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Schwangerschaftsabbruch

16. Oktober um 19:49

Hi! Ich hoffe auf Erfahrungsberichte und nicht darauf, für meine Entscheidung verurteilt zu werden, auch wenn ich ziemlich kühl klinge.

Ich bin ungewollt schwanger geworden (ich habe die Pille zweimal vergessen) und möchte abtreiben, da ich nie Kinder haben möchte. Sie sind laut, anstrengend und teuer. Ich habe auch keine Lust auf die SSW-Symptome, immer dicker zu werden und das Kind dann unter unvorstellbaren Schmerzen auf die Welt zu bringen, nur um es dann zur Adoption freigeben zu können. Noch schlimmer wäre ein Kaiserschnitt...

Ich kam diesen Herbst in die 11. Klasse und möchte nach dem Abitur Medizin studieren. Selbst wenn ich mal ein Kind haben wollen würde, wäre meine Zukunft damit ruiniert, wenn ich jetzt ein Kind austragen würde (so sehe ich das).
Ich bin in der 4. Woche und mein Freund ist mit der Abtreibung einverstanden, er steht hinter meiner Entscheidung. Wir haben lange miteinander darüber gesprochen.
Die Schwangerschaft wurde auch bereits von meiner Frauenärztin bestätigt und ich habe demnächst einen Termin bei einer Beratungsstelle.


Wie wird das ablaufen? Wird man mich moralisch dafür verurteilen? Hat jemant Erfahrung mit Abtreibung und kann berichten? Ich würde die medikamentöse Variante vorziehen.


PS.: Es handelt sich nicht um ein "Kind" in mir, sondern bestenfalls um einen Haufen Zellen. Es ist ein Embryo und noch kein Fötus. Dementsprechend ist Abtreibung kein Mord, die Zellen besitzen kein Bewusstsein, kein Schmerzempfinden o.ä. Ich lass mir da auch nichts einreden.


Was Adoptionsfreigabe betrifft: Ich kann auch nichts dafür, das viele Frauen keine Kinder bekommen können, obwohl sie sich welche wünschen. Deswegen muss ich doch nicht drunter "leiden" und das Kind austragen. Ich es auch ziemlich unfair dem Kind gegenüber, es nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Das hat was von "Ich wollte dich nicht, aber vielleicht wollen dich andere und wenn nicht, hast du Pech." Außerdem will ich nie Kinder haben. Bei einer Adoption wird das Kind sich sicherlich später mal fragen, wer seine biologische Mutter ist und mich ausfindig machen wollen. Das will ich vermeiden.

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16. Oktober um 19:57
In Antwort auf tamina

Hi! Ich hoffe auf Erfahrungsberichte und nicht darauf, für meine Entscheidung verurteilt zu werden, auch wenn ich ziemlich kühl klinge. 

Ich bin ungewollt schwanger geworden (ich habe die Pille zweimal vergessen) und möchte abtreiben, da ich nie Kinder haben möchte. Sie sind laut, anstrengend und teuer. Ich habe auch keine Lust auf die SSW-Symptome, immer dicker zu werden und das Kind dann unter unvorstellbaren Schmerzen auf die Welt zu bringen, nur um es dann zur Adoption freigeben zu können. Noch schlimmer wäre ein Kaiserschnitt...

Ich kam diesen Herbst in die 11. Klasse und möchte nach dem Abitur Medizin studieren. Selbst wenn ich mal ein Kind haben wollen würde, wäre meine Zukunft damit ruiniert, wenn ich jetzt ein Kind austragen würde (so sehe ich das).
Ich bin in der 4. Woche und mein Freund ist mit der Abtreibung einverstanden, er steht hinter meiner Entscheidung. Wir haben lange miteinander darüber gesprochen.
Die Schwangerschaft wurde auch bereits von meiner Frauenärztin bestätigt und ich habe demnächst einen Termin bei einer Beratungsstelle.


Wie wird das ablaufen? Wird man mich moralisch dafür verurteilen? Hat jemant Erfahrung mit Abtreibung und kann berichten? Ich würde die medikamentöse Variante vorziehen.


PS.: Es handelt sich nicht um ein "Kind" in mir, sondern bestenfalls um einen Haufen Zellen. Es ist ein Embryo und noch kein Fötus. Dementsprechend ist Abtreibung kein Mord, die Zellen besitzen kein Bewusstsein, kein Schmerzempfinden o.ä. Ich lass mir da auch nichts einreden.


Was Adoptionsfreigabe betrifft: Ich kann auch nichts dafür, das viele Frauen keine Kinder bekommen können, obwohl sie sich welche wünschen. Deswegen muss ich doch nicht drunter "leiden" und das Kind austragen. Ich es auch ziemlich unfair dem Kind gegenüber, es nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Das hat was von "Ich wollte dich nicht, aber vielleicht wollen dich andere und wenn nicht, hast du Pech." Außerdem will ich nie Kinder haben. Bei einer Adoption wird das Kind sich sicherlich später mal fragen, wer seine biologische Mutter ist und mich ausfindig machen wollen. Das will ich vermeiden. 

Du musst es doch niemandem erzählen, geht doch nur dich und evtl deinen Freund etwas an. Schon kann keiner was dazu, dagegen sagen.

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16. Oktober um 20:02

Sehe ich genau wie Skadiru, warum rechtfertigst du dich? Das musst du vor niemandem ausser vor dir selbst. Du willst mal Medizin studieren, kennst dich ein wenig in der Thematik aus wie es sich liest. Was interessiert es dich, was andere denken? Oder hast du selbst ein schlechtes Gewissen, wenn du den Abort durchzieht? Wenn ja, warum, wenn du schreibst dass du gar keine Kinder möchtest? 

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16. Oktober um 21:43

finde sie schon sehr gefühlskalt wie sie schreibt. vllt hat sie emotional irgendwelche probleme oder wurde mal von einem mann enttäuscht von dem sie sich mehr erhofft hatte (beziehung oder so)

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16. Oktober um 21:55

Dann denke doch ernsthaft über die Spirale nach, wenn du absolut keine Kinder möchtest. Was du jetzt machst, musst du mit deinem Freund entscheiden, aber für die Zukunft wäre ne sichere Verhütung wohl besser.

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17. Oktober um 10:36

Hallo tamina, 
du bist noch ziemlich geschockt, kann ich mir vorstellen. Dass du von nur zwei mal Pille vergessen doch gleich schwanger geworden bist. Du musst dich wirklich nicht rechtfertigen. Deine Fragen kannst du bei dem Beratungsgespräch alle stellen. Wird dein Freund mitgehen? Ich selbst habe keine Erfahrung, stelle es mir aber für einen selbst nicht so ohne vor, auch wenn es gesellschaftlich akzeptiert ist. Also - weitgehend akzeptiert. Oder macht dir jemand Vorwürfe? Wissen deine Eltern was? Deine Mutter? 
Deine Überlegungen zur Adoption: Wäre es für dich eine Möglichkeit, wenn du wüsstest, dass niemals ein Kontakt zustande kommen würde? Dass das Kind dich nicht ausfindig machen könnte? Ich weiß nicht... ich denke, das wäre auch möglich. 
Aber für dich wäre die Schwangerschaft an sich ja schon eine große Hürde, wie ich dich verstehe. Ist auch echt schwer, ein Kind auszutragen und dann abzugeben. Aber frag einfach alles bei dem Beratungsgespräch. Nächste Woche dann, oder? 
Wie fühlst du dich sonst so? Belastet dich die Schwangerschaft? 
Liebe Grüße von Annett

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17. Oktober um 13:49
In Antwort auf annett04

Hallo tamina, 
du bist noch ziemlich geschockt, kann ich mir vorstellen. Dass du von nur zwei mal Pille vergessen doch gleich schwanger geworden bist. Du musst dich wirklich nicht rechtfertigen. Deine Fragen kannst du bei dem Beratungsgespräch alle stellen. Wird dein Freund mitgehen? Ich selbst habe keine Erfahrung, stelle es mir aber für einen selbst nicht so ohne vor, auch wenn es gesellschaftlich akzeptiert ist. Also - weitgehend akzeptiert. Oder macht dir jemand Vorwürfe? Wissen deine Eltern was? Deine Mutter? 
Deine Überlegungen zur Adoption: Wäre es für dich eine Möglichkeit, wenn du wüsstest, dass niemals ein Kontakt zustande kommen würde? Dass das Kind dich nicht ausfindig machen könnte? Ich weiß nicht... ich denke, das wäre auch möglich. 
Aber für dich wäre die Schwangerschaft an sich ja schon eine große Hürde, wie ich dich verstehe. Ist auch echt schwer, ein Kind auszutragen und dann abzugeben. Aber frag einfach alles bei dem Beratungsgespräch. Nächste Woche dann, oder? 
Wie fühlst du dich sonst so? Belastet dich die Schwangerschaft? 
Liebe Grüße von Annett

nein sie muss sich nicht rechtfertigen!

aber es schönzureden dass es "okay" ist 2x die pille zu vergessen und nicht zusätzlich zu verhüten wenn man so absolut kein kind will, muss auch nicht sein

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18. Oktober um 13:28

Wenn du weißt, wie deine Pläne aussehen sollen, ist es doch gut. Dann mache die doch auch genau so. Ob du emotional damit zurecht kommst weiß niemand und kann dir niemand sagen. Man hört, daß es nicht spurlos an einem vorbei geht. Das ist aber immer so, wenn man große Entscheidungen trifft. Abi ja, nein/ Freund ja, nein/Haus kaufen ja, nein,kredit über 20 Jahre, ja, nein... Es wird immer Momente geben, wo man Überlegt, war es richtig. Aber wenns Kind nicnz passt, passt es halt nicht. Dafür gibt es ja diese Möglichkeit, genau dafür. Und wenn du irgendwann Ärztin bist und normal arbeitest und in 10 Jahren doch mal anders darüber denkst, kannst du ja immernoch alles machen. 

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