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Trauerfall während Schwangerschaft

29. August um 0:49 Letzte Antwort: 6. September um 0:18

Wer von euch ist auch schwanger und hat kürzlich während der Schwangerschaft einen geliebten Menschen durch Tod verloren?

Ich suche Anschluss zu Frauen, denen das auch passiert ist so wie mir gerade.

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29. August um 18:26
In Antwort auf magdalena007

Wer von euch ist auch schwanger und hat kürzlich während der Schwangerschaft einen geliebten Menschen durch Tod verloren?

Ich suche Anschluss zu Frauen, denen das auch passiert ist so wie mir gerade.

Bei mir ist es nun einige Jahre her. 

Aber ich war damals im achten Monat schwanger als ich einen geliebten und sehr wichtigen Menschen verloren habe. 

Überwunden habe das bis heute noch nicht. 

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30. August um 5:12

Mein Beileid an dich! Meine Oma ist vor kurzem verstorben.. allerdings hatte sie ein langes und erfülltes Leben sodass es zwar sehr traurig war und ist, aber eben auch absehbar... Ich wünsche dir viel Kraft!!

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30. August um 8:37
In Antwort auf wunschkind2020

Mein Beileid an dich! Meine Oma ist vor kurzem verstorben.. allerdings hatte sie ein langes und erfülltes Leben sodass es zwar sehr traurig war und ist, aber eben auch absehbar... Ich wünsche dir viel Kraft!!

Ich habe im 9. Monat meinen Opa verloren, es war aber auch absehbar und doch unerwartet. Ich habe gehofft das er seinen Enkel noch kennenlernt 

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30. August um 18:14

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Vorgestern ist mein Papa an einer Lungenentzündung gestorben (nach einer Woche im Krankenhaus - es ging so schnell alles).
Ich bin in der 11. Woche schwanger. Es ist so schmerzlich für mich, ich hätte mir so gewünscht, dass er mein Baby (=sein Enkelkind) kennenlernen kann. Und dass mein Kind meinen Papa als seinen Opa haben und erleben kann.
Ich bin so froh, dass er wenigstens ein paar Stunden vor seinem Tod noch von meiner Schwangerschaft erfahren hat.
Mein Schmerz ist so tief, ich weine so viel. Und ich habe außerdem nun Sorgen, dass das Baby psychisch dadurch beeinträchtigt wird. Denn es macht mich so unendlich fertig.

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30. August um 18:31
In Antwort auf magdalena007

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Vorgestern ist mein Papa an einer Lungenentzündung gestorben (nach einer Woche im Krankenhaus - es ging so schnell alles).
Ich bin in der 11. Woche schwanger. Es ist so schmerzlich für mich, ich hätte mir so gewünscht, dass er mein Baby (=sein Enkelkind) kennenlernen kann. Und dass mein Kind meinen Papa als seinen Opa haben und erleben kann.
Ich bin so froh, dass er wenigstens ein paar Stunden vor seinem Tod noch von meiner Schwangerschaft erfahren hat.
Mein Schmerz ist so tief, ich weine so viel. Und ich habe außerdem nun Sorgen, dass das Baby psychisch dadurch beeinträchtigt wird. Denn es macht mich so unendlich fertig.

Das tut mir sehr leid für dich. 
Ich kenne den Schmerz wenn ein Elternteil geht. 

Vor allem wenn es so schnell geht. 
Bei mir waren es damals mein Lebensgefährte und meine Mutter die mich sehr schnell verlassen haben. 

Ich weiß auch leider gar nicht was ich dir schreiben soll. 
Denn tröstende Worte helfen bei so einem Schmerz ja leider auch nicht viel. 

Ich wünsche dir viel Kraft. 

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30. August um 20:29
In Antwort auf johanna.s.83

Das tut mir sehr leid für dich. 
Ich kenne den Schmerz wenn ein Elternteil geht. 

Vor allem wenn es so schnell geht. 
Bei mir waren es damals mein Lebensgefährte und meine Mutter die mich sehr schnell verlassen haben. 

Ich weiß auch leider gar nicht was ich dir schreiben soll. 
Denn tröstende Worte helfen bei so einem Schmerz ja leider auch nicht viel. 

Ich wünsche dir viel Kraft. 

Doch! Deine Worte helfen mir sehr! Indem mir bewusst wird, dass auch andere diesen oder ähnliche Schmerzen durchleben oder durchleben mussten. Und dass man nicht allein damit ist, ist mir ein kleiner Trost.

Ich danke dir!

