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Stille Geburt

18. Februar 2014 um 20:41

Hallo ihr!

Letzte Woche Donnerstag hatte ich eine stille Geburt in der 16./17. Woche.
Freitag zuvor bin ich mit Blutungen ins Krankenhaus gekommen, weil ich eine Placenta praevia totalis hatte. Durfte tagelang nur liegen.
Montags wollte man mich eigentlich entlassen, da die Blutungen nachgelassen haben. Bei der abschließenden Untersuchung war keine Kindsbewegung und kein Herzschlag mehr zu sehen.
Ich war am Boden zerstört.
Dienstags begann die Therapie mit vaginalen Zäpfchen um die Wehen einzuleiten und den Muttermund zu öffnen. Diese haben nichts gebracht, deshalb bekam ich Donnerstag andere Medikamente über ne Infusion.
Die Warterei und der Gedanke ein totes Kind in sich zu tragen, waren unerträglich.
Seit Freitag bin ich wieder zu Hause und hänge meinen Gedanken nach.
Jetzt hab ich seit 3 Nächten fürchterliche Schweißausbrüche, wache nachts auf und würde am liebsten duschen.
Nun zu meiner Frage:
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, bzw. kann mir jemand sagen, woher diese Schweißausbrüche kommen?
Ich hab das Gefühl zu schlafen wie ein Stein. Kann mich nicht erinnern, Albträume zuhaben, oder so.

Danke

Bini

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23. Februar 2014 um 14:33

Fehlgeburt
Hallo Bini, erst einmal ist zu sagen dass es mir sehr leid für dich tut, dass du eine stille geburt hattest. Ich hatte eine Fehlgeburt. Bei mir war es genau dass selbe, nur dass ich einen Blasensprung hatte und ich dadurch mein Kind verlor. Ich war in der 20. Woche. Und ich hatte es noch ein wenig atmen gesehen.
Nun was deine Schweissausbrüche betrifft, könnte es sein dass dein körper sich gerade wieder normalisiert und die Hormone ein wenig verückt spielen. Ich würde an deiner Stelle mal den Frauenarzt fragen, ob man da was tun kann. Es kann aber auch sein, dass du das ganze psychisch nicht verkraftet hast und noch nicht damit abgeschlossen hast und du nicht richtig trauern konntest und deswegen diese Schweisausbrüche. Denn in der nacht verarbeitet der Körper oft dass was man am Tag nicht verarbeiten kann.
Bei mir ist es so, dass ich oft in der Nacht - wenn ich die Augen schließe - das Bild meines Babys vor mir habe und genau sehe wie es aus mir herauskam und dann in meinen Armen starb. Es war und ist einfach schrecklich.
Ich habe mir ein Bild vom Toten Baby gemacht, es an die Wand gehängt und so schließe ich mit meiner Trauer ab. Am 5.März wird er vom Krankenhaus aus eingeäschert und in eine Sammelurne für Totgeburten gebracht und es ist wie eine richtige Beerdigung, damit ich mich vom Kleinen Verabschieden kann.
Wenn du also auch eine Möglichkeit siehst, dich von deinem Baby zu verabschieden, dann mach es. Versuche damit innerlich abzuschließen. Weine und trauere und wenn du jemanden brauchst zum reden, dann nimm dir einen Seelentröster oder du kannst auch mit mir damit zu reden, doch leider kann ich nicht so viel helfen wie die Psychater.
Ich kann nur sagen, dein Baby ist jetzt bei Gott im Himmel und ist zu einem Stern geworden und wacht jetzt jeden Abend über dich. Vor allem wäre es gut wenn du dem Kind einen Namen gibst damit du damit abschließen kannst.
Weißt du wenn Gott gewollt hätte dass es auf die Welt kommt, dann hätte er es zugelassen. Ich denke mir dass er uns einfach einer Prüfung unterzogen hat um zu sehen wie weit wir für ein weiteres Baby sind. Und jetzt da er es gesehen hat, bin ich mir sicher wenn er es will, werden wir ein weiteres mal wieder schwanger werden. Doch bis dahin werde ich nicht daran denken, denn sonst werde ich es nicht. Und ich werde jeden weiteren Tag für meinen großen Sohn da sein und für meinen Freund. Alles weitere ergibt sich dann von alleine. Und dass solltest du auch machen.
Liebe Grüße
Conny

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25. Februar 2014 um 16:19
In Antwort auf granya_12046000

