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Totale Angst und Verzweiflung

26. September 2014 um 1:56

Ich bin gerade irgendwie in einem totalen Tief und weiß so gar nicht mehr weiter. Ich bin jetzt in der 20. ssw und mir gehts irgendwie von Tag zu Tag schlechter.
Erstmal zur Situation allgemein:
Ich bin und 25 bin im Mai ungewollt schwanger geworden von jemandem den ich zu der Zeit gerade erst kennengelernt hab (ja ich weiß dümmer gehts nicht, aber es ist einfach blöd gelaufen). Das war erst mal ein riesen Schock, er wollte natürlich, dass ich abtreibe aber ich hab mich dann dennoch für das Kind entschieden. Hätte das irgendwie nicht gekonnt und denke nicht, dass ich gut mit einer Abtreibung klar gekommen wäre.
Inzwischen denke ich aber manchmal dass diese Entscheidung falsch war, nicht wegen mir sondern wegen dem Kind, ich kann ihm nicht mal einen vernünftigen Vater bieten. Mein "Ex" (wir waren nie offiziell zusammen) hat mich bei vielen Dingen belogen. Also alles was Arbeit und Ausbildung usw angeht. Er hat quasi noch nie gearbeitet seit seinem Schulabschluss vor 9 Jahren. Er wohnt auch noch bei seiner Mutter mit 26. Da er wusste dass ich selbst studiert habe und dass er mit der Wahrheit keine Chance bei mir hätte, hat er eine Arbeit und Ausbildung erfunden, meinte, dass er nur vorübergehend wieder zurück zu seiner Mutter ziehen musste (er hat noch nie alleine gewohnt) usw.
Naja im Grunde tut das zwar nichts zur Sache aber ich komme mir einfach so grenzenlos verarscht vor und bin so wütend auf ihn und auf mich selbst. Ich bereue es so sehr mich mit ihm eingelassen zu haben. Ich war eigentlich immer mit vernünftigen Männern zusammen und dann werd ich ausgerechnet von dem schwanger. Die Sache ist die er bewirbt sich nicht mal, ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals arbeiten wird. Dazu kommt dass er kifft. Ich schäme mich einfach so, dass ich mich und mein Kind in so eine Lage gebracht habe. Zudem wird es ziemliche Probleme mit dem Unterhalt gegen. Ich werde wohl nur den Vorschuss vom Jugendamt bekommen und das ist ja nicht viel und wird auch nicht ewig bezahlt. Ich mache mir echt auch große Sorgen um das finanzielle.
Ich hab mir mein Leben einfach so anders vorgestellt (ich weiß ich bin selbst daran Schuld und ich will echt nicht jammern). Ich finde Kinder toll und wollte auf jeden Fall eins oder mehrere aber eben erst wenn ich den richtigen Mann gefunden habe, wir genügend zur Seite gelegt haben usw. Meine eigenen Eltern sind noch verheiratet und ich hätte mir so eine intakte Familie auch für mein Kind gewünscht. Ich kann es mir ohne Vater gar nicht vorstellen und finde es so schrecklich, dass ich meinem Kind das antun muss.
Naja dann kommt noch dazu, dass ich vor der ss Antidepressiva nehmen musste. Ich hab sie dann eigenständig abgesetzt als ich erfahren hab, dass ich schwanger bin und mir gings auch nicht schlecht aber inzwischen gehts mir wieder schlechter und ich kann die Schwangerschaft wegen den ganzen Problemen gar nicht genießen. Ich war auch schon vor der ss auf der Suche nach einem Therapieplatz aber ich finde keinen. Ich hab einfach solche Angst vor der Zukunft.
Ich bin ja mit allem komplett alleine. Ich bin fast im 6. Monat und nur meine Mutter und 2 Bekannte (richtige Freunde habe ich grad nicht) wissen von der ss. Sonst weiß es niemand, weder mein Vater (der relativ streng ist) noch meine Geschwister
Es werden einfach alle geschockt sein und es tut einfach so weh, dass dieses unschuldige, wundervolle Baby in 5 Monaten zur Welt kommt und sich niemand außer ich darauf freut. Und selbst bei mir ist es eine Mischung aus Angst und Freude.
Tut mir echt sehr Leid für den langen Text. Hab schon versucht mich kurz zu halten aber das musste einfach alles mal raus. Vielleicht kann mir ja irgendwer irgendwas positives zu der Situation sagen oder mir einen Rat geben?

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26. September 2014 um 7:59

Was positives!
DU LIEBST DEIN KIND!
Das ist doch das beste, was dem Würmchen passieren kann! Du wirst eine super-verantwortungsbewusste Mama werden, hast das perfekte Alter um Mutter zu werden und mit deinem Zwerg ganz viel zu erleben. Und auch wenn der Vater dazu ein schluffi ist (habt ihr noch Kontakt?): Es hat einen Vater, und du weißt wer er ist! Wie kommst du denn mit seiner Mutter klar? Vielleicht freuen sich ja zwei Omis auf den Krümel! Immerhin hat ihr Sohn dann schonmal ETWAS geschafft Sei nicht so streng mit dir, und such dir alles zusammen was du an Hilfe bekommen kannst. Sprich mit deinem FA: Vielleicht gibt es Gesprächsgruppen für junge Mütter in eurer Gegend, vielleicht kann er dir bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen. Ruf bei ProFamilia an: Die sind dazu da, dir zu helfen!
Ansonsten: Versuch junge werdende Müter in deiner Nähe zu finden. Schreib eine Liste mit Positiven Dingen die du "dem Baby bieten kannst" (<- ich find den Ausdruck ganz doof!!!) und Sachen, die du ihm noch gern bieten würdest. Schreib Briefe an dein Krümelchen (ähnlich wie ein Tagebuch). Ob du sie ihm/ihr jemals gibst ist zweitrangig, einfach mal die Gefühle in Briefe verfassen. Vielleicht kommt dein Kind mal in eine blöde Situation oder fühlt sich unverstanden, dann könnte ich mir vorstellen, dass es sich darüber freut!

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26. September 2014 um 8:19

Ich gebe
mimmi recht, auch ich würde da nciht viel zu sagen aber zum thema anti depressiva
ich hab auch welche vor der ss genommen und dann einfach ohne beratung abgesetzt.
ich war auch letztes jahr 2 monate in einer tagesklinik, vielleicht kann die das helfen.
als ich da war, waren da auch schwangere frauen, klar wir dürfen keine medikamente nehmen aber vielleicht hilft dir die ablenkung und die therapien und du kommst mal raus.
ist jetzt nur ien vorschlag und tagesklinik ist nicht gleich klapse .
auf jeden fall hast du die richtige einstellung mutter zu werden, du liebst dein baby und das wird überdeutlich und wem du es sagst und wem nicht, bleibt dir überlassen aber letztlich wird der zeitpunkt kommen, wo du es nicht mehr verheimlichen kannst.

und lass dir bloß nichts einreden, von keinem, es ist dein leben und du musst es führen und kein anderer

