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Starker Kinderwunsch, aber Partner hat andere Pläne

27. März 2017 um 18:54

Hallo, ihr Lieben.

Mein Thread gehört vom Thema her vielleicht eher in das Liebe & Beziehung Forum, dennoch habe ich spezielle Fragen, die vielleicht eher die Mädels hier beantworten können. Deswegen verzeiht mir bitte, dass ich es hier poste.

Nun zu meinem Problem: Ich werde dieses Jahr 29 Jahre alt und habe eigentlich schon seit ein paar Jahren einen sehr starken Kinderwunsch. Dieser ist unabhängig von Partner oder äußeren Umständen, es ist einfach mein eigener, innerer, intensiver Wunsch, Mutter zu werden. Für mich war schon mein Leben lang klar, dass mein Hauptziel im Leben eine eigene Familie ist. Ich bin einfach geboren dafür

Seit ein paar Jahren ist dieser Wunsch so stark geworden, dass er mich richtig verfolgt. Als es damit angefangen hat, habe ich noch studiert, sodass es klarerweise nicht gepasst hätte. Jetzt arbeite ich schon ein paar Jahre, stehe fest im Leben und bin bereit wie nie zuvor. Leider ist meine damalige Beziehung in die Brüche gegangen, ich habe aber nun seit November 2016 einen neuen Freund. Das ist sehr kurz, aber am liebsten würde ich sofort mit Familienplanung loslegen, vom Gefühl her. Logischerweise mache ich das aber nicht, da ich trotzdem vernünftig bin. Und er möchte das auch noch nicht (weiß ich auch aus Small Talk mit ihm).

Die Sache ist jetzt Folgende: Ich wäre ja durchaus bereit, noch ein wenig zu warten. Ist ja nur vernünftig, bis wir uns besser kennen usw. Allerdings ist er in seinem Alter von fast 38 Jahren vor ein paar Monaten auf die gloreiche Idee gekommen, die Berufsreifeprüfung nachzuholen und zu studieren. An sich finde ich es toll, dass er so ambitioniert ist und dieses Ziel verfolgt. Er ist sehr intelligent und ich gönne es ihm, das zu machen.

ABER leider passt das Ganze überhaupt nicht in meine Zukunftsvorstellungen. Wenn er die Berufsreife und ein Studium macht, dauert es MINDESTENS noch 4 Jahre, bis er wieder arbeiten wird. Wenn er "nur" ein Bachelor-Studium macht. Macht er noch den Master oder ein anderes längeres Studium, dauert es 5 oder 6 Jahre. Und in der Zeit bis dahin wird er wahrscheinlich nicht einverstanden sein, ein Kind zu bekommen. Klar, er würde nicht arbeiten oder nur geringfügig. Ich wäre in Karenz. Es würde finanziell knapp werden.

Nur kann ich so lange nicht mehr warten. Es zerreißt mir das Herz, dass ich noch immer keine Mutter bin. Wenn er fertig studiert hat, bin ich 33, 34, 35. Viele werden jetzt sagen, dass das noch jung ist. Dass man in dem Alter noch lange schwanger werden kann. Dass das heutzutage normal ist. Aber das hilft mir nicht. Ich habe diesen starken inneren Drang schon so lange, dass es fast jeden Tag hochkommt und ich einfach nur traurig und deprimiert bin.

Zudem habe ich die Sorge, dass es eben nicht mehr so einfach ist mit Mitte 30 schwanger zu werden. Ich habe schon geplant, meinen Frauenarzt genau dazu zu befragen. Vielleicht kann er mich dahingehend beruhigen. Trotzdem gefällt es mir nicht. Klar nimmt die Fruchtbarkeit ab und mit Mitte 30 ist es nicht so einfach wie Jahre vorher. Das weiß ich. Was dazu kommt: Der Körper baut ab 25 ab. Mit Mitte 30 gibt es schon viel mehr Komplikationen und Risiken bei Schwangerschaften. Da ich im Krankenhaus arbeite, bekomme ich dahingehend auch viel mit. Ich möchte das einfach nicht. Es macht mir auch Angst.

Noch dazu habe ich mir das Leben immer anders vorgestellt. Ich will keine so "alte" Mutter sein. Aber gut, das ist wohl das geringste "Problem".

