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Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne

17. Dezember 2013 um 0:13 Letzte Antwort: 4. Januar 2014 um 22:41

Heute möchte ich von meinem SSA mit Mifegyne berichten. Dieser war vor einer Woche, rechnerisch war ich in der Woche 7+1, tatsächlich in 6+1. Kurz zu mir: Ich bin 23, am Ende der Ausbildung zur Erzieherin, den "Vater" hatte ich das 3. Mal gesehen, als ich schwanger wurde. Ich habe mir die Entscheidung gegen das Kind wirklich nicht leicht gemacht. Bis zur letzten Sekunde habe ich auf ein Zeichen des Himmels gewartet, das mir den richtigen Weg weisen würde. Aber dann nahm ich die Pille. Ich wusste, dass, egal, welche Entscheidung ich treffen würde, es immer die falsche sein würde: Entweder entscheide ich mich gegen das Leben meines Kindes oder gegen mein eigenes. Ich weiß, dass ich ein Kind hätte großziehen können, ich hätte auch Unterstützung gehabt, dennoch, es ist doch auch MEIN Leben, ich habe noch Träume, Pläne... Und zum Schluss... Der "Vater" wollte das Kind, aber als ich ihm sagte, ich würde es kriegen und ihm geben, machte er einen Rückzieher.
Ich hatte am Dienstag den ersten Termin zur Einnahme der ersten drei Tabletten. Ich war ganz alleine, wie gesagt, ich war mir nicht sicher, ob ich das Richtige tue. Ich weinte sehr viel und fragte die Ärztin nochmals, ob das Kind leiden würde. Als sie verneinte, atmete ich tief ein, verabschiedete mich von meinem Kind in Gedanken und nahm die Tabletten. Ich durfte nach Hause gehen. Auf dem Weg nach Hause setzte die Wirkung ein, mir wurde übel, so übel, dass ich dachte, ich müsste in die Straßenbahn kotzen. Aber irgendwie schaffte ich es, den Weg hinter mich zu bringen. Dann lag ich da, bereute, wollte es rückgängig machen, wollte die Tabletten auskotzen... Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, ich war nur am Heulen, redete mir ein, wie ich merkte, dass mein Kind in mir stirbt, dass ich ein schlechter Mensch sei, verdammt, bis in alle Ewigkeit in der Hölle zu schmoren. Ich weinte um mein Kind, ich weinte, weil ich mir selbst nicht zugetraut hätte, diesen Schritt zu gehen, betete... Die Übelkeit wurde schlimmer. Schließlich schlief ich vor lauter Erschöpfung ein. Als ich aufwachte, begann das Gleiche von vorne. Und immer wieder fühlte ich mich einsam und verlassen von der Welt. Niemand rief auch nur an, um sich nach mir zu erkundigen, außer meinem "Freund", der der Vater des Kindes hätte werden sollen, aber ich wollte nicht mit ihm sprechen - aus verschiedenen Gründen. Dann abends endlich rief mich meine Oma an, dann meine Mutter. Ich konnte nur schreien und wieder heulen, heulen, heulen - ich dachte, ich breche zusammen. Aber irgendwie schaffte ich es, mich zu beruhigen und dann klingelte es und mein Freund stand in der Tür (ich nenne ihn der Einfachheit halber jetzt einfach so). Er kam extra aus Berlin, um mich aufzufangen. Das erste Mal hatte er etwas richtig gemacht. Der nächste Tag verging, er kümmerte sich um mich, aber ich konnte die meiste Zeit nur rumliegen, mir war schwindelig und schlecht und mir grauste vor dem nächsten Tag. Früh um 8 am Donnerstag musste ich den anderen Wirkstoff in Tablettenform einnehmen. Wieder allein, denn zu meiner großen Enttäuschung wäre mein Freund nicht mal von alleine aufgestanden, um mich zu verabschieden, wenn ich ihn nicht darauf hingewiesen hätte... Die Schwester führte mich in der Praxis in einen Ruheraum, zeigte mir die Toilette und übergab mir mit dem Hinweis, dass ich nicht so viel liegen, sondern rumlaufen solle, zwei Tabletten. Bevor ich sie genommen hatte, war die Schwester schon aus dem Zimmer. Etwa 20 Minuten später fing die Wirkung an. Es