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Sonderurlaub bei Geburt eines Kindes

29. Januar 2009 um 13:37

Hallo Mädels!

Ich habe grad versucht rauszubekommen, wie es sich mit der Freistellung des Mannes/Partners bei Geburt des Kindes verhält.
Ich bin nicht weit gekommen, es gibt wohl keine gesetzliche Regelung mehr... oder doch? Wer weiß genaueres?

Es geht auch nicht drum unbedingt Sonderurlaub zu bekommen, von mir aus kann auch ein Urlaubstag abgezogen werden.
Es geht nur darum dass mein Freund am Tag X spontan gehen kann, im schlimmsten Fall für zwei Tage wenn sich die Geburt ewig hinzieht!

Der Chef meinte zwar es ginge, aber das ist mündlich und er ist sehr launisch. Sprich wenn am Tag X Kollegen krank sind oder er einfach schlechte Laune hat, was dann?

Es ist unser erstes Kind und abgesehen davon dass es für ihn ein einmaliges Erlebnis ist, brauch ich auch jemanden an meiner Seite.

Wie wars bei euch? Wie haben die Chefs reagiert?
Danke euch!
LG Nora

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29. Januar 2009 um 13:40

Dann
lasst es euch doch vom chef schriftlich geben.

ihr seid auf seine kulanz angewiesen. aber wenn ihr das schriftlich habt, spricht ja nix mehr dagegen..

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29. Januar 2009 um 13:46


Hallo Nora,

da hatten wir doch schon mal drüber geschrieben, dass es da keine gesetzliche Regelung gibt und es wirklich auf die Absprache mit dem Chef ankommt, ob der zustimmt oder nicht.

Und "ich brauch ihn an meiner Seite" ist für viele Chefs nun mal keine Begründung... mal ganz abgesehen davon, dass frau wirklich so stark sein sollte, das im Notfall auch alleine hinzukriegen.

Bei mir siehts mittlerweile so aus, dass es sehr bald losgehen kann und Junker Oskar sich reichlich zeitig auf den Weg macht, im schlimmsten Fall, wenn der Papa 600 km entfernt arbeitet... dann muss ich auch alleine durch und kann nicht rumheulen, dass ich ne Unterstützung brauche...

DU bringst das Kind zur Welt, nicht er, und es gibt leider keine gesetzliche Vorschrift, die den Arbeitgeber des Papas verpflichtet, dem Papa dann von jetzt auf eben freizugeben, damit er dabei sein kann.

Und denk dran, deswegen den Job zu riskieren und einfach zu gehen, das bringts auch bloß nicht, denn damit riskiert ihr die finanzielle Absicherung eurer kleinen Familie...

Schreib mir ne PN, wenn du magst, ok?

LG von der Mieze und dem Mini-Kater inside 37+4

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29. Januar 2009 um 15:36
In Antwort auf daskaetzchen


Hallo Nora,

da hatten wir doch schon mal drüber geschrieben, dass es da keine gesetzliche Regelung gibt und es wirklich auf die Absprache mit dem Chef ankommt, ob der zustimmt oder nicht.

Und "ich brauch ihn an meiner Seite" ist für viele Chefs nun mal keine Begründung... mal ganz abgesehen davon, dass frau wirklich so stark sein sollte, das im Notfall auch alleine hinzukriegen.

Bei mir siehts mittlerweile so aus, dass es sehr bald losgehen kann und Junker Oskar sich reichlich zeitig auf den Weg macht, im schlimmsten Fall, wenn der Papa 600 km entfernt arbeitet... dann muss ich auch alleine durch und kann nicht rumheulen, dass ich ne Unterstützung brauche...

DU bringst das Kind zur Welt, nicht er, und es gibt leider keine gesetzliche Vorschrift, die den Arbeitgeber des Papas verpflichtet, dem Papa dann von jetzt auf eben freizugeben, damit er dabei sein kann.

Und denk dran, deswegen den Job zu riskieren und einfach zu gehen, das bringts auch bloß nicht, denn damit riskiert ihr die finanzielle Absicherung eurer kleinen Familie...

Schreib mir ne PN, wenn du magst, ok?

LG von der Mieze und dem Mini-Kater inside 37+4

Es nagt schon an mir!
Es gibt solche und solche, der eine ist stark, der andere braucht jemanden.... Aber da ich jetzt schon nervös bin in der 25. SSW kann man sich vorstellen wie es weitergeht...

