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Single, großer Kinderwunsch und Biologische Uhr tickt

11. April um 9:59 Letzte Antwort: 20. April um 10:28

Hey Ihr, mich beschäftigt schon lange ein Thema und ich brauche einmal die Erfahrungen und Meinungen von anderen. Es geht um das Thema Kinderwunsch. Und zwar ein sehr starker Kinderwunsch. So lange ich denken kann, habe ich mir schon immer ein Kind gewünscht. Bereits als kleines Kind war ich schon Leidenschaftliche Mutter einer Puppe und seit dem ich sexuell aktiv bin, bin ich jedes Mal leicht enttäuscht, wenn meine Periode einsetzt, da bei jedem Sex ein Teil von mir hofft, dass die Verhütung versagt. Andererseits bin ich froh, dass sie bislang noch nicht versagt hat. Ich war in meinem Leben erst in einer festen Beziehung und dieser war sehr toxisch. Ansonsten hatte ich nur lockere Kurzzeitgeschichten und diverse One Night Stands. Wenn dabei ein Kind entstanden wäre, weiß ich nicht, ob ich so zufrieden in meinem Leben wäre, wie ich es jetzt eigentlich bin. Ich habe studiert, eine tolle Wohnung, einen Job mit tollen Kollegen, bei dem ich genug Verdiene um davon Leben zu können aber auch genug Freizeit um mein Leben genießen zu können, wenige aber dafür sehr gute Freunde und inzwischen auch ein echt gutes Verhältnis zu meinen Eltern, die mich in allem unterstützen. Eine Beziehung habe ich nicht, möchte ich aber auch ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin also eigentlich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Würde mir nicht mein Kinderwunsch so sehr auf der Seele brennen. Es ist momentan auch so, dass gefühlt jeder ein Kind bekommt oder bekommen hat. Ich freue mich zwar auch für diejenigen, aber ein teil von mir brüllt innerlich "Ich will auch, warum die und ich nicht?". Ich bin jetzt 29 und klar, ich habe noch gut 5-6 Jahre Zeit, in der ich statistisch betrachtet alle Chancen der Welt habe, ein Kind zu bekommen und vielleicht ist mein Leben in 2-3 Jahren auch besser geeignet für ein Kind, aber jeden Tag denke ich aufs Neue, dass es vielleicht gar nicht mehr klappt, wenn ich es nicht einfach irgendwie angehe. Irgendwie angehen, heißt in dem Fall, per Samenspende schwanger zu werden und das Kind alleine groß zu ziehen. Mir ist klar, dass das absolut kein Zuckerschlecken ist, denn Kinder können einem den letzten Nerv rauben. Sie werfen dein Leben völlig aus der Bahn und verändern einfach alles. Dazu kommt, dass ich selbst recht Chaotisch bin und mein Haushalt eher in die Kategorie "Hier kann man vom Boden essen, denn dort findet man immer etwas" fällt. Ich denke, ein Kind würde da noch mehr Chaos rein bringen, gleichzeitig aber das genaue Gegenteil brauchen. Dazu bin ich Adipös (BMI über 30), was nicht nur die Chance verringert, schwanger zu werden, sondern auch in der Schwangerschaft diverse Risiken mit sich führt. Klar, könnte bzw sollte ich abnehmen und würde es auch gerne wollen, denn es gibt viele gute Argumente abzunehmen, aber ich will einfach nicht und will auch nicht darüber diskutieren. Dazu kommt, dass ich dieses Kind dann eben alleine großziehen würde und ihm so einfach den Vater vorenthalten würde. Andererseits würde dieses Kind nicht existieren, wenn ich mich nicht dazu entscheide, es ohne Vater groß zu ziehen, also ist das wohl eher ein Paradoxon. Eine Samenspende hätte für mich auch die Voraussetzung, dass das Kind die Möglichkeit hat, den Vater kennen zu lernen und ich möchte auch vorher wissen, wer der Spender ist. Das bedeutet, es kommt für mich nur eine private Samenspende in frage. Das birgt wieder die nächsten Risiken (zb Krankheiten oder das der Spender doch seine Väterlichen Rechte wahrnehmen möchte und ich dann mit jemanden gemeinsam ein Kind großziehen muss, der vielleicht ganz andere Vorstellungen hat usw). Dazu kann es ja auch passieren, dass ich finanziell in eine Schieflage gerate und nicht mehr alleine für das Kind sorgen kann, oder dass mir etwas passiert. Wie ihr seht, gibt es viel mehr Gründe, mit dem Kinder bekommen noch zu warten. Allerdings ist dieser Wunsch so stark, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht daran denke. Ich schaue mir diverse "Mami Youtube Channels" an um zu erfahren, was die richtige Erstausstattung ist, lese mich über die verschiedenen Arten von Kindererziehung schlau, kenne inzwischen die Unterschiede diverser Babytragen, habe mich mit Stoffwindeln beschäftigt, weiß, welche Beistellbetten für mein Bett passen und weiß, welche Bereifung und Federung am Kinderwagen für welche Bedürfnisse und Belastung die Richtigen sind usw. Das sind alles dinge, mit denen ich mich zwar genauso gut auch noch während einer möglichen Schwangerschaft beschäftigen könnte, aber trotzdem kann ich einfach nicht aufhören, mich damit zu beschäftigen. Wäre der Wunsch sich fortzupflanzen nicht so elementar in jedem Lebewesen verankert und biologisch begründbar, würde ich sagen, dass ich eine komplette Vollmeise hätte. Ich könnte noch weiter ausholen, aber das würde den Text noch weitaus länger machen, als er so oder so schon ist, dafür entschuldige ich mich schon mal. Wie würdet Ihr an meiner stelle handeln? Gibt es hier vielleicht Mädels, denen es ähnlich geht? Wie geht Ihr damit um?