fühlte sich an wie leichte Regelschmerzen, übel war mir sowieso noch. Nach weiteren 10 Minuten verstärkte sich die Übelkeit ins unermessliche, ich musste mich hinlegen, ich hätte nicht stehen können, sonst hätte ich mich übergeben. Die Schmerzen im Unterleib wurden nahezu unerträglich. Wenn es mir nur nicht so zum Kotzen gegangen wäre, wäre ich vielleicht zur Schwester gegangen, um sie zu bitten, mir eine Schmerztablette zu geben. Aber es ging nicht und es kam auch niemand, um nach mir zu sehen. Nach 1,5 Stunden konnte ich aufstehen, ich lief rum und die Blutungen setzen ein, erst schwach, dann stärker, es kamen "Fetzen" von Schleimhaut. Ich wusste ja nicht, was mich noch erwartete. Ich ging auf Toilette und wieder ins Zimmer, das ging ein paar Mal so, die Blutung wurde immer stärker, dann setzen soetwas wie Wehen ein und mit einem Schlag landete etwas in der Binde. Ich wusste in dem Moment, dass es mein Kind war. Ich ging auf Toilette und guckte es mir an. Es kam bei mir mit einem Mal heraus: Ein bisschen Schleimhaut, Plazentagewebe, das optisch an einen Schwamm erinnerte und mein Kind in der Fruchtblase. Es war winzig, vielleicht knapp 1cm groß, wie eine kleine Bohne. Ich guckte es mir an und ich konnte es kaum realisieren. Ich packte es ein, denn unter keinen Umständen wollte ich es ins Klo spülen! Denn, auch wenn ich es nicht behalten konnte, ich liebte es trotzdem. Als nächstes ging ich zur Schwester und sagte ihr, dass ich es gesehen hätte und alles raus wäre, aber ich zeigte es ihr natürlich nicht. Ich musste mich ins Wartezimmer zu all den glücklichen schwangeren Paaren setzen. Ich hatte Schmerzen, aber es war auszuhalten, nur, das ganze Blut... Eine halbe Stunde später machte die Schwester einen Ultraschall durch die Bauchdecke und stellte fest, dass es wohl ganz gut aussehe. Aber ich musste noch warten, der Arzt würde noch einen Ultraschall machen (vaginal). Also wieder ins Wartezimmer... Eine Stunde später kam der Arzt, er war, wie die Schwester auch, nicht besonders nett, aber was soll man in so einer Situation tun... Ich musste auf den Stuhl, er stellte fest, dass alles sehr gut aussehe und drückte mir sehr kräftig auf den Bauch, aus mir kam ungefähr noch ein Liter Blut gespritzt. Dann verpasste mir die Krankenschwester noch eine Spritze und ich durfte gehen. Ich blutete wie eine abgestochene Sau den ganzen Donnerstag und Freitag lang und die Schmerzen waren stark. Aber es ging ohne Schmerzmittel, die Wärmflasche hat schon etwas geholfen. Seit Samstag wurden die Blutungen schwächer, jetzt, am Montag, sind sie leicht bis "normal" und ich kann auch wieder etwas zu Essen zu mir nehmen. Am Freitag "beerdigte" ich mein Kind, verabschiedete mich, wünschte ihm alles Gute. Ich habe ihm gesagt, dass es wiederkommen soll, vielleicht in 2/3 Jahren und ich es dann herzlich Willkommen heißen werde und immer alles für es/ oder sein Geschwisterchen tun werde. Es war die richtige Entscheidung, das weiß ich jetzt. Aber natürlich bin ich traurig und ich werde dieses Ereignis mein ganzes Leben lang nicht vergessen können, den Anblick, alles... Ich bin auch froh, den Abbruch miterlebt zu haben durch Mifegyne und das andere Mittel. Die Schmerzen und alles waren stark, aber auszuhalten und ein bisschen Leid und Schmerz kann man schon ertragen... Ich kann einen medikamentösen Abbruch empfehlen, aber noch Mal möchte ich keinen hinter mich bringen.
Ich danke euch, wenn ihr meinen schier endlos langen Bericht bis hier hin gelesen habt, ich hoffe, ich konnte euch vielleicht etwas helfen. Bitte verurteilt keine Frau, die ihre Schwangerschaft abbricht, niemand macht es sich leicht und ein Abbruch ist keinesfalls die einfachere Variante.

