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Stille Geburt in 20ssw

24. September 2013 um 11:16

hi alle zusammen.
würde euch gerne meine komplette geschichte erzählen.

mein freund (24) und ich (23) haben bereits einen sohn der im august 3 jahre wurde!

zur zeit wollten wir noch keine weiteren kinder denn ich habe letztes jahr im juni wieder angefangen zu arbeiten. deshalb hatte ich auch zur verhütung die kupferspirale!

zur vorsorge wegen spirale und co war ich ca im april, alles war super, die spirale saß gut und ich sollte im oktober nochmal kommen um sie dann zu wecheln.

als ich dann anfang juni morgenübelkeit hatte (mir ist normal nieee übel) und meine brüste spannten wusste ich gleich, ich kann nur schwanger sein und bin dann am montag den 17.06. zum gyn der dann auch etwas überrascht (wegen sitzender spirale) meine schwangerschaft bestätigte. 6ssw.

er sagte jedoch dass es 2 möglichkeiten gibt, entweder spirale raus und embryo kommt höchst warscheinlich mit raus oder schwangerschaft mit spirale! jedoch ist die fehl und frühgeburten rate nicht höher wie ohne spirale.

wir haben uns entschieden die spirale drin zu lassen.

es gab auch keine probleme, nur das ich ca 2mal nen harmlosen scheideninfekt hatte der dann auch behandelt worden ist.

alles verlief super, ich wurde von meiner arbeit befreit da ich im medizinischen bereich arbeite und sowieso nicht machen durfte.

unser sohn freute sich schon sehr aufs baby, und wie wir erfuhren war unser engelchen ein junge!

am donnerstag letzte woche 19.09. bekam ich plötzlich abends komische bauchschmerzen und meinte auch dass mein bauch hart wird. ich konnte auch nicht schlafen und fuhr um halb 4 freitag früh ins krankenhaus, ich wuste schon dass es wehen sein müssen da ich unseren ersten spontan entbunden habe.

die hebamme setze mich an den wehenschreiber und dannach untersuchte mich die ärztin und sagte die denkt der blutpfropf hätte sich evtl gelöst, der muttermund ist verkürzt und die weiß nicht ob die schwangeraft bestehen bleibt oder nicht. wenn das baby jedoch kommt wird es überhaupt keine überlebenschance haben.

das war ein rießen schock für mich, ich ruf meine mutter an die dann zu uns fuhr und auf unseren sohn aufpasste und mein freund kam zu mir.

ich wurde dann stationär aufgenommen und musste strengste bettruhe einhalten.

jedesmal als ich auf toilette gegngen bin, ging auch schleimin hellblutender sekret ab, ich sagte natürlich sofort bescheid aber sie sagten mir man müsse abwarten und hoffen das die wehen aufhören.

ich hab natürlich im internet rumgelesen und da schrieb eine dass sie wehen hatte in der 18 ssw und wehen hemmende medikamente bekommen hatte, die wehen hörten auf und ihr ging es besser.

meine wehen hörten aber nicht auf und als ich frage ob ich was dagegen bekommen kann, hieß es nur .. das geht nicht es ist zu früh, man macht das erst ab der 24 ssw...

ich konnte kein auge vor schmerzen (wehen) zudrücken, am samstag dann den 21.09 hatte ich versucht mich auszuruhen und "blob" passierte es um 10uhr früh, meine fruchtblase ist geplatzt, ich drückte sofort den roten knopf und lief zur toilette, alles war nass... ich habe gezittert denn ich wusste jetzt ist alles vorbei. ich rief sofort meinen freund an der dann soschnell wie möglich zu mir kam.

das traurige ist dass ich um ca 8 uhr mein baby noch strampeln spürte und wusste er muss einfach sterben.

die schwestern und eine ärztin fuhren mich in den kreissaal und der papiertest zeigte dass es fruchtwasser war, die ärztin untersuchte mich uns sagte dass das baby bald kommen wird. jedoch wird es icht überleben können.

kurz vor 12 uhr kam unser "engel" zur welt, er war so klein und süß, er weinte nicht, wart tod, dafür weinten sein papa und ich, er sah aus wie sein großer bruder, die kleinen finger und die ohren, alles war so unbeschreiblich. das kann doch nicht sein das unser baby auf das wir uns schon rießig freuten aufeinmal nicht mehr lebt

es tut so weh...

