Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Traumatische Geburt....(geburtsbericht vom Amy-Rose)

Traumatische Geburt....(geburtsbericht vom Amy-Rose)

17. März 2009 um 16:00

6.März 6.00Uhr: Ich lag im Bett und bemerkte ein Ziehen im Unterbauch das mit der Zeit immer regelmässiger wurde. nach fünf Stunden bin ich ins Krankenhaus gefahren und da ich dachte dass Sie mich sowiso wieder nach Hause schicken werden blieb mein Schatzi noch zu Hause respektiv ging Arbeiten.

Im Krankenhaus Wurde ich ans CTG angeschlossen und Untersucht. Man konnte deutliche Wehen in Abständen von ca fünf Min sehen ausserdem war mein MM zwei cm geöffnet. Die Hebamme hat gesagt wenn ich möchte kann ich gleich bleiben das Baby wird spätestens in 24 Stunden da sein.Ich habe mich dann aber entschlossen doch nochmal nach Hause zu gehen.

Nachmittags um 16.00 Uhr hörten die Wehen plötzlich auf und ich sprach mit der Hebamme die dann meinte wenn Sie wieder beginnen soll ich ins KH kommen.

7.März 02.00 Nachts fuhr ich dann mit meinem Mann ins Kh weil die Wehen wieder begannen.

nach einer Untersuchung wurde festgestellt das der MM sich nicht weiter geöffnet hatte.Ich musste warten.

Da morgens um 8.00Uhr sich immer noch nichts getan hatte wurde ich an den Wehentropf gehängt und dann ging es los. Alle drei min kamen heftigste Wehen, um 10.00Uhr wurde mir dann eine PDA gelegt. Die PDA sass nicht richtig, aber der Arzt hat mir nicht geglaubt das es nur einseitig wirkte.

Jedenfalls um 21.00 Uhr Abends konnte ich die Schmerzen (trotz PDA) kaum noch aushalten.

Plötzlich vielen die Herztöne der kleinen Amy auf 40 runter. Der Alarm ging los alle rannten herum und ich hatte bereits so viele Medis bekommen dass ich alles nur noch benommen wahrnahm. Die Herztöne normalisierten sich dann wieder aber das Baby steckte fest obwohl wir alles versuchten das es das Köpfchen noch richtig drehte. Man entschloss sich dann einen Kaiserschnitt zu machen.

Im Op schüttelte es mich nur noch wegen den Medikamenten in meinem Blut, zudem kam dann das der Anästesist nur die PDA verstärken wollte (die ja nicht richtig sass) er glaubte mir dann erst als ich nach der dreifachen Dosis immer noch das kneifen in den Bauch spürte.Mein Mann sass wie ein häufchen elend neben mir und plötzlich wurde er rausgeschickt und mir wurde eine Maske aufs Gesicht gedrückt dann schlief ich. Morgens um sieben wachte ich ganz verwirrt in einem Zimmer auf.Mein Bauch war weg und ich hatte keine Ahnung welche Uhrzeit wir hatten und vorallem wo mein Baby ist und ob es im gut geht.

Ich läutete erst mal einer Schwester. Die erklärte mir dann dass ich nach der Vollnarkose nicht aufwachte weil ich 1. so lange nicht geschlafen hatte und 2. ich so viele Medikamente im Blut hatte.

Sie brachte mir dann ein Baby und ich schaute es an und dachte ach hallo du bist also mein Kind...

Der kleinen Amy geht es gut, wir sind jetzt zu Hause aber ich schaue Sie immer noch an und fühle mich nicht als Mama.....

Wenn ich an die Geburt denke kommen mir die Tränen und irgendwie kann ich nicht mit meinem Mann darüber reden. Er hat die Kleine nach der Geburt gebadet und mit Ihr geschmust und alles für mich fotografiert aber ich begreife diese Situation absolut nicht. Ich habe mit meine Geburt anders vorgestellt.

ging es jemandem ähnlich? Wie geht Ihr damit um und was kann ich machen das es mir besser geht?




Mehr lesen

17. März 2009 um 16:17

Naja
Ja ich habe eine gute Hebamme aber ich kann weder mit ihr noch mit meinem Mann darüber sprechen, Ich schäme mich irgendwie das ich dieses Kind nicht wirklich als mein Kind anschauen kann.Stillen tue ich aber eigentlich tue ich das auch nur weil man das halt so macht...

Ich denke wenn sich das nicht von alleine bessert werde ich mal zu proFamilia gehen....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 19:49


Bfei mir war es ähnlich. Die PDA hat nur halbseitig gewirkt, Baby blieb stecken, Kaiserschnitt (allerdings lokale Narkose). Mußte anfangs ständig an die Geburt denken, dachte schon ich sei bekloppt. Aber mit der Zeit vergißt man es immer mehr.

