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Soll ich oder soll ich nicht

22. August 2016 um 22:32 Letzte Antwort: 11. September 2016 um 4:25

Vor ein paar Tagen habe ich bemerkt dass ich schwanger bin.Leider nicht geplant.Ich hatte vor ein paar Wochen eine Konisation und hatte kurz vorher die Pille abgesetzt.Die Pille wollte ich eigentlich diesen Monat beim Einsetzen der Periode wieder nehmen.Doch nun bin ich schwanger.Das Kondom muss gerissen sein.Ich bin seit über 7 Jahren mit meinem Freund zusammen,aber haben schwierige Monate hinter uns und unsere Beziehung hat sich jetzt erst wieder stabilisiert.Ich bin kurz vor meinem Studiumabschluss und will eigentlich erst arbeiten,um mir ein sorgenfreies Leben aufzubauen.Mein Freund sieht das ähnlich.Zudem haben wir verschiedene Kulturen, was das Verhältnis zu seiner Familie sehr erschwert.Ich bin mir zwar sehr sicher dass ich es mir momentan nicht vorstellen kann ein Baby zu bekommen aber andererseits finde ich den Gedanken schrecklich es abzutreiben die Entscheidungen kann mir niemand abnehmen aber vielleicht hat jemand was ähnliches erlebt.Liebe Grüße Milou

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23. August 2016 um 9:13

Kinder kommen selten passend
und wer erst Kinder hat, wenn sein Leben sorgenfrei ist, der wird wahrscheinlich keine haben, denn es gibt immer irgendwo Stress, Baustellen, Schwierigkeiten und ähnliches.

Das entscheidende, ob trotz Schwierigkeiten es mit Kind klappt, ist das Umfeld und der Zusammenhalt der Eltern. Und selbst wenn du sagst, dass die Beziehungen Schwierigkeiten hatte, wenn sie 7 Jahre gehalten hat, spricht das eher dafür, dass ihr das gemeinsam schaffen könntet.

Eine Abtreibung kann auch sehr belastend für eine Beziehung sein; vor allem dann, wenn die Frau die Abtreibung emotional nur schlecht verkraftet; was dann eher der Fall ist, wenn die Frau eine Abtreibung vom Prinzip her falsch findet.

"Soll ich oder soll ich nicht"

Du sollst nicht abtreiben. Und wenigstens solltest du versuchen, all die Probleme, die aus deiner Sicht dafür sprechen abzutreiben, möglichst zusammen mit deinen Freund angehen; denn die Probleme gehören eigentlich "abgetrieben".

"Zudem haben wir verschiedene Kulturen, was das Verhältnis zu seiner Familie sehr erschwert."

Würde heiraten dagegen helfen?
Nach 7 Jahren kann man durchaus ans Heiraten denken.

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26. August 2016 um 11:03

Hallo milou
erstmal toll, dass du dein Studium schon bald fertig hast. Glückwunsch! Da liegt sicher eine anstrengende Zeit hinter dir. Noch dazu die Krise mit deinem Freund und auch noch die Konisation... und jetzt kommt gleich die nächste Herausforderung... eine ungeplante Schwangerschaft, grade zu dem Zeitpunkt jetzt... und du spürst, wie du echt hin-und hergerissen bist.

Ein Baby zu bekommen kann sich wohl keine Frau vorstellen, auch nicht wenn es gewünscht ist. Es ist einfach unbeschreiblich und jede Frau erlebt es irgendwie anders. So verschieden wie Frauen eben sind. Deshalb muss jede für sich selbst erstmal herausfinden worauf es ihr im Leben eigentlich ankommt.

Du wolltest dir erst ein sorgenfreies Leben aufbauen. Verstehe, doch was bedeutet für dich sorgenfrei? - Dass du den Gedanken einer Abtreibung schrecklich findest hat schon auch was zu sagen...

Na ja, jedenfalls passt dir die plötzliche Schwangerschaft jetzt erstmal gar nicht in deinen Lebensplan. Was studierst du? Machst du grade deinen Bachelor? Oder den Master? Hast du denn schon einen Job in Aussicht?

Studiert dein Freund auch noch? Und welchen Kulturen gehört ihr jeweils an? Sorry, so viele Fragen.

Liebe milou, ich denke es ist jetzt alles noch ganz neu. Warst du denn schon beim Arzt und weißt in welcher Woche du genau bist? Ich hoffe es ist noch Zeit...