Fehlgeburt
Hallo Bini, erst einmal ist zu sagen dass es mir sehr leid für dich tut, dass du eine stille geburt hattest. Ich hatte eine Fehlgeburt. Bei mir war es genau dass selbe, nur dass ich einen Blasensprung hatte und ich dadurch mein Kind verlor. Ich war in der 20. Woche. Und ich hatte es noch ein wenig atmen gesehen.
Nun was deine Schweissausbrüche betrifft, könnte es sein dass dein körper sich gerade wieder normalisiert und die Hormone ein wenig verückt spielen. Ich würde an deiner Stelle mal den Frauenarzt fragen, ob man da was tun kann. Es kann aber auch sein, dass du das ganze psychisch nicht verkraftet hast und noch nicht damit abgeschlossen hast und du nicht richtig trauern konntest und deswegen diese Schweisausbrüche. Denn in der nacht verarbeitet der Körper oft dass was man am Tag nicht verarbeiten kann.
Bei mir ist es so, dass ich oft in der Nacht - wenn ich die Augen schließe - das Bild meines Babys vor mir habe und genau sehe wie es aus mir herauskam und dann in meinen Armen starb. Es war und ist einfach schrecklich.
Ich habe mir ein Bild vom Toten Baby gemacht, es an die Wand gehängt und so schließe ich mit meiner Trauer ab. Am 5.März wird er vom Krankenhaus aus eingeäschert und in eine Sammelurne für Totgeburten gebracht und es ist wie eine richtige Beerdigung, damit ich mich vom Kleinen Verabschieden kann.
Wenn du also auch eine Möglichkeit siehst, dich von deinem Baby zu verabschieden, dann mach es. Versuche damit innerlich abzuschließen. Weine und trauere und wenn du jemanden brauchst zum reden, dann nimm dir einen Seelentröster oder du kannst auch mit mir damit zu reden, doch leider kann ich nicht so viel helfen wie die Psychater.
Ich kann nur sagen, dein Baby ist jetzt bei Gott im Himmel und ist zu einem Stern geworden und wacht jetzt jeden Abend über dich. Vor allem wäre es gut wenn du dem Kind einen Namen gibst damit du damit abschließen kannst.
Weißt du wenn Gott gewollt hätte dass es auf die Welt kommt, dann hätte er es zugelassen. Ich denke mir dass er uns einfach einer Prüfung unterzogen hat um zu sehen wie weit wir für ein weiteres Baby sind. Und jetzt da er es gesehen hat, bin ich mir sicher wenn er es will, werden wir ein weiteres mal wieder schwanger werden. Doch bis dahin werde ich nicht daran denken, denn sonst werde ich es nicht. Und ich werde jeden weiteren Tag für meinen großen Sohn da sein und für meinen Freund. Alles weitere ergibt sich dann von alleine. Und dass solltest du auch machen.
Liebe Grüße
Conny

Hallo Conny
Hallo Conny!
Danke für deine Worte.
Ich war heute nochmal bei meiner Frauenärztin und habe das Ergebnis der Pathologie bekommen. Meine Plazenta war nicht richtig entwickelt und hatte somit keine Chance, das Baby weiterhin zu versorgen
Ich habe es nach der Geburt leider nicht sehen können, da es wohl "nicht mehr ansehnlich" war und sie mir im Krankenhaus den Anblick ersparen wollten. Im Normalfall zeigen sie es einem noch, wenn es "ansehnlich" ist.
Am 11. März wird er, ebenfalls in einer Sammelurne, bestattet. Ich hoffe, dass ich das gut überstehe. Das ist auch noch mein Geburtstag
Meine Ärztin meinte heute auch, da es meine 2. Fehlgeburt hintereinander war, dass man beim nächsten Mal, ab der 12. Woche Aspirin 100 geben kann, damit die Plazenta gut durchblutet wird und das (hoffentlich) nicht noch einmal vorkommt.
In drei Monaten könne wir es erneut versuchen. Ich hoffe so, dass es klappt und dann endlich alles gut wird.
LG Bini

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25. Februar 2014 um 21:54
In Antwort auf rhea_11939257

Hallo Conny
Hallo Conny!
Danke für deine Worte.
Ich war heute nochmal bei meiner Frauenärztin und habe das Ergebnis der Pathologie bekommen. Meine Plazenta war nicht richtig entwickelt und hatte somit keine Chance, das Baby weiterhin zu versorgen
Ich habe es nach der Geburt leider nicht sehen können, da es wohl "nicht mehr ansehnlich" war und sie mir im Krankenhaus den Anblick ersparen wollten. Im Normalfall zeigen sie es einem noch, wenn es "ansehnlich" ist.
Am 11. März wird er, ebenfalls in einer Sammelurne, bestattet. Ich hoffe, dass ich das gut überstehe. Das ist auch noch mein Geburtstag
Meine Ärztin meinte heute auch, da es meine 2. Fehlgeburt hintereinander war, dass man beim nächsten Mal, ab der 12. Woche Aspirin 100 geben kann, damit die Plazenta gut durchblutet wird und das (hoffentlich) nicht noch einmal vorkommt.
In drei Monaten könne wir es erneut versuchen. Ich hoffe so, dass es klappt und dann endlich alles gut wird.
LG Bini

Das tut mir so leid
hallo Bini1983,
es tut mir sehr leid zu hören dass es schon die 2. Fehlgeburt war. ich bete für dich dass das nächste mal alles bestens verlaufen wird. Ja es ist sehr schwer so etwas mitzumachen, aber es ist auch gut wenn man damit abschliessen kann und es ist auch gut dass du am 11. März eine sogenannte Beerdigung hast und dich so von ihm verabschieden kannst.
Sicher verstehe ich dass du das baby nicht sehen konntest. In der 16/17. woche ist es einfach noch nicht so weit ausgereift dass es "ansehlich" ist und somit sicherlich besser für dich gewesen, dass du es nicht gesehen hast. Aber es ist immer in deinem Herzen und du wirst es nie vergessen.
Nun ist es einfach wichtig, abzuschalten und positive energie zu sammeln. Bist du ein wenig gläubig? Falls ja dann geh doch einfach mal in die Kirche, zünde für deine Babys eine Kerz

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25. Februar 2014 um 22:05
In Antwort auf rhea_11939257

Hallo Conny
Hallo Conny!
Danke für deine Worte.
Ich war heute nochmal bei meiner Frauenärztin und habe das Ergebnis der Pathologie bekommen. Meine Plazenta war nicht richtig entwickelt und hatte somit keine Chance, das Baby weiterhin zu versorgen
Ich habe es nach der Geburt leider nicht sehen können, da es wohl "nicht mehr ansehnlich" war und sie mir im Krankenhaus den Anblick ersparen wollten. Im Normalfall zeigen sie es einem noch, wenn es "ansehnlich" ist.
Am 11. März wird er, ebenfalls in einer Sammelurne, bestattet. Ich hoffe, dass ich das gut überstehe. Das ist auch noch mein Geburtstag
Meine Ärztin meinte heute auch, da es meine 2. Fehlgeburt hintereinander war, dass man beim nächsten Mal, ab der 12. Woche Aspirin 100 geben kann, damit die Plazenta gut durchblutet wird und das (hoffentlich) nicht noch einmal vorkommt.
In drei Monaten könne wir es erneut versuchen. Ich hoffe so, dass es klappt und dann endlich alles gut wird.
LG Bini

Das tut mir so leid
hallo Bini1983,
es tut mir sehr leid zu hören dass es schon die 2. Fehlgeburt war. ich bete für dich dass das nächste mal alles bestens verlaufen wird. Ja es ist sehr schwer so etwas mitzumachen, aber es ist auch gut wenn man damit abschliessen kann und es ist auch gut dass du am 11. März eine sogenannte Beerdigung hast, damit du mit dem ganzen Abschließen kannst.
Zudem kann ich dir nur empfehlen, geh doch einfach mal in die Kirche und zünde für deine "Babys" eine Kerze an.
Setzte dich einfach mal hinein, schließe die Augen und spüre die Gegenwart von Gott. Wenn du in dich gehst, spürst du die positive Energie, die in dich hineinströmen wird.
Du wirst sehen es wird alles bestens.
Zudem empfehle ich dir, einfach mal deinen Kummer und deine Sorgen im stillen an Gott zu richten und du wirst merken dir wird es besser gehen, als ob du dich einem Freund anvertraut hast. Und wenn du möchtest, so vertraue dich doch einfach mal dem Priester an und lass dich segnen. Es tut oft gut wenn man sich einem wildfremden anvertraut.
Außerdem ist es sehr sehr wichtig, dass du auf keinen Fall jetzt gleich wieder dich auf eine Schwangerschaft versteifst. Du würdest nur zu viel angst haben und somit gleich wieder in eine Stressituation kommen. Das wäre nicht gut.
Denke immer daran, genieße den Sex und vergiß die Schwangerschaft und vor allem nicht unbedingt 3 Monate warten bis du wieder Sex machst.

