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Umfrage, Abbruch bei Kind mit Down-Syndrom?

6. Februar 2012 um 13:18

Ich schreibe meine Facharbeit über das Thema Down-Syndrom und würde gerne eine Statistik mit einbringen. Deshalb würde mich interessieren wie ihr die Sache seht, würdet ihr einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wenn ihr gesagt bekommen würdet, dass ihr Kind das Down-Syndrom hat? Oder würdet ihr es nach der Geburt zur Adoption freigeben? Oder käme für euch so etwas gar nicht in Frage? Wäre nett wenn ihr mir eure Meinung dazu schreiben würdet. Wäre wirklich sehr hilfreich. Danke schonmal im Vorraus.

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6. Februar 2012 um 13:52

Down -Syndrom
ein Bericht bei Stern tv
hr Kind abzutreiben, weil es behindert zur Welt kommt - das kam für Claudia Schwarz nicht in Frage. "Ich habe zwar kurz darüber nachgedacht, aber mit dieser Entscheidung hätte ich nicht leben können", sagt die 42-Jährige, deren Sohn Lias im November zur Welt kam - mit dem Down-Syndrom.
.
"Ich dachte: Das kann nicht sein"

Lias ist ein Wunschkind für Claudia Schwarz und Ehemann Thomas. Sie hat bereits zwei erwachsene Söhne aus einer früheren Beziehung, für ihn ist es das erste Kind. Die Schwangerschaft läuft problemlos, bis sich Claudia Schwarz' Blutwerte in der 16. Schwangerschaftswoche plötzlich verschlechtern und ihr Fruchtwasser untersucht wird. Zwei Wochen später folgt die Diagnose: Down-Syndrom - ein Schock für die zukünftigen Eltern.

"Ich hatte das Gefühl, ich falle. Aber nicht kurz und schmerzlos, sondern der Fall hat sich über eine ganze Zeit hingezogen, bis ich endgültig begriffen hatte, dass mein Kind behindert sein wird, wenn es zur Welt kommt", erinnert sich Claudia Schwarz. Auch Ehemann Thomas hatte mit der Diagnose zu kämpfen: "Ich dachte: Das kann nicht sein. Die Ärzte haben sich bestimmt vertan, etwas vertauscht." Die Beiden standen vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens - und entschieden sich für ihr Kind.

Lias wurde am 7. November 2011 geboren. Er hat das Down-Syndrom, ist ansonsten aber gesund. Viele Babys mit Down-Syndrom haben Herzfehler oder Darmverschlingungen - wie die fünfjährige Betty.Auch sie leidet unter dem Down-Syndrom. Zusätzlich hatte sie jedoch auch einen schweren Herzfehler und musste sieben Monate nach der Geburt operiert werden - eine Höllenzeit für die Eltern: "Ich werde es nie vergessen. Es waren die sechs Stunden der größten Ungewissheit in meinem Leben. Es war unglaublich", erinnert sich Vater Stephan Eisfeld.
Ausgeprägte soziale Fähigkeiten

Heute ist Betty topfit und der Sonnenschein der Familie. Sie ist ein starkes, kleines Mädchen und geht in einen normalen Kindergarten. Hier wurde für sie ein integrativer Platz eingerichtet - die Fünfjährige soll ganz normal aufwachsen, wie alle anderen Kinder. Im Kindergarten geht es Betty richtig gut. "Sie ist ein ganz besonderes Kind", erklärt ihre Kindergärtnerin. "Betty kümmert sich viel um die anderen Kinder, weil sie sehr sensibel ist. Und die Kinder können durch sie viel lernen."

Menschen mit Down-Syndrom haben in der Regel sehr ausgeprägte soziale und emotionale Fähigkeiten. Das merkt man bei Betty nicht nur im Kindergarten. Zuhause genießt sie es, wenn ihre Eltern ihr etwas vorlesen und mit ihr kuscheln. "Betty hat eine sehr emotionale Art und ist sehr fürsorglich", sagt Mutter Beatrix Tittmann-Eisfeld. Vater Stephan sieht das genauso: "Betty ist ein extrem lustiger Mensch. Da gibt es einfach viel zu lachen. Das ist eine echte Bereicherung und man lernt persönlich sehr viel."