Und du hast auch mein größtes Mitgefühl, dass sogar 2 sooo nahestehende wichtige Menschen dich so schnell verlassen mussten!

 

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30. August um 22:22
In Antwort auf magdalena007

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Vorgestern ist mein Papa an einer Lungenentzündung gestorben (nach einer Woche im Krankenhaus - es ging so schnell alles).
Ich bin in der 11. Woche schwanger. Es ist so schmerzlich für mich, ich hätte mir so gewünscht, dass er mein Baby (=sein Enkelkind) kennenlernen kann. Und dass mein Kind meinen Papa als seinen Opa haben und erleben kann.
Ich bin so froh, dass er wenigstens ein paar Stunden vor seinem Tod noch von meiner Schwangerschaft erfahren hat.
Mein Schmerz ist so tief, ich weine so viel. Und ich habe außerdem nun Sorgen, dass das Baby psychisch dadurch beeinträchtigt wird. Denn es macht mich so unendlich fertig.

Hallo du, dein Verlust tut mir sehr leid.. es ist zwar nicht ganz das Selbe.. aber mein Vater hat dieses Jahr im März die Diagnose Alzheimer bekommen.. im Mai (da war ich im 1. Trimester schwanger) hatte er einen sehr starken Schub, mit Wahnvorstellungen und eine Hiobsbotschaft folgte der nächsten.., meine Mutter ist seit vielen Jahren Krebskrank.. ebenfalls im Mai kamen die Ergebnisse ihrer letzten Untersuchung und es war wieder was gefunden worden und eben am selben Tag kam der Anruf meine Oma liegt im Sterben..! Ich möchte nicht sagen ich kenne deinen Schmerz, aber ich habe auch viel Schmerz und viele Tränen in der ersten Zeit der Schwangerschaft erlebt und war zum Teil völlig überflutet mit all der Trauer...! Denn auch wenn er lebt, verschwindet mein Papa auch immer mehr und es war einfach viel zu viel auf einmal. Zusätzlich hatte ich noch mit extremer Übelkeit inklusive starkem Erbrechen zu kämpfen die mich ans Bett gefesselt hat.. ich hatte ehrlich gesagt gar keinen Kopf für den kleinen Zwerg in mir, der ein absolutes Wunschkind war und ist. 
Und was soll ich sagen? Das Mausi ist geblieben wo es ist, unabhängig von meinem Weinen, meiner Trauer, meiner Wut und dem dauernden Gewürge, dass mich teilweise so durchgeschüttelt hat, dass meine Blasenmuskulatur auch nachgegeben hat und ich wirklich Angst hatte mein Körper hält das Baby nicht.

Jetzt bin ich ab Morgen in der 24.ssw und hab ein kräftig strampelndes Mäuschen im Bauch. Manchmal ist das Leben einfach unglaublich ungerecht und du hast jedes Recht zu trauern.. ich hoffe du hast einen lieben Partner an deiner Seite der dich stützt und dir hilft trotzallem Mal kurz durchzuatmen.. vielleicht passt dein Papa ja auch jetzt irgendwo auf euer Baby auf..!!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.. und ja natürlich ist es immer besser fürs Baby wenn man nicht gestresst ist, aber ganz ehrlich wäre es wirklich so schlimm, würden viele Menschen gar nicht existieren, deren Mütter in den schlimmsten Situationen schwanger wurden und geboren haben. 

Alles Gute dir und euerm Krümel.. erlaube dir das Trauern.. das ist am Ende sicher heilsamer als sich dafür auch noch schlecht zu fühlen!

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31. August um 7:25
In Antwort auf magdalena007

Doch! Deine Worte helfen mir sehr! Indem mir bewusst wird, dass auch andere diesen oder ähnliche Schmerzen durchleben oder durchleben mussten. Und dass man nicht allein damit ist, ist mir ein kleiner Trost.

Ich danke dir!

Und du hast auch mein größtes Mitgefühl, dass sogar 2 sooo nahestehende wichtige Menschen dich so schnell verlassen mussten!

 

Es freut mich sehr wenn ich dir etwas helfen konnte. 

Ich kann dir auch gerne meine Geschichte erzählen. 

Ich war frisch schwanger als sich der Erzeuger aus dem Staub gemacht hat. 
Kurz darauf lernte ich den perfekten Mann kennen. 
Wir haben große Pläne geschnmiedet und er wollte die Zwillinge die ich erwartete auch adoptieren. Trotz der großen Freude beging mein Partner als ich in der 32. Woche war völlig überraschend Suizid. 