Ich bin ständig am Heulen, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Ich bin Hals über Kopf in ihn verliebt. Er ist mein Seelenverwandter, wir passen irrsinnig gut zueinander, sind vom selben "Typ Mensch". Soweit man das beurteilen kann nach 4 Monaten. Wir stehen uns bereits total nahe und kennen schon unsere Geschwister, unsere Eltern lernen wir auch bald kennen. Es läuft PERFEKT. Nur zweifle ich, ob wir eine Zukunft haben. Unsere Pläne passen einfach nicht zusammen.

Er will durchaus mal Kinder, aber eben "mal" und nicht in unmittelbarer Zukunft. So genau haben wir es nie besprochen. Ich weiß auch nicht, ob er während seines Studenten-Daseins dazu bereit wäre. Ich traue mich aber auch nicht, ihn da genauer zu befragen, da er mir vor Kurzem mal den Vorwurf gemacht hat, ihn unter Druck zu setzen. Das war nicht meine Absicht. Ich hab ihm einfach mal meine Gefühle geschildert. Aber nie gesagt, dass ich jetzt sofort welche möchte. Er hat das in den falschen Hals bekommen, das nehme ich ihm aber gar nicht übel. Ganz besonders, weil wir erst ganz frisch zusammen sind.

Nur jetzt traue ich mich nicht mehr, das Thema anzusprechen. Allerdings wäre das doch nötig, um vielleicht zu erfahren, ob wir da nicht eine Lösung finden könnten. Einen Kompromiss. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mich zu trennen. Insbesondere dann, wenn er eine Schwangerschaft innerhalb der nächsten 4 Jahre definitiv ausschließt. Ich habe einfach Angst, zu alt zu werden. Angst, dass ich jahrelang mit ihm "verschwende" und am Ende ohne Kinder dastehe. Dass es dann nicht mehr funktioniert.

Was, wenn ich Jahre mit ihm bleibe, es nicht klappt, und ich wieder vor dem Nichts stehe? Neu anfangen muss, neuen Partner suchen, wieder bangen und hoffen. Wieder warten. Man wird ja nicht jünger. Gerade als Frau beim Thema Kinderwunsch. Ich habe auch Angst, dass ich ihm unabsichtlich noch mehr Druck mache, wenn ich es so konkret anspreche. Dass er dann erst recht nicht mehr will. Dass ich es damit verhau. Dass ich unsere Beziehung und einen etwaigen baldigen Kinderwunsch von ihm zerstöre mit dem Gerede. Aber ich möchte es einfach mal wissen. Ich will wissen, ob ich an dieser Beziehung überhaupt festhalten soll.

Eure Meinungen würde ich gerne hören. Vor allem zu folgenden Fragen:

a.) Wie sind eure Erfahrungen mit "späten" Schwangerschaften? Wie schnell/leicht wird man tatsächlich schwanger in dem Alter? Wie verlaufen diese Schwangerschaften? Wie geht es dem Kind?

b) Wie bewertet ihr die Zukunft einer solchen Beziehung? Hat es Sinn, zusammen zu bleiben?

c) Soll ich ihn ansprechen darauf?

Bitte hackt nicht auf mir herum. Ich weiß, ich bin noch nicht "soooo alt". Es ändert aber nichts an meinen Gefühlen und wie es mir innerlich geht. Es ist keine Phase, es ist kein hormoneller Ausbruch, der vorüber geht. Es ist mir wirklich ernst. Ich bin teilweise auch depressiv deswegen (habe eine sehr liebe Psychologin). Inkl. Angstzustände, Panikattacken.

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder habt Tipps, wie ich mich verhalten und alles "überstehen" soll.

Danke...

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27. März 2017 um 18:56

EDIT: Mir geht es so schlecht deswegen, dass ich mich für anderer Schwangerschaften gar nicht mehr freuen kann. Ich könnte heulen, wenn ich höre, dass wieder jmd. schwanger ist. Ich frage mich, warum alle Kinder bekommen, nur ich nicht. Ich kriege Aggressionen, wenn ich höre, dass junge Hüpfer ungewollt schwanger werden. Und die, die es wollen, werden es nicht. Ich weiß auch, dass diese Gedanken schon nicht mehr normal sind. Ich arbeite auch daran. Aber es zeigt glaube ich sehr schön, wie es mir damit geht...