Liebe Grüße
Lakritze

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17. Dezember 2013 um 8:05

Darf
"Bitte verurteilt keine Frau, die ihre Schwangerschaft abbricht,"

man wenigstens Fahnenflüchtige, die die Niederlage mit verursacht haben, verurteilen?

"Der "Vater" wollte das Kind, aber als ich ihm sagte, ich würde es kriegen und ihm geben, machte er einen Rückzieher."



Bezüglich "Zeichen des Himmels"
"Bis zur letzten Sekunde habe ich auf ein Zeichen des Himmels gewartet, das mir den richtigen Weg weisen würde."
"den "Vater" hatte ich das 3. Mal gesehen, als ich schwanger wurde."
wenn du darunter auch die Bibel akzeptierst, dann gibts da wenigstens Zeichen, die sagen, dass die Reihenfolge nicht "erst Sex, dann feste Beziehung" sein sollte, sondern eher dem zu entsprechen hat, was mit "erst feste Beziehung, dann Sex" umschrieben werden könnte.

Ferner, falls du dich leider wieder in so einer Situation finden solltest, könnte man das 5. (bzw. das 6. je nach Zählweise) von den 10 als "Zeichen des Himmels" ansehen, was relevant wäre.

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17. Dezember 2013 um 10:12

Sorry aber
das ist wieder so typisch MANN.....

"Ich will haben!!".
"Gut, du übernimmst die Verantwortung."
" Oh nee so will ich das nciht, mach selber!"

ICh hoffe sehr für dich das da jetzt Exfreund stehen müsste.... so ein unnützer Kerl.

Zwischenzeitig hatte und habe ich meine ZWeifel an dem Ablauf. Weder bei einer Menstruation noch Entbindung oder einem Abort sorgt "auf den BAuch drücken" für Blutströme..... Die Gebärmutter ist so gut geschützt das man da nicht einfach mit dem Finger und Druck tatsächliche Bewegung reinbringen könnte (wenn sie noch so klein ist).

Aber ich will mich da auch nciht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Da klingen mehrere Dinge komisch aber ich saß ja nciht dabei...

Warst du in einem Krankenhaus?

Ich hoffe das für dich irgendwann ein richtiger MANN kommt und du mit ihm Kinder haben kannst. Den Gedanken das das Kind gerne zurück kommen kann finde ich sehr schön und sicher für viele auch wirklich tröstend.

Alles Gute dir!

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20. Dezember 2013 um 22:07

Warum nicht zur Adoption freigeben?
Also ich kann verstehen, dass es schwer ist sich dafür zu entscheiden. Aber wer gibt dir überhaupt das Recht, dass du darüber entscheiden darfst?
Wer Sex hat muss doch auch die Konsequenzen tragen oder nicht?
Jetzt regen sich vllt manche auf, aber was spricht denn dagegen, das Kind auszutragen und dann zur Adotpion freizugeben? So kannst du die Ausbildung beenden, tötest keinen werdenden Menschen und ein anderes kinderloses Paar bekommt das größte Geschenk überhaupt!
Und wer weiß, vllt hättest du bis zur Geburt doch entschieden, es zu behalten.
Sorry, aber man muss nicht abtreiben, man kann es zur Adoption geben. Stell dir vor, deine Mutter hätte abgetrieben.
Das ist jetzt meine Meinung, ich versuche echt, dich nicht zu verurteilen, denn dazu habe ich kein Recht, und du wirst die Konsequenzen tragen.
Wenn man sich schon so schwer tut und kaum dazu überwinden kann, mss doch die Adoption ein akzeptabler Ausweg sein!
Trotzdem wünsche ich dir, dass du es verarbeiten kannst. Vor allem als Erzieherin hat man doch die Liebe zu Kindern.