Mir ging es danach so schlecht das ich ins Krankenhaus musste. 
Eine Woche nach seinem Tod habe ich von meinem Vater erfahren das meine Mutter an einem Gehirntumor leidet. 
Für mich unerträglich da auch mein Vater schon viele Jahre gegen den Krebs kämpfte. 

Meine Zwillinge kamen dann in der 36. Woche per Kaiserschnitt auf die Welt. 
Als wäre nicht alles schon schlimm genug wurde mir mitgeteilt das es den jüngeren der Beiden gar nicht gut geht und die Ärzte waren sich nicht sicher ob er es schaffen würde. 

Meine Mutter starb dann 2 Wochen nach der Geburt meiner Kinder. 
Es war aussichtslos das sie überleben würde. Aber dennoch hatte ich immer noch gehofft. 
Es war ein erneuter Tiefpunkt meines Lebens und ich dachte ich sehe nie wieder Licht. 
Aber trotz der Trauer und Verluste ging es von diesem Zeitpunkt wieder bergauf. 
Mein Sohn wurde gesund und ich konnte mit den Zwillingen endlich nach Hause. 
Mein Vater hat es auch geschafft den Krebs zu besiegen. 

Meine Jungs sind inzwischen 15 Jahre alt und bringen nach wie vor viel Sonnenschein in das Leben von meinem Vater und mir. 

Auch wenn mich der Verlust der beiden geliebten Menschenb nach wie vor schmerzt und ich oft an sie denke kann ich inzwischen wieder lachen. 

Und ich wünsche dir das es auch dir bald wieder besser geht. Und natürlich auch alles gute für dein Kind. 

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31. August um 19:24

Ich sehe gerade eure beiden Nachrichten, Johanna und Wunschkind2020!
Ich bin so dankbar und weiß es sehr zu schätzen, dass ihr eure persönliche sehr traurige Geschichte mit mir teilt! Ihr wisst gar nicht, wie sehr mir eure Zeilen jetzt gerade - vier Tage nach Papas Tod - helfen. Weil sich einfach durch eure Anteilnahme und euer Nachempfindenkönnen mein Schmerz leichter anfühlt.
Ich möchte euch unbedingt morgen in Ruhe antworten - wahrscheinlich Nachmittags nach meinem morgigen Frauenarzttermin für die 2.Ultraschall-Untersuchung (bin Mitte 11.Woche).
Euer Mitgefühl hilft mir so sehr!

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2. September um 14:30
In Antwort auf johanna.s.83

Es freut mich sehr wenn ich dir etwas helfen konnte. 

Ich kann dir auch gerne meine Geschichte erzählen. 

Ich war frisch schwanger als sich der Erzeuger aus dem Staub gemacht hat. 
Kurz darauf lernte ich den perfekten Mann kennen. 
Wir haben große Pläne geschnmiedet und er wollte die Zwillinge die ich erwartete auch adoptieren. Trotz der großen Freude beging mein Partner als ich in der 32. Woche war völlig überraschend Suizid. 

Mir ging es danach so schlecht das ich ins Krankenhaus musste. 
Eine Woche nach seinem Tod habe ich von meinem Vater erfahren das meine Mutter an einem Gehirntumor leidet. 
Für mich unerträglich da auch mein Vater schon viele Jahre gegen den Krebs kämpfte. 

Meine Zwillinge kamen dann in der 36. Woche per Kaiserschnitt auf die Welt. 
Als wäre nicht alles schon schlimm genug wurde mir mitgeteilt das es den jüngeren der Beiden gar nicht gut geht und die Ärzte waren sich nicht sicher ob er es schaffen würde. 

Meine Mutter starb dann 2 Wochen nach der Geburt meiner Kinder. 
Es war aussichtslos das sie überleben würde. Aber dennoch hatte ich immer noch gehofft. 
Es war ein erneuter Tiefpunkt meines Lebens und ich dachte ich sehe nie wieder Licht. 
Aber trotz der Trauer und Verluste ging es von diesem Zeitpunkt wieder bergauf. 
Mein Sohn wurde gesund und ich konnte mit den Zwillingen endlich nach Hause. 
Mein Vater hat es auch geschafft den Krebs zu besiegen. 

Meine Jungs sind inzwischen 15 Jahre alt und bringen nach wie vor viel Sonnenschein in das Leben von meinem Vater und mir. 

Auch wenn mich der Verlust der beiden geliebten Menschenb nach wie vor schmerzt und ich oft an sie denke kann ich inzwischen wieder lachen. 