Was würde dir denn jetzt helfen um deine Gedanken zu sortieren und zu überlegen wie es gehen könnte, deine beruflichen Ziele auch mit Baby im Blick behalten zu können? Es gibt auch Hilfe und Unterstützung aller Art von außen. Oft sind das ja ganz simple Dinge... was denkst du? Oder würden dir deine Eltern vielleicht zur Seite stehen?

Du, für heute wünsche ich dir ein (möglichst) entspanntes Wochenende mit deinem Freund. Übereilt nichts und gebt euch die Zeit alles genau durch zu überlegen und vielleicht überall mal hin zu träumen...

Liebe Grüße von Viola

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27. August 2016 um 15:28

Hol dir Hilfe!
Liebe balu

wo bist du denn? Das klingt irgendwie total notfallmäßig. Ich finde du brauchst dringend Schutz und Rückendeckung! Wohnst du vielleicht mit dem Mann zusammen, der dir so Schlimmes mit seinem brutalen Verhalten antut... er muss ja total außer sich sein! - 3 Wochen machst du das schon mit!? Das glaube ich, dass du nervlich am Ende bist und einfach nicht mehr weiter weißt.

Hast du dich vielleicht schon irgendwo hingewandt?
- profemina org - ist eine private Initiative, die sofort einspringen kann wo es nötig ist. Ruf da mal an. Es gibt eine kostenlose Hotline. Auch mit dem Handy kostenlos! Es ist eine Beratung, die einfach Frauen hilft, die an eine Abtreibung denken - oder denken müssen, obwohl sie das niemals für sich wollten.
Da werden alle Hilfsmöglichkeiten auf die Beine gestellt und deine aktuelle Seelenlage berücksichtigt. Du wärst da in besten Händen und kannst wieder ganz zu dir selbst finden!

Du musst nicht abtreiben. Keine Angst! Du hast mehr Möglichkeiten als du denkst!

Mitfühlgrüße von Viola

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27. August 2016 um 15:32

Bei den Punkten
"Ich fühle mich schrecklich weil ich keine Gefühle für das Kind in meinem Bauch habe. Und ich hasse meinen Ex so sehr das ich nicht weiß ob ich ein KIND von ihm lieben kann."

"statistische" Entwarnung:

1. sind keine Gefühle am Anfang der Schwangerschaft nichts ungewöhliches und sehr häufig kommen die Gefühle noch, vor allem wenn über die Wunden emotional etwas "Gras" wächst

2. wenn du dich für dein Kind entscheiden kannst, dann wird häufig das schlechte Verhältnis zum Kindsvater nur wenig das Verhältnis zum Kind trüben.

Aber halt nur statistische Entwarnung, heißt, es ist wahrscheinlicher aber nicht sicher.

"Er will von mir nichts mehr wissen und verflucht mich sogar. Er beleidigt auch das ungeborene Kind. Er will es absolut nicht und will auch nie wieder Kontakt zu mir haben."

Dazu noch 2 Sachen:

1. Egal wie er flucht, Unterhalt muss er zahlen

2. Je nachdem wie er genau schimpft und flucht, kann das strafbar sein als Nötigung/versuchte Nötigung zum Schwangerschaftsabbruch und zwar mit 6 Monaten bis 5 Jahren Haft; bei manchen Männern kann ein Hinweis darauf, den Umfang der Beleidigungen und sonstigen Belästigungen dämpfen; ob er dazu gehört, musst du aber selbst beurteilen

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27. August 2016 um 17:34

Ihr beiden
@ Milou: behalt es, im Berufsleben wird es mit Kind i.d.R. schwieriger als noch im Studium.

@Balu: das mit den Beschimpfungen, Schmähungen, Nötigung musste ich meine ganze Schwangerschaft über mich ergehen lassen.... aber seit mein Kind da ist, liebe ich es über alles. Ich setze es auch nicht in Bezug zum Erzeuger. Es ist einfach MEIN Kind, das 9 Monate in MIR gewachsen ist und fertig.

Alles Gute!

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28. August 2016 um 16:21

Du
wirst dieses Kind lieben können. Denn es ist ein Teil von Dir. Das Kind ist ein einzigartiges Orginal von Anfang an und kann nichts für seinen Erzeuger. Der Wert des Kindes liegt darin, dass es in Dir heranwächst. Dass Du Schwierigkeiten hast eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen ist verständlich. Denn es ist Dir noch fremd, und etwas fremdes kann man nicht lieben. Nimm Dir Zeit für das ungeborene Kind, z.B. indem Du Deinen Bauch eincremst. Und die Beziehung wird wachsen. Spätestens wenn Du dieses Kind in den Armen hälst und es Dich anstrahlt. Und Du merkst, dass es auf Dich angewiesen ist.
VLG Yankho

