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starker Kinderwunsch auch in der Midlife Crisis ? Was tun ?

16. September 2018 um 12:39

Natürlich hat meine Anzeige etwas Karikaturhaftes. Aber Karikaturen drücken das Essentielle aus. Und es darf trotz der Ernsthaftigkeit der zu schildernden Lage auch gelegentlich herzlich gegrinst werden. Denn in Sachen Kinderwunsch, möchte ich am liebsten jede Schwangere, der ich begegne, umarmen und gratulieren. So weit schon, fühlt sich mittlerweile die Besessenheit nach meinem Kinderwunsch an?

Doch der Reihe nach. Das eingehende Reflektieren über meine Biographie erlaubt selbst einem nicht geschulten Hobby-Psychologen die wahrscheinliche Diagnose MIDLIFE CRISIS plausibel erscheinen!

Dies obwohl ich in meinem reichen und intensiven Leben auf dieser Ewig-Gestrigen Maslowschen Bedürfnispyramide so ziemlich alle Stufen recht erfolgreich abgehakt habe. Nur das mit dem Kinderwunsch scheint ein EVER GREEN Thema zu bleiben, auch wenn ich eigentlich ein zufriedener, 4-facher Vater bin.

Ich vermute daher, dass ich in meinem Leben gleich zwei Mal einem klassischen, weil gesellschaftlich erwarteten, braven Muster gefolgt bin und daher beim dritten und nun letzten angedachten Zyklus anders vorgehen sollte.

Hier zum Verständnis die stichwortartigen Etappen des 1. Zyklus ab meinen frühen 30er Jahren der Reihe nach:

Karriere, verliebt, gemeinsame Mietwohnung, Liebe, Ehe 1, Kind 1, EFH 1, Kind 2, gefolgt von NO Sex (Weihnachten ist öfter), Hund 1, mehr Hobbies, innere Kündigung, Trennung, mehr Karriere, Scheidung. Und auch der Hund 1 blieb zurück. Aus praktischen Überlegungen.

Es folgte eine mehrjährige Umorientierungs- und Konsolidierungsphase, die schließlich den 2. Zyklus ab meiner 40er Jahre einleitete.

Weniger Karriere (was sehr gut tat!), mehr Zeit, verliebt, Liebe, Ehe 2, EFH 2, Kind 3, Kind 4, aber schon wieder NO Sex (Geburtstage sind öfter), mehr Hobbies, kein Hund, innere Kündigung, Trennung wahrscheinlich, Scheidung jedoch aus Sozialversicherungsgründen unsinnig.

Und jetzt bin ich 55 geworden, erfreue mich zwei erwachsener Kinder aus zunehmender Ferne, reibe mich an zwei Teenagern und tröste mich mit Reisen und allerlei Selbst-Geschenken, was wenigstens den Hormonen vorübergehend guttut, aber so ungesund wie Schokolade ist. Dennoch bin ich sportlich aktiv, schlank und sowohl körperlich, als auch geistig im Schuss. Kurzum: ein gut situierter Frührentner mit noch zwei bis drei Jahrzehnten Entwicklungsperspektive. Danach die Ewigkeit um zu bedauern, was nicht gewagt wurde.

Eines weiß ich: eigene Kinder zu haben ist das größte, schönste und intensivste Lebensabenteuer. Wahrscheinlich ist es unsere eigentliche, ja essentielle Lebensaufgabe. Was tun?

Möglich scheint mir eine vertrauensfestigende Beziehung zu einer selbstbewussten Frau mit ebenso starkem Kinderwunsch nach einem bis (besser) zwei Kindern. Eine Frau mit Pepp und Verstand, die es entweder BEWUSST vorzieht alleinerziehend zu sein, jedoch den Weg über Samenspender / Insemination im Ausland nicht gehen möchte. ODER aber, was ich ideal fände, eine Co-Elternschaft anvisieren wollte, wo ich zeitlich bis zu 50% der elterlichen Pflichten übernehmen könnte. Siehst Du weitere gangbare Wege?

Solltest Du von meiner Geschichte eher amüsiert als erschreckt worden sein, so würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen, um sich über erfolgversprechende Alternativen auszutauschen. Egal ob Du eine Karrieristin bist, noch in der Ausbildung steckst oder bereits alleinerziehend sein solltest.
 

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