Und ich wünsche dir das es auch dir bald wieder besser geht. Und natürlich auch alles gute für dein Kind. 

Liebe Johanna,

danke, dass Du Deine sehr persönliche und schmerzliche Geschichte mit mir geteilt hast.
Dass all das bei dir  - genau um die Geburt herum(!) - passiert ist, ...mir fehlen die Worte. Zumal ein Suizid nochmal ne ganz andere Nummer ist als ein gewöhnlicher Tod. Das muss man ja ganz anders psychisch verarbeiten. Und auch die Mitteilung über den Gehirntumor deiner Mutter, sowas haut einen ja nochmal fast schon genauso um wie der Tod der Person selbst, da einen diese Ungewissheit und Angst, wie lange es noch "gut geht", ja auch schrecklich quält. Und dann kam diese Info ja gerademal eine Woche nach dem anderen Verlust. Und alles mit dem Wissen, dass demnächst die Geburt vor der Tür steht. Und als wäre das nicht genug, dann noch die Angst um den Sohn.

Also eines steht fest: aus diesem Zusammenspiel dieser Ereignisse muss eine ganz einzigartige unschlagbare Stärke entsprungen sein, die du für immer in dir tragen wirst und nutzen kannst. Und nichts wird dich mehr klein kliegen können im Leben!

Hat denn deine Mutter deine Zwillinge noch kennenlernen und "begreifen" können in den 2 Wochen oder war sie da schon sehr schwach?

Vielleicht konnte dich ja der Gedanke trösten, dass diese beiden geliebten Personen, dein Partner und deine Mutter, quasi "zusammen" gegangen sind.

Und bei alledem hast du auch das Schöne gesehen: dass auch der eine Sohn gesund geworden ist und dass dein Vater den Krebs besiegt hat.
Das freut mich von Herzen für dich!!!


Gestern war ich bei Frauenarzt, zum ersten Mal dieser äußere Ultraschall außen am Bauch. Der Fötus scheint gesund und ich war richtig überrascht, dass es sogar richtig mit den Händen und Beinen gestrampelt hat. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, dass man das schon sieht. 
Ich konnte nur heulen vor Überwältigung, auch weil ich mittendrin immer wieder an meinen Papa denken musste. Ich bin froh, dass ausnahmsweise mein Mann mit rein durfte zur Ärztin, sie verstand total, dass ich gerade sehr labil bin.

Der Gedanke ans Baby tröstet mich.
Und doch vermisse ich meinen Papa so sehr. Ich bin 33 Jahre alt und hätte es noch gut weitere 20 Jahre mit ihm ausgehalten
Es tröstet mich auch, dass sozusagen seine Gene in dem Baby auch weitergegeben werden.
Und ich denke mir, dass, als mein Papa im Krankenhaus das letzte Mal geatmet hat letztes Wochenende, dass er seinen Atem an mein Baby weitergeschenkt hat.


 

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2. September um 15:04
In Antwort auf magdalena007

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Vorgestern ist mein Papa an einer Lungenentzündung gestorben (nach einer Woche im Krankenhaus - es ging so schnell alles).
Ich bin in der 11. Woche schwanger. Es ist so schmerzlich für mich, ich hätte mir so gewünscht, dass er mein Baby (=sein Enkelkind) kennenlernen kann. Und dass mein Kind meinen Papa als seinen Opa haben und erleben kann.
Ich bin so froh, dass er wenigstens ein paar Stunden vor seinem Tod noch von meiner Schwangerschaft erfahren hat.
Mein Schmerz ist so tief, ich weine so viel. Und ich habe außerdem nun Sorgen, dass das Baby psychisch dadurch beeinträchtigt wird. Denn es macht mich so unendlich fertig.

Hallo!
Mein Beileid!
Ich kann das kaum nachvollziehen, wie doll Schmerz in diesem Moment ist.
Ich hab mir auch darüber Gedanken gemacht.
Das ist immer schwer zu überleben. Besonders schwer ist das für Schwangere. Weil wenn du weinst und es dir schlecht geht, spürt es dein Baby auch.
Ich bin auch der Meinung, dass Baby dadurch psychisch beeinträchtigt werden kann.
Aber hier brauchst du Unterstützung. Am besten von deinem Partner.
Wenn man 24-Stunden-Unterstützung hat, dann hilft es, schneller alles zu vergessen. Nein, falsch gesagt.
Nicht vergessen (weil man das nie vergisst), sondern davon abzulenken.
Versuch dich mehr aufs Baby konzentrieren.
Das ist die Wichtigste Person in deinem Leben.
Mach Pläne für eure gemeinsame Zukunft.
Und vergiss nicht, dass Menschen, die wir verloren haben, sind immer näher als wir denken!
 

