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Schwangerschaftsabbruch

10. Mai 2012 um 21:03 Letzte Antwort: 14. Mai 2012 um 15:20

Hallo Ihr Lieben,
möchte Euch nun meine Erfahrung erzählen, die gerade mal 24 Std. her ist.
Kurze Vorgeschichte:
Also, mein Lebensgefährte und ich kennen uns nun 17 Jahre.... zwischenzeitlich trennten uns 10 Jahre. In dieser Zeit heiratete ich, bekam 2 gesunde Jungs... mur meine große Liebe vergaß ich nie!!!!
Mittlerweile bin ich geschieden, und lebe endlich mit meiner GAAANZ Großen Liebe zusammen.
17 Jahre brauchten wir nicht verhüten, da seine Spermien einfach viel zu schlecht sind !
( ein 6. im Lotto wäre wahrscheinlicher).
Aber mittlerweile sind wir Ende 30, und Kinder waren nicht mehr auf unserem Plan. Tja..... wie es dann so ist, gehe ich zur Rutineuntersuchung...: Schwanger!! Wir waren beide geschockt. Berufstätig, die Jungs aus meiner Ehe, etc... doch irgendwie schlug mein Mutterherz in mir. Ich glaube, ich habe mir im Leben noch nieeee soviel Gedanken gemacht, dieses kleine Wesen zu bekommen.. Nach Gesprächen mit dem FA entschieden wir uns blutendes Herzens gegen dieses Kind. Ein medikamentöser Abbruch sollte stattfinden. Am Tag der Tabletteneinnahme weinte ich den ganzen Tag. ( Vernunft / gegen das Herz... Zuhause las ich im I-net, dass diese Tabletten zu 80 % das Kind töten,
( die Schwangerschaft abgebrochen wird)... Aber manche Kinder überleben dieses. Nach 2 Tagewn musste ich zum vaginalen Tablettenabbruch. Ich weinte, und meinte nur: Solte mein Kind noch ein Lebenszeichen von sich geben... dann behalte ich es!!!!! Aber die Frauenärztin meinte nur eiskalt: Mit der Einnahme der ersten Tablette haben Sie Ihrem Kind den Hals umgedreht.... Jetzt ziehen wir das durch!!!
Um 9 Uhr bekam die die erste Tablette... sollte in ca. 2 Std. ausbluten...... aber nichts! So langsam bekam ich Schmerzen, aber Blut war keines. Um 14 Uhr wurde mit der 2. Tablette nachgelegt... aber außer ein paar Tropfen kam wieder nichts... Die Schmerzen ( Kontraktionen wurden aber immer schlimmer). Ich durfte dann um 15 Uhr nach Hause... und um 18 Uhr wieder vorsprechen... Aber außer Krämpfe bekam ich gar nichts. Ich verbrachte die halbe/ ganze Nacht auf der Toilette.. Presste und presste, aber es blutete so gut wie gar nicht. Dann sollte ich wieder am nächsten Tag um 11 Uhr in die Praxis. Es gab Nachschlag... Jaha, und zwar diesmal 2 Tabletten auf einmal. Sollte bis zum nächsten Tag nichts passieren, müsse ein operativer Eingriff vorgenommen werden. Diese 2 Tabletten bewirkten dann RICHTIGE Austreibungswehen.. Ich schrie das ganze Haus zusammen, presste auf Toilette aber die Krämpfe kamen ALLE 30 Sekunden!! Ich dachte, es zerreisst mir den Bauch. ( wer den Film "der Exzorzist" kennt, kann sich vorstellen, wie ich geschriehen und durchgedreht bin)
Mein Lebensgefährte rief den FA an, der meinte nur, dass man da durch müsste, und ich morgen ja wieder vorstellig werden würde. Aber dazu kam es nicht. Rettungswagen- Blaulicht... Und ich glaube, nach 10 Minuten war die Bronüle drin... NOT OP !!!!!!
Die Frauenärztin hat unverantwortlich gehandelt, denn spätestens im Ultraschall hätte Sie sehen müssen, dass das Baby schon viel zu groß ist, um es "rauszupressen"
( EIN MEDIKAMENTÖSER ABBRUCH WAR SOMIT GAR NICHT MEHR MÖGLICH!!) Zusätzlich habe ich auch 2 Kaiserschnitte, somit kannte mein Muttermund auch nicht, sich zu öffnen.
Bitte tut mir einen Gefallen... Solltet Ihr Euch gegen ein Kind entscheiden, dann bitte tut Euch dieses nicht Mifegyne an.
Es ist die Hölle !!!!! Ihr erlebt die Austreibung hautnah. Bei manchen funktioniert es vielleicht, aber ich würde es im Leben nieeeee wieder tun!!

