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Schwangerschaftsabbruch

10. März 2018 um 3:05 Letzte Antwort: 12. März 2018 um 13:05

In 3 Tagen wird bei mir eine operative Abtreibung durchgeführt und bin unbeschreiblich verzweifelt.
ich habe es erst Ende der 8. SSWoche erfahren, dass ich schwanger bin und bin sofort in durchgedreht. Bin 19, wollte nächstes Jahr maturieren, mein Freund hat gerade zum zweiten mal mit der Schule aufgehört und lebt bei seiner Oma und ich lebe bei meinen Eltern, 4 Geschwister, einer ist autistisch und hat schwere Aggressionsausbrüche, die jüngste ist erst 10 Monate.
Kurz gesagt, es war klar, dass das Kleine es schlimmer hätte lebendig, wie tot.
Das Problem ist, dass ich mich nach 2 tagen stark verändert habe und es steigert sich seitdem. 
ich kann nicht einmal daran denken, dass es mir irgendwer wegnimmt. Ich Weine die Nächte durch, kriege kaum schlaf, wenn überhaupt.
ich möchte es unbedingt beschützen, mein Freund sagt dann immer; durch eine Abtreibung kann ichs am besten beschützen. Theoretisch hat er völlig recht aber ich kann es nicht mehr anhören. Ich bin psychisch völlig am Ende. 
Wird es sich nach der Operation verändern? Mit was sollte ich rechnen?
Ich habe das Gefühl am Ende verliere ich noch den verstand. Ich würde einfach alles geben, damit ichs behalten kann. Habe aber keine andere Wahl und bin völlig alleine.

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10. März 2018 um 7:19

Dann würde ich auf keinen Fall abtreiben sondern mich über Hilfen informieren. Du kannst das Kind mit einem Jahr in eine Kita geben um zu studieren oder eine Ausbildung zu machen.  Dass das nicht einfach ist, glaube ich, aber eine Abtreibung wird dich denke ich zu sehr belasten.

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10. März 2018 um 8:34

Meine Güte, deine Ängste kann ich total nachvollziehen.😓 Es gibt Einrichtungen, die sich genau auf solche Probleme spezialisiert haben. z.B. proFamilia, oder Beratungsstellen der evangelischen Kirche. Ich glaube, es gibt immer eine Möglichkeit, auch wenn dir alles derzeit ausweglos erscheint. 

Du scheinst eine vernünftige junge Frau zu sein und du wirst deinen Weg gehen und meistern. Auch mit Baby. Wenn dich der Gedanke jetzt schon so sehr mitnimmt es zu verlieren, warte nicht mit der Beratung.

Ich drücke dir alle Daumen, dass du die für dich (!! Nicht für deine Familie! Für DICH!!) richtige Entscheidung triffst. 😗

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10. März 2018 um 8:38
In Antwort auf pustew

Dann würde ich auf keinen Fall abtreiben sondern mich über Hilfen informieren. Du kannst das Kind mit einem Jahr in eine Kita geben um zu studieren oder eine Ausbildung zu machen.  Dass das nicht einfach ist, glaube ich, aber eine Abtreibung wird dich denke ich zu sehr belasten.

Ich schließ mich an...

Lässt du es "wegmachen", wird es dich dein Leben lang mehr oder weniger quälen...und da wird dir vermutlich niemand zur Seite stehen...denn für alle Außenstehenden ist das Thema ja abgehakt. 
Lässt du es aber leben und bringst du es zur Welt, steht dir Hilfe und Unterstützung zu. Ich würde mich an deiner Stelle auch informieren, ob du dir eine eigene Bleibe suchen kannst. Du musst doch nicht für ewig bei deiner Familie wohnen bleiben, wenn es da eh schon so schwierig ist.