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12. April um 11:38

Diese Story klingt wie ein Drama. Ist aber nicht.
Drama ist von dir ausgedacht.
Das Problem liegt an dir.
Es gibt ein Satz, der eine Lösung dieses Problems ist. Der steht am Anfang der Geschichte. Als ich diesen Sanz gelesen hatte, verstand ich was weiter geht und wie diese Story endet.
Also der Satz: Ich war in meinem Leben erst in einer festen Beziehung und dieser war sehr toxisch. Das sieht so aus, dass du Schwächling und feige bist. Anders geht nicht. Einmal hattest du missglückte Beziehung. Es ist schief gegangen. Und das war es. Du hast keinen Bock mehr. Du willst, dass in deinem Leben alles perfekt funktioniert? Es gibt so was nicht! Shit happens weiß du? Aber so ist der Sinn der Lebens: man lernt aus den Fehlern. Und du willst gar nicht lernen. Du bin in keinem Traumwelt. Das ist Realität.    
Jedes Kind braucht einen Vater. Warum entscheidest du, ob dein Baby einen Vater hat oder nicht? Du hast keinen Recht!!
Samenspende? Ist es jetzt dein Ernst? Nur weil du keinen Bock auf Beziehungen hast? Kann es gar nicht kapieren…      
Wenn dein Baby groß wird und fragt: wo ist mein Vater? Wie erklärst du dem Kind, dass es ein Mann war, der Selbstbefriedigung fürs Geld gemacht hat?     
Du hast keine Idee, wie schwer das ist, allein ein Baby großzuziehen. Jede Frau braucht Unterstützung.
Ich kann diese Methode nur dann akzeptieren, wenn du mit einem Mann viele Jahre verbracht hast, der Liebe deines Lebens war und der gestorben ist. Dann macht es Sinn, dass eine Frau keinen Bock auf neue Beziehungen hat. In diesem Fall ist Samenspende sinnvoll. Aber das ist doch nicht dein Fall oder?  
Also ich wünsche dir den gesunden Menschenverstand. Ich hoffe, du denkst noch Tausendmal bevor du Fehler machst. Ich hoffe, dass du einen tollen Mann triffst, der einen Supervater wird.        
 