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26. September 2014 um 8:36

Sei nicht so streng zu Dir!
natürlich ist die Situation nicht gerade so wie du sie dir gewünscht oder vorgestellt hast aber mal ehrlich bei wie vielen Frauen heutzutage ist sie denn so? Ich zumindest kenne leider einige mehr Alleinerziehende Elternteile wie zusammengehörige und die bekommen dass trotzdem super hin. Natürlich wird es nicht immer einfach in Zukunft allerdings weisst du immer für wen du das machst und zwar für dein Kind. Und nach jeder schwierigen Zeit kommt eine gute und du wirst bestimmt weit mehr wunderbare, schöne und glückliche Momente voller Liebe mit deinem Kind erleben als dass du dir Gedanken darum machst warum der Vater so ein Loser ist oder warum dein Leben nun so oder so aussieht. Du hast dich damals bewusst für dein Kind entschieden und dass ist finde ich auch um vieles mehr wert wie manch andere dinge! Hab vertrauen in dich selbst! Hol dir etwas von der Stärke zurück die du hattest als du dich trotz abraten deines "Exs" trotzdem dafür entschieden hast. Und wenn es Dir jetzt schlecht geht dann Kopf hoch und schau das Du das änderst. Geh zu deiner FA oder einem Arzt deines Vertrauens und sag jemanden bescheid. Such Dir Unterstützung! Und ja, such dir irgendwo gleichgesinnte, es gibt bestimmt mehr als du denkst Vielleicht kannst du auch mal mit deiner Mama reden? Kopf hoch! Ich kann verstehen dass dir jetzt alles furchtbar vorkommen muss und du totale Angst hast aber glaub mir auch Du packst dass, genauso wie viele andere Frauen die in einer ähnlichen Situation sind!
Ich wünsch Dir alles alles Gute!

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26. September 2014 um 14:04

Danke
Danke erstmal für alle Antworten
Ja ihr habt schon Recht. Im Grunde ist meine Situation wohl nicht soo schlimm und ich weiß ja, dass es vielen Frauen so geht aber wenn ich grad in so einem Tief bin hilft es nur wenig mir das vor Augen zu führen. Naja vielleicht liegt es auch zum Teil an den Hormonen. Zu Anfang konnte ich auf jeden Fall besser mit der Situation umgehen.
Ich denke wenn ich jemand hätte der hinter mir stehen würde und mir Mut machen würde dann würde ich vielleicht alles nicht ganz so schlimm finden.
Meine Mutter meinte zwar schon paarmal "Das schaffst du schon..." aber erstens wohnt meine Familie weiter weg und zweitens wird in meiner Familie auch nicht groß über Gefühle gesprochen.
Naja was meinen Ex angeht. Ich hab schon noch Kontakt zu ihm und ich bin einerseits sehr froh darüber aber andererseits ist es manchmal zusätzlich belastend weil er öfter sagt, dass er das Kind ja gar nicht will usw. oder sagt, dass er keinen Unterhalt zahlen kann bzw will. Er ist halt eine schwierige Person, redet quasi nur über sich. Ich weiß nicht so genau wie ich mit ihm umgehen soll. Er ist halt auch psychisch krank (bipolare Störung). Ich weiß, dass seine übertriebene egozentrische und realitätsfremde, überdrehte Art wohl auch an seiner Krankheit liegt aber es regt mich trotzdem oft sehr auf. Ich gebe mir aber dennoch Mühe mit ihm auszukommen.
Ich muss ihm aber zugute halten, dass er letzte Woche beim FA dabei war. Es war zwar abgemacht, dass er mal mitkommt aber da er die letzten Male immer verschlafen hat oder sonst was, hat es mich dann schon positiv überrascht als er dann pünktlich ankam. Das hätte ich ihm echt nicht zugetraut. Naja so besonders interessiert er sich zwar nicht für das Baby aber ich hoffe das kommt dann noch wenn es auf der Welt ist. Er will auf jeden Fall Kontakt und auch bei der Geburt dabei sein. Ich hoffe sehr, dass er seine Meinung da nicht ändert.
Ein Paar wird aus uns nie werden aber ich würde mir einfach wünschen, dass wir normal miteinander umgehen können und dass er sich vor allem für unser Kind interessiert. Ich bin da noch seeehhhrrr skeptisch aber wer weiß, er hat mich ja schon einmal positiv überrascht.
Achso und seine Mutter kenne ich flüchtig. Sie ist eigentlich ganz nett aber hat psychische und gesundheitliche Probleme und nimmt jede Menge Tabletten. Sie weiß es noch nicht, aber mein Ex meinte dass er denkt, dass sie sich freut. Ich kanns nicht abschätzen. Würde mich freuen wenn sie Interesse an ihrem Enkel hätte.

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