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20. Dezember 2013 um 23:20
In Antwort auf misha_12527194

Warum nicht zur Adoption freigeben?
Also ich kann verstehen, dass es schwer ist sich dafür zu entscheiden. Aber wer gibt dir überhaupt das Recht, dass du darüber entscheiden darfst?
Wer Sex hat muss doch auch die Konsequenzen tragen oder nicht?
Jetzt regen sich vllt manche auf, aber was spricht denn dagegen, das Kind auszutragen und dann zur Adotpion freizugeben? So kannst du die Ausbildung beenden, tötest keinen werdenden Menschen und ein anderes kinderloses Paar bekommt das größte Geschenk überhaupt!
Und wer weiß, vllt hättest du bis zur Geburt doch entschieden, es zu behalten.
Sorry, aber man muss nicht abtreiben, man kann es zur Adoption geben. Stell dir vor, deine Mutter hätte abgetrieben.
Das ist jetzt meine Meinung, ich versuche echt, dich nicht zu verurteilen, denn dazu habe ich kein Recht, und du wirst die Konsequenzen tragen.
Wenn man sich schon so schwer tut und kaum dazu überwinden kann, mss doch die Adoption ein akzeptabler Ausweg sein!
Trotzdem wünsche ich dir, dass du es verarbeiten kannst. Vor allem als Erzieherin hat man doch die Liebe zu Kindern.

Troxkene olle auf Beutezug
Oder was soll das spaming?

was können wir für deine körperlichen Defizite?

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20. Dezember 2013 um 23:30
In Antwort auf misha_12527194

Warum nicht zur Adoption freigeben?
Also ich kann verstehen, dass es schwer ist sich dafür zu entscheiden. Aber wer gibt dir überhaupt das Recht, dass du darüber entscheiden darfst?
Wer Sex hat muss doch auch die Konsequenzen tragen oder nicht?
Jetzt regen sich vllt manche auf, aber was spricht denn dagegen, das Kind auszutragen und dann zur Adotpion freizugeben? So kannst du die Ausbildung beenden, tötest keinen werdenden Menschen und ein anderes kinderloses Paar bekommt das größte Geschenk überhaupt!
Und wer weiß, vllt hättest du bis zur Geburt doch entschieden, es zu behalten.
Sorry, aber man muss nicht abtreiben, man kann es zur Adoption geben. Stell dir vor, deine Mutter hätte abgetrieben.
Das ist jetzt meine Meinung, ich versuche echt, dich nicht zu verurteilen, denn dazu habe ich kein Recht, und du wirst die Konsequenzen tragen.
Wenn man sich schon so schwer tut und kaum dazu überwinden kann, mss doch die Adoption ein akzeptabler Ausweg sein!
Trotzdem wünsche ich dir, dass du es verarbeiten kannst. Vor allem als Erzieherin hat man doch die Liebe zu Kindern.

Wuschelpurzel
Hast du schon mal ein Kind zur Adoption freigegeben? Oder warum redest du so locker-flockig von Adoption, als würde man ein Kleidungsstück bei Ebay verkaufen wollen?! Eine Geburt ist ein sehr emotionales Ereignis, einfach mal so bekommen und weggeben, weil man nicht in der Lage ist es zu behalten, ist keine einfache Sache und kann großes emotionales Leid bedeuten.

Ich würde niemals ein Kind bekommen, um es dann wegzugeben. Und mich interessieren auch nicht die ungewollt kinderlosen Paare, denen ich damit ein "Geschenk" machen würde. Kinder sind keine Geschenke, ebenso wenig wie Tiere. Wenn ich ein Kind bekomme, behalte ich es auch. Kann ich es nicht behalten, bekomme ich es auch nicht.

Wer mir das Recht dazu gibt? Ich, denn es ist mein Körper, mein Leben. Kinder sind auch keine Strafen oder Konsequenzen, die es auszubaden gilt.

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21. Dezember 2013 um 0:07
In Antwort auf fusselbine

Wuschelpurzel
Hast du schon mal ein Kind zur Adoption freigegeben? Oder warum redest du so locker-flockig von Adoption, als würde man ein Kleidungsstück bei Ebay verkaufen wollen?! Eine Geburt ist ein sehr emotionales Ereignis, einfach mal so bekommen und weggeben, weil man nicht in der Lage ist es zu behalten, ist keine einfache Sache und kann großes emotionales Leid bedeuten.

Ich würde niemals ein Kind bekommen, um es dann wegzugeben. Und mich interessieren auch nicht die ungewollt kinderlosen Paare, denen ich damit ein "Geschenk" machen würde. Kinder sind keine Geschenke, ebenso wenig wie Tiere. Wenn ich ein Kind bekomme, behalte ich es auch. Kann ich es nicht behalten, bekomme ich es auch nicht.

Wer mir das Recht dazu gibt? Ich, denn es ist mein Körper, mein Leben. Kinder sind auch keine Strafen oder Konsequenzen, die es auszubaden gilt.