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28. August 2016 um 16:25

Es ist
schon ein paar Tage her, dass Du Dich hier gemeldet hast, wie ergeht es Dir den mittlerweile?
Du fandest den Gedanken an eine Abtreibung schrecklich. Dies hört sich irgendwie nach einer Grundüberzeugung an. Grundüberzeugungen sind wie ein Geländer an dem man sich festhalten kann, auch wenn der Weg rauh und steinig wird.
VLG Yankho

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28. August 2016 um 17:22

Antwort
Liebe balu,
ich habe mich endgültig gegen das Baby entschieden.habe morgen einen Beratungstermin im internationalen Frauenhaus um die Methode und finanzielle Situation zu besprechen.Ich weiß dass einige sagen man kann mit jeder Situation fertig werden wenn das Baby kommt aber ohne Unterstützung vom kindsvater?das mache ich nicht.ich möchte nicht ein Lebewesen in die Welt setzen das ohne Vater aufwachsen muss,das musste ich auch schon.es kann natürlich sein das dein Freund länger braucht um sich an die Situation zu gewöhnen aber das hört sich schon sehr radikal an..mein Freund hat sich etwas geändert seit dem er es weiß ,aber es ist letztendlich meine Entscheidung das Baby nicht zu behalten und an die Zukunft zu denken.es gibt genug Kinder die nicht viele Möglichkeiten haben weil die Eltern sich gegen Beruf oder Studium entschieden haben.ich hoffe du entscheidest dich für den richtigen Weg, nämlich den der dich allein glücklich macht und nicht den Vater.wenn du magst kann ich dir morgen schreiben nach dem Termin,habe ihn aber erst um 17 Uhr.
LG milou

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28. August 2016 um 17:32
In Antwort auf viola7253

Hallo milou
erstmal toll, dass du dein Studium schon bald fertig hast. Glückwunsch! Da liegt sicher eine anstrengende Zeit hinter dir. Noch dazu die Krise mit deinem Freund und auch noch die Konisation... und jetzt kommt gleich die nächste Herausforderung... eine ungeplante Schwangerschaft, grade zu dem Zeitpunkt jetzt... und du spürst, wie du echt hin-und hergerissen bist.

Ein Baby zu bekommen kann sich wohl keine Frau vorstellen, auch nicht wenn es gewünscht ist. Es ist einfach unbeschreiblich und jede Frau erlebt es irgendwie anders. So verschieden wie Frauen eben sind. Deshalb muss jede für sich selbst erstmal herausfinden worauf es ihr im Leben eigentlich ankommt.

Du wolltest dir erst ein sorgenfreies Leben aufbauen. Verstehe, doch was bedeutet für dich sorgenfrei? - Dass du den Gedanken einer Abtreibung schrecklich findest hat schon auch was zu sagen...

Na ja, jedenfalls passt dir die plötzliche Schwangerschaft jetzt erstmal gar nicht in deinen Lebensplan. Was studierst du? Machst du grade deinen Bachelor? Oder den Master? Hast du denn schon einen Job in Aussicht?

Studiert dein Freund auch noch? Und welchen Kulturen gehört ihr jeweils an? Sorry, so viele Fragen.

Liebe milou, ich denke es ist jetzt alles noch ganz neu. Warst du denn schon beim Arzt und weißt in welcher Woche du genau bist? Ich hoffe es ist noch Zeit...

Was würde dir denn jetzt helfen um deine Gedanken zu sortieren und zu überlegen wie es gehen könnte, deine beruflichen Ziele auch mit Baby im Blick behalten zu können? Es gibt auch Hilfe und Unterstützung aller Art von außen. Oft sind das ja ganz simple Dinge... was denkst du? Oder würden dir deine Eltern vielleicht zur Seite stehen?

Du, für heute wünsche ich dir ein (möglichst) entspanntes Wochenende mit deinem Freund. Übereilt nichts und gebt euch die Zeit alles genau durch zu überlegen und vielleicht überall mal hin zu träumen...