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12. April um 12:13
In Antwort auf lole72

Diese Story klingt wie ein Drama. Ist aber nicht.
Drama ist von dir ausgedacht.
Das Problem liegt an dir.
Es gibt ein Satz, der eine Lösung dieses Problems ist. Der steht am Anfang der Geschichte. Als ich diesen Sanz gelesen hatte, verstand ich was weiter geht und wie diese Story endet.
Also der Satz: Ich war in meinem Leben erst in einer festen Beziehung und dieser war sehr toxisch. Das sieht so aus, dass du Schwächling und feige bist. Anders geht nicht. Einmal hattest du missglückte Beziehung. Es ist schief gegangen. Und das war es. Du hast keinen Bock mehr. Du willst, dass in deinem Leben alles perfekt funktioniert? Es gibt so was nicht! Shit happens weiß du? Aber so ist der Sinn der Lebens: man lernt aus den Fehlern. Und du willst gar nicht lernen. Du bin in keinem Traumwelt. Das ist Realität.    
Jedes Kind braucht einen Vater. Warum entscheidest du, ob dein Baby einen Vater hat oder nicht? Du hast keinen Recht!!
Samenspende? Ist es jetzt dein Ernst? Nur weil du keinen Bock auf Beziehungen hast? Kann es gar nicht kapieren…      
Wenn dein Baby groß wird und fragt: wo ist mein Vater? Wie erklärst du dem Kind, dass es ein Mann war, der Selbstbefriedigung fürs Geld gemacht hat?     
Du hast keine Idee, wie schwer das ist, allein ein Baby großzuziehen. Jede Frau braucht Unterstützung.
Ich kann diese Methode nur dann akzeptieren, wenn du mit einem Mann viele Jahre verbracht hast, der Liebe deines Lebens war und der gestorben ist. Dann macht es Sinn, dass eine Frau keinen Bock auf neue Beziehungen hat. In diesem Fall ist Samenspende sinnvoll. Aber das ist doch nicht dein Fall oder?  
Also ich wünsche dir den gesunden Menschenverstand. Ich hoffe, du denkst noch Tausendmal bevor du Fehler machst. Ich hoffe, dass du einen tollen Mann triffst, der einen Supervater wird.        
 

Hi,

ich sehe das ähnlich... Du bist 29 und hast damit noch etwas Zeit - deine biologische Uhr tickt noch nicht so laut. Wenn du es zulässt, findest du vielleicht einen netten Mann, mit dem du in naher Zukunft eine Familie gründen kannst. Wenn du keine Beziehung möchtest, wäre natürlich eine Samenspende ein möglicher Weg, den du aber äußerst gründlich überdenken solltest. Denn ein Kind zu kriegen ist keine Nebensache: das wird deine volle Aufmerksamkeit im Leben beanspruchen. Und früher oder später wird das Kind eventuell darunter leiden, dass es keinen Vater hat. Welchen Weg du gehst, musst natürlich du allein entscheiden. Aber vielleicht solltest du auch an das Wohl des potentiellen Kindes denken.... 
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie stark ein Kinderwunsch sein kann. Ich hatte schon lange einen, bevor mein Partner dazu bereit war und musste mich lange "gedulden", bis er sich für diesen Schritt bereit gefühlt hat. Mittlerweile, fast 2,5 Jahre später, bin ich schwanger und wir beide sind mehr als glücklich. Das warten war es wert. Vielleicht solltest auch du noch etwas abwarten, was das Leben für dich bereit hält... 
 

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13. April um 15:16

Ja, das stimmt. Biologische Uhr tickt. Aber du bist noch relativ jung. 29 ist nicht 40.
Du hast noch Zeit, um darüber gut nachzudenken.
Ich kann verstehen, dass du Probleme mit fester Beziehung hattest.
Passiert ja. Ja, es war so schmerzhaft für dich.
Aber das bedeutet nicht, dass es keinen guten Mann für dich gibt.
Glaub mir einfach!
Geh vielleicht zu einem Psychologen und bespreche dein Problem.
Samenspende käme für mich nicht in Frage.
Diese Methode ist die letzte was man machen kann.
Das ist eine gute Methode, wenn man keine Hoffnung hat.
Aber bei dir ist ja das anders.
So viele schöne Männer gibt es auf der Welt, die von einer Familie träumen.
Ich hoffe, du findest den!
Aber bitte mach keinen Fehler mit Samenspende. Einmal triffst du denen Traumman und wirst bedauern, wenn du das machst.

 

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20. April um 1:16

Ich muss sagen, dass mich die Antworten hier ein wenig erschrecken. 

