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Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Schwangerschaftsabbruch

Letzte Nachricht: 29. August 2022 um 11:15
U
user2143828581
29.12.21 um 23:18

Hallo,
gibt es hier Frauen die einen Schwangerschaftsabbruch hatten und keine psychischen Wraks danach waren?
gefühlt liest man überall nur von Frauen die danach vollkommene Zweifel und schlimmeres hatten...

ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und bisher ist auch noch nichts fest, aber wenn ich wie jetzt so eine Entscheidung treffe, hab ich mir das gut überlegt und weiß, dass ich danach kein schlechtes Gewissen haben brauch oder gar haben werde...

vielleicht kann ja jemand berichten oder sich mit mir austauschen

LG

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C
cristina0721
31.12.21 um 18:56

Hallo und guten Abend, gerade bei einem Schwangerschaftsabbruch lässt es sich nicht im Vorhinein sagen, wie es einer Frau damit geht. Selber habe ich auch keine Erfahrungen, habe aber - wie du inzwischen wahrscheinlich auch - viel von anderen Frauen gelesen. Viele Frauen wollen auch nicht drüber sprechen. Es bleibt offen und du wirst es jetzt nicht wissen, wie es dir nachher geht. 
Dass du es dir nicht leicht machst, glaube ich dir. Was ist deine Situation - magst du noch bisschen erzählen, was es dir schwer macht? Vieles lässt sich doch lösen und oft stehen die Probleme im Vordergrund und die Freude, die so ein Kleines mit ins Leben bringt, ist während der Schwangerschaft noch nicht erlebbar. Wie weit bist du in der Schwangerschaft? Gib' dir Zeit, bis du innerlich ruhig bist und spürst, was dir wichtig ist. Was ist mit dem Papa dazu? Weiß er von der Schwangerschaft?
Ich wünsche dir trotz allem einen guten letzten Abend im Jahr und freu mich, wenn du schreibst.
Herzliche Grüße von Cristina 

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G
genta_26645206
01.01.22 um 18:59

Ja du kannst mich gerne privat schrieben

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C
cristina0721
03.01.22 um 12:37

Hallo und guten Tag dir, wie geht's dir heute? Bist du mit deinen Fragen schon ein bisschen weiter gekommen? Schreibst du, wie es die weiter geht? 
Liebe Grüße von Cristina

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E
elfenbein89
08.01.22 um 11:11

Hallo
ich hatte einen Schwangerschaftsabbruch in der 16 ssw, weil mein Kind nicht gesund war.
er war ein absolutes Wunschkind...da die ssw schon fortgeschritten war, konnte man nur noch die Geburt einleiten.
für mich war es fie richtige Entscheidung, jedoch heisst es nicht, dass man nicht leidet. Ich lebe weiter, aber ich denke trotzdem immer an meinen Sohn im Hinmel. Am Anfang dachte ich, dass ich nie wieder lachen werde. Heute gejt es mir Gut, aber mit der Entscheidung lebe ich ein Leben lang. Keine Frau, ob geplant oder nicht geplante ssw, geht mal gerne hin für den Abbruch. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

lg Elfenbein

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C
crumpycat
11.01.22 um 13:15
In Antwort auf user2143828581

Hallo,
gibt es hier Frauen die einen Schwangerschaftsabbruch hatten und keine psychischen Wraks danach waren?
gefühlt liest man überall nur von Frauen die danach vollkommene Zweifel und schlimmeres hatten...

ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und bisher ist auch noch nichts fest, aber wenn ich wie jetzt so eine Entscheidung treffe, hab ich mir das gut überlegt und weiß, dass ich danach kein schlechtes Gewissen haben brauch oder gar haben werde...

vielleicht kann ja jemand berichten oder sich mit mir austauschen

LG

Hallo,

ich habe diese Erfahrung vor einigen Monaten gemacht. Ich habe es heimlich getan und niemand weiß davon. Das ist eine schlimme Belastung für die Seele. Rein körperlich war der Abbruch selbst nicht so schlimm. Aber ich leide seit dem jeden Monat unter Schwangerschaftssymptomen obwohl keine besteht.