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27. März 2017 um 19:07

Weil ich schon verstehe, dass Männer am liebsten davonrennen würden, wenn eine Frau, die sie gerade mal 4 Monate kennen, mit sowas ankommt.

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27. März 2017 um 19:11

Lana?

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27. März 2017 um 19:35
In Antwort auf butterthefly

Hallo, ihr Lieben.

Mein Thread gehört vom Thema her vielleicht eher in das Liebe & Beziehung Forum, dennoch habe ich spezielle Fragen, die vielleicht eher die Mädels hier beantworten können. Deswegen verzeiht mir bitte, dass ich es hier poste.

Nun zu meinem Problem: Ich werde dieses Jahr 29 Jahre alt und habe eigentlich schon seit ein paar Jahren einen sehr starken Kinderwunsch. Dieser ist unabhängig von Partner oder äußeren Umständen, es ist einfach mein eigener, innerer, intensiver Wunsch, Mutter zu werden. Für mich war schon mein Leben lang klar, dass mein Hauptziel im Leben eine eigene Familie ist. Ich bin einfach geboren dafür

Seit ein paar Jahren ist dieser Wunsch so stark geworden, dass er mich richtig verfolgt. Als es damit angefangen hat, habe ich noch studiert, sodass es klarerweise nicht gepasst hätte. Jetzt arbeite ich schon ein paar Jahre, stehe fest im Leben und bin bereit wie nie zuvor. Leider ist meine damalige Beziehung in die Brüche gegangen, ich habe aber nun seit November 2016 einen neuen Freund. Das ist sehr kurz, aber am liebsten würde ich sofort mit Familienplanung loslegen, vom Gefühl her. Logischerweise mache ich das aber nicht, da ich trotzdem vernünftig bin. Und er möchte das auch noch nicht (weiß ich auch aus Small Talk mit ihm).

Die Sache ist jetzt Folgende: Ich wäre ja durchaus bereit, noch ein wenig zu warten. Ist ja nur vernünftig, bis wir uns besser kennen usw. Allerdings ist er in seinem Alter von fast 38 Jahren vor ein paar Monaten auf die gloreiche Idee gekommen, die Berufsreifeprüfung nachzuholen und zu studieren. An sich finde ich es toll, dass er so ambitioniert ist und dieses Ziel verfolgt. Er ist sehr intelligent und ich gönne es ihm, das zu machen.

ABER leider passt das Ganze überhaupt nicht in meine Zukunftsvorstellungen. Wenn er die Berufsreife und ein Studium macht, dauert es MINDESTENS noch 4 Jahre, bis er wieder arbeiten wird. Wenn er "nur" ein Bachelor-Studium macht. Macht er noch den Master oder ein anderes längeres Studium, dauert es 5 oder 6 Jahre. Und in der Zeit bis dahin wird er wahrscheinlich nicht einverstanden sein, ein Kind zu bekommen. Klar, er würde nicht arbeiten oder nur geringfügig. Ich wäre in Karenz. Es würde finanziell knapp werden.

Nur kann ich so lange nicht mehr warten. Es zerreißt mir das Herz, dass ich noch immer keine Mutter bin. Wenn er fertig studiert hat, bin ich 33, 34, 35. Viele werden jetzt sagen, dass das noch jung ist. Dass man in dem Alter noch lange schwanger werden kann. Dass das heutzutage normal ist. Aber das hilft mir nicht. Ich habe diesen starken inneren Drang schon so lange, dass es fast jeden Tag hochkommt und ich einfach nur traurig und deprimiert bin.

Zudem habe ich die Sorge, dass es eben nicht mehr so einfach ist mit Mitte 30 schwanger zu werden. Ich habe schon geplant, meinen Frauenarzt genau dazu zu befragen. Vielleicht kann er mich dahingehend beruhigen. Trotzdem gefällt es mir nicht. Klar nimmt die Fruchtbarkeit ab und mit Mitte 30 ist es nicht so einfach wie Jahre vorher. Das weiß ich. Was dazu kommt: Der Körper baut ab 25 ab. Mit Mitte 30 gibt es schon viel mehr Komplikationen und Risiken bei Schwangerschaften. Da ich im Krankenhaus arbeite, bekomme ich dahingehend auch viel mit. Ich möchte das einfach nicht. Es macht mir auch Angst.