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29. Januar 2009 um 16:25
In Antwort auf berlin_13021259

Es nagt schon an mir!
Es gibt solche und solche, der eine ist stark, der andere braucht jemanden.... Aber da ich jetzt schon nervös bin in der 25. SSW kann man sich vorstellen wie es weitergeht...

Kann das voll verstehen...
aber was soll ich denn dann in der 38. SSW sagen?

Meine Gyn hat mir heute eröffnet, dass der MuMu 2-3 cm offen ist und sie davon ausgeht, dass wir den nächsten Termin nächste Woche Donnerstag wohl nicht mehr brauchen werden...

Dumm gelaufen, würd ich mal sagen, denn mein Herzl möchte schließlich auch die Geburt seines Sohnes miterleben, muss aber am Montag früh um 3 nach Bremen fahren und kommt erst Mittwoch abend wieder...

Ich mein, mir wärs auch lieber, wenn er da wäre, aber manchmal ist das Leben halt kein Wunschkonzert und der Katzenprinz wird sich n Teufel darum kümmern, ob Papa da ist oder nicht...

Man kann halt nicht drauf pochen, wenns nicht geht, dann gehts nicht und deshalb riskier ich ganz bestimmt nicht, dass mein Liebster nachts um 2 (oder wann auch immer) alle Kunden stehen und liegen lässt, 600 km zurückrast (damit er bei der Geburt dabei sein kann) und vielleicht selber im KH landet, weil n Unfall passiert.

Ich hab ne Freundin, deren Mann ist bei der Armee und im Ausland stationiert. Sie hat drei Kinder alleine zur Welt gebracht und hats auch geschafft...

Ich verstehe, dass du dir das schwer vorstellen kannst, mir gehts ähnlich, weil ich jetzt schon weiß, dass meine heißgewünschte Wannengeburt damit flach fällt (ohne Partner geht das nämlich nicht!), aber was solls? Da muss man halt durch...

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29. Januar 2009 um 18:22

Meines Wissens
wird der Ehepartner für den Zeitraum der Geburt freigestellt. 616 BGB regelt dies. Bei Geburt des leiblichen Kindes steht dem Kindsvater 1 Tag Sonderurlaub zu, aber selbst wenn nicht glaubt ihr wirklich dass es einen Chef auf der Welt gibt der zum werdenden Vater sagt, "Nein, sie dürfen net gehen. Ist mir egal wie ihre Frau ins Krankenhaus kommt und ob sie hier auf glüheneden Kohlen sitzen. Sie müssen auf jeden Fall hierbleiben." So ein ... ist echt kein Chef der Welt. Ich hab noch von keinem gehört, dass der Chef sich da quergestellt hat. Das ist doch auch für Männer ein tolles Erlebnis und ich glaube nicht dass ein Chef einen so unzufriedene Mitarbeiter haben will der nervlich kaum zu gebrauchen ist.

Wenn der Chef das gesagt hat dass es in Ordnung ist, geht das bestimmt auch klar. Und wenn nicht, wie gesagt 616 BGB besagt das ganz deutlich. Hab für einen Rechtsanwalt gearbeitet.

Also ganz ruhig. Papa wird dabei sein können

LG

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29. Januar 2009 um 18:26

@mowglie
Mein Chef ist knallhart so! Nur auf den Profit aus, möglichst wenig Personalausfälle und eine totale Macho-Einstellung: Die Frau schafft sowas doch alleine.

Bei meinem Mann gibt es einen Tag Sonderurlaub. Ist per Betriebsvereinbarung so geregelt. Er darf auch zu jeder Zeit gehen. Allerdings ist er Beamter z. A. und bei denen läuft es bekanntlich immer etwas anders.

LG Liane

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29. Januar 2009 um 18:29
In Antwort auf ksenia_12176576

Dann
lasst es euch doch vom chef schriftlich geben.

ihr seid auf seine kulanz angewiesen. aber wenn ihr das schriftlich habt, spricht ja nix mehr dagegen..

Meiner....
.... bekommt zwei Sondertage Urlaub und darf die Firma sofort verlassen, wenn ich z.B. anruf dass es los geht... aber gut.. ist sehr große, bekannte Firma... denke da ist sowas fast normal...

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29. Januar 2009 um 18:31
In Antwort auf philis_12451391

@mowglie
Mein Chef ist knallhart so! Nur auf den Profit aus, möglichst wenig Personalausfälle und eine totale Macho-Einstellung: Die Frau schafft sowas doch alleine.

Bei meinem Mann gibt es einen Tag Sonderurlaub. Ist per Betriebsvereinbarung so geregelt. Er darf auch zu jeder Zeit gehen. Allerdings ist er Beamter z. A. und bei denen läuft es bekanntlich immer etwas anders.