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2. September um 15:19
In Antwort auf magdalena007

Liebe Johanna,

danke, dass Du Deine sehr persönliche und schmerzliche Geschichte mit mir geteilt hast.
Dass all das bei dir  - genau um die Geburt herum(!) - passiert ist, ...mir fehlen die Worte. Zumal ein Suizid nochmal ne ganz andere Nummer ist als ein gewöhnlicher Tod. Das muss man ja ganz anders psychisch verarbeiten. Und auch die Mitteilung über den Gehirntumor deiner Mutter, sowas haut einen ja nochmal fast schon genauso um wie der Tod der Person selbst, da einen diese Ungewissheit und Angst, wie lange es noch "gut geht", ja auch schrecklich quält. Und dann kam diese Info ja gerademal eine Woche nach dem anderen Verlust. Und alles mit dem Wissen, dass demnächst die Geburt vor der Tür steht. Und als wäre das nicht genug, dann noch die Angst um den Sohn.

Also eines steht fest: aus diesem Zusammenspiel dieser Ereignisse muss eine ganz einzigartige unschlagbare Stärke entsprungen sein, die du für immer in dir tragen wirst und nutzen kannst. Und nichts wird dich mehr klein kliegen können im Leben!

Hat denn deine Mutter deine Zwillinge noch kennenlernen und "begreifen" können in den 2 Wochen oder war sie da schon sehr schwach?

Vielleicht konnte dich ja der Gedanke trösten, dass diese beiden geliebten Personen, dein Partner und deine Mutter, quasi "zusammen" gegangen sind.

Und bei alledem hast du auch das Schöne gesehen: dass auch der eine Sohn gesund geworden ist und dass dein Vater den Krebs besiegt hat.
Das freut mich von Herzen für dich!!!


Gestern war ich bei Frauenarzt, zum ersten Mal dieser äußere Ultraschall außen am Bauch. Der Fötus scheint gesund und ich war richtig überrascht, dass es sogar richtig mit den Händen und Beinen gestrampelt hat. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, dass man das schon sieht. 
Ich konnte nur heulen vor Überwältigung, auch weil ich mittendrin immer wieder an meinen Papa denken musste. Ich bin froh, dass ausnahmsweise mein Mann mit rein durfte zur Ärztin, sie verstand total, dass ich gerade sehr labil bin.

Der Gedanke ans Baby tröstet mich.
Und doch vermisse ich meinen Papa so sehr. Ich bin 33 Jahre alt und hätte es noch gut weitere 20 Jahre mit ihm ausgehalten
Es tröstet mich auch, dass sozusagen seine Gene in dem Baby auch weitergegeben werden.
Und ich denke mir, dass, als mein Papa im Krankenhaus das letzte Mal geatmet hat letztes Wochenende, dass er seinen Atem an mein Baby weitergeschenkt hat.


 

Vielen Dank für deine lieben Worte. 

Es freut mich sehr das es dir und deinem Krümel gut geht. 


Meine Mutter hat ihre Enkelkinder nur ein einziges mal gesehen. 
Das war sechs Tage vor ihrem Tod. 
Leider hat sie nicht mehr begriffen wer diese zwei kleinen Zwerge waren. 

Heute nach dem Mittagessen bin ich mit meinen beiden Jungs zu meinem Vater rüber gegangen. 
Er wohnt direkt neben an. 
Er und die Kids führen zurzeit Reperaturarbeiten am Gartenhaus durch. 

Wir haben die zwei beobachtet und ich habe zu meinem Vater gesagt das mein Lebensgefährte und meine Mutter große Freude an den zwei gehabt hätten. 

Und er antwortete mir das die zwei auf jeden Fall große Freude an den Zwillngen haben. Immerhin sehen sie ihnen jeden Tag zu und passen auf sie auf. 

Ein Satz der mich immer wieder tröstet. 

Denk fest an dein Baby. 
Auch wenn deine Gedanken zurzeit traurig und schwer sind wird der kleine Krümel dir viel Sonnenschein und Abwechslung bringen.
Und einen Schutzengel hat er ja der auf ihn aufpassen wird. 