er war noch ca 4 stunden bei uns, wir fassten ihn an und konnten ihn einfach nicht hergeben, es war so schwer...
er wog 220g und war 24cm "groß" =( wir machten bilder und die hebamme und ärztin machen fuß-und fingerabdrücke.

zu meinem glück kam die plazenta gut raus und ich musste nicht ausgescharbt werden, die spirale war in der plazenta eingewachsen, hatte also mit dem blasensprung und den wehen nichts zu tun!

ich fühlte mich vom krankenhaus allein gelassen (vor der geburt) als wollten sie mir einfach nicht helfen.( es war auch keine klinik mit frühgeburtenstation)

nach der geburt haben sie sich super um uns gekümmert...unser sohn wird auch obduziert. und dann in einem sammelgrab mit anderen frühchen beerigt!

was so schlimm für mich ist, dass ich einige bekannte und verwante kenne die schwanger sind. wie gehe ich damit um, ich will nicht neidisch sein aber wenn ich an die frauen denke oder sie sehe muss ich sofort an unser baby denken, wieso musste er gehen, er war doch gesund. ich will ihn bei mir haben, mit ihm schmusen....

meine chefin sagte zu mir ich solle mich solange krank schreiben lassen wie es geht, denn jetzt bald wieder auf die arbeit zu kommen, würde auch nichts bringen denn ich muss erstmal trauern. ich bin froh dass sie so denkt denn ich könnte nicht nach 2 wochen wieder auf die arbeit und so tun als währe nichts gewesen.

in einem moment geht es mir auch gut und ich bin abgeenkt und lache, im anderen moment breche ich einfach so stark in tränen aus. mein freund sagt dann immer ich soll nicht weinen es ist nunmal so passiert aber ich kann ja nichts gegen meine gefühle, er sagt er ist auch traurig aber wir müssen jetzt damit klar kommen.

ich will aber unbedingt wieder schwager werden, ich will unser "endel" nicht ersetzen, niemals aber ich kann den wunsch auf ein baby nicht verdrängen. habe aber auch noch nicht mit dem gyn drüber gesprochen ab wann wir wieder üben dürfen, ich werde am mittwoche nächste woche untersucht denn er wollte mich nicht gleich wieder untersuchen(wurde ich ja im KH erst)

mein freund weiß von meinem drang und wunsch an einem weiteren kind auch nichts, habe angst ihm dass zu sagen, angst vor der antwort dass er nein sagt.


war etwas viel text aber danke an alle die mir schreiben oder den text durchgelesen haben.würde mich auch freuen wenn mir betroffene schreiben die eine stille geburt erlitten haben.

lg makati90

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24. September 2013 um 14:23

Hallo
Es tut mir so schrecklich leid was du durchmachen musstest. Ich hatte echt Tränen in den Augen beim lesen deines Textes.
Ich selbst hatte schon 7 Fehlgeburten, alle zwischen der 6 und 9 Woche und man fand nie etwas raus warum es passierte.
Aktuell bin ich bei 18+1 schwanger und über die riskante Zeit mal drüber aber meine Angst dass etwas passiert ist immer noch hoch. Es gibt ja nie eine Null-Garantie dass nichts passiert.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen ganz viel Kraft dass du darüber was euch passiert ist hinweg kommst und du bald wieder ein glückliches und normales Leben führen kannst mit deinem Freund und deinem Jungen.
Lg Shke

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24. September 2013 um 16:12

:'(
Es tut mir sehr leid, dass ihr diese traurige Erfahrung machen musste.. kann kaum in Worte fassen, was ich empfinde, wenn ich deine Zeilen lese..! Es tut mir nur unbeschreiblich leid für euch.. ich habe eine gesunde tochter und hatte 3 Fehlgeburten (11.ssw, 6.ssw und 7.ssw). Diese waren für uns auch sehr schlimm, aber das ist kein Vergleich, zu dem, was ihr durchmachen musstet, bzw müsst! Bin jetzt in der 20.ssw und hoffe nur, dass alles so weiter läuft, wie gehabt!
Ich wünsche euch ganz viel stärke und kraft, diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten und ihr den mut nicht verliert und weitermacht!.. lg

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26. September 2013 um 18:52

Mein Beileid
Liebe Makati,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst. Ich habe meinen Sohn am 20. Mai dieses Jahr auch in der 20. Woche still geboren. Er wog 430g und war 24cm groß. Er wurde auch mit anderen Kindern beigesetzt und es war für mich ein tröstender Gedanke, dass er nicht alleine ist. Für mich war am Tag der Geburt alles sehr viel. Wir hatten ihn auch noch ein paar Stunden bei uns, aber ich hatte das Gefühl, ich habe ihn willkommen geheißen und mich nicht verabschiedet. Deshalb habe ich in der Pathologie angerufen und wir durften ihn noch mal sehen und im Arm halten.

