert, mal so mal so. Am Tag der Abtreibung war ich relativ sicher und hinterher auch seeehr erleichtert. Ich habe es bis heute nicht bereut - trotz ständigem Hin und Her.

Diese Schwankungen sind normal. Du bist ja kein Eisklotz. Du musst dir allerdings vor dem Abtreibungstermin sicher sein.

Probiere es doch mal mit einer Pro- und Kontraliste, wo du alles positive und negative aufschreibst. Mir hat das sehr geholfen. Beziehe auch mit ein, dass dich zwar jetzt die Hormone der SS zur Weißglut bringen, es nach der SS aber durchaus auch der Stress und der Schlafmangel mit zwei kleinen Kindern tun kann. Das kannst du heute noch nicht wissen.

Entscheide mit dem Kopf UND dem Herzen.

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16. Juni 2014 um 8:11
In Antwort auf fusselbine

...
Bei deinem letzten Satz kann ich dir - mit meiner Erfahrung - nicht zustimmen. Ich habe vor vielen Jahren abgetrieben und in der "Überlegungsphase" unglaublich oft meine Meinung gewechselt. Den einen Tag wollte ich das Kind, den anderen Tag überhaupt nicht. Es hat sich ständig geändert, mal so mal so. Am Tag der Abtreibung war ich relativ sicher und hinterher auch seeehr erleichtert. Ich habe es bis heute nicht bereut - trotz ständigem Hin und Her.

Diese Schwankungen sind normal. Du bist ja kein Eisklotz. Du musst dir allerdings vor dem Abtreibungstermin sicher sein.

Probiere es doch mal mit einer Pro- und Kontraliste, wo du alles positive und negative aufschreibst. Mir hat das sehr geholfen. Beziehe auch mit ein, dass dich zwar jetzt die Hormone der SS zur Weißglut bringen, es nach der SS aber durchaus auch der Stress und der Schlafmangel mit zwei kleinen Kindern tun kann. Das kannst du heute noch nicht wissen.

Entscheide mit dem Kopf UND dem Herzen.

Und wenn sich die beiden
"Entscheide mit dem Kopf UND dem Herzen."
nicht eins sind?

Beim intelektuellen Schlagabtausch unterliegt ja das Herz nahezu zwangsläufig.

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16. Juni 2014 um 9:48
In Antwort auf carn

Und wenn sich die beiden
"Entscheide mit dem Kopf UND dem Herzen."
nicht eins sind?

Beim intelektuellen Schlagabtausch unterliegt ja das Herz nahezu zwangsläufig.

Kopf und Herz
Das ist ja die Krux, warum Frauen bei der Entscheidung straucheln und sich so quälen. Und um zu einer abschließenden, für sich verkraftbaren Entscheidung zu kommen, muss man Kopf und Herz in Einklang bringen. Das geht durchaus.

Es macht weder Sinn entgegen seinem Verstand ein Kind zu kriegen, noch es entgegen seinem Herzen abzutreiben.

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16. Juni 2014 um 10:41

Hallo Nachtschwaermerin ,


wie war denn deine Nacht? Konntest du ein wenig schlafen und zur Ruhe kommen?

Dass du im Moment durcheinander bist ist doch klar, deine Pläne waren ja völlig anders. Wenn so unerwartete Änderungen eintreffen, ist man meistens zuerst überfordert, hin- und hergerissen ...
Seid wann weißt du es denn, dass du schwanger bist?

Schade, dass dein Partner dir jetzt kein Ruhepol sein kann, dann wäre das Ganze für dich doch um Einiges leichter ...
Er meint, dass du das nicht schaffen würdest mit zwei Kindern ... wie kommt er denn darauf? Nur, weil du dich im Moment leicht aus der Fassung bringen lässt? Die meisten Mütter machen irgendwann die Erfahrung, dass bei all der Liebe zu ihren Kindern, diese manchmal ziemlich auf die Nerven gehen können ... das ist ganz normal und gehört auch zum Mutterdasein dazu Aber, deshalb liebst du dein Kind doch nicht weniger, oder ?

Ja, natürlich bist du durch diese unerwartete Schwangerschaft jetzt durcheinander, aber lass dich deshalb nicht noch mehr verunsichern - auch nicht von deinem Freund! Sicher wärst du jetzt nicht so verunsichert, wenn er hinter dir und eurem Kind stehen würde, meinst du nicht auch? Kannst du denn mit ihm über deine Zweifel, Ängste und Wünsche reden? Geht er auf dich auch wirklich ein?