Noch dazu habe ich mir das Leben immer anders vorgestellt. Ich will keine so "alte" Mutter sein. Aber gut, das ist wohl das geringste "Problem".

Ich bin ständig am Heulen, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Ich bin Hals über Kopf in ihn verliebt. Er ist mein Seelenverwandter, wir passen irrsinnig gut zueinander, sind vom selben "Typ Mensch". Soweit man das beurteilen kann nach 4 Monaten. Wir stehen uns bereits total nahe und kennen schon unsere Geschwister, unsere Eltern lernen wir auch bald kennen. Es läuft PERFEKT. Nur zweifle ich, ob wir eine Zukunft haben. Unsere Pläne passen einfach nicht zusammen.

Er will durchaus mal Kinder, aber eben "mal" und nicht in unmittelbarer Zukunft. So genau haben wir es nie besprochen. Ich weiß auch nicht, ob er während seines Studenten-Daseins dazu bereit wäre. Ich traue mich aber auch nicht, ihn da genauer zu befragen, da er mir vor Kurzem mal den Vorwurf gemacht hat, ihn unter Druck zu setzen. Das war nicht meine Absicht. Ich hab ihm einfach mal meine Gefühle geschildert. Aber nie gesagt, dass ich jetzt sofort welche möchte. Er hat das in den falschen Hals bekommen, das nehme ich ihm aber gar nicht übel. Ganz besonders, weil wir erst ganz frisch zusammen sind.

Nur jetzt traue ich mich nicht mehr, das Thema anzusprechen. Allerdings wäre das doch nötig, um vielleicht zu erfahren, ob wir da nicht eine Lösung finden könnten. Einen Kompromiss. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mich zu trennen. Insbesondere dann, wenn er eine Schwangerschaft innerhalb der nächsten 4 Jahre definitiv ausschließt. Ich habe einfach Angst, zu alt zu werden. Angst, dass ich jahrelang mit ihm "verschwende" und am Ende ohne Kinder dastehe. Dass es dann nicht mehr funktioniert.

Was, wenn ich Jahre mit ihm bleibe, es nicht klappt, und ich wieder vor dem Nichts stehe? Neu anfangen muss, neuen Partner suchen, wieder bangen und hoffen. Wieder warten. Man wird ja nicht jünger. Gerade als Frau beim Thema Kinderwunsch. Ich habe auch Angst, dass ich ihm unabsichtlich noch mehr Druck mache, wenn ich es so konkret anspreche. Dass er dann erst recht nicht mehr will. Dass ich es damit verhau. Dass ich unsere Beziehung und einen etwaigen baldigen Kinderwunsch von ihm zerstöre mit dem Gerede. Aber ich möchte es einfach mal wissen. Ich will wissen, ob ich an dieser Beziehung überhaupt festhalten soll.

Eure Meinungen würde ich gerne hören. Vor allem zu folgenden Fragen:

a.) Wie sind eure Erfahrungen mit "späten" Schwangerschaften? Wie schnell/leicht wird man tatsächlich schwanger in dem Alter? Wie verlaufen diese Schwangerschaften? Wie geht es dem Kind?

b) Wie bewertet ihr die Zukunft einer solchen Beziehung? Hat es Sinn, zusammen zu bleiben?

c) Soll ich ihn ansprechen darauf?

Bitte hackt nicht auf mir herum. Ich weiß, ich bin noch nicht "soooo alt". Es ändert aber nichts an meinen Gefühlen und wie es mir innerlich geht. Es ist keine Phase, es ist kein hormoneller Ausbruch, der vorüber geht. Es ist mir wirklich ernst. Ich bin teilweise auch depressiv deswegen (habe eine sehr liebe Psychologin). Inkl. Angstzustände, Panikattacken.

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder habt Tipps, wie ich mich verhalten und alles "überstehen" soll.

Danke...