Kinder sind das größte Geschenk und Wunder überhaupt
Eine Abtreibung bedeutet auch emontionales Leid!
Und wer es nach der Geburt nicht hergeben will - gut umso besser!
Ich habe nie behauptet, dass Kinder Konsequenzen sind, die man ausbaden muss. Daher kann man sie abgeben.
Man kann sie auch zu Pflegeeltern und Kontakt mir ihnen haben, bis man soweit ist, sie zu sich zu nehmen.
Und das mit "mein Körper, mein Leben", da haben wir halt unterschiedliche Meinungen! Das Baby ist aber nicht mein Eigentum über das ich entscheide.

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21. Dezember 2013 um 0:11
In Antwort auf virgie_12103539

Troxkene olle auf Beutezug
Oder was soll das spaming?

was können wir für deine körperlichen Defizite?

Ich hab doch keine Defizite!
Mir gehts gut.

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21. Dezember 2013 um 0:47
In Antwort auf misha_12527194

Kinder sind das größte Geschenk und Wunder überhaupt
Eine Abtreibung bedeutet auch emontionales Leid!
Und wer es nach der Geburt nicht hergeben will - gut umso besser!
Ich habe nie behauptet, dass Kinder Konsequenzen sind, die man ausbaden muss. Daher kann man sie abgeben.
Man kann sie auch zu Pflegeeltern und Kontakt mir ihnen haben, bis man soweit ist, sie zu sich zu nehmen.
Und das mit "mein Körper, mein Leben", da haben wir halt unterschiedliche Meinungen! Das Baby ist aber nicht mein Eigentum über das ich entscheide.

Adoption
Rein rechtlich ist ein Baby nicht das Eigentum seiner Mutter, stimmt. Allerdings entscheidest du sehr wohl über dein Baby. Von Anfang an, denn es ist zu eigenen Entscheidungen noch gar nicht fähig. Du entscheidest wo es geboren wird, welchen Namen es trägt, wie es erzogen, auf welche Schule es gehen, ob und welcher Religion es angehören wird etc. pp.

Doch, du behauptest ständig, wenn man Sex hat und schwanger wird, muss man gefälligst die Zähne zusammen beißen und es austragen. Was ist das sonst, außer Konsequenz/Strafe für Sex bzw. einen Verhütungsfehler?

Abtreibung bedeutet nicht für jede Frau Leid. Das kommt nämlich ganz auf die Frau an. Eine Frau, die partout kein Kind will, wird unter einem Abbruch auch sicher nicht leiden, sondern ihn als Befreiung, als Hilfe ansehen. Und wer keine Kinder will, der wird sie auch nicht zu Pflegeeltern geben, um sie irgendwann zu sich zu nehmen. Dennoch bleibt der Gedanke, dass da irgendwo ein Teil von einem selbst herum springt...

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21. Dezember 2013 um 23:07
In Antwort auf misha_12527194

Warum nicht zur Adoption freigeben?
Also ich kann verstehen, dass es schwer ist sich dafür zu entscheiden. Aber wer gibt dir überhaupt das Recht, dass du darüber entscheiden darfst?
Wer Sex hat muss doch auch die Konsequenzen tragen oder nicht?
Jetzt regen sich vllt manche auf, aber was spricht denn dagegen, das Kind auszutragen und dann zur Adotpion freizugeben? So kannst du die Ausbildung beenden, tötest keinen werdenden Menschen und ein anderes kinderloses Paar bekommt das größte Geschenk überhaupt!
Und wer weiß, vllt hättest du bis zur Geburt doch entschieden, es zu behalten.
Sorry, aber man muss nicht abtreiben, man kann es zur Adoption geben. Stell dir vor, deine Mutter hätte abgetrieben.
Das ist jetzt meine Meinung, ich versuche echt, dich nicht zu verurteilen, denn dazu habe ich kein Recht, und du wirst die Konsequenzen tragen.
Wenn man sich schon so schwer tut und kaum dazu überwinden kann, mss doch die Adoption ein akzeptabler Ausweg sein!
Trotzdem wünsche ich dir, dass du es verarbeiten kannst. Vor allem als Erzieherin hat man doch die Liebe zu Kindern.