Ich sehe das ganze etwas neutraler. Ob du eine gute Mutter wirst kann niemand hier sagen, auch nicht ob dein Kind es gut aufnimmt keinen Papa zu haben, oder ob du deine Meinung bezüglich Männern noch änderst. Das ist so wie alles im Leben: Beeinflussbar, aber nicht kontrollierbar. Alles kann, nichts muss.
Du bist aber dafür NICHT egoistischer als ein hetero, oder auch gleichgeschlechtliches Paar, oder Mütter, die vielleicht einen Partner, dafür aber sonst nicht die besten Voraussetzungen haben. Onenightstands, am Existenzminimum und so weier, das alles hindert die Menschen nicht am Kinderkriegen, aber du sollst es sein lassen? ...
JEDER Kinderwunsch ist egoistisch, oder wurdest du gefragt ob du in diese Familie, zu diesen Eltern, in diese Situation geboren werden möchtest? Warum solltest du also nicht eine super Mutter werden?

Scheidungen, Schicksalsschläge, Krankheiten, passieren und zwar jedem. Ich habe einen Vater der sich nicht für mich interessiert. Ich habe 5 Jahre in der Kinderbetreuung gearbeitet und ein Scheidungskind nach dem anderen aufgefangen. Wie gesagt: Beeinflussbar, aber nicht kontrollierbar. 

Was du beeinflussen kannst, ist dein Mutterdasein, du kannst immer dein bestes geben. Aber bist du stark genug über solchen Menschen zu stehen, wie die Kommentatorinnen hinter mir? Denn das kommt auf dich zu: Menschen, die es nicht verstehen möchten, egal wie gut du deine Sache machst. Da brauchst du verdammt viel Selbstbewusstsein.

Was hier die Kommentare zu deinem Beziehungsstatus angehen: 
Toxische Beziehung hin oder her, wir waren nicht dabei und wissen nichts über weitere Hintergründe, ich urteile also nicht darüber.
Du sagst du bist glücklich ohne Partner. Das ist eine Einstellung, die ich, sollte sie stimmen, als sehr gesund empfinde. Du genügst dir, du bist glücklich und unabhängig und hast nicht das Bedürfnis nach einem Partner. Super, warum denn nicht? Das können viele Menschen nicht und ich finde du solltest nicht nur nach einem Partner suchen, damit er Papa für dein Kind sein kann. Das wird nicht klappen, Stress vorprogrammiert, es endet im Desaster, GERADE für das Kind! Beziehung ist Beziehung und Kindererziehung ist Kindererziehung, einige können es miteinander vereinbaren, andere nicht. Wenn du es nicht fühlst, dann ist es eben so und es ist ok! Auch dein Kinderwunsch ist normal. Und es ist wahr: Ab 30 wird das mit der künstlichen Befruchtung immer schwieriger, da im Laufe der 30er immer weniger befruchtbare Eizellen gebildet werden, ich denke dass du dich da schon gut informiert hast. 

Es ist Fakt, dass das Kind nur ein Elternteil hat, das vielleicht morgen tot umfällt und es ist auch Fakt, dass es anstrengend ist, gerade alleine. Es sagt aber nichts über deine Mutterqualität aus und es kann ebenso sein dass du es trotzdem super hinbekommst und dein Kind, genauso wie ein Adoptivkind, von dir frühzeitig aufgeklärt wird und es hinnimmt. Schlussendlich musst du entscheiden. Was das Alter betrifft finde ich persönlich (das ist meine Meinung), sollte man als Singlemutter früher anfangen, da das Kind gerade dann dich noch lange im gesunden Zustand braucht. Es wird mit dem Alter auch nicht leichter. Warum sollst du jetzt bis 40 warten, vielleicht keinen Partner finden und dann noch schnell ein Kind bekommen, das seine Mutter 30 Jahre später ins Seniorenheim verfrachten muss und eventuell nicht mal mehr die Chance auf ein Geschwisterchen bekommt? 

Wie gesagt, ich sehe das Problem hier nicht in deinem Vorhaben, sondern darin, dass die Gesellschaft offensichtlich nicht bereit dazu ist es zu tolerieren. Entscheide nach DEINEM Bauchgefühl und liege nicht irgendwann unerfüllt im Sterbebett, weil dir 3 Frauen gesagt haben dass du es lassen sollst. Das entscheidest einzig und alleine DU. 