Das ist das schlimmste was einem passieren kann und wirkliche Tipps habe ich nicht für dich, da jeder anders damit umgeht. Aber höre gut auf dich und tu das, was dir gut tut. Und nimm dir die Zeit zu trauern. Am Anfang ist es extrem hart, manchmal weine ich immer noch ganz unvermittelt. Aber es wird besser, der Schmerz geht nicht weg, aber er verändert sich und du lernst damit zu leben.
In meiner Umgebung sind auch einige Schwanger oder haben kleine Babys. Das ist hart und der Gedanke warum sie und nicht ich ist irgendwo immer da.
Meine Schwägerin hat letzte Woche, genau 4 Monate nach meinem Sohn, meinen kleinen Neffen zur Welt gebracht. Zuerst hatte ich angst, ihn zu sehen und mit den ganzen Gefühlen nicht umgehen zu können. Aber es war ok, ich konnte ihn halten und es war kein komisches Gefühl dabei und ich bin einfach nur froh, dass es ihm gut geht und er leben darf.
Ich bin damals nach 2 Wochen wieder arbeiten gegangen. Ob das richtig war weiß ich nicht. Manchmal fühle ich mich einfach nur müde und ausgelaugt, an anderen Tagen ist das Leben fast wieder normal.

So, jetzt hab ich ganz schön viel geschrieben. Wenn du dich austauschen magst kannst du dich gern melden.

Fühl dich gedrückt

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27. September 2013 um 9:02
In Antwort auf sofija_12281789

Mein Beileid
Liebe Makati,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst. Ich habe meinen Sohn am 20. Mai dieses Jahr auch in der 20. Woche still geboren. Er wog 430g und war 24cm groß. Er wurde auch mit anderen Kindern beigesetzt und es war für mich ein tröstender Gedanke, dass er nicht alleine ist. Für mich war am Tag der Geburt alles sehr viel. Wir hatten ihn auch noch ein paar Stunden bei uns, aber ich hatte das Gefühl, ich habe ihn willkommen geheißen und mich nicht verabschiedet. Deshalb habe ich in der Pathologie angerufen und wir durften ihn noch mal sehen und im Arm halten.

Das ist das schlimmste was einem passieren kann und wirkliche Tipps habe ich nicht für dich, da jeder anders damit umgeht. Aber höre gut auf dich und tu das, was dir gut tut. Und nimm dir die Zeit zu trauern. Am Anfang ist es extrem hart, manchmal weine ich immer noch ganz unvermittelt. Aber es wird besser, der Schmerz geht nicht weg, aber er verändert sich und du lernst damit zu leben.
In meiner Umgebung sind auch einige Schwanger oder haben kleine Babys. Das ist hart und der Gedanke warum sie und nicht ich ist irgendwo immer da.
Meine Schwägerin hat letzte Woche, genau 4 Monate nach meinem Sohn, meinen kleinen Neffen zur Welt gebracht. Zuerst hatte ich angst, ihn zu sehen und mit den ganzen Gefühlen nicht umgehen zu können. Aber es war ok, ich konnte ihn halten und es war kein komisches Gefühl dabei und ich bin einfach nur froh, dass es ihm gut geht und er leben darf.
Ich bin damals nach 2 Wochen wieder arbeiten gegangen. Ob das richtig war weiß ich nicht. Manchmal fühle ich mich einfach nur müde und ausgelaugt, an anderen Tagen ist das Leben fast wieder normal.

So, jetzt hab ich ganz schön viel geschrieben. Wenn du dich austauschen magst kannst du dich gern melden.

Fühl dich gedrückt

Hey
Danke an alle die mir antworten, fühle mich nicht alleine wenn ich höre dass es auch anderen passiert ist.
Auch mein Beileid dir...
Weiß man den warum es dazu gekommen ist und willst du noch ein Kind? Oder eher nicht?

Lieben Gruß

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