Liebe Grüße von Viola

Hallo Viola
Liebe Viola,
sehr lieb dein Text.ich studiere im sozialen Bereich und mache meinen Bachelor.mein Freund arbeitet erst seit kurzem fest in einer Firma.wir sind beide noch dabei unser Leben so regeln.
Sorgenfrei war nicht ganz das richtige Wort, aber ich möchte genügend Zeit für mein Kind haben und vor allem mich selbst im Griff haben.ich finde es wichtig meinem Kind viel bieten zu können,ich habe bei meiner Mutter erlebt wie schwer es sein kann im Prinzip nie das zu bieten was man eigentlich möchte.vielleicht bin ich auch einfach durcheinander, aber ich habe mich dagegen entschieden.es macht mich sehr traurig aber auf die Dauer gesehen ist es das richtige für alle.meine Mutter könnte und würde mir auf jeden Fall zur Seite stehen egal wie ich mich entscheide.sie geht mit mir morgen zu dem Beratungsgespräch.darüber bin ich auch sehr froh.

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30. August 2016 um 12:27

Hallo balu
ich hab' die Tage sehr an dich gedacht. Wie geht es dir heute? Hast du dich inzwischen irgendwie beruhigen und dir Hilfe holen können? Ich hoffe, du konntest dich von deinem Ex-Freund soweit distanzieren, damit du wieder zu dir selbst und zu Kräften kommen konntest.

Liebe Grüße dir von Viola

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1. September 2016 um 14:25
In Antwort auf rocky_12276194

Hallo Viola
Liebe Viola,
sehr lieb dein Text.ich studiere im sozialen Bereich und mache meinen Bachelor.mein Freund arbeitet erst seit kurzem fest in einer Firma.wir sind beide noch dabei unser Leben so regeln.
Sorgenfrei war nicht ganz das richtige Wort, aber ich möchte genügend Zeit für mein Kind haben und vor allem mich selbst im Griff haben.ich finde es wichtig meinem Kind viel bieten zu können,ich habe bei meiner Mutter erlebt wie schwer es sein kann im Prinzip nie das zu bieten was man eigentlich möchte.vielleicht bin ich auch einfach durcheinander, aber ich habe mich dagegen entschieden.es macht mich sehr traurig aber auf die Dauer gesehen ist es das richtige für alle.meine Mutter könnte und würde mir auf jeden Fall zur Seite stehen egal wie ich mich entscheide.sie geht mit mir morgen zu dem Beratungsgespräch.darüber bin ich auch sehr froh.


Hallo milou
wie war die Beratung im internationalen Frauenhaus? Hast du alles an Infos, wonach du gesucht hast bekommen?

Ich hoffe du konntest dich und deine Gedanken inzwischen besser sortieren... bist nicht mehr ganz so durcheinander!?

Erzähl doch wieder wie es grade ist und wie es dir geht!?

Lauter liebe Grüße,
Viola

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6. September 2016 um 10:27

@ balu22222
Liebe Balu,
ich habe eben hier reingelesen, bin auch erschrocken, über das was du von deinem Ex schreibst.
Er hat dich innerlich verletzt und es tut immer weh, solche Dinge zu verkraften.
Wie geht es dir denn inzwischen?
Konntest du ein wenig deine Gedanken sortieren, Menschen finden, die dir zuhören?
Ich schicke dir gleich noch eine persönliche Nachricht, und hoffe, du liest noch hier.
Alles Liebe dir!!
Linda

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11. September 2016 um 0:07

Unbeschreibliche gefühle
Ich hatte am Mittwoch die Op.Alles ist gut gelaufen.Körperlich fühle ich mich gut.Aber mein Kopf macht mir zu schaffen seit heute.Könnte nur weinen und fühle mich nicht gut.Mein Freund war am Mittwoch dabei.Aber seitdem distanziert er sich von mir.Schon während den letzten Wochen hstte ich das Gefühl das er mich vielleicht unattraktiv finden könnte weil er mich nicht mehr berührt hat dadurch fühle ich mich nur noch schlechter und allein gelassen.Hat jemand einen Rat oder eine Idee was das in ihm auslöst?
Eure milou

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11. September 2016 um 4:20

Liebe Milou
dieses Jahr bin ich 28 und habe bereits einen 4 Jährigen Sohn. Ungeplant schwanger geworden bin ich ca. 1 Jahr vor Abschluss des Studiums, was diesen recht stark verzögert hat. Dennoch stand für mich von Anfang an fest, dass ich mein Kind niemals abtreiben könnte. Zwar muss ich dazu sagen, dass ich gerade frisch verheiratet gewesen bin, aber wäre ich in einer schlechteren Ausgangsposition gewesen (z.B. hätte mein Mann mir mit Verlassen gedroht o.Ä.), ich hätte mich immer wieder für mein Kind entschieden. Ganz einfach deshalb, weil ich denke, dass ich mir NIEMALS die Bürde aufladen wollen würde, mein Kind getötet zu haben, ganz gleich aus welchen Gründen. Auf den Tag genau vor drei Monaten hatte ich eine späte Fehlgeburt in der 19. SSW, und auch wenn ich weiß, dass ich nicht Schuld bin (ich hatte einen vorzeitigen Blasensprung aufgrund einer bakteriellen Vaginose), mache ich mir immer wieder Vorwürfe - zu viel Stress, hätte man es verhindern können, usw. Leider habe ich dadurch auch posttraumatische Störungen (Panikattacken) bekommen, und ich habe schon oft gelesen, dass es vielen Frauen mit Abtreibung genauso geht. Und ich mag mir gar nicht ausmalen, was DAS für Schuldgefühle sind