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Also ich kann dein Gefühlschaos sehr gut verstehen bzw. nachvollziehen. Mir ging es vorletztes Jahr mit meinem Mann so ziemlich ähnlich. Wir waren zwar schon wesentlich länger als 4 Monate zusammen, er aber dennoch nicht bereit für ein Baby. Ich hatte insgesamt einen stets wachsenden Kinderwunsch von ca. 1,5 Jahren schon hinter mir und versuchte die Entscheidung meines Mannes immerwieder zu akzeptieren und zu respektieren. Ich tat es ihm zu liebe. Ich verzichte also auf meinen Kinderwunsch und widmete mich anderen Sachen. Damit ich gedanklich aud was anderes komme. Lange Rede, kurzer Sinn: 1,5 Jahre lang wünschte ich mir nichts sehnlicheres, als ein Baby von ihm. Akzeptierte es aber, dass er noch nicht wollte. Bis er plötzlich, so ganz unverhofft und von sich aus, nachdem wir in unser Haus gezogen waren, vorschlug, dass wir aus dem eigentlichen geplanten Gästezimmer ja ein Babyzimmer machen könnten. *Bumms*.....der saß!! Dachte erst, er macht Witze. Aber er hatte es sich dann über viele Wochen, in denen ich ihn überhaupt nicht mehr auf das Thema 'Baby' angesprochen habe, überlegt und kam von sich aus dann auf mich zu. In ca. 6 Wochen werde ich mein 2. Kind entbinden und danke mir selbst, dass ich ihn nicht bedrängt habe und somit mein größter Wunsch in Erfüllung ging!

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27. März 2017 um 20:46

@omellala:
Danke für deine Antwort! Das klingt total schön! So wünsche ich es mir auch. Ich will ihn ja auch nicht bedrängen oder überreden. Er soll es von sich aus wollen. Nur kann man das eben nicht erzwingen und bis er es will, leide ich Ich hatte mir schon überlegt, ob ich jetzt mal dieses Jahr abwarte... Und dann mal sehe, was sich bis nächsten Frühling getan hat bei uns. Dann wieder das Thema antasten. Das Schlimme ist ja, dass ich manchmal sogar schon daran denke, die Verhütung zu manipulieren. Aber das würde ich nie durchziehen. Eben, weil ich wie gesagt ja möchte, dass er es genauso will. Und weil das natürlich ein absolutes No-Go ist, aber das muss man ja nicht extra erwähnen. Ich finde nur, dass ich solche Fantasien habe, sollte einem schon zu denken geben, wie sehr ich das will. Ach, es ist so schwer...

@glyzinie:
Das Lustige ist, er hat mir ja schon mal gesagt, dass er mich eh versteht, dass Frauen um die 30 alle so drauf sind, aber dass er sich quasi nicht drängen lassen will. Er hat paar Mal gesagt "Es kommt, wie's kommt" oder "Das Leben ergibt sich von selbst", was mich irrsinnig aufgeregt hat, denn Kinder ergeben sich nicht einfach mal so, sondern das macht man bewusst, weil man das möchte. Man wartet nicht, dass was passiert. So war das vielleicht bei Maria und dem Jesuskind, aber im Leben geht das nicht.

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27. März 2017 um 20:48

Das Blöde ist, dass ich ihn auch nicht verlieren will. Ich glaube, ich würde es am Ende nicht durchziehen, mich zu trennen, und so lange leiden, bis er sich "erbarmt", ein Baby zu wollen. Ich will nicht das Falsche tun. Vielleicht finde ich nie wieder so einen tollen Mann.

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27. März 2017 um 22:14

Auf jeden Fall ansprechen, damit ihr zu einem Kompromiss kommt. Jetzt jahrelang still rumzuleiden bringt doch auch nichts.

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28. März 2017 um 20:30

Danke an alle für die lieben Antworten!