Du, vielleicht gibt es ja auch einen anderen Menschen, dem du vertraust, der dir zuhören würde und dir jetzt eine echte Hilfe sein könnte?

Wünsche dir, dass du in den nächsten Tage doch ein wenig zur Ruhe kommen kannst, um wieder klarere Gedanken zu fassen und um zu erkennen, was dir wichtig ist, was du willst, was du fühlst und du für richtig hältst ...

Für jetzt ganz liebe Grüße von mir und eine Extraportion Kraft und Mut

Nicola


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16. Juni 2014 um 12:43

Obs Klügere so machen, keine Ahnung,
"Was meinem Herzen zu sehr weh tut, ist für mich nicht gut."
aber wenn ich darüber nachdenke wie oft ich hier schon gelesen habe, dass Frauen ihrem "Sternchen" oder so lebewohl sagen oder gar mental um Verzeihung bitten, machen das viele nicht so.

Denn meinem Verständnis nach, wenn vom Verstand her eine Entscheidung richtig ist, aber man dann doch Dinge tut, die von der Verstandesentscheidung her null Sinn machen (z.b. wenns noch kein Mensch ist, dann gibts auch nichts zu entschuldigen), dann hat man eine Diskrepanz zwischen Herz und Verstand und verdrängt vermutlich unbewusst den Schmerz (was aber durchaus erfolgreich sein kann, Verdrängung kann wunderbar klappen). Und die Entscheidung ist auf jeden Fall nicht mit Herz und Verstand abgestimmt, sondern letzterer hat ersteres untergebuttert.

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16. Juni 2014 um 14:30


Ich stand auch vor der Entscheidung.
Ich habe mich damals nach langem hin und her für meine Tochter entschieden.
Natürlich war und ist der Weg schwer an manchen Tagen.
Ich bin jedoch sehr sehr froh diese Entscheidung getroffen zu haben.
Mittlerweile habe ich 2 FG gehabt und bin gerade wieder Schwanger in der Hoffnung, dass wir dieses Mal unser Kind nicht verlieren.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich wenigstens ein Kind habe.
Ich find in der heutigen Zeit ist es eh einfacher alleinerziehend zu sein.
Du hast eher einen Krippenplatz. Du kannst Zuschüsse beantragen.... So schlimm ist das heute nicht mehr.
Wo ein Kind gross wird, kann auch noch ein 2. gross werden


Und auch bin auch furchtbar gernervt von meiner Tochter, wenn ich ihr den ganzen Tag hinterherrennen muss und ihr alles 10 mal sagen muss.... Das sind eben die Hormone

Liebe Grüsse und Kopf hoch

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16. Juni 2014 um 16:09

Dem schließe ich mich an, Pinke.
Liebe TE, ich an deiner Stelle würde es auch nicht behalten, an deiner Situation spricht einfach viel zu viel dagegen.

Mit einem Kind ist es jetzt schon nicht einfach einen Job zu finden, zumal du noch nicht einmal eine Ausbildung hast und dir ab August 300 im Monat fehlen werden. Dein gesamtes Umfeld gegen die Schwangerschaft ist, du von ihnen anscheinend auch keine Unterstütung erwarten kannst, von deinem Freund ganz zu schweigen; er ist dir ja jetzt schon keine große Hilfe.

Den Job (oder handelt es sich um eine Ausbildung? Ich bin mir da nicht mehr sicher.), den du ab August anfangen könntest, würde dann auch nicht unbedingt unter einem guten Stern stehen, wenn du gleich nachdem du ihn angefangen hast schon wieder weg bist. Dein Chef könnte dir das natürlich wahnsinnig übel nehmen, zumal er ja jetzt schon keinen sonderlich tollen Eindruck macht, wenn er dich erst einmal als kostenlose Arbeitskraft benutzen will. Gleich nach dem Mutterschutz könnte er dich feuern und dann mit zwei Kindern einen neuen Job ohne Ausbildung finden bzw. überhaupt eine Ausbildung finden, wird noch schwerer wie jetzt mit nur einem Kind.