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2. September um 17:26
In Antwort auf wunschkind2020

Hallo du, dein Verlust tut mir sehr leid.. es ist zwar nicht ganz das Selbe.. aber mein Vater hat dieses Jahr im März die Diagnose Alzheimer bekommen.. im Mai (da war ich im 1. Trimester schwanger) hatte er einen sehr starken Schub, mit Wahnvorstellungen und eine Hiobsbotschaft folgte der nächsten.., meine Mutter ist seit vielen Jahren Krebskrank.. ebenfalls im Mai kamen die Ergebnisse ihrer letzten Untersuchung und es war wieder was gefunden worden und eben am selben Tag kam der Anruf meine Oma liegt im Sterben..! Ich möchte nicht sagen ich kenne deinen Schmerz, aber ich habe auch viel Schmerz und viele Tränen in der ersten Zeit der Schwangerschaft erlebt und war zum Teil völlig überflutet mit all der Trauer...! Denn auch wenn er lebt, verschwindet mein Papa auch immer mehr und es war einfach viel zu viel auf einmal. Zusätzlich hatte ich noch mit extremer Übelkeit inklusive starkem Erbrechen zu kämpfen die mich ans Bett gefesselt hat.. ich hatte ehrlich gesagt gar keinen Kopf für den kleinen Zwerg in mir, der ein absolutes Wunschkind war und ist. 
Und was soll ich sagen? Das Mausi ist geblieben wo es ist, unabhängig von meinem Weinen, meiner Trauer, meiner Wut und dem dauernden Gewürge, dass mich teilweise so durchgeschüttelt hat, dass meine Blasenmuskulatur auch nachgegeben hat und ich wirklich Angst hatte mein Körper hält das Baby nicht.

Jetzt bin ich ab Morgen in der 24.ssw und hab ein kräftig strampelndes Mäuschen im Bauch. Manchmal ist das Leben einfach unglaublich ungerecht und du hast jedes Recht zu trauern.. ich hoffe du hast einen lieben Partner an deiner Seite der dich stützt und dir hilft trotzallem Mal kurz durchzuatmen.. vielleicht passt dein Papa ja auch jetzt irgendwo auf euer Baby auf..!!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.. und ja natürlich ist es immer besser fürs Baby wenn man nicht gestresst ist, aber ganz ehrlich wäre es wirklich so schlimm, würden viele Menschen gar nicht existieren, deren Mütter in den schlimmsten Situationen schwanger wurden und geboren haben. 

Alles Gute dir und euerm Krümel.. erlaube dir das Trauern.. das ist am Ende sicher heilsamer als sich dafür auch noch schlecht zu fühlen!

Hallo Wunschkind2020, vielen vielen Dank, dass du Deine Geschichte, die ja noch gar nicht lange her ist bzw. die ja ganz aktuell ist, mit mir teilst!

Oh ja doch, auch wenn Oma nicht dasselbe ist wie Elternteil, so ist der Verlust auch nicht leicht wegzustecken. Meine Oma ist vor 3 Jahren verstorben, und für mich war das auch ein extrem einschneidendes Erlebnis, weil ich mein Leben lang eine ganz enge Beziehung zu ihr hatte. Und es war für mich der erste Tod in der Familie, mit dem ich konfrontiert war, ...diese Trauer war ein völlig fremder drückender Schmerz, den ich zuvor nicht kannte. 
Auch meine Oma hatte ein langes, erfülltes Leben, wurde 98 Jahre alt, so dass ich den Tod natürlich rational absolut gut akzeptieren konnte. Trotzdem ist es immer schmerzhaft zu wissen, man kann die geliebte Person, die einfach immer da war, plötzlich nie mehr physisch vor sich haben (egal, in welchem Alter verstorben). Also ich kann absolut deinen Schmerz nachfühlen!

Und dass bei Deiner Mutter wieder was neues gefunden wurde ... ich kann mir vorstellen, wie quälend diese immer wieder neu entstehende Ungewissheit ist, wie sich das jetzt weiterentwickelt usw. Als mein Papa damals Krebs hatte, war es mehrere Wochen die Hölle für mich, weil ich solche Angst um ihn hatte. Zum Glück wurde es geheilt und es war nie mehr ein Thema. (Wobei er immer wieder wegen verschiedensten anderen Dingen auch mehrmals ins Krankenhaus musste in seinem Leben und jedesmal hatte ich diese schlimme Angst und Panik).