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M
mausbeer
11.01.22 um 16:50

Ich musste eine Ausschabung haben, weil das Herzchen aufgehört hat zu schlagen.  Das war furchtbar ! 

Wenn Du Dir so sicher bist, dann brauchst Du hier ja nicht fragen. 

Klingt für mich, als wenn Du Dir doch nicht so sicher bist. 

Lass Dich von einer Beratungsstelle beraten. 

Ich würde niemals abtreiben, es sei denn es wäre durch eine Gewalttat entstanden 

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L
lole72
13.01.22 um 13:13

Grüß dich.
Also was kann man hier sage.
Ja, es ist kein Wunder überhaupt, dass du psychische Wraks nach Schwangerschaftsabbruch hast.
Ist doch ganz okay Zweifel zu haben oder noch was.
Wie hat eigentlich dein Partner darauf reagiert? Oder hast du ihm nix gesagt?
Wenn nein warum​?
 

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user1520606159
user1520606159
21.08.22 um 15:05

Hallöchen,

Ich wollte mal fragen, wie du dich entschieden hast und wie du dich damit fühlst. 

Ich selbst bin derzeit in der ca.5 SSW und überlege mir den Abbruch. Bei mir wurde vor ca 2 Monaten eine mittelschwere Depression festgestellt und eigentlich möchte ich mich derzeit auf mich konzentrieren, aber vor der Depression war ein Kind, dass was ich immer wollte.

Mein Partner zwingt mich zu keiner Entscheidung, sondern sagt, es ist allein meine Entscheidung. Aber er ist für mich da, egal wie ich mich entscheide. Allerdings weiß ich, dass er sich schon ein wenig aif das kind freut.
Man muss dazu sagen, dass er schon einen 8 jährigen sohn hat, der bei uns lebt. Allerdings ist es im Moment auch sehr schwierig mit ihm. 

Ich bin selbst unsicher ob ich das in meiner Verfassung bewältigt bekomme. Ich war auch schon bei der Beratungsstelle und habe da auch meine Bescheinigung bekommen, den Abbruch durchführen zu können.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir ein wenig helfen.

Liebe Grüße 

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lilly0628
lilly0628
22.08.22 um 11:48
In Antwort auf user1520606159

Hallöchen,

Ich wollte mal fragen, wie du dich entschieden hast und wie du dich damit fühlst. 

Ich selbst bin derzeit in der ca.5 SSW und überlege mir den Abbruch. Bei mir wurde vor ca 2 Monaten eine mittelschwere Depression festgestellt und eigentlich möchte ich mich derzeit auf mich konzentrieren, aber vor der Depression war ein Kind, dass was ich immer wollte.

Mein Partner zwingt mich zu keiner Entscheidung, sondern sagt, es ist allein meine Entscheidung. Aber er ist für mich da, egal wie ich mich entscheide. Allerdings weiß ich, dass er sich schon ein wenig aif das kind freut.
Man muss dazu sagen, dass er schon einen 8 jährigen sohn hat, der bei uns lebt. Allerdings ist es im Moment auch sehr schwierig mit ihm. 

Ich bin selbst unsicher ob ich das in meiner Verfassung bewältigt bekomme. Ich war auch schon bei der Beratungsstelle und habe da auch meine Bescheinigung bekommen, den Abbruch durchführen zu können.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir ein wenig helfen.

Liebe Grüße 

Hallo du Liebe,
 
ja, es wäre schön, wenn die Schwangere vom Dez. 21 noch einmal antworten könnte. Du fühlst dich vielleicht von ihrer Frage angesprochen, weil du auch unsicher bist, wie du eine Abtreibung verkraften würdest.

Du schreibst, vor der Depression war ein Kind das, was du immer wolltest. Das berührt mich sehr. Weißt du, wodurch die Depression ausgelöst wurde? Bist du deswegen jetzt in Behandlung – gut eingestellt, oder beeinträchtigt es dich stark in deinem Alltag? Du schreibst so liebevoll von deinem Partner, der sich schon ein wenig auf das Kind freut. Das ist doch ein riesiges Geschenk.
Was spricht dagegen, dass du dich jetzt ganz auf dich konzentrierst? Dein Baby gibt dir 9 Monate Zeit, bevor es sich sehen lässt.  😅   In dieser Zeit kann sich ganz viel Gutes entwickeln. Und in Absprache mit deinem Arzt, kannst du die Medikamente nehmen, die dir durch diese Zeit helfen können.
Dein Freund ist vielleicht selbst unsicher, weil er dich nicht unter Druck setzen will. Würdest du dich stärker fühlen, wenn er sagen würde: „Schatz wir bekommen das Kind, ich unterstütze dich und wir schaffen das auf jeden Fall“?
 