Mal kurz zur Erklaerung
Der Grund, weshalb einige Frauen überhaupt eine Abtreibung in Erwägung ziehen können, ist ihre Einstellung, dass der kleine Embryo ganz zu Beginn einer Schwangerschaft noch kein Mensch ist - es kann ein Mensch werden, ist aber noch keiner!

Ich möchte jetzt an dieser Stelle auch gar nicht diskutieren, WAS es ist, nur erklären was hinter der Einstellung einiger Frauen steht.

Nämlich genau hier schließt sich der Kreis:
Wennan die Schwangerschaft früh bemerkt und man noch keinen Menschen sieht, hat sich die Adoptionsfrage schon erledigt!


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22. Dezember 2013 um 14:39
In Antwort auf fusselbine

Wuschelpurzel
Hast du schon mal ein Kind zur Adoption freigegeben? Oder warum redest du so locker-flockig von Adoption, als würde man ein Kleidungsstück bei Ebay verkaufen wollen?! Eine Geburt ist ein sehr emotionales Ereignis, einfach mal so bekommen und weggeben, weil man nicht in der Lage ist es zu behalten, ist keine einfache Sache und kann großes emotionales Leid bedeuten.

Ich würde niemals ein Kind bekommen, um es dann wegzugeben. Und mich interessieren auch nicht die ungewollt kinderlosen Paare, denen ich damit ein "Geschenk" machen würde. Kinder sind keine Geschenke, ebenso wenig wie Tiere. Wenn ich ein Kind bekomme, behalte ich es auch. Kann ich es nicht behalten, bekomme ich es auch nicht.

Wer mir das Recht dazu gibt? Ich, denn es ist mein Körper, mein Leben. Kinder sind auch keine Strafen oder Konsequenzen, die es auszubaden gilt.

Adoption als Alternative !!??
Wer/welche Frau kann eine Abtreibung vor einer Adoption bevorzugen!!?? Selbst als Mann ist dies kaum vorstellbar! Wir stehen vor der selben Entscheidung und sie ist ungewollt schwanger geworden. Wir sind beide in Panik, wissen nicht wie es weitergehen soll. Nach viel tränen haben wir beide gehofft, dass es wie bei lulakritze ein zeichen gibt. Gestern abend hatte meine Freundin nach viel Tränen starke Krämpfe und Schmierblutungen. Morgen gehen wir zum Frauenarzt, weil es heute besser geworden ist.

Ich bin völlig durcheinander. Sie hatte am Mittwoch CTG100, sehen kann man nichts und ich weiß selber nicht mehr was das beste und die richtige entscheidung ist. Mir geht es auch sehr sehr schlecht. Sie hatte schon einmal eine Fehlgeburt, die Gelbwerte sind schlecht und ich frage mich warum bei uns der Nuvoring nicht zuverlässig wirkt, obwohl sie zig Jahre vor mir nie Problem hatte, aber das ist ein anderes Thema.

Ich muss das hier einfach mal los werden und bin sehr beunruhigt zu lesen was eine Frau durchlebt und mache mir viele Gedanken und Vorwürfe was das beste ist (

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3. Januar 2014 um 20:13

...
ich bin erstmal froh, hier nicht so schlimm angefeindet zu werden... jetzt - ein paar wochen später - stelle ich fest, dass es wirklich die richtige entscheidung war! eine adoption wäre für mich nicht in frage gekommen. ich hätte es nicht weggeben können an irgendjemanden, nicht mal meiner eigenen mutter hätte ich es geben wollen. vielleicht verstehen einige das nicht, aber so ist es nun mal. ich tendiere eher zu dem, was florina911 schon geschrieben hat. ich wünsche wirklich niemandem, in so eine situation zu geraten. man kann vorher nicht 100%ig voraussagen, wie man sich verhalten wird. es ist sehr komplex.

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3. Januar 2014 um 21:25
In Antwort auf elena_12470495

...
ich bin erstmal froh, hier nicht so schlimm angefeindet zu werden... jetzt - ein paar wochen später - stelle ich fest, dass es wirklich die richtige entscheidung war! eine adoption wäre für mich nicht in frage gekommen. ich hätte es nicht weggeben können an irgendjemanden, nicht mal meiner eigenen mutter hätte ich es geben wollen. vielleicht verstehen einige das nicht, aber so ist es nun mal. ich tendiere eher zu dem, was florina911 schon geschrieben hat. ich wünsche wirklich niemandem, in so eine situation zu geraten. man kann vorher nicht 100%ig voraussagen, wie man sich verhalten wird. es ist sehr komplex.