Ein Leben ohne ihre Kinder mit Down-Syndrom können sich weder die Eisfelds noch Familie Schwarz vorstellen. "Für mich ist es ein kerngesundes Kind. Lias hat eben nur ein Chromosom zu viel", erklärt Thomas Schwarz. "Und das bestärkt mich in der Entscheidung, die wir getroffen haben, dem Kind eine Chance zu geben und das Abenteuer anzugehen. Jetzt schauen wir mal, welche Hürden wir noch zu nehmen haben", sagt er. Aber: "Die werden wir auch nehmen."

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6. Februar 2012 um 13:57

Neu bluttest
Genanalyse bei Embryonen
Umstrittener Test für Trisomie 21

Ein neuer Bluttest kann ungefährlich zeigen, ob ein Ungeborenes Trisomie 21 hat. Kritiker befürchten nicht nur, dass so die Bereitschaft zur Abtreibung eines Kindes mit Trisomie 21 steigt. Sie warnen auch, dass der Test der Einstieg in eine umfassende genetische Analyse von Embryonen sein könnte.

Von Patrick Hünerfeld, SWR

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6. Februar 2012 um 23:40

....
Hätte ich während der ss mit meiner tochter erfahren das sie unter oben genanntem leidet, bin ich mir sicher, hätte ich keine Sekunde auch nur ansatzweise an einen Abbruch gedacht. Für mich persönlich ist die 10. Woche einer ss absolute Obergrenze.

Da ich beruflich mit down Syndrom Kindern zu tun hatte, weiss ich um die Besonderheiten im positiven und " negativen" Sinne. Ein Grund abzutreiben wäre es nicht.

Bis zu welcher Woche ist es unter solchen Umständen erlaubt? Das würde mich
Mal interessieren.

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7. Februar 2012 um 16:15

Hm
Auch wenn ich mich jetzt zum Feind mache erzähle ich mal was ich denke.Allgemein bin ich dafür das Frauen bis zur 12 Wochengrenze selber entscheiden sollten,ob Sie ihr Kind bekommen oder nicht!
Würde ich erfahren,dass mein Kind behindert ist würde ich nicht sofort sagen ja ich bekomme es.Erst einmal ist entscheidend ob es nur das Down Syndrom hat oder mehr?Ist mein Kind lebensfähig oder nicht?Ich würde nie ein Kind austragen,dass kurz nach der Geburt sterben wird.
So erfahre ich nun das mein kind das Down Syndrom hat würde ich mein Kind lieben,ganz klar.Nur ich muss dazu sagen,dass es für mich auch auf die Umwelt meinerseits ankommen würde.Ich meine lebe ich in einer Partnerschaft?Habe ich die finanzielle Mittel?Vielleicht auch Unterstützung von meiner Familie und/oder Freunden?Kann ich meinen Beruf aufgeben(mit Partner wäre ich dazu bereit um mich um das Kind zu kümmern)etc..Ich habe 2 Verwandte die unter dem Syndrom leiden und weiß daher was es bedeutet ein Kind mit einer Behinderung aufzuziehen!
Vielleicht finden das einige herzlos aber ich möchte nicht,dass ich als alleinerziehende Mutter irgendwann mein Kind abgeben muss weil ich nicht dazu instande bin dafür zu Sorgen..in jeglicher Hinsicht!

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8. Februar 2012 um 7:48

... denke, das Dir das hier nicht weiterhilft.
Ich selbe habe unsere Tochtér welche Trisomie 21 hatte abgetrieben, obwohl ich immer gesagt habe, das würde ich nicht tun.
Auch jetzt im nachhinein sage ich, wenn es ihr großer Bruder (1 Kind) gehabt hätte, hätte er zur Welt kommen dürfen und bei ihrem kleinen Bruder hab ich auch zu meinem Mann gesagt, wenn er es auch hat, ich stehe das nicht nochmal durch, dann darf er auch Krank kommen, aber wie es gewesen wäre, wenn es einer von meine Jungs gehabt hätte kann ich net wirklich sagen, da die zwei gesund auf die Welt gekommen sind.
Meine Meinung nach kann das nur jemand entscheiden, der ein Kind mit dem Down-Syndrom im Bauch hat oder hatte. Hab mich auch mit dem Thema beschäftigt und lese hier immer mit, aber egal ob ich den Bericht von Stern TV, oder das Beratungsgespräch von der Gentechnick denke, jeder sagte uns das ca. 95% dieser Kinder abgetrieben werden und komisch, wenn man hier immer liest, ist es andersrum 95% würden ihre Kinder behalten.