LG Liane

Aber
würde der Chef das auch tatsächlich sagen?? Oder denkt er das nur??

Jedenfalls ist das gesetzlich geregelt. Da bin ich mir ganz sicher. Hier könnt ihr aber auch nachschauen.

www.arbeitsrecht.org/arbeitsrecht/meldung20050.html

LG

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29. Januar 2009 um 18:34
In Antwort auf ibbie_12948422

Aber
würde der Chef das auch tatsächlich sagen?? Oder denkt er das nur??

Jedenfalls ist das gesetzlich geregelt. Da bin ich mir ganz sicher. Hier könnt ihr aber auch nachschauen.

www.arbeitsrecht.org/arbeitsrecht/meldung20050.html

LG

Heißt das auch
dass man alles stehen und liegen lassen darf und los??
Ich hab auch gehört dass dieser Tag vor kurzem gestrichen wurde.
Aber so wäre es ja klasse!!

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29. Januar 2009 um 18:36
In Antwort auf ibbie_12948422

Aber
würde der Chef das auch tatsächlich sagen?? Oder denkt er das nur??

Jedenfalls ist das gesetzlich geregelt. Da bin ich mir ganz sicher. Hier könnt ihr aber auch nachschauen.

www.arbeitsrecht.org/arbeitsrecht/meldung20050.html

LG

Hat er tatsächlich schon gesagt
die Frau eines Kollegen lag in den Wehen, rief direkt aus dem Kreisssaal an, das Kind würde bald kommen. Aber wir haben gerade an einem wichtigen Projekt gearbeitet, bei dem mein Kollege unbedingt erforderlich war. Dann fiel von meinem Chef u.a. oben geschriebener Satz...

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29. Januar 2009 um 18:44
In Antwort auf philis_12451391

Hat er tatsächlich schon gesagt
die Frau eines Kollegen lag in den Wehen, rief direkt aus dem Kreisssaal an, das Kind würde bald kommen. Aber wir haben gerade an einem wichtigen Projekt gearbeitet, bei dem mein Kollege unbedingt erforderlich war. Dann fiel von meinem Chef u.a. oben geschriebener Satz...

Absolut unglaublich
Da kann ich doch nur den Kopf schütteln, aber scheinbar gibt es tatsächlich Menschen die absolut kein Gewissen haben.

Ach ja, 616 BGB gilt allerdings nur für Ehepartner. Das Gesetzt regelt die Niederkunft der Ehefrau. Auf unverheiratete Partner ist dieses gesetzt leider noch nicht erweitert worden.

Ich denke dass man tatsächlich auch los kann wenn die Geburt losgeht. Allerdings solltet ihr vorher gut absprechen wann du dich bei deinem Mann meldest. Ob bei der ersten Wehe oder erst wenn sicher ist dass es auch tatsächlich bald losgeht. Freigestellt wird Mann nämlich nur einen Tag. Allerdings kommen bei ganz vielen Frauen die Wehen so, dass die Kinder in der Nacht oder am morgen geboren werden. Hat mein Krankenhaus damals auch bestätigt dass die meisten Kinder wohl nachs bzw, morgens geboren werden .

Wenn ihr euch unsicher seid, sollte dein Mann aber nochmal in aller Ruhe mit seinem Chef reden und alle Eventualitäten abklären, was wenn die Geburt länger geht. Ob er direkt im Anschluss noch Urlaub für eine Woche einreichen kann etc. Einfach einen guten Zeitpunkt abwarten und dann alles abklären. Wenn es mündlich dann vereinbart ist wird der Chef es auch nicht zurücknehmen.

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29. Januar 2009 um 18:46
In Antwort auf ibbie_12948422

Absolut unglaublich
Da kann ich doch nur den Kopf schütteln, aber scheinbar gibt es tatsächlich Menschen die absolut kein Gewissen haben.

Ach ja, 616 BGB gilt allerdings nur für Ehepartner. Das Gesetzt regelt die Niederkunft der Ehefrau. Auf unverheiratete Partner ist dieses gesetzt leider noch nicht erweitert worden.

Ich denke dass man tatsächlich auch los kann wenn die Geburt losgeht. Allerdings solltet ihr vorher gut absprechen wann du dich bei deinem Mann meldest. Ob bei der ersten Wehe oder erst wenn sicher ist dass es auch tatsächlich bald losgeht. Freigestellt wird Mann nämlich nur einen Tag. Allerdings kommen bei ganz vielen Frauen die Wehen so, dass die Kinder in der Nacht oder am morgen geboren werden. Hat mein Krankenhaus damals auch bestätigt dass die meisten Kinder wohl nachs bzw, morgens geboren werden .

Wenn ihr euch unsicher seid, sollte dein Mann aber nochmal in aller Ruhe mit seinem Chef reden und alle Eventualitäten abklären, was wenn die Geburt länger geht. Ob er direkt im Anschluss noch Urlaub für eine Woche einreichen kann etc. Einfach einen guten Zeitpunkt abwarten und dann alles abklären. Wenn es mündlich dann vereinbart ist wird der Chef es auch nicht zurücknehmen.

Wie gesagt
er ist Beamter und notfalls wird das alles über das Gleitzeitkonto abgewickelt - soviele Stunden, um spontan mal einen Tag frei zu nehmen können, hat er. Er hat kurz nach ET 2 Wochen Urlaub (evtl. wird es ein geplanter Kaiserschnitt, das wissen wir aber noch nicht ganz), trotz aller Umstände finde ich da die Planbarkeit gut.

Mein kollege war verheiratet. Ja, manche Chefs eben

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30. Januar 2009 um 13:53
In Antwort auf ibbie_12948422

Absolut unglaublich
Da kann ich doch nur den Kopf schütteln, aber scheinbar gibt es tatsächlich Menschen die absolut kein Gewissen haben.

Ach ja, 616 BGB gilt allerdings nur für Ehepartner. Das Gesetzt regelt die Niederkunft der Ehefrau. Auf unverheiratete Partner ist dieses gesetzt leider noch nicht erweitert worden.

Ich denke dass man tatsächlich auch los kann wenn die Geburt losgeht. Allerdings solltet ihr vorher gut absprechen wann du dich bei deinem Mann meldest. Ob bei der ersten Wehe oder erst wenn sicher ist dass es auch tatsächlich bald losgeht. Freigestellt wird Mann nämlich nur einen Tag. Allerdings kommen bei ganz vielen Frauen die Wehen so, dass die Kinder in der Nacht oder am morgen geboren werden. Hat mein Krankenhaus damals auch bestätigt dass die meisten Kinder wohl nachs bzw, morgens geboren werden .

Wenn ihr euch unsicher seid, sollte dein Mann aber nochmal in aller Ruhe mit seinem Chef reden und alle Eventualitäten abklären, was wenn die Geburt länger geht. Ob er direkt im Anschluss noch Urlaub für eine Woche einreichen kann etc. Einfach einen guten Zeitpunkt abwarten und dann alles abklären. Wenn es mündlich dann vereinbart ist wird der Chef es auch nicht zurücknehmen.

Wie gesagt
es geht ja nicht drum unbedingt den "Gratistag" zu bekommen, er soll einfach nur gehen dürfen...

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30. Januar 2009 um 22:28

Sonderurlaube
sind in der Regel bezahlte Urlaube.

So stehen dir z.B. bei Umzügen 1 Tag, bei Umzüge weiter als 100 km 2 Tage bezahlter Sonderurlaub zu.
Im Todesfalls (Eltern) 1 Tag, bei Kindern (2 Tage)
Hochzeit (1 Tag) (gilt auch bei Silber- und Goldene Hochzeit)
Pflege eines kranken Kindes 5 Tage
Geburt (1 Tag).

Leider ist es aber so, dass manche Arbeitgeber was den Umzug und auch die Kindespflege nicht ganz so kulant sind. Letztendlich hat man den gesetzlichen Anspruch, die Frage ist allerdings inweit man gewillt ist, diesen notfalls auch gerichtlich durchzusetzen. Todesfall der Eltern oder Kinder, Geburt, eigene Hochzeit stellen sich aber die wenigsten Arbeitgeber quer. Notfalls muss man halt auf den bezahlten Urlaubstag verzichten und sich einen Tag Urlaub abziehen lassen, aber die meisten Chefs sind zum einen gut über Sonderurlaubstage informiert, wenn nicht reicht oft der HInweis auf 616 BGB so dass es dann keine Probleme gibt. Ausnahmen bestätigen aber leider die Regel

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31. Januar 2009 um 17:14

Doch auch bei Hochzeit
steht dir ein Tag Sonderurlaub zu (zumindest der eigenen ) Hab für eine Kanzlei gearbeitet wo auch ein Arbeitsrechtler tätig war. Der Hauptchef wollt mir damals auch keinen Sonderurlaub geben und hat sich beim Arbeitsrechtler kundig gemacht und ganz blöd geschaut und ich hab meinen Tag bekommen.

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