@skadiru: Das klingt sehr beruhigend. Ich habe auch immer wieder von Kolleginnen gehört, dass es im "höheren" Alter super funktioniert hat. Eine Kollegin hatte 10 Jahre lang Probleme, auch künstliche Befruchtung hat nicht geklappt. Dann hatten sie es aufgegeben und wumms, war sie plötzlich mit 37 schwanger. Auch zwei andere Kolleginnen wurden mit 45 und 46 schwanger (was mir aber nun wirklich schon zu spät wäre). Also scheinbar klappt es eh bei vielen, nur weiß ich ja nicht, bei wie vielen in dem Alter es eben schon nicht mehr klappt. Trotzdem schöpfe ich immer wieder Hoffnung, wenn ich diese Geschichten höre.
Aber witzig, dass du erst nach 18 Jahren heiraten wolltest Darf ich fragen, warum du es so lange rausgeschoben hast? In meiner eigenen kleinen Traumwelt würde er mich ja noch vor der ersten Schwangerschaft heiraten.

@schnuckweide4: Nun ja, ich lebe sehr gesund. Nicht übertrieben, aber trotzdem sehr. Gesunde Ernährung, viel Bewegung, bin generell kerngesund, rauche nicht, trinke ab und zu mal... Auch gynäkologisch ist immer alles bestens, also keine multiplen Zysten, Endometriose oder sonstige Sachen. Erblich ist wohl auch nichts, da alle meine Vorfahren/Verwandten ohne Probleme (mehrere) Kinder bekommen haben. Also eigentlich müsste ich mich eh nicht sorgen...
Du hast ja Recht... Wenn ich es genauso sage, wäre es sicher am besten und vor allem ehrlich. Ich hab einfach große Angst vor der Reaktion. Als ich ihn kennengelernt habe, war ich hin und weg und dachte: Wow, der ist es jetzt. Es hat sich früh herausgestellt, dass er gerne eine Familie hätte. Er meinte sogar, er hätte am liebsten einen ganzen Tisch vorller Kinder. Wir haben früh darüber geredet, aber halt nur so generell über das Thema, nicht auf uns bezogen. Und ein paar Wochen später hat er gekündigt und mir erzählt, dass er jetzt eben die Berufsreife machen und studieren will. Das war wie ein Schlag mitten ins Gesicht für mich. Zuerst total im Paradies und scheinbar einen Mann, der dieselben Wünsche hat wie ich. Und dann plötzlich das...
Das mit deiner früheren Freundin ist auch heftig... SO lange hat sie schon gewartet... Das ist doch Wahnsinn... Aber sowas geht wahrscheinlich schneller, als man denken kann. Man schlittert da rein und dümpelt dahin und die Zeit vergeht. Davor hab ich Angst.

Hm, ich werde es wohl wirklich nochmal ansprechen müssen. Oh Mann, ich bete wirklich, dass das Gespräch positiv verlaufen wird... Es ist gerade so schön zwischen uns und ich will, dass das auch so bleibt.

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28. März 2017 um 20:52
In Antwort auf butterthefly

Hallo, ihr Lieben.

Mein Thread gehört vom Thema her vielleicht eher in das Liebe & Beziehung Forum, dennoch habe ich spezielle Fragen, die vielleicht eher die Mädels hier beantworten können. Deswegen verzeiht mir bitte, dass ich es hier poste.

Nun zu meinem Problem: Ich werde dieses Jahr 29 Jahre alt und habe eigentlich schon seit ein paar Jahren einen sehr starken Kinderwunsch. Dieser ist unabhängig von Partner oder äußeren Umständen, es ist einfach mein eigener, innerer, intensiver Wunsch, Mutter zu werden. Für mich war schon mein Leben lang klar, dass mein Hauptziel im Leben eine eigene Familie ist. Ich bin einfach geboren dafür

Seit ein paar Jahren ist dieser Wunsch so stark geworden, dass er mich richtig verfolgt. Als es damit angefangen hat, habe ich noch studiert, sodass es klarerweise nicht gepasst hätte. Jetzt arbeite ich schon ein paar Jahre, stehe fest im Leben und bin bereit wie nie zuvor. Leider ist meine damalige Beziehung in die Brüche gegangen, ich habe aber nun seit November 2016 einen neuen Freund. Das ist sehr kurz, aber am liebsten würde ich sofort mit Familienplanung loslegen, vom Gefühl her. Logischerweise mache ich das aber nicht, da ich trotzdem vernünftig bin. Und er möchte das auch noch nicht (weiß ich auch aus Small Talk mit ihm).