Viel Glück :*





 

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20. April um 9:05
In Antwort auf miomio

Hey Ihr, mich beschäftigt schon lange ein Thema und ich brauche einmal die Erfahrungen und Meinungen von anderen. Es geht um das Thema Kinderwunsch. Und zwar ein sehr starker Kinderwunsch. So lange ich denken kann, habe ich mir schon immer ein Kind gewünscht. Bereits als kleines Kind war ich schon Leidenschaftliche Mutter einer Puppe und seit dem ich sexuell aktiv bin, bin ich jedes Mal leicht enttäuscht, wenn meine Periode einsetzt, da bei jedem Sex ein Teil von mir hofft, dass die Verhütung versagt. Andererseits bin ich froh, dass sie bislang noch nicht versagt hat. Ich war in meinem Leben erst in einer festen Beziehung und dieser war sehr toxisch. Ansonsten hatte ich nur lockere Kurzzeitgeschichten und diverse One Night Stands. Wenn dabei ein Kind entstanden wäre, weiß ich nicht, ob ich so zufrieden in meinem Leben wäre, wie ich es jetzt eigentlich bin. Ich habe studiert, eine tolle Wohnung, einen Job mit tollen Kollegen, bei dem ich genug Verdiene um davon Leben zu können aber auch genug Freizeit um mein Leben genießen zu können, wenige aber dafür sehr gute Freunde und inzwischen auch ein echt gutes Verhältnis zu meinen Eltern, die mich in allem unterstützen. Eine Beziehung habe ich nicht, möchte ich aber auch ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin also eigentlich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Würde mir nicht mein Kinderwunsch so sehr auf der Seele brennen. Es ist momentan auch so, dass gefühlt jeder ein Kind bekommt oder bekommen hat. Ich freue mich zwar auch für diejenigen, aber ein teil von mir brüllt innerlich "Ich will auch, warum die und ich nicht?". Ich bin jetzt 29 und klar, ich habe noch gut 5-6 Jahre Zeit, in der ich statistisch betrachtet alle Chancen der Welt habe, ein Kind zu bekommen und vielleicht ist mein Leben in 2-3 Jahren auch besser geeignet für ein Kind, aber jeden Tag denke ich aufs Neue, dass es vielleicht gar nicht mehr klappt, wenn ich es nicht einfach irgendwie angehe. Irgendwie angehen, heißt in dem Fall, per Samenspende schwanger zu werden und das Kind alleine groß zu ziehen. Mir ist klar, dass das absolut kein Zuckerschlecken ist, denn Kinder können einem den letzten Nerv rauben. Sie werfen dein Leben völlig aus der Bahn und verändern einfach alles. Dazu kommt, dass ich selbst recht Chaotisch bin und mein Haushalt eher in die Kategorie "Hier kann man vom Boden essen, denn dort findet man immer etwas" fällt. Ich denke, ein Kind würde da noch mehr Chaos rein bringen, gleichzeitig aber das genaue Gegenteil brauchen. Dazu bin ich Adipös (BMI über 30), was nicht nur die Chance verringert, schwanger zu werden, sondern auch in der Schwangerschaft diverse Risiken mit sich führt. Klar, könnte bzw sollte ich abnehmen und würde es auch gerne wollen, denn es gibt viele gute Argumente abzunehmen, aber ich will einfach nicht und will auch nicht darüber diskutieren. Dazu kommt, dass ich dieses Kind dann eben alleine großziehen würde und ihm so einfach den Vater vorenthalten würde. Andererseits würde dieses Kind nicht existieren, wenn ich mich nicht dazu entscheide, es ohne Vater groß zu ziehen, also ist das wohl eher ein Paradoxon. Eine Samenspende hätte für mich auch die Voraussetzung, dass das Kind die Möglichkeit hat, den Vater kennen zu lernen und ich möchte auch vorher wissen, wer der Spender ist. Das bedeutet, es kommt für mich nur eine private Samenspende in frage. Das birgt wieder die nächsten Risiken (zb Krankheiten oder das der Spender doch seine Väterlichen Rechte wahrnehmen möchte und ich dann mit jemanden gemeinsam ein Kind großziehen muss, der vielleicht ganz andere Vorstellungen hat usw). Dazu kann es ja auch passieren, dass ich finanziell in eine Schieflage gerate und nicht mehr alleine für das Kind sorgen kann, oder dass mir etwas passiert. Wie ihr seht, gibt es viel mehr Gründe, mit dem Kinder bekommen noch zu warten. Allerdings ist dieser Wunsch so stark, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht daran denke. Ich schaue mir diverse "Mami Youtube Channels" an um zu erfahren, was die richtige Erstausstattung ist, lese mich über die verschiedenen Arten von Kindererziehung schlau, kenne inzwischen die Unterschiede diverser Babytragen, habe mich mit Stoffwindeln beschäftigt, weiß, welche Beistellbetten für mein Bett passen und weiß, welche Bereifung und Federung am Kinderwagen für welche Bedürfnisse und Belastung die Richtigen sind usw. Das sind alles dinge, mit denen ich mich zwar genauso gut auch noch während einer möglichen Schwangerschaft beschäftigen könnte, aber trotzdem kann ich einfach nicht aufhören, mich damit zu beschäftigen. Wäre der Wunsch sich fortzupflanzen nicht so elementar in jedem Lebewesen verankert und biologisch begründbar, würde ich sagen, dass ich eine komplette Vollmeise hätte. Ich könnte noch weiter ausholen, aber das würde den Text noch weitaus länger machen, als er so oder so schon ist, dafür entschuldige ich mich schon mal. Wie würdet Ihr an meiner stelle handeln? Gibt es hier vielleicht Mädels, denen es ähnlich geht? Wie geht Ihr damit um?