Lange Rede kurzer Sinn: ich würde dir raten, es nicht zu tun. Eine ungeplante Schwangerschaft kann zwar eine Aufgabe für eine Beziehung sein, diese aber auch massiv stärken. Und, ganz ehrlich, würde ich fast schon behaupten dass das Studium mit die beste Zeit zum Kinderkriegen ist. Zwar ist es mit Kind anstrengender, aber man ist zeitlich sehr flexibel. Und so schlecht sieht es im Lebenslauf auch nicht aus, wenn man sein Studium mit Kind gemeistert hat, oder? Und je nachdem, wie weit du bist, könntest du entweder dein Studium während der ss fertig machen, oder aber einfach zur Geburt hin ein Semester pausieren. Ist dir das Leben deines Babys es nicht wert, es wenigstens zu versuchen?

Hoffentlich kommt mein Beitrag jetzt nicht zu moral-apostelisch rüber.. ich möchte dir nur sagen, dass es gut zu schaffen ist!

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11. September 2016 um 4:21
In Antwort auf catarianigra

Liebe Milou
dieses Jahr bin ich 28 und habe bereits einen 4 Jährigen Sohn. Ungeplant schwanger geworden bin ich ca. 1 Jahr vor Abschluss des Studiums, was diesen recht stark verzögert hat. Dennoch stand für mich von Anfang an fest, dass ich mein Kind niemals abtreiben könnte. Zwar muss ich dazu sagen, dass ich gerade frisch verheiratet gewesen bin, aber wäre ich in einer schlechteren Ausgangsposition gewesen (z.B. hätte mein Mann mir mit Verlassen gedroht o.Ä.), ich hätte mich immer wieder für mein Kind entschieden. Ganz einfach deshalb, weil ich denke, dass ich mir NIEMALS die Bürde aufladen wollen würde, mein Kind getötet zu haben, ganz gleich aus welchen Gründen. Auf den Tag genau vor drei Monaten hatte ich eine späte Fehlgeburt in der 19. SSW, und auch wenn ich weiß, dass ich nicht Schuld bin (ich hatte einen vorzeitigen Blasensprung aufgrund einer bakteriellen Vaginose), mache ich mir immer wieder Vorwürfe - zu viel Stress, hätte man es verhindern können, usw. Leider habe ich dadurch auch posttraumatische Störungen (Panikattacken) bekommen, und ich habe schon oft gelesen, dass es vielen Frauen mit Abtreibung genauso geht. Und ich mag mir gar nicht ausmalen, was DAS für Schuldgefühle sind

Lange Rede kurzer Sinn: ich würde dir raten, es nicht zu tun. Eine ungeplante Schwangerschaft kann zwar eine Aufgabe für eine Beziehung sein, diese aber auch massiv stärken. Und, ganz ehrlich, würde ich fast schon behaupten dass das Studium mit die beste Zeit zum Kinderkriegen ist. Zwar ist es mit Kind anstrengender, aber man ist zeitlich sehr flexibel. Und so schlecht sieht es im Lebenslauf auch nicht aus, wenn man sein Studium mit Kind gemeistert hat, oder? Und je nachdem, wie weit du bist, könntest du entweder dein Studium während der ss fertig machen, oder aber einfach zur Geburt hin ein Semester pausieren. Ist dir das Leben deines Babys es nicht wert, es wenigstens zu versuchen?

Hoffentlich kommt mein Beitrag jetzt nicht zu moral-apostelisch rüber.. ich möchte dir nur sagen, dass es gut zu schaffen ist!

P.S.
.. und dir eine Entscheidungshilfe geben.

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11. September 2016 um 4:25

Liebe Milou
entschuldigung, ich habe gerade erst gesehen, dass du die OP bereits hinter dir hast und weiß nicht, wie ich meine vorangegangenen Beiträge löschen kann..

Für die kommende Zeit wünsche ich dir viel Kraft und hoffe, dass es dir bald wieder besser geht.

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