Wenn es hart auf hart kommt wärst du mit einem Kleinkind in der Trotzphase und einem Säugling alleine, ohne Job und Ausbildung und seit vier Jahren nur zu Hause gewesen.
Auch wenn du auf die Unterstüzung der Väter bauen kannst, die Hauptarbeit bleibt nun mal an dir hängen.

Du musst dir jetzt überlegen, ob du dieser Belastung wirklich stand halten könntest. Allerdings auch, ob du mit einer Abtreibung leben könntest.
Denn wenn du es nicht kannst, dann tu es nicht.

Alles gute dir.

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16. Juni 2014 um 17:39

Hallo
Ich war heute nochmal beim Frauenarzt.

Ich weiß seit drei Wochen fest das ich schwanger bin. Vorher war immer ungeklärt ob es eine Eileiterschwangerschaft ist und ob da auch wirklich ein Embryo drin ist.

Ich habe die ganze Nacht mit meinem Freund gesprochen, ich kann ihn ebenso verstehen wie ich versuche verstanden zu werden. Er hat Angst, er und ich sind seit einiger Zeit zusammen, er kennt meine Tochter noch als Minibaby, sie wächst mit ihm auf und auch darauf sollte und werde ich Rücksicht nehmen.

Ich habe Mittwoch nochmal einen Beratungstermin in einer Konfliktberatung und diesmal kommt er mit. Meinem Arbeitgeber sage ich nächste Woche direkt Bescheid.

Mein Freund ( eigentlich ja Verlobter) und ich wollen uns zusammen reißen. Für die Kleine und das Kleine.

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16. Juni 2014 um 17:52

Logisch wäre, wenn die Verhütung versagt, dann ergibt die Abtreibung denselben Zustand, als wenn die
Verhütung funktioniert hat. Also kein Baby, kein Kind.
Und so denken die Frauen, die sich sicher sind. Aber wenn man das nicht kann, dann wird es halt problematisch. Und wird sehr schlecht wenn du das Kind eigentlich gerne willst und nur wegen deinem Freund etc abtreibst. Ich denke schon, dass dann das Risiko hoch ist dass dann nach der Abtreibung auch Depressionen kommen können.

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16. Juni 2014 um 22:18

Ich würde ganz gerne den Thread jetzt stoppen.
.

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16. Juni 2014 um 23:11


Hallo
Hör nicht auf deinen Freund hör auf dein Herz leicht gesagt,

aber mein Mann konnte sich überhaupt nicht damit abfinden das ich Schwanger war. Ich habe einen Abbruch gemacht und werde es nicht nochmal machen. Ich bereue es jeden Tag und wäre jetzt in der 24 Woche wenn ich es behalten hätte. Ich kann nicht aufhören daran zu denken und kann dir jede Woche Sagen wie weit ich wäre

HÖR auf dein Herz nicht auf deinen Freund.

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17. Juni 2014 um 10:54
In Antwort auf fusselbine

Kopf und Herz
Das ist ja die Krux, warum Frauen bei der Entscheidung straucheln und sich so quälen. Und um zu einer abschließenden, für sich verkraftbaren Entscheidung zu kommen, muss man Kopf und Herz in Einklang bringen. Das geht durchaus.

Es macht weder Sinn entgegen seinem Verstand ein Kind zu kriegen, noch es entgegen seinem Herzen abzutreiben.

Kopf und Herz kann man nicht so einfach sehen, denn der Mensch(besonders Frauen) haben den Trieb
ein Kind zu wollen. Dass ist bei jedem Lebewesen so. Ob sich der Urtrieb in der realen Welt verwirklichen lässt, muss jeder dann halt selber entscheiden. Der Mensch hat die Wahl seine Triebe die er nicht sinnvoll findet zu steuern. Das verhalten wird unter Emotionale Intelligenz gesehen.