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8. Februar 2012 um 11:32

Statistik???
Eine Statistik wirst du mit einer Frage in gofeminin nie und nimmer zustande bringen. Hier melden sich nur einige zufällig. Dazu bräuchte es mindestens eine repräsentative Meinungsumfrage - und das ist teuer. Eine Statistik wäre auch das noch nicht.
Eine Statistik dazu gibt es leider nicht. Bloss Schätzungen bzw. gewisse Erfahrungswerte. Es mag schon sein, dass gegen 90% der Paare, die eine Down-Syndrom-Diagnose bekommen, sich zum Abbruch der SS entscheiden. Von den Schwangerschaftsabbrüchen dürften etwa 2% auf eine fötale Missbildung zurückzuführen sein, davon der grössere Teil vermutlich Down Syndrom.
Ob eine Frau mit dieser Diagnose die Schwangerschaft austrägt oder nicht, hängt von sehr vielen Faktoren ab: wie stark wird die Behinderung vermutlich sein? Ist es eine Mehrfach-Missbildung? Wie sind die Lebensumstände der Familie? Wie tragfähig ist die Frau?
Ich bin zum Glück nie vor dieser Frage gestanden und bin heute über das Alter längst hinaus. Aber wenn ich versuche, mich in die Situation hinein zu versetzen: ich denke ich würde mich zum Abbruch entscheiden. Jedenfalls verstehe ich jede Frau, die nicht die Kraft hat, ein behindertes Kind auszutragen.

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10. Februar 2012 um 10:15

Hey,
eine repräsentative Statistik wirst du hier kaum zu Stande bringen..naja.. ich denke es gibt bestimmt genug Quellen, frag doch einfach mal hier , oder hier: https://www.ds-infocenter.de/ wir selbst haben eine Tochter mit Trisomie, und haben auch schon in der SS davon gewußt, hat aber wirklich nie eine große Rolle gespielt, für ein Kind haben wir uns entschieden, als ich schwanger wurde... unsere Geschichte kannst du gern hier nachlesen: http://aspecialedition.blogspot.com/

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10. Februar 2012 um 12:36

Hallo Florina
Ich finde es schade, dass du das Schlagwort von "bis kurz vor der Geburt" verwendest, und das zum Thema Down Syndrom.

Was heisst "Kurz vor der Geburt"? Das wäre ja etwa in der 32. Schwangerschaftswoche (8 Wochen for der Geburt) oder später. In diesem Stadium wird höchstens bei Lebensgefahr für die Schwangere abgebrochen, und dann mit allen Mitteln versucht, beide am Leben zu erhalten, Mutter und Kind. Oder allenfalls die Totgeburt eingeleitet, wenn das Kind ohnehin nicht lebensfähig ist.

Das Down Syndrom wird normalerweise lange vorher festgestellt. Selten kommt es vor, dass Missbildungen erst nach der 24. SSW entdeckt werden. Und dann wird nur bei wirklich schweren Missbildungen abgebrochen. Dabei kommt es auf die psychische Tragfähigkeit der Frau an, was ist ihr zumutbar - nicht jede ist gleich stark.

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10. Februar 2012 um 12:58

Die Fruchtwasserpunktion (Amniozentese)
kann ab 14 SSW gemacht werden. Meist zwischen der 15. und 19. SSW. Bis die Resultate vorliegen, dauert es etwa 2 Wochen. Der Schwangerschaftsabbruch kann also im Normalfall vor der 22. SSW durchgeführt werden bei schlechtem Befund. Für die betroffenen Frauen ist das sicher sehr schwer zu verkraften.

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10. Februar 2012 um 13:06

Schau dir mal
diese Website an:
www.nackenfalten-forum.de/index.html

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10. Februar 2012 um 21:19

Es muss schwer sein..
.. So etwas schon vor der Geburt zu wissen. Aber ich wuerde es trotzdem nicht abtreiben.

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11. Februar 2012 um 9:47

@florina und wachsperle
"erlaubt" ja. Weil es ja ganz extreme Einzelfälle gibt, wo es auch sehr spät noch notwendig ist um das Leben der Frau zu retten, und weil es unmöglich ist, jedes Detail per Gesetz zu regeln.
Bloss macht das niemand "kurz vor der Geburt", jedenfalls nicht wegen eines Down Syndroms. Die Frage war ja "unter solchen Umständen".