mein lieber rat an dich,kriege erstmal dein leben in den griff
bezüglich deiner  haushaltbeschreibung von dir  rollen sich mir schon die fussnägel.
und ich  als 3fachmutter finde,keine frau kann von noch nicht mal gezeugten kindern verlangen,dass die das leben der "mutter" klären und sinnerfüllen.

das ist nicht die aufgabe von kindern

kläre,behebe die div baustellen und dann vielleicht kommt dein traummann mit dem du kinder hast

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20. April um 10:28
In Antwort auf jeremy_20042227

Ich muss sagen, dass mich die Antworten hier ein wenig erschrecken. 

Ich sehe das ganze etwas neutraler. Ob du eine gute Mutter wirst kann niemand hier sagen, auch nicht ob dein Kind es gut aufnimmt keinen Papa zu haben, oder ob du deine Meinung bezüglich Männern noch änderst. Das ist so wie alles im Leben: Beeinflussbar, aber nicht kontrollierbar. Alles kann, nichts muss.
Du bist aber dafür NICHT egoistischer als ein hetero, oder auch gleichgeschlechtliches Paar, oder Mütter, die vielleicht einen Partner, dafür aber sonst nicht die besten Voraussetzungen haben. Onenightstands, am Existenzminimum und so weier, das alles hindert die Menschen nicht am Kinderkriegen, aber du sollst es sein lassen? ...
JEDER Kinderwunsch ist egoistisch, oder wurdest du gefragt ob du in diese Familie, zu diesen Eltern, in diese Situation geboren werden möchtest? Warum solltest du also nicht eine super Mutter werden?

Scheidungen, Schicksalsschläge, Krankheiten, passieren und zwar jedem. Ich habe einen Vater der sich nicht für mich interessiert. Ich habe 5 Jahre in der Kinderbetreuung gearbeitet und ein Scheidungskind nach dem anderen aufgefangen. Wie gesagt: Beeinflussbar, aber nicht kontrollierbar. 

Was du beeinflussen kannst, ist dein Mutterdasein, du kannst immer dein bestes geben. Aber bist du stark genug über solchen Menschen zu stehen, wie die Kommentatorinnen hinter mir? Denn das kommt auf dich zu: Menschen, die es nicht verstehen möchten, egal wie gut du deine Sache machst. Da brauchst du verdammt viel Selbstbewusstsein.