Alles Liebe..... Jessy

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10. Mai 2012 um 21:31


die zeitangabe stimmt doch gar nicht. genau dasselbe hab ich vor kurzem schon mal gelesen

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10. Mai 2012 um 21:53

Jessy23560
Hallo Jessy,
vielen Dank für Dein offenes berichten, was Du durchlebt und durchlitten hast.Wenn Du ein offenes Ohr brauchst, um dies alles aufarbeiten zu können, kannst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die sind einfühlsam und fit.Es ist logisch, dass Du jetzt noch ganz aufgewühlt bist. Und ich wünsche Dir, dass Du es gut hinter Dir lassen kannst.
LG Itemba

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12. Mai 2012 um 16:59
In Antwort auf an0N_1213412999z


die zeitangabe stimmt doch gar nicht. genau dasselbe hab ich vor kurzem schon mal gelesen

.
Doch, der Zeitpunkt stimmt haargenau!!!!
Habe es nämlich gleich danach veröffentlicht.
Nur habe ich es erst in eine andere Diskusion mit eingebracht, mir dann aber überlegt, meinen Text dort zu kopieren, um komplett neu über dieses Thema reden zu können.
Aber mittlerweile geht es mir wieder gut, habe mein Lachen wieder gefunden und gucke positiv in die Zukunft.

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12. Mai 2012 um 17:07


Es ist nicht ganz richtig beschrieben.
Ein medikamentöser Abbruch ist bis zum 63.Tag nach der letzten Regel in Deutschland möglich. Entweder warst du innerhalb der Frist oder es war nicht ganz legal. Ein "zu weit" gibt es da so nicht. Vor allem ist die Grenze nicht unbedingt medizinisch gesetzt, in anderen Ländern wird ein medikamentöser Abbruch auch noch später vorgenommen.
Es stimmt, daß in bestimmten Fällen Mifegyne allein nicht wirkt. Deshalb auch die Kombination mit Prostaglandinen zwei Tage später. Meistens kommt es dann zu einem Abgang. In einigen Fällen wirkt auch eine zusätzliche Gabe von Prostaglandingen nicht, dann ist eine Operation notwendig. Das wird im Aufklärungsgespräch ja erklärt.

Es stimmt aber, daß ein medikamentöser Abbruch von der Patientin miterlebt wird. Einigen ist das lieber als eine Operation in einer Narkose, für andere ist es traumatisch.

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14. Mai 2012 um 15:20
In Antwort auf beate_12332404


Es ist nicht ganz richtig beschrieben.
Ein medikamentöser Abbruch ist bis zum 63.Tag nach der letzten Regel in Deutschland möglich. Entweder warst du innerhalb der Frist oder es war nicht ganz legal. Ein "zu weit" gibt es da so nicht. Vor allem ist die Grenze nicht unbedingt medizinisch gesetzt, in anderen Ländern wird ein medikamentöser Abbruch auch noch später vorgenommen.
Es stimmt, daß in bestimmten Fällen Mifegyne allein nicht wirkt. Deshalb auch die Kombination mit Prostaglandinen zwei Tage später. Meistens kommt es dann zu einem Abgang. In einigen Fällen wirkt auch eine zusätzliche Gabe von Prostaglandingen nicht, dann ist eine Operation notwendig. Das wird im Aufklärungsgespräch ja erklärt.

Es stimmt aber, daß ein medikamentöser Abbruch von der Patientin miterlebt wird. Einigen ist das lieber als eine Operation in einer Narkose, für andere ist es traumatisch.

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Natürlich war das noch legal. Ich befand mich in der 9 SSW

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