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11. Februar 2012 um 14:22
In Antwort auf bettin_11904783

@florina und wachsperle
"erlaubt" ja. Weil es ja ganz extreme Einzelfälle gibt, wo es auch sehr spät noch notwendig ist um das Leben der Frau zu retten, und weil es unmöglich ist, jedes Detail per Gesetz zu regeln.
Bloss macht das niemand "kurz vor der Geburt", jedenfalls nicht wegen eines Down Syndroms. Die Frage war ja "unter solchen Umständen".


Also so weit ich Informiert bin sind auch in Deutschland spätabbrüche wegen behinderung nur bis zur 24 Woche erlaubt alles was später gemacht wird darf nur durchgeführt werden wenn das Kind nicht Lebensfähig wäre.
Also ich habe noch nie gehört das eine Frau in der zb 34 Woche wegen Trisomie 21 noch einen Abbruch gemacht hätte, den da wären die Kinder bereits lebensfähig und ich habe so etwas in deutschland noch nie gehört.
Also die aussage bis kurz vor der geburt stimmt so nicht auch in D ist es nur bis zur 24 Woche erlaubt auch wenn das Kind behindert ist den soetwas weiss man dank der vielen Untersuchungen schon vor der 24 Woche alles was danach noch gemacht wird ist nur erlaubt wenn die Kinder nicht Lebensfähig wären zb bei Trisomie 18.
Aber wenn meine Information falsch ist lass ich mich gern eines besseren belehren aber ich habe das in D noch nie gehört das wegen Trsiomie 21 noch ein Spätabbruch bis kurz vor der Geburt gemacht wird, wäre mir wirklich neu.

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11. Februar 2012 um 17:32
In Antwort auf anni_12321661


Also so weit ich Informiert bin sind auch in Deutschland spätabbrüche wegen behinderung nur bis zur 24 Woche erlaubt alles was später gemacht wird darf nur durchgeführt werden wenn das Kind nicht Lebensfähig wäre.
Also ich habe noch nie gehört das eine Frau in der zb 34 Woche wegen Trisomie 21 noch einen Abbruch gemacht hätte, den da wären die Kinder bereits lebensfähig und ich habe so etwas in deutschland noch nie gehört.
Also die aussage bis kurz vor der geburt stimmt so nicht auch in D ist es nur bis zur 24 Woche erlaubt auch wenn das Kind behindert ist den soetwas weiss man dank der vielen Untersuchungen schon vor der 24 Woche alles was danach noch gemacht wird ist nur erlaubt wenn die Kinder nicht Lebensfähig wären zb bei Trisomie 18.
Aber wenn meine Information falsch ist lass ich mich gern eines besseren belehren aber ich habe das in D noch nie gehört das wegen Trsiomie 21 noch ein Spätabbruch bis kurz vor der Geburt gemacht wird, wäre mir wirklich neu.

Das ist so nicht richtig
gesetzlich ist es so geregelt, dass durch aus bis einen Tag vor dem errechneten ET Kinder abgetrieben werden können, z.B nur auf Grund einer psychischen Unzumutbarkeit für die Mutter...das stellt ja schon eine Gefahr für ihren "Gesundheitszustand" da, oft wird dann mit Selbstmord etc argumentiert, es muss vor eine Ethik Kommission, aber da wir d selbst bei nur DS nicht dagegen gesprochen, ist auch leider von der gemeinen Gesellschaft so nicht gewünscht, Und aktuell werden in Deutschland nach diesem neuen Gesetz von 1995 viel mehr Spätabtreibungen gemacht wie zuvor. Zahlen kann ich dir jetzt so aus dem Stehgreif leider nicht sagen, aber es hab eine Statistik in der JanuarAusgabe 2011 von Leben mit DownSyndrom die recht eindeutig war. In Deutschland werden diese Abtreibungen regelmäßig und nicht selten veranlaßt. Für mich als "Betroffene" ist das ein Stich ins Herz und reine Euthanasie.