+++++
http://de.wikipedia.org/wiki/Emotionale_Intelligenz

Daniel Goleman definiert den Begriff Emotionale Intelligenz in Anlehnung an Salovey und Gardner durch die folgenden Fähigkeiten:[2]

Die eigenen Emotionen kennen
Die eigenen Gefühle erkennen und akzeptieren, während sie auftreten. Diese Fähigkeit ist entscheidend für das Verstehen des eigenen Verhaltens und der eigenen Antriebe. (Hintergrund: Viele Menschen fühlen sich gegenüber ihren Gefühlen ausgeliefert, lehnen sie ab und bekämpfen oder vermeiden sie statt sich der Tatsache bewusst zu sein, dass man Emotionen aktiv steuern kann.)
Emotionen beeinflussen
Gefühle so handhaben, dass sie der Situation angemessen sind (statt zu dramatisieren oder zu verharmlosen). Dazu gehört die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und Gefühle der Angst, Gereiztheit, Enttäuschung oder Kränkung abzuschwächen und positive Gefühle zu verstärken. Dies hilft bei der Überwindung von Rückschlägen oder belastenden Situationen.
Emotionen in die Tat umsetzen
Emotionen so beeinflussen, dass sie bei der Erreichung von Zielen helfen. Dies ist der Kern der Selbstmotivation und fördert die Kreativität sowie die Häufigkeit von Erfolgserlebnissen. Dazu gehört auch, dass jemand in der Lage ist, kurzfristige (emotionale) Vorteile und Verlockungen hinauszuschieben (Belohnungsaufschub) und impulsive Reaktionen zu unterdrücken. Diese längerfristige Perspektive ist die Grundlage jeglichen Erfolges.
Empathie
+++++

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17. Juni 2014 um 11:30

Vermutlich habe ich es nicht deutlich genug gesagt,
aber abgesehen vielleicht von strikten Tierfreunden, passt in vielen Fällen die scheinbare Schwere der Trauer nicht zu dem, was die Frauen selber sagen.

Wenn ich mir überlege, welche Trauer ich bei Leuten sehe, die ihr Haustier einschläfern lassen, und wie schwer sie mit sich ringen, dann liegt das weit unter dem, was bei Abtreibungsentscheidungen erkennbar ist. Und wenn einem ein Tier zur Last fällt, ja zu einer erheblichen Schwierigkeit für die eigene Lebensplanung wird, dann ist das Bedauern noch viel geringer, wenn überhaupt vorhanden, wenn man dieses Tier dann einschläfern lässt. Und wenn einen ein Tier zu verletzen droht, dann lastet die Entscheidung kaum einen Wimpernschlag auf einem.

Und ja, ich kann mich damit täuschen, denn ein falscher EIndruck entsteht leicht, aber mein Eindruck ist eben, dass die Schwere der Entscheidung, die auf vielen lastet, sich eigentlich nur daraus ergeben kann, dass sie in irgendeiner Form bereits das Kind sehen, vermutlich ohne sich dessen bewusst zu sein.


Und wenn man deinem Argument folgt, sollte ja gerade vermieden werden, dass da unbewusst irgendwo was ist, was nicht berücksichtigt wird.


"Eine Kluge Entscheidung bezieht immer ALLE Faktoren mit ein - und zu diesen "Alle Faktoren" gehört eben auch das Herz - und das kann deswegen von einem klugen Verstand gar nicht untergebuttert werden - denn dann ist es keine Kluge Entscheidung."
Zu "Allen Faktoren" gehören aber auch, dass das was das Herz von sich gibt, nicht nur eine Laune ist, sondern tatsächlich echt und richtig. Und da kann das Herz leicht untergebuttert werden, da es eben gerade nicht darauf angelegt ist, eine rationale Begründung/Rechtfertigung zu liefern. Und ohne die erscheint manches nicht mehr als willkürliche Laune.

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17. Juni 2014 um 17:32


Gern geschehen.

Genau. Für mich wäre alleine schon die Ausbildungs-Job-Situation auschlaggebend für den Abbruch. Denn, wenn sie jetzt schon mit nur einem Kind seit drei Jahren eine/n Ausbildung/Job sucht und immer wieder nur Absagen kassiert, wird sich diese Situation mit zweien nicht verbessern. Am Ende ist sie dann 23, hat zwei Kinder, immer noch keine Ausbildung, seit 6 Jahren zu Hausen und keinerlei Berufserfahrung. Da wird sie gegen Bewerber, die gerade frisch ihren Realschulabschluss gemacht haben, keine Kinder haben und 6/7 Jahre jünger sind - wenn überhaupt - nur minimale Chancen haben.

Aber, du sagst es, am Ende muss sie es wissen.

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19. Juni 2014 um 12:17
In Antwort auf hallo2001

Hallo
Ich habe selbst ein Kind abgetrieben weil ich dachte das ich es nicht schaffen würde. Nun ein Jahr später geht es mir sehr schlecht mit der Entscheidung denn auch wenn du dich gegen das Kind entscheidest wird es immer irgendwie da sein. Bei mir ist es auf jedenfalls so und das macht mir sehr weh.