Was ist das komplexe?
Mann stellt sich als feiger Schlappschwanz heraus, Frau fühlt sich alleine und überfordert und treibt ab. Lässt sich nicht sicher sagen, wie oft das vorkommt, aber ein paar tausend Mal pro Jahr ist schon möglich.

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3. Januar 2014 um 23:32
In Antwort auf elena_12470495

...
ich bin erstmal froh, hier nicht so schlimm angefeindet zu werden... jetzt - ein paar wochen später - stelle ich fest, dass es wirklich die richtige entscheidung war! eine adoption wäre für mich nicht in frage gekommen. ich hätte es nicht weggeben können an irgendjemanden, nicht mal meiner eigenen mutter hätte ich es geben wollen. vielleicht verstehen einige das nicht, aber so ist es nun mal. ich tendiere eher zu dem, was florina911 schon geschrieben hat. ich wünsche wirklich niemandem, in so eine situation zu geraten. man kann vorher nicht 100%ig voraussagen, wie man sich verhalten wird. es ist sehr komplex.

Richtige Entscheidung
Sowas kann man nur sagen, wenn man beide Situationen vergleichen kann und das kannst Du nicht. Du weisst nicht, wie's gewesen wäre - in 9 Monaten, einigen Jahren - wenn Du das Kind bekommen hättest. Und Du weisst auch nicht, wie Du in einigen Jahren über Deine Abtreibung denken wirst. Manche verändern sich im Laufe der Zeit und bekommen dann plötzlich Probleme mit ihrer Vergangenheit.

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4. Januar 2014 um 9:26
In Antwort auf esmi_12120735

Richtige Entscheidung
Sowas kann man nur sagen, wenn man beide Situationen vergleichen kann und das kannst Du nicht. Du weisst nicht, wie's gewesen wäre - in 9 Monaten, einigen Jahren - wenn Du das Kind bekommen hättest. Und Du weisst auch nicht, wie Du in einigen Jahren über Deine Abtreibung denken wirst. Manche verändern sich im Laufe der Zeit und bekommen dann plötzlich Probleme mit ihrer Vergangenheit.

Ja, selbiges gilt
aber auch in die andere Richtung.

Du hast zwei Kinder. Würdest Du nun ein Drittes bekommen, würdest Du auch dieses nicht mehr missen wollen und wärst überzeugt davon, alles richtig gemacht zu haben.

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4. Januar 2014 um 19:15

Richtig
ist aber eher unwahrscheinlich und das weisst Du auch.

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4. Januar 2014 um 21:24

In der Tat
eher unwahrscheinlich, dass man es bereut, ein Kind bekommen zu haben.

Ebenso wie wir ein drittes, viertes, fünftes Kind nicht bereuen würden. Aber deshalb bekommen wir nun rotzdem keine fünf Kinder!!

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4. Januar 2014 um 21:32

Doch,
ich weiß, wie ich in x jahren darüber denken werde. nämlich noch genau so. dass ich es nicht vergessen und mir vorstellen werde, wie es sein könnte, wenn ich das kind gekriegt hätte, steht auf einem anderen blatt.

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4. Januar 2014 um 22:32


Ein Arzt der bei einem medikamentösen Abbruch der Patientin auf den Bauch drückt und ein Liter Blut rausspritzt? Wo hast die Abtreibung machen lassen? In Kambodscha? Das sind ja Methode. Und auch der andere Ablauf den beschreibst ist da nicht optimal.

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4. Januar 2014 um 22:41
In Antwort auf hekla_12882460


Ein Arzt der bei einem medikamentösen Abbruch der Patientin auf den Bauch drückt und ein Liter Blut rausspritzt? Wo hast die Abtreibung machen lassen? In Kambodscha? Das sind ja Methode. Und auch der andere Ablauf den beschreibst ist da nicht optimal.

Nimm
den einen liter nicht allzu wörtlich, aber es war sehr viel blut, was da noch rauskam. ansonsten war alles so, wie ich es beschrieben habe. ich verstehe nicht, warum der hergang angezweifelt wird. was sollte es mir oder irgendjemand anders nützen, dinge zu veröffentlichen, die nicht stattgefunden haben.

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