Was bräuchtest du, damit du sagen könntest: Ich gehe das Wagnis ein? Du darfst dir wirklich jede Unterstützung ranholen, die du bekommen kannst.
War dir die Beratung diesbezüglich eine Hilfe? Hast du die Schwierigkeiten mit dem 8-Jährigen, zur Sprache bringen können? Könnt ihr euch dafür Unterstützung in einer Erziehungsberatung zu holen? Würde dein Partner das in die Hand nehmen, damit du an dieser Stelle entlastet bist?
 
Du schreibst, du hast schon den Schein, dabei bist du erst in der 5. SSW. Bitte lass dir auf jeden Fall Zeit, damit du dir in deiner Entscheidung sicher sein kannst.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du wieder schreibst.
 
Ganz liebe Grüße
Lilly
 

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C
catie09
24.08.22 um 8:58

Hallo du,
wie hast du diesen Thread hier überhaupt gefunden? Es gibt viele aktuelle.
Wahrscheinlich bekommst du von der TE keine Antwort.
Aber was sie sich überlegt hat was ihr geschrieben wurde, beschäftigt dich.
Wie du einen Abbruch bewältigen würdest.
 
Du denkst aufgrund der Depression über einen Abbruch nach?
Mal ganz spontan (obwohl man ja nie genau wissen kann, wodurch eine Depression ausgelöst ist):
Könnte es sein, dass der unerfüllte Kinderwunsch ein Teil der Depression ist. Und es dir im Verlauf der Schwangerschaft besser gehen würde. Und dann mit dem Kind?
Es ist tatsächlich so, dass mit so einem kleinen Wesen und dieser großen Aufgabe ein ganz besonderer „drive“ ins Leben kommt.
Dazu weiß ich natürlich zu wenig über dich, also, wie deine Lebenssituation insgesamt ist, wie alt du bist, ob gerade Dynamik da ist oder fehlt oder ein Schicksalsschlag die Depression ausgelöst haben könnte, welche Art von Behandlung du hast und was dein Arzt bzw. die Ärzte sagen. Das spielen ja Allgemeinarzt, Gynäkologe und Neurologe bzw. Psychiater eine Rolle. Welche Rat geben sie dir jeweils, was die Schwangerschaft angeht?
Wenn der Kindsvater sich freut – ist auch eine schöne Perspektive. Selbst wenn es mit seinem Sohn gerade nicht einfach ist. Kinder haben immer wieder Phasen, wo etwas nicht so läuft, wo sie was Bestimmtes brauchen oder sich halt einfach weiterentwickeln. Oder siehst du da gerade einen klaren Grund, warum es schwierig ist bzw. was er von dir, seinem Vater oder euch gemeinsam bräuchte.
Oder hättest du Angst, dem Kind nicht gerecht werden zu können?
Dafür ist so eine erstmalige (?) und kurze Depression (mach spricht sogar von Episode) nicht schwerwiegend. Also, die Hoffnung, dass es wieder gut wird, ist voll berechtigt!
Ein Kind kann sogar wie eine Art Antidepressivum wirken. Und falls du eines nimmst gerade, - erkundige dich, ob es sich mit der Schwangerschaft verträgt. Es gibt gut verträgliche Antiderpressiva.
Dass ein Abbruch – wo du dir immer ein Kind gewünscht hat – eher negativ auswirken kann, also depression-verstärkend – das sollte auch bedacht werden. Von Ärzten oder halt von dir selbst.
Du fragst dich, ob du den Abbruch bewältigen würdest?
Was meinst du: Wie würdest du deinen Weg mit deinem Kind bewältigen? Bzw. wie würdest du ihn gestalten? (Viel schöner als „bewältigen“.)
 