Kopf hoch, freu dich über deine Tochter! Sie ist schließlich gesund, das ist die Hauptsache, lgd

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 20:20

Ach mensch
ich hab leider nicht im entferntesten ne Ahnung wie es dir geht-kann es mir aber vorstellen wie es für dich sein muss-du liegst in den Wehen freust dich bald dein Baby im arm zu haben und dann sowas....aber versuche nicht daran zu denken und gibt dir selber etwas zeit! die erste zeit spielen die hOrmone ja auch noch verrückt wenn du aber nach einiger Zeit merkst das es sich nicht bessert veruch doch mal mi einem Spezialisten zu reden!?
Aber als erstes solltest du ganz viel Zeit mit deiner kleinen verbringen und euch ganz viel ruhe gönnen dann klappt das bestimmt in ein Paar tagen!

Ich wünsch dir alles gute!!!

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 20:23

Trotz allem:
erstmal herzlichen glückwunsch zu deiner maus.
heute hat meine maus ihren 2. geb. und wir hatten "damals" auch eine ziemlich üble geburt. ich habe erst vorhin meine mutter gefragt, ob man das irgendwann verdrängt oder ob man das noch mal von einem therapeuten aufarbeiten lassen sollte...
rede auf jeden fall mit deinem mann, wir haben damals ganz viel geredet und gemeinsam geweint.
wir haben uns dann immer gesagt, dass wir ein gesundes kind haben und eigentlich nur das wirklich zählt, das hat schon immer etwas geholfen.
auf jeden fall alles gute für dich/euch!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 20:52

Da krieg ich gerad
ein deja vu beim lesen..

4. advent 1999:
freitags zuvor sollte eingeleitet werden, alle kreissäle waren "besetzt", deshalb wurde das ganze auf montag früh verschoben, sollte aber jeden tag zum ctg kommen.
sonntag wollte ich erst nachmittags hin, weil ich kekse backen wollte. klingelt um 11 das telefon, wo ich bleibe. wir sind dann sofort losgefahren.
es wurde dann ein ctg gemacht, die schwester kam alle 5 min rein, dann alle 3 min, dann kam noch eine hebamme dazu, schaute auch aufs ctg.. zack, weg waren sie. plötzlich geht die tür wieder auf und ein komplettes op-team samt anästhesist versammelt sich um mein bett.
die herztöne meines sohnes seien schlecht und man müsse sofort einen not-kaiserschnitt machen!! :idea
ich kam sofort in den op, mir wurde eine pda gelegt, die nur halbseitig wirkte. das einzige, was ich noch hörte war: sie muss jetzt schlafen! dann war ich auch schon weg.
wach wurde ich wieder, als ich von der op-liege aufs normale bett gelegt wurde. auf dem flur wurde mir kurz mein baby gezeigt.. das nahm ich nur ganz schemenhaft wahr. danach ging es für 2 std in den aufwachraum.
abends brachten sie mir meinen sohn, fertig angezogen.. war als hätte man nen baby aus dem katalog bestellt.

stillen klappte anfangs überhaupt nicht und ich hatte lange das gefühl keine mutter-kind-bindung aufzubauen, trauerte dem nicht erlebten geburtserlebnis nach.. das ging noch einige wochen nach der geburt so. irgendwann war das aber wie von selbst weg!

geburt nr. 2 war ähnlich dramatisch. mein 2. sohn war schwer krank, man wusste nicht, ob er noch während der geburt stirbt (schwerer herzfehler). im op waren insgesamt 12 ärzte, schwestern, hebamme, anästhesist. mein sohn kam sofort auf die intensivstation..

bei kind nr. 3 hatte ich ehrlich gesagt schon garnicht mehr die vorstellung einer "schönen geburt". diesmal wurde wieder ein kaiserschnitt gemacht, aber in sehr ruhiger umgebung mit einem kleinen team und einem kinderarzt. es wurden witze gemacht, die stimmung war friedlich. man schob mich danach in den kreissaal und brachte mir sofort meinen sohn. erst als ich anwesend war wurde er gemessen, angezogen, fotografiert. so schön war das!!

aber kann super nachempfinden, wie du dich fühlst. geht vorbei!! das wird schon. muss man halt auch erstmal verdauen so etwas psychisch und das braucht auch etwas zeit!

alles liebe,
miri m. isaiah (27.ssw)

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 20:54

Ach mensch
im schreibwahn jetzt ganz vergessen: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. März 2009 um 20:55

Kopf hoch....
....du scheinst noch ziemlich jung zu sein!! Habe meine Tochter mit 17 bekommen und leider muss ich sagen, hab ich sie auch kaum die ersten Wochen ansehen können geschweige denn sie anzunehmen. Meine Mutter dachte schon ich sei nicht normal, oder sowas...........aber!!!! Die Hebamme und auch meine Hausärztin haben dann gesagt, das es öfter vorkomme, das grade junge Mütter am Anfang teilweise gar nichts von ihren Kindern wissen wollen..........geschweige denn das alles realisieren können!! Das geht alles vorbei...........musst nur durchhalten!! Und fühl dich mal gedrückt, hatte das gleiche Problem wie du und ich hatte eigentlich ne Bilderbuchgeburt!!!
LG Ich + Würmchen
14+1

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper