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Schwangerschaftsabbruch- meine Geschichte

8. Februar 2010 um 7:22

Mein Schwangerschaftsabbruch ist mittlerweile 3 Monate her, der Moment in dem ich es erfahren habe 4.
Ich war zu dieser Zeit so dankbar für jeden Erfahrungsbericht, von Frauen, die in der selben Situation waren und somit möchte ich auch meine Erfahrung und meine Gedanken weitergeben, in der Hoffnung, dass sie jemandem hilfen.

Ich hab mit der Verhütungsspritze verhütet und machte mir daher keine Gedanken darüber ob oder wann ich meine Tage bekomm, ich machte den Schwangerschaftstest eigentlich nur "sicherheitshalber", da ich mich am Tag davor ganz plötzlich übergeben musste. Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühlte, als auf diesen Test nur noch schwanger stand. Es war eine einzige große Ohnmacht, Ich konnte mich nicht freuen, ich konnte nicht weinen, nichts sagen. Genauso ging es meinem Freund, der die ganze Zeit bei mir war.
Tausend Fragen und Gedanken gingen mir durch den Kopf und irgendwann konnt ich nicht mehr aufhören zu weinen.
Ich war nie ein Abtreibungsbefürworter oder Gegner, ich war immer schon der Überzeugung, dass das jede Frau für sich selbst entscheiden muss und so begann die schwierige Hürde für mich herauszufinden, was das Richtige ist.
Der erste Gedanke war: Nein du kannst es nicht behalten, du bist 20, du hast keine Ausbildung, schaffts es grad so dich selbst durch jobben über Wasser zu halten.
Und im Gegenzug dazu, dieser unglaublich schöner und erschreckender Gedanke, dass in dir Leben wächst, in dir Liebe wächst. Dein Kind. Dein Fleisch und Blut. Auch wenn du dagegen ankämpfst, fragst du dich, ob es wohl ein Junge oder ein Mädchen ist? Wie er oder sie wohl wär?
Ich hatte in meinem Leben noch nie so einen inneren Kampf, obwohl ich schon viel mit erleben musste mit meinen 20 Jahren, ich wusste nicht was ich machen sollte, wie ich mich entscheiden sollte, ich wusste nur dass ich die Entscheidung erst entgültig treffen würde, wenn ich mir absolut sicher bin, alles andere hätte mich wahrscheinlich zu einem psychischem Wrack gemacht.
Ich ließ mir 2 Tage Zeit, bis ich meinen Frauenarzt anrief, ich brauchte diese Zeit um dieses Chaos in mir ein wenig zu Ordnen. 2 weitere Tage vergingen bis zu meinem Termin. Zu diesem Zeitpunkt tendierte ich zu einem Abbruch. Doch als ich dann diesen kleinen Menschen in mir sah grade 8 Wochen alt, war ich wieder beim gleichen Chaos wie am ersten Tag. Ich versuchte trotz all der Gefühle klar zu denken, und rief bei ProFamilia an um ein Beratungstermin zu vereinbaren. Ich war total nervös, weil ich nicht wusste was mich erwartete, doch ich muss ehrlich sagen, dass es für mich eine gute Entscheidung war mit einer nichtvoreingenommenen Person zu sprechen, da du dir alles von der Seele reden kannst und du irgendwann genau spürst, was für dich die richtige Entscheidung ist. Ich erzählte dieser wirklich netten Frau ALLES, von meinen Schuldgefühlen, meiner Trauer, meiner Ohnmacht, meiner Freude, meinen Wünschen und Vorstellungen für die Zukunft. Bis es bei mir Klick machte und ich wusste, dass ich es nicht behalten möchte. Es war traurig, und so herzlos wie es sich anhören mag, doch erleichternd, denn ich spürte tief in mir, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Bei ProFamilia wurde ich über den Vorgang des Schwangerschaftsabbruchs aufgeklärt, ich bekam die Addressen der Ärzte in meiner Nähe und die Bestätigung, dass ich beraten worden bin.
Ich rief ein paar Tage darauf bei der Klinik an, für die ich mich entschieden hatte, und machte 2 Termine aus, der erste zur Aufklärung und Beratung und der 2. für den Eingriff. Es war Donnerstag, der erste Termin war für den nächsten Montag gesetzt, der 2. für Mittwoch. Am Freitag ging ich zu meiner Krankenversicherung und holte mir die Bestätigung, dass der Abbruch übernommen wird. Die nächsten Tage, verbrachte ich wie die letzten Wochen auch: In dachte sehr viel nach und fühlte in mich rein. Auch wenn ich wusste, dass es für mich die richtige Entscheidung war, weinte ich sehr viel...Die Tage vergingen und es war Montag, bei der Klinik angekommen bekam ich ein paar Zettel, die ich ausfüllen musste und nahm im Wartezimmer platz. Nach ein paar Minuten kam ich in ein Besprechungszimmer, wo ich vom Arzt empfangen wurde. Er erklärte mir den Eingriff, ich entschied mich für den medikamentöse- instrumentellen Abbruch, das heisst ich musste 24 Stunden vor dem Eingriff eine Tablette Mifegyne nehmen, womit der Schwangerschaftsabbruch eingeleitet wird. Durch diese Tablette sinkt, das Entzündungsrisiko, es wird weniger Kraft benötigt um den Gebärmutterhals zu öffnen und der Blutverlust ist geringer, als bei einem rein intrumentelle Eingriff.
Am Tag des Schwangerschaftsabbruchs musste ich nach meiner Ankunft noch kurz im Wartezimmer platz nehmen, danach brachte mich die Helferin in einen raum in dem ich mich umziehen konnte. Daraufhin brachte sie mich in den Ruheraum, zeigte mir mein Bett auf dem ich noch kurz platz nahm, bis ich auch schon "abgeholt" wurde. Ich legte mich auf diesen Tisch, eine Mischung aus OP- Tisch und Frauenarztstuhl. Die Anästhesistin redete sanft auch mich ein, da ich so nervös war und die ganze zeit zitterte und das Narkosemittel machte den Rest. Mein Freund war im OP bei mir und hielt meine Hand, bis ich einschlief, ich bin unglaublich dankbar, dass ich in diesem Moment, nicht alleine war. Vom Eingriff selbst bekam ich gar nichts mit, irgendwann bin ich im Bett wach geworden, bekam etwas zu essen und zu trinken während ich langsam aber sicher wieder bei vollem Verstand war. Nach ca. einer Stunde durfte ich mich anziehen, der Arzt machte noch ein Ultraschall
zur Kontrolle. und dann wurde ich endlich entlassen. Die ersten paar Tage ging es mir psychisch wirklich schlecht, ich fühlte mich leer und machte mir Vorwürfe, doch mit jedem Tag, der verging ging es mir besser und heute steh ich an dem Punkt ,wo ich sagen kann, dass ich das richtige gemacht habe und es nicht bereue.
So wiedersprüchlich sich das nach einem Abbruch anhören mag, aber ich wünsche mir für mein Kind nur das Beste, eine sorglose Kindheit, ein gesichertes Zuhause, Liebe, Glück, keine Geldprobleme und Eltern, die glücklich sind über den Weg den sie gegangen sind. Ich denke jeden Tag mit Liebe an dieses kleine Wesen und hoffe dass es mir verzeiht, doch ich hätte ihm nichts von allem bieten können, was ich mir für mein Kind wünsche, außer Liebe.

Ich wünsche allen die, das gleiche durchleben, viel Kraft.



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8. Februar 2010 um 8:08

Hallo
was für ein schöner wenn auch ein wenig trauriger jedoch sehr ehrlicher bericht.

es bestätigt mich in dem was ich erst gestern geschrieben habe, nämlich dass es für die Frauen kein spaziergang ist auch wenn es einige hier so verstehen nur weil frauen sich erdreisten zu schreiben" es geht mir dennoch gut, es war die richtige entscheidung nun kann ich weiterleben. "

ich hoffe diejenige liest diesen bericht hier auch, hier steht "ich bereue es nicht," wenn man diesen satz aus dem Zusammenhang reißt entssteht ein völlig falsches Bild, deshalb immer das Ganze sehen, alles hat zwei seiten.

das ging an Madamevintage , vlt liest sie ja deinen Bericht, dir wünsche ich viel Kraft und dass du bald eine Ausbildung machen kannst.

glg

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22. August 2010 um 12:02

Mein Schwangerschaftsabbruch ist jetzt 1 Jahr und 1 Monat her
.. und nach wie vor bin ich völlig verunsichert, was ich da getan hab !
So wie Du, habe ich mir tausend Gedanken gemacht und wußte bis zum Schluß einfach nicht, was richtig und was falsch ist!
Als ich erfahren hab, das ich schwanger bin ist in mir eine Welt zusammengebrochen! Ich war früher immer der Auffassung dass wenn soetwas mal passieren sollte, ich das auch allein gut hinbekomme. Aber wenns dann soweit ist, überwiegt die Angst vor der Zukunft! Der Vater des Babys ist verheiratet und hat bereits 2 süsse Kinder! Trotzdem hat er mir seine Unterstützung in alle Richtungen zugesagt. Er wollte wirklich für mich da sein und mir helfen. Aber meine Unsicherheit war damit einfach nicht aus dem Weg geräumt! Ich hatte Angst!! Meine Gefühle und Gedanken sind Achterbahn gefahren. Wußte nicht was ich tun soll, was ist richtig, was ist falsch.....Ich war bis zum Schluss, bis ich in den OP gefahren wurde, nicht sicher was ich tun soll ! Ich wußte nur, das ich meinem Kind mal eine schöne Kindheit ermöglichen möchte und es in meiner Situation nicht möglich war das zu realisieren. Ich hätte ihm auch nichts bieten können. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht an den kleinen Schatz denke und weine. Ich hoffe sehr, das mir eines Tage verziehen werden kann, das ich mich so entschieden habe! Es war alles andere als eine leichte Entscheidung und es wird mich mein ganzes Leben begleiten und ich werde niemals sicher sein, dass das die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich weiß nur, das es mit dem Eingriff noch lange nicht vorbei ist ! Diese Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilen kann!

Wünsche ebenfalls allen, die so eine Entscheidung für ihr Leben treffen müssen, viel Kraft und die Liebe ihrer Angehörigen.

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22. August 2010 um 21:43
In Antwort auf tirzah_12884830

Mein Schwangerschaftsabbruch ist jetzt 1 Jahr und 1 Monat her
.. und nach wie vor bin ich völlig verunsichert, was ich da getan hab !
So wie Du, habe ich mir tausend Gedanken gemacht und wußte bis zum Schluß einfach nicht, was richtig und was falsch ist!
Als ich erfahren hab, das ich schwanger bin ist in mir eine Welt zusammengebrochen! Ich war früher immer der Auffassung dass wenn soetwas mal passieren sollte, ich das auch allein gut hinbekomme. Aber wenns dann soweit ist, überwiegt die Angst vor der Zukunft! Der Vater des Babys ist verheiratet und hat bereits 2 süsse Kinder! Trotzdem hat er mir seine Unterstützung in alle Richtungen zugesagt. Er wollte wirklich für mich da sein und mir helfen. Aber meine Unsicherheit war damit einfach nicht aus dem Weg geräumt! Ich hatte Angst!! Meine Gefühle und Gedanken sind Achterbahn gefahren. Wußte nicht was ich tun soll, was ist richtig, was ist falsch.....Ich war bis zum Schluss, bis ich in den OP gefahren wurde, nicht sicher was ich tun soll ! Ich wußte nur, das ich meinem Kind mal eine schöne Kindheit ermöglichen möchte und es in meiner Situation nicht möglich war das zu realisieren. Ich hätte ihm auch nichts bieten können. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht an den kleinen Schatz denke und weine. Ich hoffe sehr, das mir eines Tage verziehen werden kann, das ich mich so entschieden habe! Es war alles andere als eine leichte Entscheidung und es wird mich mein ganzes Leben begleiten und ich werde niemals sicher sein, dass das die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich weiß nur, das es mit dem Eingriff noch lange nicht vorbei ist ! Diese Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilen kann!

Wünsche ebenfalls allen, die so eine Entscheidung für ihr Leben treffen müssen, viel Kraft und die Liebe ihrer Angehörigen.