Ich habe nach 2 Wochen schon wieder damit angefangen und ich genieße jeden Augenblick, den ich mit meinem Lebensgefährten zusammen sein kann. Es ist nicht wichtig dabei ob ich schwanger werde oder nicht sondern nur der Spaß und die Freude ist wichtig.
Also denk daran, immer am ball bleiben und nie daran denken.
Liebe Grüße
Conny

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27. Februar 2014 um 16:43

Danke
Danke für deine Tipps.
Ich hätte den Kleinen gerne gesehen, aber es ging nicht.
Mein Fall war leider etwas komplizierter, da ich eine Plazenta praevia totalis hatte, d. h. die Plazenta lag komplett über dem Muttermund.
Sobald der Muttermund aufging, fing es stark an zu bluten und ich kam direkt in den OP.
Die Plazenta kam zuerst und dann erst der Fötus. Ich gehe davon aus, dass der Fötus nicht in einem Stück kam, ansonsten hätte man ihn mir gezeigt. Die Ärzte meinten nämlich auch, dass man es besser verarbeiten kann, wenn man es sieht...
Ich habe bei mir zu Hause jetzt eine kleine Kiste hingestellt, in der ich Andenken an den Kleinen und die Schwangerschaft aufbewahre (Mutterpass, Schwangerschaftstest etc.). Das hilft mir persönlich weiter, wenn ich ab und an da hineinschauen kann.
Gott sei Dank kann ich darüber sprechen und tue das auch.
Ich denke es wäre schlimmer, wenn ich meinen Kummer ich mich hinein fressen würde. Ich habe tolle Freunde, die mir zuhören und mit zur Seite stehen.....

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27. Februar 2014 um 16:56
In Antwort auf rhea_11939257

Danke
Danke für deine Tipps.
Ich hätte den Kleinen gerne gesehen, aber es ging nicht.
Mein Fall war leider etwas komplizierter, da ich eine Plazenta praevia totalis hatte, d. h. die Plazenta lag komplett über dem Muttermund.
Sobald der Muttermund aufging, fing es stark an zu bluten und ich kam direkt in den OP.
Die Plazenta kam zuerst und dann erst der Fötus. Ich gehe davon aus, dass der Fötus nicht in einem Stück kam, ansonsten hätte man ihn mir gezeigt. Die Ärzte meinten nämlich auch, dass man es besser verarbeiten kann, wenn man es sieht...
Ich habe bei mir zu Hause jetzt eine kleine Kiste hingestellt, in der ich Andenken an den Kleinen und die Schwangerschaft aufbewahre (Mutterpass, Schwangerschaftstest etc.). Das hilft mir persönlich weiter, wenn ich ab und an da hineinschauen kann.
Gott sei Dank kann ich darüber sprechen und tue das auch.
Ich denke es wäre schlimmer, wenn ich meinen Kummer ich mich hinein fressen würde. Ich habe tolle Freunde, die mir zuhören und mit zur Seite stehen.....

Das ist so schlimm
liebe bini1983,

ich hatte zwar auch eine Plazenta preavia totalis und blutungen wie du doch so schlimm wie bei dir war es bei mir nicht. Ich hatte zwar eine Fehlgeburt doch meine Plazenta war fest verwurzelt und mein Baby kam als erstes.
Ich glaube dass die ärzte es dir sicherlich gezeigt hätten wenn es machbar gewesen wäre und ich bin mir sicher dass Sie nur das beste für dich wollten und dass sie deshalb sich zu diesem Schritt entschieden haben.
Ich für meinen Teil habe das große glück gehabt dass ich ein Foto gemacht habe und es aufhängen konnte und nun eine Rose neben dem Bild stehen habe.
Wie wäre es denn wenn du dein ultraschallbild einrahmst und es aufhängst und versuchst es so zu verarbeiten? Denn dann hast du wenigstens etwas in deiner Nähe. Denk doch mal darüber nach. Und vergiss nicht, mit mir kannst du immer schreiben. ich kann dich gut verstehen und nachvollziehen wie es dir geht und ich hoffe dass es dir bald besser geht und dass du es gut verarbeiten kannst.
Liebe grüße
Conny

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