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Stille Geburt zuhause? Hydrops Fetalis CMV Zytomegalie 14SSW

9. Oktober 2015 um 12:30

Hallo zusammen,

ich möchte euch über Zytomegalie informieren (sehr häufiger Grund für eine Fehlgeburt!), über Hydrops Fetalis (EIN mögliches Symptom von Hydrops Fetalis) und über eine Fehlgeburt, die zuhause stattfinden soll.

ich bin jetzt in der 14. SSW und gehe gerade durch die Hölle. Direkt am Anfang der SS wurde durch den üblichen ersten Bluttest Zytomegalie (auch Cytomegalie oder CMV genannt) als Erstinfektion festgestellt. Dieser Zytomegalie-Test kostet ca. 13 Euro und ich habe nicht weiter darüber nachgedacht und der Frauenärztin gesagt, das könne sie ruhig mittesten. Ich bekam dann einen Anruf von der Arzthhelferin ca. 1 Woche später, dass ich mich tatsächlich während der SS angesteckt hätte und dass ich sofort kommen müsse. Ich habs dann erstmal gegoogelt, hatte sonst noch nie davon gehört. Dann war ich relativ beruhigt, weil sehr viele Menschen diesen Zytomegalie-Virus in sich tragen (es ist ein Herpesvirus). Als ich am nächsten Tag in die Praxis kam, war die FÄ aber doch beunruhigt, ich war erst die 2. (!) Patientin mit einer CMV-Erstinfektion. Sie sagte aber, dass es mittlerweile seit einigen Jahren dieses Medikament gäbe, das ich bekommen könnte. Das heißt Cytotect von Biotest, das sind Hyperimmunglobuline, also Antikörper gegen das Virus. Gewonnen aus menschlichem Blutplasma. Ich bin bei der AOK, die hat dem teuren Medikament zum Glück zugestimmt. Das Medikament ist nämlich in Deutschland noch nicht ganz zugelassen. Wurde aber schon von seeehr vielen Schwangeren genommen und gut vertragen. Ich habe die Infusionen jetzt 2 Mal im Krankenhaus bekommen und hatte nur Kopfschmerzen davon. Jedenfalls war ich immernoch sehr positiv und habe gedacht, das Kind schafft es schon und wenn es sich ansteckt und geistig behindert ist oder einen Hörschaden hat, dann kommen wir auch damit zurecht.
Ein zweiter Bluttest konnte dann nochmal bestätigen, dass ich mich kürzlich angesteckt hatte.

Jetzt wurde leider vor 1,5 Wochen bei einem normalen Ultraschall bei meiner FÄ festgestellt, dass das Kind Wasseransammlungen am Nacken hat. Es war der erste nicht-vaginale US. Sie sagte sofort, es sieht nicht gut aus und hat mich gleich am nächsten Tag um 7.30 früh zu einer Feindiagnostikerin (FÄ mit Degum II) geschickt. Sie hat aaallles am Kind abgemessen. Es war gut entwickelt in allen Bereichen. Bis auf diese: -Wasseransammlung Nacken -2mm Wasser unter der Bauchdecke und -schwächerer Reflux aus der Nabelschnur heraus, also die Flüssigkeiten werden nicht richtig weggeleitet vom Kind. Große Wasseransammlungen beim Kind nennt man auch Hydrops Fetalis.

Die beiden Frauenärzte führen das auf die Ansteckung des Kindes mit Zytomegalie zurück. Sie geben dem Kind kaum Überlebenschancen, können mir aber auch nicht sagen, wann es sterben wird. Wenn der Körper zu viel Wasser im Körper hat, ist das Herz zu belastet, so ist das ja auch bei Erwachsenen.

Am Montag habe ich den nächsten Termin bei der Feindiagnostikerin. Obwohl ich versuche, positiv zu bleiben, bin ich eher realistisch und gehe davon aus, dass das Herz schon nicht mehr schlägt (ich habe so ein Gefühl).

Ich mache mir schon länger sehr viele Gedanken darüber, wie ich das Kind zur Welt bringen möchte (ich habe auch sehr intensive Träume darüber). Ich möchte darauf warten, dass mein Körper sich "entscheidet" und irgendwann Wehen produziert. Hat jemand Erfahrungen damit? Ich möchte auf keinen Fall eine Ausschabung oder eine Einleitung, auch wenn anderen das geholfen hat. Für mich ist es nicht der richtige Weg.