Das mit Deinem Papa tut mir sehr leid. Auch wenn die Situation eine andere ist und er weiterlebt, würde ich durchaus sagen, dein Schmerz, als diese Diagnose kam, ist vergleichbar bzw. nicht weniger. Natürlich denkst Du dann immer an die Zukunft, wie es wird usw. und es macht einem Angst, fühlt sich an wie ein Abschied.
Aber weißt du, was mich ein bisschen beruhigt hat: ich hab seit Papas Tod (vor 5 Tagen) die ganze Zeit all die schönen Erinnerungen mit meinem Papa im Geiste vor Augen, und jedesmal bei diesen Erinnerungen wurde ich traurig und begann zu weinen, weil er nicht mehr da ist.  Und dann irgendwann in den letzten 1-2 Tagen hab ich mich selbst beruhigt, indem ich mir gesagt habe: All diese schönen Erinnerungen und Momente mit ihm waren ja mal echt! Haben in Wirklichkeit stattgefunden! Sind nicht mehr rückgängig zu machen oder auszulöschen. All diese wunderbaren Charakterzüge, Humor, usw... von ihm, alles was ich so an ihm mochte, war echt! War real da! Und dann habe ich zu mir sebst gesagt:
"Warum weinst du, wenn du z.B. an diese schöne Kindheitserinnerung xy mit deinem Papa zurückdenkst? Das hat doch stattgefunden und wird nie auszulöschen sein, egal ob Papa von jetzt an noch weiterlebt oder nicht. Das ändert ja nichts an all dem schönen Vergangenen, was war! Als er noch gelebt hat vor 3 Wochen oder vor 6 Jahren oder vor 13 Jahren, hättest du doch auch nicht geweint, wenn du dich an diese Kindheitserinnerung xy zurückerinnert hättest. Also gibt es jetzt eigentlich auch keinen Grund traurig zu sein. Jeder wird mal alt und/oder krank! Aber das schöne Vergangene bleibt etwas fix stattgefundenes und unvergessliches".
Mir hat dieser Denkansatz geholfen und vielleicht (hoffentlich) kann dich dieser Gedanke auch zumindest ein wenig beruhigen, also übertragen auf deinen Papa, der sich auch verändern wird.
So wie dein Papa bisher immer war... das wirst du eh niemals vergessen und das hat dich mitunter zu der Frau gemacht, die du bist

Und... unabhängig davon wirst du auch seine andere Art bzw. neuen Anteile lieben lernen, da bin ich mir ganz sicher.
Ich habe zwischenzeitlich immer mal als Nebenjob in einer Seniorenresidenz gearbeitet, wo viele Alzheimer haben, auch -relativ gesehen- jüngere Menschen. Natürlich red ich mich jetzt leicht, da ich "nur" in der Arbeit mit ihnen zu tun hatte, und nicht familiär. Aber ich habe irgendwie diesen Menschen soviel abgewonnen, ich habe ihre Art so wie sie sind, kennengelernt und sie ins Herz geschlossen und als ganz normale Menschen empfunden und wertgeschätzt. Ich habe irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen, dass es ja eigentlich eine Krankheit ist, weil es trotzdem immer soo schön mit ihnen ist und es irgendwie einfach normal wurde, dass sie dies oder jenes nicht mehr können. Wie gesagt, ich red mich leicht. Aber ich glaube fest dran, dass wir Menschen evolutionär so vorbereitet wurden, dass unser Körper sich an Dinge, die zuerst noch so erschreckend und befremdlich und angsteinflößend erscheinen, allmählich gewöhnt und einen guten Umgang damit entwickelt. Ich glaube fest daran, dass auch du einen guten Weg finden wirst.
Und bei alledem wird dir dein Baby auch Stärke und Kraft spenden. So empfinde ich es gerade mit meinem kleinen Baby im Bauch.

Ist es eigentlich dein erstes Baby?

Ich kopier dir hier noch kurz rein, was ich vorhin auch der Johanna geschrieben hatte:
Gestern war ich beim Frauenarzt, zum ersten Mal dieser äußere Ultraschall außen am Bauch.  Der Fötus scheint gesund (11.Woche) und ich war richtig überrascht, dass es sogar richtig mit den Händen und Beinen gestrampelt hat. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, dass man das schon sieht. 
Ich konnte nur heulen vor Überwältigung, auch weil ich mittendrin immer wieder an meinen Papa denken musste. Ich bin froh, dass ausnahmsweise mein Mann mit rein durfte zur Ärztin, sie verstand total, dass ich gerade sehr labil bin. Und sie hat mir auch die Sorge genommen, dass meine Trauer/mein Weinen dem Baby schaden könnte.

Der Gedanke ans Baby tröstet mich.
Und doch vermisse ich meinen Papa so sehr. Ich bin 33 Jahre alt und hätte es noch gut weitere 20 Jahre mit ihm ausgehalten
Es tröstet mich auch, dass sozusagen seine Gene in dem Baby auch weitergegeben werden.
Und ich denke mir, dass, als mein Papa im Krankenhaus das letzte Mal geatmet hat am Freitag, dass er seinen Atem an mein Baby weitergeschenkt hat.

 

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5. September um 21:32

Gott, wie herzlos kann man eigentlich sein! Sich ausheulen und dann geht's weiter? Ich war damals im 5. Monat schwanger als ich meine Mama tot in der Wohnung  gefunden habe. Ich kann mir bis heute kein Bild von ihr anschauen ohne zu weinen. So ein Schmerz geht doch nicht mit einmal 5 Minuten weinen vorbei. Klar freut man sich auch weiterhin auf das kleine Wunder im Bauch, aber da ist eben auch die Trauer, dass ein ganz wichtiger und geliebter Mensch dieses Wunder nicht mehr miterleben kann. Mich tröstet immer der Gedanke, dass es da nun einen ganz besonderen Schutzengel gibt, der meine inzwischen 2 Kinder behütet. 

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5. September um 22:14
In Antwort auf magdalena007

Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Vorgestern ist mein Papa an einer Lungenentzündung gestorben (nach einer Woche im Krankenhaus - es ging so schnell alles).
Ich bin in der 11. Woche schwanger. Es ist so schmerzlich für mich, ich hätte mir so gewünscht, dass er mein Baby (=sein Enkelkind) kennenlernen kann. Und dass mein Kind meinen Papa als seinen Opa haben und erleben kann.
Ich bin so froh, dass er wenigstens ein paar Stunden vor seinem Tod noch von meiner Schwangerschaft erfahren hat.
Mein Schmerz ist so tief, ich weine so viel. Und ich habe außerdem nun Sorgen, dass das Baby psychisch dadurch beeinträchtigt wird. Denn es macht mich so unendlich fertig.

Tut mir sehr Leid um den Verlust. Ich bin keine Frau aber kann als Dritter davon berichten. Meine Freundin hat im 7 Monat ihre Oma verloren. Ich musste es ihr sagen. Es ist traurig aber dein Papa würde wollen das du nach vorne schaust und ist dir sicher nicht böse. Unser kleiner hat trotz Traurigkeit keinen Schaden genommen. Du darfst trauern aber glaube mir. Das schönste ist es für einen Papa zu wissen daß ein Wunsch der Tochter erfüllt wird und du schwanger bist. Die Oma meiner Freundin hat sich so gefreut und das ist das wichtigste, nämlich das sie die Gewissheit hatten. Sie hatte zum Schluss ein paar Probleme so daß er früher kommen müsste aber wir sind sicher das die Oma da geholfen hatte.

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5. September um 23:54

Das ist der herzloseste und verletzende Kommentar, den ich jemals hier im Forum gelesen habe.  Selbst wenn Du wirklich so denkst, kannst Du das dann nicht für Dich behalten?

Julia

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6. September um 0:18

Liebe Magdalena, Johanna und die anderen, die hier geschrieben haben,

Eure Geschichten haben mich zutiefst bewegt und ihr habt mein volles Mitgefühl.  Ich glaube es ist schwer vorstellbar, wie tief Euer Schmerz und Eure Trauer gehen.  Ich kann nur ein wenig erahnen, wie Ihr Euch fühlt, da ich durch einen Unfall 2 Tage um das Leben meines Mannes gebangt habe, als unser erstes Kind gerade 1 Jahr alt war.  Und schon diese 2 Tage waren die furchtbarste Zeit, an die ich mich in meinem Leben erinnern kann.  Ich wünschte, auch Euch wären diesen schlimmen Verluste erspart geblieben.  Umso mehr bewundere ich, wie Ihr Euch gegenseitig Mut macht.  Wie Magdalena versucht, die schönen Erinnerungen festzuhalten und sich immer wieder zu sagen, dass das ja reale Erinnerungen sind, die wirklich passiert sind und die immer bleiben, finde ich absolut bewunderswert.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft und die Hilfe Eures Partner und Eurer Familien an Eurer Seite.  Die Kraft nach vorne zu sehen und Euch auf Euer Baby zu freuen.  Das ist sicher sehr schwer und es wird immer wieder Schmerz und Trauer über Eure Verluste aufkommen, aber Liebe zu Euren Kindern und das neue Leben gibt euch hoffentlich diese Kraft.

Mit viel Bewunderung alles Gute von mir
Julia
 

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