Die Sache ist jetzt Folgende: Ich wäre ja durchaus bereit, noch ein wenig zu warten. Ist ja nur vernünftig, bis wir uns besser kennen usw. Allerdings ist er in seinem Alter von fast 38 Jahren vor ein paar Monaten auf die gloreiche Idee gekommen, die Berufsreifeprüfung nachzuholen und zu studieren. An sich finde ich es toll, dass er so ambitioniert ist und dieses Ziel verfolgt. Er ist sehr intelligent und ich gönne es ihm, das zu machen.

ABER leider passt das Ganze überhaupt nicht in meine Zukunftsvorstellungen. Wenn er die Berufsreife und ein Studium macht, dauert es MINDESTENS noch 4 Jahre, bis er wieder arbeiten wird. Wenn er "nur" ein Bachelor-Studium macht. Macht er noch den Master oder ein anderes längeres Studium, dauert es 5 oder 6 Jahre. Und in der Zeit bis dahin wird er wahrscheinlich nicht einverstanden sein, ein Kind zu bekommen. Klar, er würde nicht arbeiten oder nur geringfügig. Ich wäre in Karenz. Es würde finanziell knapp werden.

Nur kann ich so lange nicht mehr warten. Es zerreißt mir das Herz, dass ich noch immer keine Mutter bin. Wenn er fertig studiert hat, bin ich 33, 34, 35. Viele werden jetzt sagen, dass das noch jung ist. Dass man in dem Alter noch lange schwanger werden kann. Dass das heutzutage normal ist. Aber das hilft mir nicht. Ich habe diesen starken inneren Drang schon so lange, dass es fast jeden Tag hochkommt und ich einfach nur traurig und deprimiert bin.

Zudem habe ich die Sorge, dass es eben nicht mehr so einfach ist mit Mitte 30 schwanger zu werden. Ich habe schon geplant, meinen Frauenarzt genau dazu zu befragen. Vielleicht kann er mich dahingehend beruhigen. Trotzdem gefällt es mir nicht. Klar nimmt die Fruchtbarkeit ab und mit Mitte 30 ist es nicht so einfach wie Jahre vorher. Das weiß ich. Was dazu kommt: Der Körper baut ab 25 ab. Mit Mitte 30 gibt es schon viel mehr Komplikationen und Risiken bei Schwangerschaften. Da ich im Krankenhaus arbeite, bekomme ich dahingehend auch viel mit. Ich möchte das einfach nicht. Es macht mir auch Angst.

Noch dazu habe ich mir das Leben immer anders vorgestellt. Ich will keine so "alte" Mutter sein. Aber gut, das ist wohl das geringste "Problem".

Ich bin ständig am Heulen, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Ich bin Hals über Kopf in ihn verliebt. Er ist mein Seelenverwandter, wir passen irrsinnig gut zueinander, sind vom selben "Typ Mensch". Soweit man das beurteilen kann nach 4 Monaten. Wir stehen uns bereits total nahe und kennen schon unsere Geschwister, unsere Eltern lernen wir auch bald kennen. Es läuft PERFEKT. Nur zweifle ich, ob wir eine Zukunft haben. Unsere Pläne passen einfach nicht zusammen.

Er will durchaus mal Kinder, aber eben "mal" und nicht in unmittelbarer Zukunft. So genau haben wir es nie besprochen. Ich weiß auch nicht, ob er während seines Studenten-Daseins dazu bereit wäre. Ich traue mich aber auch nicht, ihn da genauer zu befragen, da er mir vor Kurzem mal den Vorwurf gemacht hat, ihn unter Druck zu setzen. Das war nicht meine Absicht. Ich hab ihm einfach mal meine Gefühle geschildert. Aber nie gesagt, dass ich jetzt sofort welche möchte. Er hat das in den falschen Hals bekommen, das nehme ich ihm aber gar nicht übel. Ganz besonders, weil wir erst ganz frisch zusammen sind.