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10. März 2018 um 11:52
In Antwort auf cassiepath

In 3 Tagen wird bei mir eine operative Abtreibung durchgeführt und bin unbeschreiblich verzweifelt.
ich habe es erst Ende der 8. SSWoche erfahren, dass ich schwanger bin und bin sofort in durchgedreht. Bin 19, wollte nächstes Jahr maturieren, mein Freund hat gerade zum zweiten mal mit der Schule aufgehört und lebt bei seiner Oma und ich lebe bei meinen Eltern, 4 Geschwister, einer ist autistisch und hat schwere Aggressionsausbrüche, die jüngste ist erst 10 Monate.
Kurz gesagt, es war klar, dass das Kleine es schlimmer hätte lebendig, wie tot.
Das Problem ist, dass ich mich nach 2 tagen stark verändert habe und es steigert sich seitdem. 
ich kann nicht einmal daran denken, dass es mir irgendwer wegnimmt. Ich Weine die Nächte durch, kriege kaum schlaf, wenn überhaupt.
ich möchte es unbedingt beschützen, mein Freund sagt dann immer; durch eine Abtreibung kann ichs am besten beschützen. Theoretisch hat er völlig recht aber ich kann es nicht mehr anhören. Ich bin psychisch völlig am Ende. 
Wird es sich nach der Operation verändern? Mit was sollte ich rechnen?
Ich habe das Gefühl am Ende verliere ich noch den verstand. Ich würde einfach alles geben, damit ichs behalten kann. Habe aber keine andere Wahl und bin völlig alleine.

Lass dich beim Sozialamt beraten, nehm dir einer eigene Wohnung.

Wenn das Kind groß genug ist
kann es zur Kita und du kannst studieren oder arbeiten.
(geht auch während der Schwangerschaft) 

Wird leben in Deutschland und nicht im 3. Weltland...   

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10. März 2018 um 14:40

Ich finde es klingt nicht so, als hätte es das Kleine "lebendig schlimmer wie tot". Es gibt wesentlich schlechtere Voraussetzungen.
Ich würde mich informieren,w as für Hilfen dir zustehen. Du könntest ausziehen, du würdest sicherlich geldlich gut unterstützt werden, mit einem entsprechenden Betreuungsplatz könntest du nächstes Jahr auch deinen Abschluss machen. Hast du dich in der Hinsicht überhaupt informiert? Wenn nein - dann solltest du das, egal was dein "Partner" sagt. Nur weil der es nicht einsieht, sein Leben in Griff zu bekommen, musst du es nicht ausbaden und leiden. Wir haben heutzutage so viele Möglichkeiten, da sind ein bevorstehender Abschluss und ein komplizierter Familienhintergrund doch wirklich nicht schwerwiegend.

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10. März 2018 um 17:13

Ich finde auch, dass das nicht nach den schlimmsten Voraussetzungen klingt. Es klingt eher nach schlechten Voraussetzungen für eine Abtreibung, wenn es dir jetzt schon so nahe geht.

Die Frauen, die keine psychischen Probleme nach Abtreibungen kriegen, sind die, die gar nie daran gezweifelt haben, dass sie abtreiben wollen und keinerlei emotionale Bindung zum Kind hatten. Du hast diese Bindung und du siehst es als dein Kind an - da über die Abtreibung hinwegzukommen wäre doch extrem schwer für dich. Danach noch mehr als zuvor, weil du immer diese Zweifel in deinem Herzen tragen wirst, ob es das Richtige war.

Du bist eine erwachsene Frau und es gibt viele Unterstützungen für dich, die du annehmen kannst ohne dass irgendjemand Anderes sich einmischen kann. Ich würde mich da nochmal genauer erkundigen und dann nochmal in dich gehen.

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11. März 2018 um 1:44

Vielen Dank für eure Antworten.
Ihr habt mir auf jeden Fall Hoffnung geschenkt und es hat mich zum Nachdenken gebracht.
Ich glaube heute werde ich endlich wieder schlafen können.

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11. März 2018 um 7:37

Man hat immer eine Wahl. Es ist vielleicht nicht der einfachste Weg, aber  er wird sich lohnen. Ich denke, nachdem was du schreibst, zerbrichst du eher dran, wenn du es weg machst als wie wenn du es behältst. 

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12. März 2018 um 13:05
In Antwort auf cassiepath

Vielen Dank für eure Antworten.
Ihr habt mir auf jeden Fall Hoffnung geschenkt und es hat mich zum Nachdenken gebracht.
Ich glaube heute werde ich endlich wieder schlafen können.

Ist dein Termin denn morgen?
Wie geht es dir und hast du dich entscheiden können?

Drücke dir die Daumen!

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