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11. Februar 2012 um 18:28
In Antwort auf vanamo_11886499

Das ist so nicht richtig
gesetzlich ist es so geregelt, dass durch aus bis einen Tag vor dem errechneten ET Kinder abgetrieben werden können, z.B nur auf Grund einer psychischen Unzumutbarkeit für die Mutter...das stellt ja schon eine Gefahr für ihren "Gesundheitszustand" da, oft wird dann mit Selbstmord etc argumentiert, es muss vor eine Ethik Kommission, aber da wir d selbst bei nur DS nicht dagegen gesprochen, ist auch leider von der gemeinen Gesellschaft so nicht gewünscht, Und aktuell werden in Deutschland nach diesem neuen Gesetz von 1995 viel mehr Spätabtreibungen gemacht wie zuvor. Zahlen kann ich dir jetzt so aus dem Stehgreif leider nicht sagen, aber es hab eine Statistik in der JanuarAusgabe 2011 von Leben mit DownSyndrom die recht eindeutig war. In Deutschland werden diese Abtreibungen regelmäßig und nicht selten veranlaßt. Für mich als "Betroffene" ist das ein Stich ins Herz und reine Euthanasie.

Ach lucia
das ist nun wirklich Quatsch. Es ist auch bei schwersten, aber nicht tödlichen Missbildungen des Fötus, sehr schwierig, von den Ethikkommissionen die Zustimmung zu einem Schwangerschaftsabbruch nach der 23. Woche zu bekommen. Sicher nicht "bei nur DS". Meist handelt es sich um eh nicht lebensfähige Kinder.
Dass seit 1995 mehr Abtreibungen (und auch Spätabtreibungen) in der Statistik ausgewiesen werden, hängt damit zusammen, dass die Registrierung genauer geworden ist (kleinere Dunkelziffer). Und jetzt mit der neuen Erfassung seit 2010 wurde es nochmals genauer. 2010 wurden 462 Abbrüche nach der 24. SSW (mehr als 22 Wochen ab Befruchtung) registriert.

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13. Februar 2012 um 21:14
In Antwort auf bettin_11904783

Ach lucia
das ist nun wirklich Quatsch. Es ist auch bei schwersten, aber nicht tödlichen Missbildungen des Fötus, sehr schwierig, von den Ethikkommissionen die Zustimmung zu einem Schwangerschaftsabbruch nach der 23. Woche zu bekommen. Sicher nicht "bei nur DS". Meist handelt es sich um eh nicht lebensfähige Kinder.
Dass seit 1995 mehr Abtreibungen (und auch Spätabtreibungen) in der Statistik ausgewiesen werden, hängt damit zusammen, dass die Registrierung genauer geworden ist (kleinere Dunkelziffer). Und jetzt mit der neuen Erfassung seit 2010 wurde es nochmals genauer. 2010 wurden 462 Abbrüche nach der 24. SSW (mehr als 22 Wochen ab Befruchtung) registriert.

462 Abrrüche zu ich glaub es waren etwa 20 vor 1995
nur mal so als Hinweis und nette Lektüre: http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fakten/mz2et710.html

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13. Februar 2012 um 21:19
In Antwort auf bettin_11904783

Ach lucia
das ist nun wirklich Quatsch. Es ist auch bei schwersten, aber nicht tödlichen Missbildungen des Fötus, sehr schwierig, von den Ethikkommissionen die Zustimmung zu einem Schwangerschaftsabbruch nach der 23. Woche zu bekommen. Sicher nicht "bei nur DS". Meist handelt es sich um eh nicht lebensfähige Kinder.
Dass seit 1995 mehr Abtreibungen (und auch Spätabtreibungen) in der Statistik ausgewiesen werden, hängt damit zusammen, dass die Registrierung genauer geworden ist (kleinere Dunkelziffer). Und jetzt mit der neuen Erfassung seit 2010 wurde es nochmals genauer. 2010 wurden 462 Abbrüche nach der 24. SSW (mehr als 22 Wochen ab Befruchtung) registriert.

462 Abrrüche zu ich glaub es waren etwa 20 vor 1995
nur mal so als Hinweis und nette Lektüre: http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fakten/mz2et710.html, dort wird zwar gesagt, dass wie du richtig gesagt hast, es nicht in die Statistik mit eingegangen ist....weil es eben eine Straftat war, und das ist es eben seit 1995 nicht mehr.. Und leider sieht es sehr wohl so aus, dass eine Vielzahl dieser Abtreibungen auf das DownSyndrom zurückzuführen sind, weil es nun einmal die häuftigste Behinderung ist.