Was hier die Kommentare zu deinem Beziehungsstatus angehen: 
Toxische Beziehung hin oder her, wir waren nicht dabei und wissen nichts über weitere Hintergründe, ich urteile also nicht darüber.
Du sagst du bist glücklich ohne Partner. Das ist eine Einstellung, die ich, sollte sie stimmen, als sehr gesund empfinde. Du genügst dir, du bist glücklich und unabhängig und hast nicht das Bedürfnis nach einem Partner. Super, warum denn nicht? Das können viele Menschen nicht und ich finde du solltest nicht nur nach einem Partner suchen, damit er Papa für dein Kind sein kann. Das wird nicht klappen, Stress vorprogrammiert, es endet im Desaster, GERADE für das Kind! Beziehung ist Beziehung und Kindererziehung ist Kindererziehung, einige können es miteinander vereinbaren, andere nicht. Wenn du es nicht fühlst, dann ist es eben so und es ist ok! Auch dein Kinderwunsch ist normal. Und es ist wahr: Ab 30 wird das mit der künstlichen Befruchtung immer schwieriger, da im Laufe der 30er immer weniger befruchtbare Eizellen gebildet werden, ich denke dass du dich da schon gut informiert hast. 

Es ist Fakt, dass das Kind nur ein Elternteil hat, das vielleicht morgen tot umfällt und es ist auch Fakt, dass es anstrengend ist, gerade alleine. Es sagt aber nichts über deine Mutterqualität aus und es kann ebenso sein dass du es trotzdem super hinbekommst und dein Kind, genauso wie ein Adoptivkind, von dir frühzeitig aufgeklärt wird und es hinnimmt. Schlussendlich musst du entscheiden. Was das Alter betrifft finde ich persönlich (das ist meine Meinung), sollte man als Singlemutter früher anfangen, da das Kind gerade dann dich noch lange im gesunden Zustand braucht. Es wird mit dem Alter auch nicht leichter. Warum sollst du jetzt bis 40 warten, vielleicht keinen Partner finden und dann noch schnell ein Kind bekommen, das seine Mutter 30 Jahre später ins Seniorenheim verfrachten muss und eventuell nicht mal mehr die Chance auf ein Geschwisterchen bekommt? 

Wie gesagt, ich sehe das Problem hier nicht in deinem Vorhaben, sondern darin, dass die Gesellschaft offensichtlich nicht bereit dazu ist es zu tolerieren. Entscheide nach DEINEM Bauchgefühl und liege nicht irgendwann unerfüllt im Sterbebett, weil dir 3 Frauen gesagt haben dass du es lassen sollst. Das entscheidest einzig und alleine DU. 

Viel Glück :*





 

Hallo,

grundsätzlich kann ich dir schon irgendwie zustimmen. Es geht aber hier glaube ich nicht in erster Linie darum, ob eine Single-Mutter gesellschaftlich akzeptiert wird oder nicht. Ich denke durchaus, dass man das als Frau auch alleine hinbekommt. Aber die Frage-Stellerin möchte sich kein neues Auto anschaffen, sondern ein Kind bekommen. Das ist eine Entscheidung, die gut durchdacht werden muss. (Übrigens auch bei hetero Paaren). Im Grunde kann sie den Weg der Samenspende gehen, wenn es für sie nach ausreichender Überlegung die richtige Entscheidung ist. Da sie dieses Thema aber in einem Internet-Forum anspricht, scheint sie sich jedoch noch nicht ganz sicher zu sein. Andernfalls würde sie kaum Fremde Menschen nach deren Meinung fragen. Ich wollte mit meinem ersten Kommentar nur ausdrücken, dass sie vielleicht etwas tun könnte, was sie in ein paar Jahren bereut. Auch, wenn sie sich selbst "genug" ist, vielleicht tritt früher oder später jemand in ihr Leben. Ich denke irgendwann sehnt sich jeder Mensch nach Partnerschaft und Zuneigung.
Letztendlich ist es aber deine Entscheidung, liebe Frage-Stellerin. Du solltest natürlich nicht verzichten, nur weil das fremde Frauen im Internet sagen. Keinesfalls. Wenn es dein Wunsch ist, dann komme ihm
nach. Wenn du aber unsicher bist (was ich aufgrund deiner Frage hier im Forum vermute), dann gib dir und der Entscheidung noch etwas Zeit. Eine Samenspende kann man auch mit Anfang 30 sicher erfolgreich umsetzen.
Liebe Grüße.

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