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C
catie09
24.08.22 um 9:04

und schau mal, das habe ich gefunden:

Da kannst du auch Beratung in Anspruch nehmen. Es gibt eine kostenlose Hotline, habe ich gesehen.
Vielleicht hilft dir das nochmal weiter?

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user1520606159
user1520606159
27.08.22 um 22:03
In Antwort auf catie09

Hallo du,
wie hast du diesen Thread hier überhaupt gefunden? Es gibt viele aktuelle.
Wahrscheinlich bekommst du von der TE keine Antwort.
Aber was sie sich überlegt hat was ihr geschrieben wurde, beschäftigt dich.
Wie du einen Abbruch bewältigen würdest.
 
Du denkst aufgrund der Depression über einen Abbruch nach?
Mal ganz spontan (obwohl man ja nie genau wissen kann, wodurch eine Depression ausgelöst ist):
Könnte es sein, dass der unerfüllte Kinderwunsch ein Teil der Depression ist. Und es dir im Verlauf der Schwangerschaft besser gehen würde. Und dann mit dem Kind?
Es ist tatsächlich so, dass mit so einem kleinen Wesen und dieser großen Aufgabe ein ganz besonderer „drive“ ins Leben kommt.
Dazu weiß ich natürlich zu wenig über dich, also, wie deine Lebenssituation insgesamt ist, wie alt du bist, ob gerade Dynamik da ist oder fehlt oder ein Schicksalsschlag die Depression ausgelöst haben könnte, welche Art von Behandlung du hast und was dein Arzt bzw. die Ärzte sagen. Das spielen ja Allgemeinarzt, Gynäkologe und Neurologe bzw. Psychiater eine Rolle. Welche Rat geben sie dir jeweils, was die Schwangerschaft angeht?
Wenn der Kindsvater sich freut – ist auch eine schöne Perspektive. Selbst wenn es mit seinem Sohn gerade nicht einfach ist. Kinder haben immer wieder Phasen, wo etwas nicht so läuft, wo sie was Bestimmtes brauchen oder sich halt einfach weiterentwickeln. Oder siehst du da gerade einen klaren Grund, warum es schwierig ist bzw. was er von dir, seinem Vater oder euch gemeinsam bräuchte.
Oder hättest du Angst, dem Kind nicht gerecht werden zu können?
Dafür ist so eine erstmalige (?) und kurze Depression (mach spricht sogar von Episode) nicht schwerwiegend. Also, die Hoffnung, dass es wieder gut wird, ist voll berechtigt!
Ein Kind kann sogar wie eine Art Antidepressivum wirken. Und falls du eines nimmst gerade, - erkundige dich, ob es sich mit der Schwangerschaft verträgt. Es gibt gut verträgliche Antiderpressiva.
Dass ein Abbruch – wo du dir immer ein Kind gewünscht hat – eher negativ auswirken kann, also depression-verstärkend – das sollte auch bedacht werden. Von Ärzten oder halt von dir selbst.
Du fragst dich, ob du den Abbruch bewältigen würdest?
Was meinst du: Wie würdest du deinen Weg mit deinem Kind bewältigen? Bzw. wie würdest du ihn gestalten? (Viel schöner als „bewältigen“.)
 

Hallöchen, 

Ich hab einfach viele Threads gelesen und bin hier hängen geblieben. Schade, dass man später keine Antwort bekommt, wie es gelaufen ist. 

Ich weiß, was der Auslöser meiner Depression ist. Aber der unerfüllte Kinderwunsch ist definitiv keiner. Denn kurz bevor ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, habe ich noch zu meinem Freund gesagt, dass ich in meinem derzeitigen Zustand kein Kind haben möchte. 

Sein Sohn musste sehr früh, sehr viel durch machen und leidet stark an Verlustangst und ist extrem am klammern und hat teilweise extreme Eifersucht. Die durch ein neues Baby, was sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit braucht, bei ihm wieder verstärkt.