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14. Februar 2012 um 13:08
In Antwort auf bettin_11904783

Ach lucia
das ist nun wirklich Quatsch. Es ist auch bei schwersten, aber nicht tödlichen Missbildungen des Fötus, sehr schwierig, von den Ethikkommissionen die Zustimmung zu einem Schwangerschaftsabbruch nach der 23. Woche zu bekommen. Sicher nicht "bei nur DS". Meist handelt es sich um eh nicht lebensfähige Kinder.
Dass seit 1995 mehr Abtreibungen (und auch Spätabtreibungen) in der Statistik ausgewiesen werden, hängt damit zusammen, dass die Registrierung genauer geworden ist (kleinere Dunkelziffer). Und jetzt mit der neuen Erfassung seit 2010 wurde es nochmals genauer. 2010 wurden 462 Abbrüche nach der 24. SSW (mehr als 22 Wochen ab Befruchtung) registriert.

Und hier auch noch
http://www.lebensgeschichten.org/abtreibung/abtreibung07.php

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14. Februar 2012 um 17:49
In Antwort auf vanamo_11886499

462 Abrrüche zu ich glaub es waren etwa 20 vor 1995
nur mal so als Hinweis und nette Lektüre: http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fakten/mz2et710.html, dort wird zwar gesagt, dass wie du richtig gesagt hast, es nicht in die Statistik mit eingegangen ist....weil es eben eine Straftat war, und das ist es eben seit 1995 nicht mehr.. Und leider sieht es sehr wohl so aus, dass eine Vielzahl dieser Abtreibungen auf das DownSyndrom zurückzuführen sind, weil es nun einmal die häuftigste Behinderung ist.

Ein paar Korrekturen und Denkanstösse
also:
1) 1993 wurden in Deutschland 90 Abbrüche nach der 22. Woche registriert, in den Jahren 1994 und 1995 eigenartigerweise beide mal bloss 26.
2) ab 1996 mit der neuen Gesetzgebung stieg die Zahl. Es ist nicht geklärt, warum : war es einfach, dass die Fälle jetzt gemeldet wurden (und vorher vielleicht als Totgeburten deklariert wurden?), oder kamen die missbildeten Babies vor 1996 zur Welt und wurden dann sterben gelassen? Oder gab es illegale Abtreibungen/Kindstötungen nach der Geburt? Oder Suizide?? Oder liegt es an den immer genaueren Diagnosemethoden?
3) Gesamthaft gesehen ist das DS wohl die häufigste diagnostizierte Fehlentwicklung, die zum Schwangerschaftsabbruch nach der 14-Wochen-Frist führt. ABER NICHT BEI DEN ABBRÜCHEN ÜBER 22 WOCHEN! England hat dazu sehr detaillierte Statistiken, da war der Grund in 10 von 147 Abbrüchen über 22 Wochen ein DS. (DS kann im übrigen ja sehr unterschiedlich schwerwiegend sein, oft kombiniert mit anderen Fehlbildungen). Die meisten Fälle betrafen Anencephalie, Spina bifida, schwere Herz- und Lungenfehler o.ä.
4) Die Behauptung von 800 Schwangerschaftsabbrüchen jenseits der 22. Woche nach Befruchtung (24. SSW) in Deutschland halte ich für zu hoch. Die gemeldete Zahl für 2010 beträgt 462 (nachdem die Erhebung und Meldung sehr viel genauer erfolgte als in früheren Jahren). Bereits das scheint mir eine recht hohe Zahl, wenn man weiss, wie schwierig solche späte Abbrüche für alle Betroffenen sind und wie schwer es ist, so spät einen Abbruch bewilligt zu bekommen.

Nachdem ich ein bisschen zu dieser Zahl von 800 gegoogelt habe, komme ich zur Überzeugung, dass sie nicht belegt ist, sondern dass es die vage Schätzung eines Einzelnen ist. Die Bundesregierung hat dazu im Bundestag ausdrücklich gesagt, ihr seien solche Schätzungen nicht bekannt. Weder den Herrn Spieker noch ALfA halte ich für zuverlässige Quellen.

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16. Februar 2012 um 12:30

Hallo!
Ich würde auf gar keinen Fall abbrechen. Ich würde noch nichtmal testen lassen.

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16. Februar 2012 um 12:37

NEIN
ich würde es nicht wegmachen lassen kind ist kind ist zwar echt hart aber es blebt immer dein kind

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26. Februar 2012 um 7:49

Ich
Würde es behalten, die geben einem so viel Lachen und Freude!

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