Nur jetzt traue ich mich nicht mehr, das Thema anzusprechen. Allerdings wäre das doch nötig, um vielleicht zu erfahren, ob wir da nicht eine Lösung finden könnten. Einen Kompromiss. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mich zu trennen. Insbesondere dann, wenn er eine Schwangerschaft innerhalb der nächsten 4 Jahre definitiv ausschließt. Ich habe einfach Angst, zu alt zu werden. Angst, dass ich jahrelang mit ihm "verschwende" und am Ende ohne Kinder dastehe. Dass es dann nicht mehr funktioniert.

Was, wenn ich Jahre mit ihm bleibe, es nicht klappt, und ich wieder vor dem Nichts stehe? Neu anfangen muss, neuen Partner suchen, wieder bangen und hoffen. Wieder warten. Man wird ja nicht jünger. Gerade als Frau beim Thema Kinderwunsch. Ich habe auch Angst, dass ich ihm unabsichtlich noch mehr Druck mache, wenn ich es so konkret anspreche. Dass er dann erst recht nicht mehr will. Dass ich es damit verhau. Dass ich unsere Beziehung und einen etwaigen baldigen Kinderwunsch von ihm zerstöre mit dem Gerede. Aber ich möchte es einfach mal wissen. Ich will wissen, ob ich an dieser Beziehung überhaupt festhalten soll.

Eure Meinungen würde ich gerne hören. Vor allem zu folgenden Fragen:

a.) Wie sind eure Erfahrungen mit "späten" Schwangerschaften? Wie schnell/leicht wird man tatsächlich schwanger in dem Alter? Wie verlaufen diese Schwangerschaften? Wie geht es dem Kind?

b) Wie bewertet ihr die Zukunft einer solchen Beziehung? Hat es Sinn, zusammen zu bleiben?

c) Soll ich ihn ansprechen darauf?

Bitte hackt nicht auf mir herum. Ich weiß, ich bin noch nicht "soooo alt". Es ändert aber nichts an meinen Gefühlen und wie es mir innerlich geht. Es ist keine Phase, es ist kein hormoneller Ausbruch, der vorüber geht. Es ist mir wirklich ernst. Ich bin teilweise auch depressiv deswegen (habe eine sehr liebe Psychologin). Inkl. Angstzustände, Panikattacken.

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder habt Tipps, wie ich mich verhalten und alles "überstehen" soll.

Danke...

Hallo Butterfly,

ich kann dich gut verstehen. Bei mir war es ähnlich, wobei ich noch mal fünf Jahre älter war als du als ich meinen jetzigen Partner kennengelernt habe. Entsprechend haben wir auch relativ schnell über Kinder gesprochen und er war zum Glück auch schnell bereit sich darauf eintzulassen - wobei wir beide überrascht waren dass es dann wirklich auf den ersten Versuch geklappt hat. Er hat übrigens zwei Wochen vor der Geburt unseres ersten Kindes sein Studium begonnen (nach abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung), das zweite Kind kam 16 Monate später. Eigentlich ist es gar nicht so verkehrt wenn die Kinder im Studium kommen: man kann sich die Zeit etwas flexibler einteilen und es gibt oft eine garantierte Kinderbetreuung. Ich arbeite seit die Kleine 9 Monate alt ist, vorher sind wir mit Elterngeld ganz gut über die Runden gekommen. Beide Schwangerschaften waren Treffer auf den ersten Versuch, absolut problemlos und wir haben jetzt zwei kerngesunde Kinder. Also keine Panik wegen dem Alter
Zu deiner Beziehung: es kann wie gesagt klappen. Ich denke aber dass du ihm auf gar keinen Fall Druck machen darfst. Allerdings solltest du ihm schon klar machen, dass Kinder während des Studiums möglich sind und ihr euch diese Option auf jeden Fall offen halten solltet. Ihr seid halt erst recht kurz zusammen, jetzt schon konkrete Zusagen zu verlangen finde ich zu früh. Wir haben damals gesagt: wenn wir Weihnachten noch glücklich zusammen sind dann lassen wir im neuen Jahr die Verhütung weg.

Vielleicht findet ihr einen ähnlichen Kompromiss? Also dass ihr euch einen ungefähren Zeitrahmen setzt bis zu dem ihr einfach miteinander gucken könnt wie es passt und danach dann eben auch der Natur ihren Lauf lasst?

Alles Gute
 

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