Bei mir ist es keine einmalige Episode. Das geht schon ziemlich lange und wird immer schlimmer. 
Und da es in der Schwangerschaft aich zu Depressionen kommen kann, kann es passieren, dass meine dadurch noch schlimmer wird. Und im Moment kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass ich später glücklich bin, wenn ich das Kind behalte. Im Gegenteil, für mich ist es im Moment der pure Stress und ein Ballast. So hart wie es klingt, aber ich bin nir ehrlich.

Liebe Grüße 

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C
catie09
29.08.22 um 11:15

Hallo du, das tut mir echt leid, dass du schon länger (sogar lange!) mit depressiven Phasen zu tun hast. Wie bist du denn jeweils wieder rausgekommen? Hattest du schon mal Medikamente genommen oder eine hilfreiche Therapie bzw. Klinikzeit gehabt?
Das Leben ist oft nicht so eindeutig ein Ursache-Folge-Modell.
Auch wenn du Auslöser weißt – es kann sich immer nochmal was anders entwickeln. Sprich: Ein Auslöser (wie deiner) muss nicht zu einer Depression führen. Oder eine Depression kann "aus dem Nichts" kommen.

Aber klar – jetzt, wo du dich aktuell nicht gut fühlst, kannst du dir eine Schwangerschaft und dich als Mutter natürlich nicht gut vorstellen. Alles fühlt sich jetzt ja schwerer an.
Aber wer weiß, wie sich ein Kind (und ein Kind ist ja einfach was Schönes!) auf deine psychische Verfassung auswirken würde. Wofür das ein „Auslöser“ sein würde.

Und sogar für deinen verlustgeängstigten „Halbsohn“ kann es sich so oder so auswirken. Ein Baby bindet ja auch zusammen und – wenn es mit euch beiden gut weitergeht – ist das auch für ihn ein Nest.

Also – wie es für dich ist, ist das eine. Dass du da im Moment keine gute Vorstellung hast, ist vielleicht Teil der Depression.  Du schreibst eben „im Moment“. Ja, es kann sich ändern und dann wäre das Kind – das du dir ja eigentlich gewünscht hattest – unabänderlich nicht mehr da, wenn du dich für einen Abbruch entscheidest.
Sprich: Dir geht es besser und dann tut´s dir leid. Ein Abbruch an sich kann dann sogar für sich genommen ein Auslöser für Depression werden.

Wie es für das Kind selbst ist – ist das andere. Es muss in keiner Weise eine Beeinträchtigung erfahren. Und könnte für dich sogar ein „Heilmittel“ sein. Also, nicht Mittel zum Zweck natürlich. Aber jedenfalls keine „Bedrohung“, weder für dich noch für den Kleinen Sohnemann. 
Es spürt ja deine Nähe und ist erstmal unbekümmert und von dir rundumversorgt.

Kurz gesagt:
Achtung – du trägst momentan eine verdunkelte Brille und siehst die Wirklichkeit durch sie.
Und  - ich weiß – das ist das wirklich Schwere an der Depression. Nicht sehen und fühlen können, was man so gerne sehen und fühlen möchte ... 

Da du aber auch das Rauskommen kennst ... da denke ich, dass dir auch der Weg mit Kind offen steht.
Wenn du der Depression nicht die Regie überlässt. Denn sie ist vorübergehend. Diese Erfahrung hast du schon gemacht.

Übrigens wirkt die Hormonumstellung am Beginn einer Schwangerschaft auch nicht erheiternd. Leider. Das müsstest du auch noch einkalkulieren. Und diese Umstellung ist ja für das Kind und nicht dagegen. Auch wenn sie die Stimmung erstmal eintrübt und oft noch mit körperlichen Beschwerden einhergeht. Wie geht es dir da?
Und auch das ist wieder vorübergehend.
Also, echt viel gedrückte Stimmung auszuhalten gerade.
Da kann ich mir gut vorstellen, dass dir der Mut schwindet und der Abbruch dich eher anzieht.
Lass dir trotzdem die Zeit, die du brauchst! Du spürst vielleicht, wie immer wieder ein Aspekt neu kommt. Und dass das Helle dich anzieht, kann auch wieder kommen. Und das wäre ein gutes Zeichen mitten in der depressiven Episode.
Alles Liebe für dich!
Catie
 

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