Tady240709
Hallo Tady240709,
es macht mich traurig Deine ehrlichen Zeilen zu lesen, und zu sehen, dass Du noch so viel weinst. - Fühl Dich sanft von mir gedrückt. Es ist richtig, die Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilten kann. Aber Du kannst sie verkürzen, indem Du das Traumata des Verlustesbearbeitest. Google doch dazu unter Hilfen nach Abtreibung. Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe in Deiner Gegend dabei. Du kannst Dich aber auch gerne bei ausweg-pforzheim.de melden. Denn allein geht man ein. Denn Du stehst nicht alleine da mit Deinem Erleben und Erfahren. Ich wünsche Dir, dass Du viel Kraft für den Weg der Aufarbeitung findest, denn es ist ein lohnender Weg.
LG Itemba

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23. August 2010 um 19:33
In Antwort auf itemba

Tady240709
Hallo Tady240709,
es macht mich traurig Deine ehrlichen Zeilen zu lesen, und zu sehen, dass Du noch so viel weinst. - Fühl Dich sanft von mir gedrückt. Es ist richtig, die Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilten kann. Aber Du kannst sie verkürzen, indem Du das Traumata des Verlustesbearbeitest. Google doch dazu unter Hilfen nach Abtreibung. Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe in Deiner Gegend dabei. Du kannst Dich aber auch gerne bei ausweg-pforzheim.de melden. Denn allein geht man ein. Denn Du stehst nicht alleine da mit Deinem Erleben und Erfahren. Ich wünsche Dir, dass Du viel Kraft für den Weg der Aufarbeitung findest, denn es ist ein lohnender Weg.
LG Itemba

@ itemba
Vielen Dank für Deinen Rat!
Ich war im vergangenen Dezember schon bei ProFamilie und hab versucht dort " Hilfe " zu bekommen. Tja, die Entscheidung ist halt das eine, damit auch umgehen können das andere!
Werde Deinen Rat beherzigen und diese Seiten mal besuchen!
Noch mal, vielen Dank!
Schön, das es hier so liebe Leute gibt!

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23. August 2010 um 21:51
In Antwort auf tirzah_12884830

Mein Schwangerschaftsabbruch ist jetzt 1 Jahr und 1 Monat her
.. und nach wie vor bin ich völlig verunsichert, was ich da getan hab !
So wie Du, habe ich mir tausend Gedanken gemacht und wußte bis zum Schluß einfach nicht, was richtig und was falsch ist!
Als ich erfahren hab, das ich schwanger bin ist in mir eine Welt zusammengebrochen! Ich war früher immer der Auffassung dass wenn soetwas mal passieren sollte, ich das auch allein gut hinbekomme. Aber wenns dann soweit ist, überwiegt die Angst vor der Zukunft! Der Vater des Babys ist verheiratet und hat bereits 2 süsse Kinder! Trotzdem hat er mir seine Unterstützung in alle Richtungen zugesagt. Er wollte wirklich für mich da sein und mir helfen. Aber meine Unsicherheit war damit einfach nicht aus dem Weg geräumt! Ich hatte Angst!! Meine Gefühle und Gedanken sind Achterbahn gefahren. Wußte nicht was ich tun soll, was ist richtig, was ist falsch.....Ich war bis zum Schluss, bis ich in den OP gefahren wurde, nicht sicher was ich tun soll ! Ich wußte nur, das ich meinem Kind mal eine schöne Kindheit ermöglichen möchte und es in meiner Situation nicht möglich war das zu realisieren. Ich hätte ihm auch nichts bieten können. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht an den kleinen Schatz denke und weine. Ich hoffe sehr, das mir eines Tage verziehen werden kann, das ich mich so entschieden habe! Es war alles andere als eine leichte Entscheidung und es wird mich mein ganzes Leben begleiten und ich werde niemals sicher sein, dass das die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich weiß nur, das es mit dem Eingriff noch lange nicht vorbei ist ! Diese Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilen kann!

Wünsche ebenfalls allen, die so eine Entscheidung für ihr Leben treffen müssen, viel Kraft und die Liebe ihrer Angehörigen.