Ich weiß, dass ich sehr nüchtern schreibe und sehr sachlich, aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich sehr viel weine und flehe, es möge ein Wunder passieren.

Ich würde mich freuen, wenn Frauen mit ähnlicher Erfahrung antworteten.

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9. Oktober 2015 um 15:26

Edit:
Ich meinte natürlich: Hydrops Fetalis ist EIN mögliches Symptom von Zytomegalie

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16. Oktober 2015 um 11:21

Erstmal tut es mir leid,
dass es so ist wie es ist.
Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass es mit einer stillen geburt zu Hause wahrscheinlich nichts wird.
Du bist schon relativ weit und dein Baby zeitgerecht entwickelt.
Das heißt, selbst wenn dein Baby schon keinen Herzschlag mehr haben sollte kann es sein, dass es für eine Ausschabung schon zu spät ist. Vor allem muss berücksichtigt werden, dass in den meisten Fällen einer stillen Geburt zu einem frühem Stadium noch nachträglich ausgeschabt werden muss, da Teile der Plazenta zurück bleiben könnten. Wenn das nicht geschieht ist das ein gesundheitliches Risiko, welches dich gefährden kann.
Ich habe meine Tochter bei 21+5 still im Krankenhaus entbunden (war eine Einleitung nach medizinischer Infauster Diagnose) und es war trotz der umstände eine schöne Atmosphäre und ich konnte mich lange von meiner Tochter verabschieden (sie war 12 Stunden noch bei mir auf dem Zimmer).

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31. Oktober 2015 um 21:50
In Antwort auf dylis_11963349

Edit:
Ich meinte natürlich: Hydrops Fetalis ist EIN mögliches Symptom von Zytomegalie

Das Kind lebt noch
Hallo,

Wollte nur berichten, dass das Wasser beim Kind bislang nicht mehr wurde u dass es noch lebt. Nacken 10mm Wasser und Unter der Bauchdecke 2mm.

Wir haben wieder Hoffnung!

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13. November 2015 um 15:49

Hallo
Wollte fragen wie es dir geht? Alles ok?was haben die weitere Untersuchungen ergeben?

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24. November 2015 um 9:00
In Antwort auf ife_11872995

Hallo
Wollte fragen wie es dir geht? Alles ok?was haben die weitere Untersuchungen ergeben?


Hallo! Das Kind lebt noch! Ich bin jetzt in der 20. Woche!

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24. November 2015 um 9:08

Update
Hallo!
Ich wollte euch mal updaten. Das Baby lebt noch! Ich bin jetzt in der 20. Woche. Ich habe 3 Male das Medikament Cytotect von Biotest bekommen und musste dazu ins Krankenhaus. Beim dritten Mal wurde auch nochmal ein Ultraschall gemacht und da hatte sich eigentlich auch nichts verändert. Seitdem habe ich mich geweigert, Ultraschalls zu machen, weil sie mich so extreeeem unter Stress setzen. Mittlerweile konnte ich das Baby auch schon spüren (mein Freund auch). Jetzt gerade mache ich mir wieder Sorgen, weil ich es schon seit 24 Stunden oder so nicht mehr gespürt habe und ich mich "unschwanger" fühle. Ich versuche dann, mich selbst zu beruhigen. Die Ärtztinnen haben mir ja kaum Hoffnung gemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mich beruhigen könnten, damit es mir besser geht. Ich wusste ja, wie schlimm es ist, dann hilft es mir nicht, wenn sie alle nur den Kopf schütteln und besorgt gucken. Und siehe da, das Baby hat es bis hierhin geschafft! Ich weiß, dass es immernoch sterben kann Das wäre für mich noch schlimmer als eine frühe Fehlgeburt. Ich bin aber in der letzten Zeit gut darin geworden, mich nicht von meinen Gedanken und Emotionen leiten zu lassen. Das kann ich nur jedem empfehlen. Ich lenke mich gut ab, hab mir Beschäftigung gesucht und denke mir: "Ich begleite dich, so weit wie ich soll" und: "dass ist das Schicksal des Kindes und nicht meins".

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24. November 2015 um 9:10

Weitere Untersuchungen
Ich habe auch bald wieder einen Feindiagnostik-Ultraschall um zu wissen, ob es einen Herzfehler o. Ä. hat, dass das Überleben nach der Geburt gefährdet. Ich würde dann in einem fähigeren Krankenhaus entbinden.

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