Ich an deiner stelle würde auch wenn es einwenig komisch klingt das Universum, Gott oder wer auch immer für dich eine höhere Macht ist um Kraft bitten.

Ich bin mir sicher das dass funktioniert und das du es schaffen kannst. Du kannst entscheiden ob du jetzt aus Liebe oder aus Angst handeln willst. Es ist dein Leben in dem du Entscheidest was für eine Erfahrung du machen willst.

Aber jedes handeln hat leider auch seine Konsequenzen und das nach einer Abtreibung ein Trauerprozess und eine Gewisse leere da ist einfach so.

Alles gute wünsche ich dir!!

Du musst wissen was du willst!
Diesen Satz habe ich die letzten Tage sehr oft gehört!
Ich habe gestern die Schwangerschaft abgebrochen und würde es nie wieder tun!
Ich war selber die ganze zeit hin und hergerissen. Im September wollte ich eine Weiterbildung anfangen für die alles schon geplant war! Der Vater des Kindes hat sich eine Woche bevor ich wusste das ich schwanger bin von mir getrennt und wollte das Kind nicht! Wir haben viel geredet und er hat mir immer wieder gesagt das es uns beiden jetzt für unser Leben im weg steht, was eine sehr egoistische Denkweise ist, ich weiß!

Ich wollte dieses Kind irgendwie, weil es nun mal MEIN Kind war und es für mich damals noch aus Liebe entstanden ist!
Aber ich habe mich zu sehr von meinem Exfreund bequatschen lassen!

Bei dem Vorgespräch gestern hat der Arzt auch gemerkt das ich mir noch nict sicher war und ich doch nicht auf den Typen hören soll! Er hat mir nochmal Bedenkzeit gegeben und meinte das ich auch jederzeit aufstehn kann und gehen kann und am besten mit meinen Eltern mal sprechen soll!
Ich habe darauf mit meinem Ex nochmal telefoniert und er war motzig und meinte das dann ja sein Leben zerstört wäre wenn er unterhalt zahlen muss, dann könnte er sich gleich den nächsten Baum suchen gegen den er fährt! wenn man sowas hört wird einem ganz anders, zumal es mir die ganze Situation noch schlimmer gemacht hat!
Ich war mir der Unterstützung meiner Familie ziemlich sicher und ich weiß das ich es mit dem Kind gepackt hätte, aber ich war so blöd und hab diesen verdammten Zettel unterschrieben weil mir mein Ex so Angst gemacht hatte! Ich hatte da das Gefühl ich muss zwischen dem Leben des Kindes un des meines Ex entscheiden!

Ich wusste auch vorher das ich diese Entscheidung definitiv bereuen werde und damit nicht leicht fertig werde!
Ich denke mir heut die ganze zeit warum ich gestern nicht einfach gegangen wäre!
Ich hätte auf mein Herz hören sollen und es behalten sollen stattdessen habe ich auf mein Verstand und auf meinen Ex gehört!

Ich werde nie wieder so etwas machen!!
Und wenn ich könnte würde ich die zeit zurück drehen aber es geht nicht!
Ich muss nun lernen damit zu Leben und umzugehen!

An alle Frauen die andere verurteilen die abbrechen, seid erst mal selber in so einer verzweifelten Situation! Ich war immer selber gegen Abbruch und dann war ich selber davor!
In dieser zeit gehen einem soviele Gedanken durch den Kopf des kann man gar nicht erklären!
Ich weiß das ich dieses kleine Leben niemals vergessen werde, das möchte ich auch gar nicht! Ich werde jeden Jahr am selben Tag eine Kerze für das kleine aufstellen!

Es gibt keine richtige Entscheidung!
Im Endeffekt musst DU die für dich richtige Entscheidung treffen! Und überlege gut!!! Danach kannst du es nicht mehr ändern!

Ich habe diesen Fehler gemacht und habe für mein normales Leben und für das meines Exfreunds entschieden!
Ich glaube aber an zweite Chancen und hoffe das das Kind diese Chance zu Leben noch bekommt und mir die Entscheidung verzeihen kann!

Ich wünsch dir alles Gute!

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18. Juni 2014 um 19:59

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