Liebe Taty,
es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Du möchtest das vielleicht nicht hören, aber in meinen Augen bist du eine gute Mama. Du weißt für dich ganz genau, was ein Kind braucht, und hast dich daher entschieden, einen Abbruch zu machen, weil du aus deiner Sicht das nicht gewährleisten konntest. Deine Entscheidung ist nachvollziehbar, trotzdem hast du Sehnsucht nach dem Kind, das du nicht kennenlernen konntest und das du doch schon so lieb gehabt hast.

du schreibst
"Ich hoffe sehr, das mir eines Tage verziehen werden kann, das ich mich so entschieden habe!"

Wer, liebe Taty, soll dir denn verzeihen?
Ich weiß nicht ob du gläubig bist (ich bin es nicht sonderlich), aber nach dem christlichen Glauben verzeiht Gott jedem, der in von Herzen darum bittet.

Oder geht es dir darum, dass dein Kind dir verzeiht? Dann sprich mit ihm oder schreibe ihm einen Brief, lausche in dein Herz ob du spüren kannst, welche Antwort es dir geben könnte.

Vielleicht geht es aber auch darum dass du dir selbst verzeihst? Dann, auch wenn es dir komisch vorkommt, sprich mit dir selbst, im Stillen oder laut, wie du willst. Erzähle dir selbst, was du glaubst falsch gemacht zu haben, und warum du es getan hast. Du kannst dich selbst um Verzeihung bitten, und du kannst dir auch selbst vergeben, so wie du es mit einem anderen Menschen tun würdest.

Verzeihen heißt zu akzeptieren, was geschehen ist. Das bedeutet nicht, dass du es gut heißen musst- einfach nur anerkennen, dass es ist, wie es ist, und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, auch wenn es weh tut. Und anschließend alle belastenden Gefühle loszulassen - den Groll, den Selbstzweifel, die Schuldgefühle, die Vorwürfe. Du musst dich nur dazu entschließen und es dir selbst erlauben.

Das heißt nicht, dass du nie mehr an dein Kind denkst, oder dass du nicht traurig sein darfst, oder dass es dir nicht fehlt. Aber es würde dir vielleicht helfen, mit dir selbst mehr im reinen zu sein, vielleicht sogar irgendwann mal mit einem Lächeln an den kleinen Wurm zu denken, der für eine kurze Zeit deinen Weg begleitet hat und der immer in deinem Herzen ist.

Liebe Grüße!

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24. August 2010 um 13:54
In Antwort auf tirzah_12884830

Mein Schwangerschaftsabbruch ist jetzt 1 Jahr und 1 Monat her
.. und nach wie vor bin ich völlig verunsichert, was ich da getan hab !
So wie Du, habe ich mir tausend Gedanken gemacht und wußte bis zum Schluß einfach nicht, was richtig und was falsch ist!
Als ich erfahren hab, das ich schwanger bin ist in mir eine Welt zusammengebrochen! Ich war früher immer der Auffassung dass wenn soetwas mal passieren sollte, ich das auch allein gut hinbekomme. Aber wenns dann soweit ist, überwiegt die Angst vor der Zukunft! Der Vater des Babys ist verheiratet und hat bereits 2 süsse Kinder! Trotzdem hat er mir seine Unterstützung in alle Richtungen zugesagt. Er wollte wirklich für mich da sein und mir helfen. Aber meine Unsicherheit war damit einfach nicht aus dem Weg geräumt! Ich hatte Angst!! Meine Gefühle und Gedanken sind Achterbahn gefahren. Wußte nicht was ich tun soll, was ist richtig, was ist falsch.....Ich war bis zum Schluss, bis ich in den OP gefahren wurde, nicht sicher was ich tun soll ! Ich wußte nur, das ich meinem Kind mal eine schöne Kindheit ermöglichen möchte und es in meiner Situation nicht möglich war das zu realisieren. Ich hätte ihm auch nichts bieten können. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht an den kleinen Schatz denke und weine. Ich hoffe sehr, das mir eines Tage verziehen werden kann, das ich mich so entschieden habe! Es war alles andere als eine leichte Entscheidung und es wird mich mein ganzes Leben begleiten und ich werde niemals sicher sein, dass das die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich weiß nur, das es mit dem Eingriff noch lange nicht vorbei ist ! Diese Wunde braucht eine lange Zeit, bis sie verheilen kann!

