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Schwangerschaftsabbruch gewollt aber verzweifelt.

28. Oktober 2015 um 18:56 Letzte Antwort: 14. November 2015 um 12:42

Ich hatte letzten Freitag einen Operativen Abbruch ich war in der 9.ten Ssw.
Der Abbruch war gewollt da ich mich selber noch nicht dafür bereit gefühlt habe und ich auch ein ordentliches geregeltes Leben für das Kind haben möchte und ihm später auch etwas bieten möchte was ich jetzt noch nicht kann ich wohne alleine bzw bin mit meinem Freund zusammen gezogen im Mai und das heißt auch finanziell ist ein Kind viel zu groß da ich auch noch in der Ausbildung bin , daher war es die richtige Entscheidung.
Doch ich bin nach der Narkose aufgewacht und habe geweint. Mir ist zur zeit nicht nach lustig sein ich hab so ein bedrückendes Gefühl, bin nicht gut aber auch nicht schlecht gelaunt doch irgendwie wird es nicht besser. Ich weis nicht ob ich es jetzt bereue und bin nur noch traurig und schlecht drauf. Mir ist zum weinen zu Mute ich bin sehr nachdenklich und nicht glücklich. Ich weis nicht warum. Bereue ich es oder hat das irgendwas mit den Hormonen zu tun.? Oder habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich ein Leben nicht zum Leben bringen konnte.? Ging es noch jemanden so nach einem Abbruch.? Ich weis nicht wo ich das alles hin ordnen soll und fühle mich hilflos.

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28. Oktober 2015 um 20:36

Letzten Freitag
ist noch nicht lange her. Und jetzt bist Du unterschiedlchsten Gefühlen ausgesetzt was Dich hilfols macht. Du stehst mit Deiner Erfahrung nicht alleine da. Denn die logischen Argumnte des Verstandes zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut.
Vielleicht tut es Dir gut, die Abtreibung und was dazu geführt hat aufzuarbeiten. Dies ist kein leichter, aber ein lohnender Weg.
VLG Yankho

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28. Oktober 2015 um 21:51

Ich kann deine Verzweiflung verstehen im Endeffekt wirst du nie herauszufinden ob es das richtige war....zumindest geht es mir so... Nächste Woche ist es jetzt ein Jahr her das ich mich für einen Abbruch entschieden habe, nach langem hadern...und erst jetzt kann ich darüber überhaupt richtig nachdenken. Ich hab jetzt ein Jahr damit verbracht es zu verdrängen, hab mit niemandem darüber gesprochen, nur er weiß das es überhaupt passiert ist aber darüber gesprochen haben wir nie. Ich hatte schon mal einen Abbruch, 2009. Da hab ichs meiner Schwester und einer Freundin erzählt, weil ich Angst vor der Nachblutung hatte. Diesmal wollte ich alles alleine hinkriegen, vorallem weil mir meine Schwester viele Vorwürfe gemacht hat und unbedingt wollte das ich es behalte. Beide male war ich in keiner festen Beziehung. Alles was ich je wollte war eine richtige Familie... Die Trauer vergeht irgendwann...aber ob es richtig war...Keine Ahnung... Nicht darüber nachdenken klappt nur ne weile. Nach dem ersten Abbruch hatte ich ein halbes Jahr lang Phantomschmerzen, jeder Gynäkologe bei dem ich war sagte, psychosomatisch. Ich weiß immer noch nicht wie ich damit umgehen soll, nicht mit den Schmerzen, mit meinen Gefühlen und meinen Gedanken

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31. Oktober 2015 um 18:57

Nach einer geburt
hat man den Baby Blues.. die Hormone ändern sich schlagartig.. ich hab ca. 4 Tage nach meiner Entbindung geheult obwohl alles super war.. war total anhänglich.. und irgendwie hab ich mich nicht mehr wohl gefühlt in meinem Körper.. ich wusste auch nicht wohin mit meinem Gefühlen. Vielleicht passiert bei einem Ss Abbruch ja das gleiche? Mir gings dann nach weiteren 4,5 Tagen wieder gut. Ich hoffe für dich das es nur an den Hormonen liegt. Alles Gute

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12. November 2015 um 20:56

Kenn ich..
Bei mir ist es knapp 4 Jahre her, dass ich eine Abtreibung hatte. Und ich leide immer noch unter Depressionen. Such die professionelle Hilfe, wenn es in den nächsten nicht weg geht!

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14. November 2015 um 12:42

Als ich nach der Narkose einer einfachen
kleinen Operation aufgewacht bin hab ich auch geweint. 20 Minuten später hatte ich brüllenden Hunger und 3 Stunden später wär ich am liebsten Joggen gegangen und nach 6 Stunden wollte ich nur noch schlafen. Wenn man diese emotionalen Nebenwirkungen, die schlicht durch die Narkosemittel und die Prämedikation dann noch mit dem entgleisten Hormonhaushalt einer Schwangerschaft/Geburt/Fehlgeburt kombiniert würde ich mir erstmal keine Gedanken machen.

Wobei ich nach meiner Abtreibung einfach nur froh und erleichtert war und schon 3 Wochen später keinen Gedanken mehr daran verschwendet habe. Es war einfach ein gelöstes Problem für mich, denn nichts anderes ist ein gewollter Schwangerschaftsabbruch...eine Möglichkeit ein Problem zu lösen. Man trauert ja auch nicht jedem nicht befruchteten (oder befruchteten...falls durch die Verhütung einfach nur die Nidation verhindert wird) hinter her, welches mit der Menstruation ausgeschieden wird.

Und Frauen die noch x Embryonen irgendwo tiefgekühlt rumliegen haben machen sich auch keinen Kopf und lassen sie ggf. vernichten, wenn eine Schwangerschaft erfolgreich war.

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