Wünsche ebenfalls allen, die so eine Entscheidung für ihr Leben treffen müssen, viel Kraft und die Liebe ihrer Angehörigen.

Bei mir ist es auch 1 Jahr und 1 Monat her...
Hallo, ich habe deinen Beitrag gelsen. und mir geht es total gleich wie dir. Ich habe auch bis heute noch Schwierigkeiten damit, zu wissen ob es richtig oder falsch war... Unterstüzung von meinen Eltern hätte ich gehabt, leider die meines Freundes nicht. Das machte mir zu sehr Angst, und weil er etwas Druck gemacht hat, konnte ich nie richtig für mich entscheiden was ich jetzt genau will oder eben nicht. Bei mir vergeht auch kein tag, an dem ich nicht daran denke.

Ich habe die Abtreibung medikamentthös gemacht... das würde ich niemals wieder machen... war es schlimm es operativ zu machen? also die Beschwerden danach?

Ich wünsche dir alles Gute,

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31. August 2010 um 19:53

Danke !
Hey, ihr alle die auf meinen Eintrag (und natürlich auf die anderen Einträge) geantwortet habt !!
Habt vielen Dank!
Vielen Dank für die tröstenden, warmen Worte!
Das gibt mir viel!
Ich habe tatsächlich 1 Jahr gebraucht um zu sehen, das ich nicht allein auf der ganzen weiten Welt bin, die soetwas entscheiden und durchmachen musste! Ich habe mich so extrem allein mit meinem schmerz gefühlt. Jetzt sehe ich, das ich ganz und gar nicht allein bin, und das es so viele junge Frauen gibt, die das gleiche Schicksal teilen.

Ich wünsche allen, viel Kraft und die Liebe der Lieben und sie herum !!

Danke!

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1. September 2010 um 17:19
In Antwort auf sofiya_11916295

Hallo
was für ein schöner wenn auch ein wenig trauriger jedoch sehr ehrlicher bericht.

es bestätigt mich in dem was ich erst gestern geschrieben habe, nämlich dass es für die Frauen kein spaziergang ist auch wenn es einige hier so verstehen nur weil frauen sich erdreisten zu schreiben" es geht mir dennoch gut, es war die richtige entscheidung nun kann ich weiterleben. "

ich hoffe diejenige liest diesen bericht hier auch, hier steht "ich bereue es nicht," wenn man diesen satz aus dem Zusammenhang reißt entssteht ein völlig falsches Bild, deshalb immer das Ganze sehen, alles hat zwei seiten.

das ging an Madamevintage , vlt liest sie ja deinen Bericht, dir wünsche ich viel Kraft und dass du bald eine Ausbildung machen kannst.

glg

Bei mir ist es 10 Monate Her
Ich war in der 6 woche wo ich es erfahren habe.
ich war recht schockiert.
Dann war ich ganz weg vom Fenster als ich von mein Kardiologen noch gesagt bekommen habe das ich es nicht haben durfte (wegen meinem Herzen)
Nur da ich wusste das das nicht haben durfte wollte ich es so schnell hintermir bringen.
Ich ging zu beratungsgespräch.
Dan nach den termin in der klinik.
Da hat sich herrausgestell das sie es bei mir nicht machen weil sie nicht so herzspizialisten hatten die neben bei auch überwachen das bei mir nichts schief läuft.
Dann hab ich nen termin in einer Anderen klinik bekommen. Die hatten ärzte da die auch wärend den abbruchs auf mich achten.
Da hatte ich mein Termin zur besprechung. Und der arzt hat herrausgestellt das mein Baby schon tod sei.
Am nächstentag haben sie es mir entfährnt.
Anfang wollte ich es hinter mir haben.
alls alles passiert war. hab ich noch nicht so realisiert was war.
Am nächsten tag hatte ich schon leichte schmerzen und musste auch die ganze zeot weinen. Weil ich mich richtig mies gefühlt habe.
Bis jetzt hab ich immer noch angst wieder schwanger zusein obwohl ich Verhüte

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